Haßlinghausen

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Haßlinghausen
Koordinaten: 51° 19′ 57″ N, 7° 16′ 50″ O
Höhe: 263 (200–310) m
Einwohner: 9119 (31. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 45549
Vorwahl: 02339
Mittelstraße in Haßlinghausen
Mittelstraße in Haßlinghausen

Die ehemalige Gemeinde Haßlinghausen ist eine von sechs Stadtbezirken der Stadt Sprockhövel im Ennepe-Ruhr-Kreis. Das Rathaus der Stadt Sprockhövel befindet sich in der Ortschaft Haßlinghausen.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haßlinghausen liegt im Süden der Gebietskörperschaft Sprockhövel und grenzt im Südwesten an Wuppertal (Stadtteil Nächstebreck), im Osten an Gevelsberg und im Süden an Schwelm. Von Nordwesten bis Nordosten wird Haßlinghausen von den Sprockhöveler Stadtteilen Gennebreck, Sprockhövel und Hiddinghausen umgeben. Durch den Hauptort führt die Landesstraße L58 (ehemals Bundesstraße 51), von der im Zentrum die Landesstraße L666 abzweigt. Östlich des Zentrums beginnt die Bundesstraße 234, die Bundesautobahn 43 durchquert den Stadtteil in Nord-Süd Richtung.

Haßlinghausen besteht neben dem Hauptort aus zahlreichen Außenortschaften und Hofschaften wie Berzhäuschen, Brockenberg, Bruchhausen, Dahl, Dellwig, Drögenpütt, Eckhöfchen, Flockenhaus, Gangelshausen, Grüner Weg, Halloh, Hedtberg, Hedtbleck, Hellmannsbruch, Hermessiepen, Hobeuken, Hofuhr, Horntenhütte, Kortenstraße, Landringhausen, Lempe, Oerden, Paradies, Philippshausen, Rennebaum, Scharlicke, Scheidung, Schee, Scherenberg, Scheven, Schevener Holz, Schlöppe, Sondern, Spurholz, Stefansbecke, Sundern, Teswinkel, Uhlenberg, Weuste und Wiggers.

Haßlinghausen liegt auf der naturräumlichen Einheit Haßlinghauser Rücken und ist dessen Namensgeber.

Wander- und Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort kann auf der zu einem Rad- und Wanderweg umgebauten Bahnstrecke Schee–Silschede durchquert werden. Weitere Wanderwege in Haßlinghausen sind der Haßlinghauser Rundweg und der Deutschlandweg. Der Harkortweg (X17) durchquert Haßlinghausen auf der Etappe zwischen Niedersprockhövel (Hammertal) und Gevelsberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter französischer Herrschaft wurde 1806 die Mairie Haßlinghausen im Arrondissement Hagen des Département Ruhr im Großherzogtum Berg eingerichtet. 1815 kam das französisch besetzte Gebiet zu Preußen.

1887 wurde Haßlinghausen durch die Bahnstrecke Schee–Silschede an das Bahnnetz angeschlossen. Die Zeche Deutschland und die Haßlinghauser Hütte waren Ende des 19. Jahrhunderts die größten Industriebetriebe im Ort.

Der Stadtteil war bis Gründung der Stadt Sprockhövel am 1. Januar 1970 eine eigenständige Gemeinde und Amtssitz des Amtes Haßlinghausen im Kreis Hagen (bis 1887), im Kreis Schwelm (bis 1929) und im Ennepe-Ruhr-Kreis (bis 1970). Die kommunale Selbständigkeit der Gemeinde und des Amtes Haßlinghausens endete mit dem Übergang zur Stadt Sprockhövel. Dabei mussten kleinere Teile des östlichen Gemeindegebietes im Bereich des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord und Schmiedestraße an Wuppertal abgeben werden.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil Haßlinghausen befindet sich eine personenbefördernde Gartenbahn mit 127 mm (5 Zoll) und 184 mm (7¼ Zoll) Spurweite, die vom 2004 gegründeten Dampf-Bahn-Club Sprockhövel betrieben wird. Zwischen April und September veranstaltet der Verein monatlich öffentliche Fahrtage.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sprockhövel-Haßlinghausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 113.