Heeresflugplatz Altenstadt

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Heeresflugplatz Altenstadt
Luftlandeschule in Altenstadt
Kenndaten
ICAO-Code ETHA
Koordinaten
47° 50′ 8″ N, 10° 52′ 16″ O47.83555277777810.871111111111739Koordinaten: 47° 50′ 8″ N, 10° 52′ 16″ O
739 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1,3 km nördlich von ALTENSTADT
Basisdaten
Betreiber Deutsches Heer
Start- und Landebahn
09/27 700 m × 30 m Gras



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Der Heeresflugplatz Altenstadt wird von der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kasernengebäude wurde von 1937 bis 1940 als "Flak-Artillerie-Schule IV" nach Plänen des Architekten Robert Roskothen erbaut, der auch für die Gebäude des Flugplatz Fürstenfeldbruck und des Fliegerhorsts Penzing verantwortlich zeichnete. Zunächst wurden in der Kaserne in Zusammenarbeit mit dem nahegelegenen Fliegerhorst Schongau Soldaten der Wehrmacht an Entfernungsmess- und Horchgeräten sowie an Scheinwerfern ausgebildet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kasernenanlage aufgegeben. Erst mit der Entstehung der Bundeswehrgarnison Altenstadt nahm 1956 ein kleiner Arbeitsstab seinen Dienst auf, um aus dem verfallenden Gebäudekomplex eine Schule für die neue deutsche Fallschirmjägertruppe aufzustellen. Im Februar 1958 konnte die Luftlande- und Lufttransportschule den Ausbildungsbetrieb aufnehmen.

2010 wurde der Gebäudekomplex mit umfangreichen Baumaßnahmen saniert und erweitert.[1]

Im Zuge der am 26. Oktober 2011 verkündeten Bundeswehrreform sollte die Luftlande- und Lufttransportschule aufgelöst werden. Die Ausbildung der Fallschirmspringer findet jedoch nach aktuellem Stand unbefristet weiterhin in Altenstadt statt. Lediglich der Name Luftlande- und Lufttransportschule wird bald Geschichte sein, die Ausbildungsinhalte auch nach einer formellen Namensänderung beibehalten werden. Überlegungen die Ausbildung nach Oldenburg zu verlegen wurden nach umfassender Prüfung verworfen. Vorhandene Gebäude werden künftig von einem Unteroffiziers- und Feldwebelanwärterbataillon mitgenutzt werden.

2012 gab das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bekannt, dass Teile der inzwischen im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben befindlichen[2] Anlage unter Denkmalschutz gestellt werden sollen.[3] Betroffen ist der innere Kern der Kaserne. Dazu gehören neben der Messhalle das Wachgebäude mit dem St. Michael Saal, das ehemalige Stabsgebäude der Luftwaffe im Süden, die Unterkunftsgebäude im Westen und Osten, das im Norden den Appellplatz abschließende Wirtschaftsgebäude sowie das östlich vom Wachgebäude abgesetzte Haus München.[4]

Namensgebung[Bearbeiten]

Seit 1993 ist die Kaserne nach dem verstorbenen langjährigen Landrat von Schongau und Ministerpräsidenten von Bayern Franz Josef Strauß benannt. Dieser war, nachdem er am 1. Juni 1944 zum Oberleutnant befördert worden war, Chef der Stabsbatterie und Offizier für wehrgeistige Führung (seit Ende November 1943 als Nationalsozialistischer Führungsoffizier (NSFO)) an der Flak-Artillerie-Schule IV in Altenstadt stationiert.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-schongau/luftlande-lufttransportschule-altenstadt-baut-zukunft-873620.html
  2. http://www.merkur-online.de/lokales/altenstadt/hadersbeck-fuerchtet-rueckzug-bundes-kaserne-2601972.html
  3. http://www.kreisbote.de/lokales/weilheim-schongau/denkmalschutz-teile-franz-josef-strauss-kaserne-geplant-2603384.html
  4. http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_190111.pdf
  5.  Franz Josef Strauß: Ich bekenne mich: Die Erinnerungen des Franz Josef Strauß (II): Der Weg zum Politiker. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1989 (4. November 1989, online).