Hallenradsport-Weltmeisterschaften 2010

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Radball Piktogramm Hallenrad-WM 2010 Kunstrad Piktogramm
Hallenradsport-Weltmeisterschaften 2010 Logo.svg
Datum 26. – 28. November 2010
Austragungsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Austragungsort Stuttgart
Gewinner
Radball DeutschlandDeutschland Deutschland
Kunstrad 1er Frauen OsterreichÖsterreich Österreich
Kunstrad 1er Männer DeutschlandDeutschland Deutschland
Kunstrad 2er Frauen DeutschlandDeutschland Deutschland
Kunstrad 2er Mixed DeutschlandDeutschland Deutschland
Kunstrad 4er Frauen DeutschlandDeutschland Deutschland
Medaillenspiegel
Platz Land G S B Gesamt
1 DeutschlandDeutschland Deutschland 5 4 1 10
2 OsterreichÖsterreich Österreich 1 1 1 3
3 SchweizSchweiz Schweiz 0 1 2 3
4 HongkongHongkong Hongkong 0 0 1 1
5 MacauMacau Macau 0 0 1 1
2009 2011

Die Hallenradsport-WM 2010 fand vom 26. bis 28. November 2010 in Stuttgart statt. Es wurden Wettkämpfe im Radball und Kunstradfahren ausgetragen. Die erfolgreichste Nation war Deutschland, welche fünf Goldmedaillen gewann. Bis auf den Wettbewerb im Einer-Kunstradfahren konnten sie alle Disziplinen gewinnen.

Es haben insgesamt 132 Sportler teilgenommen, welche fast alle aus dem europäischen oder asiatischen Raum stammen, mit Ausnahme zweier Kunstradfahrer aus Kanada und einem aus Australien.

Die WM 2010 ist mit 6.000 Zuschauern pro Tag die größte in der Geschichte des Hallenradsports.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Organisation dieser WM wurde vom Organisationskomitee auf die Expertise der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH als Betreiber mehrere Großveranstaltungen im Ballungsraum Stuttgart erfolgreich zurückgegriffen.

Veranstaltungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ganze Veranstaltung wurde in der Porsche Arena in Stuttgart durchgeführt.

Radball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde ein 2er-Teamwettkampf bei den Herren durchgeführt.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Turnier umfasste zwei Gruppen: Gruppe A mit den sechs stärksten Nationen des Vorjahres und die Gruppen B mit acht schwächeren Mannschaften.

In Gruppe B gab es zwei Gruppen à je vier Teams. Diese beiden Gruppen spielten jeweils eine Round Robin und anschließend spielten die Sieger der beiden Gruppen um Rang 1 und 2, die beiden Zweitplatzierten um Rang 3 und 4 usw.

In Gruppe A gab es eine Runde, in der alle einmal gegen alle spielten. In der Zwischenrunde der Gruppe-A-Teams traf die zweitplatzierte Mannschaft der Vorrunde auf die fünftplatzierte und die dritt- auf die viertplatzierte. Die beiden Sieger dieser Zwischenrunde und der Sieger der Vorrunde qualifizierten sich für die Halbfinale. Im ersten Halbfinale traf der Sieger der Vorrunde auf den Sieger aus dem Spiel zwischen dem zweit- und fünftplatzierten. Der Verlierer dieses Spiels musste in einem zweiten Halbfinale gegen den Sieger aus dem Spiel zwischen dem dritt- und viertplatzierten antreten. Die beiden Sieger aus den Halbfinalen spielten schließlich im Finalspiel den Weltmeister aus. Der Sieger der Gruppe B trat schließlich gegen den Tabellensechsten der Gruppe A um den Aufstieg respektive Verbleib in Gruppe A an.

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Land Spieler Spieler
1. DeutschlandDeutschland Deutschland Uwe Berner Matthias König
2. SchweizSchweiz Schweiz Marcel Waldispühl Peter Jiricek
3. OsterreichÖsterreich Österreich Patrick Schnetzer Dietmar Schneider
4. TschechienTschechien Tschechien Jiří Hrdlička Radim Hason
5. BelgienBelgien Belgien Christoph Baudu Rik Deuvaert
6. FrankreichFrankreich Frankreich Stéphane Bauer Frédéric Doell

Auf-Abstiegsspiel Gruppe A/B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich konnte den Ligaerhalt erfolgreich verteidigen.

FrankreichFrankreich FrankreichRumänienRumänien Rumänien 3 : 0

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Land Spieler Spieler
1. RumänienRumänien Rumänien Dorian Toroftei Mircea Tric
2. JapanJapan Japan Yosuke Fujita Munehiro Tokikura
3. SpanienSpanien Spanien Florencio Monge Carlos Prieto
4. NiederlandeNiederlande Niederlande Karel van Dijk Jos van Dijk
5. HongkongHongkong Hongkong Chin Hin Kwan Wing Tai Ho
6. SlowakeiSlowakei Slowakei Attila Hanko Tamas Czekus
7. UngarnUngarn Ungarn Jozef Grosz Peter Szamveber
8. MalaysiaMalaysia Malaysia Senin Sulkufli Ibrahim Ibra Izuan

Kunstradfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden Wettkämpfe im 1er- 2er- und 4er-Kunstradfahren der Damen, im 1er-Kunstradfahren der Herren und 2er-Kunstradfahren in einer offenen Klasse durchgeführt.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Teilnehmer bzw. jedes Team hatte eine Kür zu fahren. Diese dauerte maximal sechs Minuten und beinhaltete bei den Einzelstartern 28 und bei den Duos 22 verschiedene Elemente mit je einer gewissen Schwierigkeitsstufe, die mit der Grundpunktzahl addiert als Basis für die Bewertung dienten (eingereichte Punkte). Das Endresultat ergab sich nach Abzug der Fehlerpunkte (ausgefahrene Punkte).

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt nahmen am Wettkampf 19 Athletinnen aus 12 Nationen teil.

Medaillengewinner
Rang Land Fahrerin einger. ausgef.
1. OsterreichÖsterreich Österreich Denise Boller 183.70 170.63
2. DeutschlandDeutschland Deutschland Marion Kleinschwärzer 176.50 165.64
3. DeutschlandDeutschland Deutschland Corinna Hein 184.80 157.82

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt nahmen am Wettkampf 13 Teams aus 10 Nationen teil.

Medaillengewinner
Rang Land Fahrerin 1 Fahrerin 2 einger. ausgef.
1. DeutschlandDeutschland Deutschland Katharina Wurster Jasmin Soika 163.00 149.70
2. DeutschlandDeutschland Deutschland Katrin Schultheis Sandra Sprinkmeier 161.10 142.58
3. SchweizSchweiz Schweiz Barbara Morf Nina Bommeli 128.30 114.24

4er-Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Teilnehmerfeld bestand aus 6 Teams.

Das Deutsche Team stellte mit 191.74 ausgefahrenen Punkten in der Finalrunde einen neuen Weltrekord auf.

Medaillengewinner
Rang Land Fahrerinnen einger. ausgef.
1. DeutschlandDeutschland Deutschland Katharina Gülich
Sonja Mauermeier
Ramona Strassner
Ruth-Maria Weiand
210.90 191.74 (WR)
2. OsterreichÖsterreich Österreich Martina Diem
Tanja Hutter
Joana Loureiro da Costa
Claudia Mathis
189.10 160.20
3. SchweizSchweiz Schweiz Anja Gollmann
Andrea Keller
Maura Stiefel
Nora Willener
195.20 159.90

Herren Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt nahmen am Wettkampf 23 Athleten aus 15 Nationen teil.

David Schnabel stellte in der Finalrunde mit 206.57 ausgefahrenen Punkten einen neuen Weltrekord auf.

Medaillengewinner
Rang Land Fahrer einger. ausgef.
1. DeutschlandDeutschland Deutschland David Schnabel 206.80 206.57 (WR)
2. DeutschlandDeutschland Deutschland Florian Blab 205.20 200.16
3. MacauMacau Macau Hang Cheong Wong 173.80 160.30

Mixed Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es nahmen insgesamt sechs Duos aus fünf Nationen teil.

Medaillengewinner
Rang Land Fahrer 1 Fahrer 2 einger. ausgef.
1. DeutschlandDeutschland Deutschland Ann-Kathrin Egert Stephan Rauch 146.10 141.23
2. DeutschlandDeutschland Deutschland Felix Blümmel Florian Blümmel 148.50 129.39
3. HongkongHongkong Hongkong Hin Bon Ip Pok Man Yu 132.30 114.66


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]