Heimersheim (Bad Neuenahr-Ahrweiler)

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Heimersheim
Wappen der ehemaligen Gemeinde Heimersheim
Koordinaten: 50° 32′ 40″ N, 7° 10′ 13″ O
Höhe: 94 m ü. NHN
Einwohner: 2936 (31. Dez. 2016)[1]<
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 53474
Vorwahl: 02641
Heimersheim (Rheinland-Pfalz)
Heimersheim

Lage von Heimersheim in Rheinland-Pfalz

Heimersheim, Luftaufnahme (2016)
Heimersheim, Luftaufnahme (2016)

Heimersheim ist ein Stadtteil und Ortsbezirk der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Zum Ortsbezirk Heimersheim gehört auch der Stadtteil Ehlingen. Bis 1969 war Heimersheim eine eigenständige Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsbild des 893 im Prümer Güterverzeichnis erstmals erwähnten Heimersheims ist bis jetzt vom Verlauf der alten Befestigung gekennzeichnet. Für 1426 sind Wall, Doppelhecke und zwei Holz- bzw. Falltore bezeugt.[2] Durch seine strategische Lage in der Nähe der Rheinschiene in besonderer Weise gefährdet, erhielt Heimersheim Befestigung mit Tor und Turm jedenfalls schon im 15. Jahrhundert, möglicherweise auch früher. Reste der Ortsbefestigung aus spätgotischer Zeit sind am Westtor und am Alten Backhaus erhalten.[3] Im 16. Jahrhundert wurde bei Heimersheim ein warmer Sauerbrunnen freigelegt, eine Quelle, die um 1830 zum Trinken genutzt wurde. 1855 gab es zwei Brunnen in Heimersheim, die Nutzungsrechte wurden aber an Neuenahr vergeben und konnten später nicht wieder zurückerlangt werden.[3] Im Juli 1646 wurde Heimersheim im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges von Weimarischen Truppen besetzt und geplündert.

Die spätromanische Pfarrkirche St. Mauritius im Basilikenstil gehört mit ihrem starken, achtseitigen Vierungsturm als Kern in die Übergangszeit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts[4] und ist Heimersheims Hauptsehenswürdigkeit. 1555 durch schwere Brandschäden beschädigt und 1784 sowie 1881 erneuert sticht die Kirche mit ihren Glasmalereien aus dem 13. Jahrhundert, mit einem Kreuztragungsaltar von 1599[5] und einer Grabplatte aus Trachyt von 1550[6] hervor. 1961/62 wurde ein Anbau harmonisch angefügt.

Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde in die gleichzeitig neu gebildete Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler eingegliedert.[7]

St. Mauritius (Heimersheim) 001x

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist zum großen Teil vom Weinbau geprägt. Vor allem edle Rotweine aus dem Ort (z. B. Spätburgunder und Frühburgunder), die häufig in Eichenfässern (Barriques) ausgebaut werden, werden deutschlandweit geschätzt. Bekannteste Weinlage ist die Heimersheimer Landskrone.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Heimersheim

Der jetzige Haltepunkt und frühere Bahnhof Heimersheim liegt an der Unteren Ahrtalbahn (KBS 477[8]) RemagenAhrbrück, auf der im Personennahverkehr die „Rhein-Ahr-Bahn“ (RB 30) täglich im Stundentakt von Remagen nach Ahrbrück mit Durchbindung nach Bonn Hbf und zusätzlich montags bis freitags im Stundentakt zwischen Remagen und Dernau und in der Herbstsaison samstags und sonntags alle zwei Stunden von Remagen nach Kreuzberg (Ahr) verkehrt. Der Haltepunkt wird der Bahnhofskategorie 5 zugeordnet.[9]

Für den öffentlichen Personennahverkehr auf der RB 30 gilt sowohl der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) als auch des regionalen Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS), für Fahrten in ganz Nordrhein-Westfalen außerdem der NRW-Tarif. Der Schienenpersonennahverkehr wird von der DB-Regio Südwest durchgeführt, die Dieseltriebwagen der DB-Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimersheim liegt zwischen dem Stadtteil Bad Neuenahr und Sinzig neben der A 61 (Köln – Koblenz), besitzt keinen eigenen Autobahnanschluss, aber den Zubringer B 266 zur A 61. Die Entfernung zur Anschlussstelle Sinzig beträgt 5 km.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Heimersheim gibt es eine Grundschule. In dem 1974 erbauten Gebäude werden 140 Schüler aus den Stadtteilen Ehlingen, Gimmigen, Green, Heimersheim, Heppingen, Kirchdaun und Lohrsdorf unterrichtet. Außerdem war dort bis zum Schuljahr 2013/14 auch ein Schulkindergarten angegliedert. [10][11]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Gesunde Stadt – gesundes Leben“. In: Blick-Aktuell. 29. April 2017, abgerufen am 9. Juni 2017.
  2. Klaus Flink: Der Abschnitt Sinzig-Düren der Krönungsstraße von Frankfurt nach Aachen, in: Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 1976, S.35
  3. a b Peter Neu: Heimersheim – von einer „gefreiten Siedlung“ zu einem Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler. In: Heimatjahrbuch 2004. 27. Februar 2002, S. 142, abgerufen am 27. Januar 2016.
  4. Rheinischer Antiquarius, III. Abt., 9. Bd., S. 407
  5. Stiftung Johannes von Metternich und Katharinas von der Leyen
  6. Dahm Elias von Quadt-Landskron
  7. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 170 (PDF; 2,6 MB)
  8. Bahnhofskategorieliste 2015 abgerufen am 21. Juni 2015
  9. Grundschule Heimersheim abgerufen am 25. Januar 2014
  10. Ehemaliger Schulkindergarten Heimersheim abgerufen am 25. Januar 2015