Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr

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Verkehrsgesellschaft
Ennepe-Ruhr mbH
Logo
Basisinformationen
Unternehmenssitz Ennepetal
Webpräsenz http://www.ver-kehr.de/
Bezugsjahr 2003/2005
Eigentümer 51 % Ennepe-Ruhr-Kreis
13 % Stadt Ennepetal
13 % Stadt Gevelsberg
9 % Stadt Schwelm
7 % Stadt Sprockhövel
7 % Stadt Wetter
Verkehrsverbund Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
Mitarbeiter 291
Umsatz 82,7 Mio. Euro
Linien
Bus 51
Anzahl Fahrzeuge
Omnibusse 123
Statistik
Fahrgäste 16,2 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 6,11 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 706
Länge Liniennetz
Buslinien 686 km

Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH, kurz VER, ist ein Nahverkehrsunternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Es ist Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Die Geschichte der Straßenbahn im heutigen Ennepe-Ruhr-Kreis beginnt am 10. Mai 1895, als der Bürgermeister der Stadt Gevelsberg und Vertreter der Gemeinden im Kreis Schwelm mit Vertretern der Firma Schuckert & Co. zusammenkamen und beschlossen, zwischen den Straßenbahnnetzen in Hagen und Barmen ein eigenes Straßenbahnunternehmen zu gründen. Am 28. Oktober 1895 beschloss man, dass die Gemeinden eigenständig vorgehen sollten, da der Betrieb aus den beiden Orten schon in das Gebiet des Kreises vorgedrungen war. Am 7. Mai 1897 führte die Stadt Gevelsberg mit Siemens & Halske Verhandlungen über den Bau einer Straßenbahn zwischen Gevelsberg und Milspe. Schließlich bekam die Hagener Straßenbahn AG am 5. August 1897 die Konzession zum Bau der Strecke von Hagen über Gevelsberg und Milspe nach Schwelm. Bis April 1900 ging aber nur der Abschnitt bis Haspe in Betrieb. Zeitgleich baute die Barmener Straßenbahn eine Strecke nach Milspe und eröffnete diese am 24. August 1897.

Am 13. Juli 1906 trafen sich Vertreter der Gemeinden Gevelsberg, Mühlinghausen und Voerde und beschlossen, die Straßenbahngesellschaft Gevelsberg-Milspe-Voerde zu gründen. Gemäß dem Anteil an der geplanten Strecke auf ihrem Stadtgebiet erhielten die Gemeinden Anteile an der Gesellschaft. Die Verteilung sah wie folgt aus: Gevelsberg 46,6 %, Milspe 22,6 % und Voerde 30,8 %.

Der erste Abschnitt mit 9,31 Kilometern Länge wurde am 24. Februar 1907 eröffnet. Ein weiterer Abschnitt mit 2,58 Kilometern kam am 19. Mai 1909 hinzu. Aufgrund der schwierigen Topographie hatte die Strecke zahlreiche Steilstrecken.

Ab dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg hatte der Betrieb, wie andere Gesellschaften auch, unter dem Abzug von Personal und dem Mangel an Material zu leiden. Neu- und Ausbaumaßnahmen, wie die Übernahme und Elektrifizierung der Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld, wurden gestrichen. Dafür kam der Transport von Waren und Nahrungsmitteln hinzu.

Nach dem Krieg ging die Fahrgastleistung von 2,9 Millionen Fahrgästen auf 1,2 Millionen im Jahr 1923 zurück. Nachdem man im Jahr 1929 die Fahrgastzahlen wieder auf 2,5 Millionen hat steigern können, gingen sie bis 1933 durch die hohe Arbeitslosigkeit bedingt wieder auf 1,22 Millionen zurück. Aufgrund dieser Schwierigkeiten wurde am 1. September 1933 eine Betriebsgesellschaft gegründet.

Ab dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Nachdem die Bahn im Zweiten Weltkrieg nur geringe Schäden zu beklagen hatte, wurde der Betrieb am 13. April 1945 kurz vor Einmarsch der Alliierten eingestellt. Bereits am 4. Juni 1945 nahm man den Betrieb wieder auf. Da die Bahn dem wachsenden Straßenverkehr durch zahlreiche Gleise in Seitenlage der Straßen immer mehr ausgesetzt war, kam es immer wieder zu Zwischenfällen. Besonders auf der Bundesstraße 7 wurden Trittbretter und Handgriffe durch LKW abgerissen. Nachdem die Konzession nur mit der Auflage verlängert werden sollte, die Bahn auf einen eigenen Bahnkörper zu verlegen, wurde am 3. Februar und am 8. Juni 1955 die Stilllegung des Straßenbahnbetriebes beschlossen.

Ab 1956[Bearbeiten]

Als am 31. März 1956 die letzte Straßenbahn eingestellt wurde, folgte die komplette Umstellung auf Busbetrieb. 1965 erhielt die VER ihren heutigen Namen. Das Unternehmen bedient heute vier Städte und zwei Kreise. 2002 wurden über fünf Millionen Buskilometer zurücklegt.

Buslinien[Bearbeiten]

VER Irisbus Citelis 100
Linie 551 auf dem Betriebshof in Ennepetal-Milspe
Linie Linienweg
SB 37 Ennepetal Bus-Bf. – Bochum Hauptbahnhof S-Bahn-Logo.svg
SB 38 Ennepetal Bus-Bf. – Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg
SB 67 Wuppertal Hauptbahnhof S-Bahn-Logo.svg – Bochum, Ruhr-Universität Stadtbahn.svg
SB 68 Wuppertal Hauptbahnhof S-Bahn-Logo.svg – Wülfrath Stadtmitte
141 Hattingen-Welper – Essen-Heisingen
330 Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg – Niedersprockhövel, Kirche
331 Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg – Velbert-Nierenhof
332 W-Barmen S-Bahn-Logo.svg – Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg
371 Witten, Rathaus – Dortmund-Oespel S-Bahn-Logo.svg
373 Witten-Stockum – Witten-Annen
511 Ennepetal Bus-Bf. – Hagen Stadtmitte
523 Hagen-Dahl, Ribbertstraße – Breckerfeld Bus-Bf.
529 Hagen-Haspe Zentrum – Breckerfeld Bus-Bf.
550 Breckerfeld-Wengeberg/Heider Kopf – Schwelm Bf. S-Bahn-Logo.svg
551 Ennepetal-Voerde – Sprockhövel-Hiddinghausen
552 Gevelsberg, Rathaus – Wetter-Loh
553 Hagen-Westerbauer Bf. S-Bahn-Logo.svg – Herdecke-Herrentisch
554 Herdecke-Kirchende – Hagen-Vorhalle Bf.S-Bahn-Logo.svg
555 Hagen-Westerbauer Bf. S-Bahn-Logo.svg – Herdecke-Herrentisch
556 Gevelsberg-Knapp S-Bahn-Logo.svg – Schwelm, Blücherstraße
557 Wuppertal, Dieselstraße, Schleife – Niedersprockhövel, Kirche
558 Niedersprockhövel, Kirche − Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg – Klinik Holthausen
559 Niedersprockhövel, Kirche – Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg
560 Ennepetal Bus-Bf. – Ennepetal-Rüggeberg
561 Ennepetal Bus-Bf. – Ennepetal-Rüggeberg
562 Ennepetal Bus-Bf. – Ennepetal, Kämpershausweg
563 Ennepetal/Gevelsberg Bf. – Gevelsberg, Elsternstraße
564 Herdecke-Schanze – Herdecke Mitte
565 Schwelm Bf. – Ennepetal-Schlagbaum
566 Ennepetal-Oelkinghausen – Schwelm-Göckinghof
567 Schwelm, Blücherplatz – Schwelm, Wohngebiet Brunnen
568 Schwelm, Realschule – Schwelm, Realschule
569 Ennepetal, DORMA – Ennepetal Bus-Bf.
570 Breckerfeld, Schule – Ennepetal-Burg
571 Breckerfeld, Schule – Breckerfeld-Kalthausen
572 Breckerfeld, Kraftwerk – Ennepetal, Heinrich-Heine-Str.
573 Breckerfeld – Ennepetal-Büttenberg
574 Ennepetal-Oberbauer – Ennepetal, Schule Harkort
575 Hagen-Westerbauer Bf. S-Bahn-Logo.svg – Ennepetal Bus-Bf.
576 Ennepetal-Friedfeld – Ennepetal Realschule
577 Ennepetal, Neißestraße – Ennepetal, Schule Rüggeberg
578 Ennepetal, Schule Rüggeberg – Ennepetal, Schule Harkort
579 Ennepetal-Friedfeld – Ennepetal Bus-Bf.
581 Herdecke, Friedr.-Harkort-Gymnasium – Herdecke-Schanze
582 Herdecke, Friedr.-Harkort-Gymnasium – Herdecke-Nacken
583 Sprockhövel-Gennebreck – Sprockhövel-Haßlinghausen
584 Spockhövel-Haßlinghausen – Wetter-Wengern, Denkmal
585 Gevelsberg-Silschede Mitte – Wetter Bf.S-Bahn-Logo.svg
586 Schwelm, Blücherplatz – Schwelm, Papierfabrik
608 Ennepetal Bus-Bf. – W-Barmen S-Bahn-Logo.svg
647 Wuppertal Hauptbahnhof S-Bahn-Logo.svg – Hattingen Mitte S-Bahn-Logo.svg
NE4 Sprockhövel-Haßlinghausen – Bochum Hbf. S-Bahn-Logo.svg


Im Auftrag der VER setzt das Unternehmen Killer City-Bus aus Wetter eigene und von der VER angemietete Fahrzeuge auf zahlreichen Linien ein. Weiterhin sind die Firmen Graf's Reisen aus Herne sowie Hausmann & Mager aus Hagen für die VER im Einsatz. Die Firmen Hoffmann aus Wetter und Sippl aus Ennepetal sind auf Schülerlinien für die VER aktiv.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Höltge: Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland, Band 4 Ruhrgebiet EK-Verlag, Freiburg i.Br. 1994, ISBN 3-8825-5334-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien