Ebersdorf bei Coburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ebersdorf b.Coburg
Ebersdorf bei Coburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ebersdorf b.Coburg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 13′ N, 11° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 26,36 km2
Einwohner: 5920 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 225 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96237
Vorwahl: 09562
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 121
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Raiffeisenstr. 1
96237 Ebersdorf
Webpräsenz: www.ebersdorf.de
Bürgermeister: Bernd Reisenweber (Bürgergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Ebersdorf b.Coburg im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-West Gellnhausen Landkreis Haßberge Coburg Landkreis Kronach Landkreis Lichtenfels Weitramsdorf Weidhausen bei Coburg Untersiemau Sonnefeld Rödental Bad Rodach Niederfüllbach Neustadt bei Coburg Meeder Lautertal (Oberfranken) Itzgrund Grub am Forst Großheirath Ebersdorf bei Coburg Dörfles-Esbach Ahorn (Landkreis Coburg) Seßlach Landkreis Bamberg ThüringenKarte
Über dieses Bild
Ortsteil Friesendorf
Industriegebiet
Ortsmitte

Ebersdorf bei Coburg (amtlich: Ebersdorf b.Coburg) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebersdorf liegt im oberen Tal des Füllbaches, eines Nebenflusses der Itz. Südlich des Ortes erstreckt sich der Lichtenfelser Forst.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Rödental, Neustadt bei Coburg, Sonnefeld, Weidhausen bei Coburg, Lichtenfels, Grub am Forst.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Ebersdorf gehören noch sechs weitere Orte zur Gemeinde:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Wechsel nach Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebersdorf wurde 1262 erstmals urkundlich erwähnt, als der Ministeriale Eberhard von Sonneberg Rodeland für seinen Herrenhof als Lehen vom Bamberger Bischof Berthold von Leiningen erhielt. Zuvor hatte dort der Sonneberger Graf Heinrich am 7. Januar 1260 ein Zisterzienserinnenkloster gegründet. Dies wurde 26 Jahre später durch einen Brand zerstört und in der Nachbarschaft als Kloster Sonnefeld wieder aufgebaut.[3]

Einst galt Ebersdorf als Zentrum der Weißbüttnerei, während die Bewohner der Umgebung hauptsächlich von der Korbmacherei lebten, die als Möbelindustrie überlebt hat.

Als Teil des Amtes Sonnefeld gehörte die Gemeinde bis 1918 zum Herzogtum Sachsen-Coburg, nur zwischen 1705 und 1826 war sie Teil des Herzogtums Sachsen-Hildburghausen. 1920 wurde sie zusammen mit dem Freistaat Coburg in Bayern eingegliedert.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1965 wurde Friesendorf eingemeindet. Am 1. April 1971 kamen Großgarnstadt, Kleingarnstadt und Oberfüllbach hinzu.[4] Frohnlach folgte am 1. Mai 1978.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Bernd Reisenweber (Bürgergemeinschaft), Zweiter Bürgermeister ist Joachim Hassel (SPD) und Dritter Bürgermeister Jürgen Heymann (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • Bürgergemeinschaft Ebersdorf: 10 Sitze
  • SPD: 6 Sitze
  • CSU: 4 Sitze

Im Jahr 2016 spaltete sich nach zwei Parteiaustritten die SPD-Fraktion. Seitdem verfügt die SPD nur noch über 4 Sitze, 2 fraktionslose Gemeinderatsmitglieder bilden eine Ausschussgemeinschaft.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: „In Gold über gesenktem roten Sparren ein silbern bewehrter, rot gezungter schwarzer Eberrumpf, im rechten und linken Obereck je eine rote heraldische Rose mit goldenen Butzen und silbernen Kelchblättern“.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebersdorf ist Industriestandort für Möbel- und Polstermöbel, Wellpappe, Maschinenbau und Vliesstoff. Der größte Arbeitgeber mit etwa 450 Beschäftigten ist die Schumacher Packaging, die in Ebersdorf unter anderem 300 Millionen Quadratmeter Wellpappe jährlich herstellt.

Ebersdorf liegt an der B 303, die von Coburg nach Kronach führt. Seit Oktober 2007 existiert eine Autobahnanschlussstelle der A 73 Nürnberg–Suhl. Der Ort besaß seit 1858 einen Eisenbahnanschluss an die Werrabahn, die damals Eisenach und Lichtenfels verband. 1901 folgte die Steinachtalbahn zunächst nach Weidhausen und später nach Neustadt. 1946 wurde das Streckennetz im damaligen Grenzgebiet umstrukturiert. Heute fahren auf der Bahnstrecke Züge von Lichtenfels über Coburg nach Sonneberg. Die Steinachtalbahn wurde in den 1980ern stillgelegt.

Ebersdorf ist Standort der neuen Integrierten Leitstelle Coburg, von der aus alle Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst in den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels koordiniert werden.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ebersdorf verfügt über eine Grund- und eine Mittelschule mit einer Schulturnhalle, einem Lehrschwimmbecken, modernen Computerräumen, einem Physiksaal und vielen anderen Fachräumen. Die Grundschule hatte bis 2014 eine Außenstelle in Großgarnstadt. Die Volksschule Coburg hat in Ebersdorf eine Außenstelle.

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergärten

In der Gemeinde Ebersdorf gibt es einen evangelischen und einen katholischen Kindergarten

  • Altenheim

In Ebersdorf gibt es ein Alten- und Pflegeheim mit Kurzzeitpflege. Träger ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK).

  • Sozialstation

In der Garnstadter Straße ist eine Sozialstation des BRK untergebracht.

Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ebersdorf wird Itzgründisch, ein mainfränkischer Dialekt, gesprochen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. 750-jahre.ebersdorf.de
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441. Seite 441
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 680.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ebersdorf bei Coburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien