Holligen

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Wappen von Holligen
Wappen von Bern
Holligen
Statistischer Bezirk von Bern
Karte von Holligen
Koordinaten 597669 / 198516
Höhe 536–673 m
Fläche 3,8333 km²
Einwohner 7227 (2019)
Bevölkerungsdichte 1885 Einwohner/km²
Ausländeranteil 30,4 % (2019)
Arbeitslosenquote 3,1 % (2016)
BFS-Nr. 351012
Postleitzahl 3008, 3010, 3012, 3018
Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl
Wappen von Bern
Holligen
Gebräuchliches Quartier von Bern
Karte von Holligen
Koordinaten 598256 / 199180
Höhe 536–558 m
Fläche 0,3333 km²
Einwohner 3241 (2019)
Bevölkerungsdichte 9724 Einwohner/km²
Ausländeranteil 26,6 % (2019)
Quartiernummer 310
Postleitzahl 3008
Statistischer Bezirk Holligen
Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl
Ansichten von Holligen
Schloss Holligen
Schloss Holligen
Neubaugebiet Huebergass

Holligen (auch: Hollige) ist ein statistischer Bezirk und zugleich ein kleineres zugehöriges gebräuchliches Quartier im Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl (III) im Süden von Bern. Neben Holligen gehören zum Statistischen Bezirk noch Weyermannshaus, Inselspital, Ausserholligen und der Könizbergwald.[1]

Im Jahr 2019 werden für den statistischen Bezirk 7227 Einwohner, davon 5033 Schweizer und 2194 Ausländer angegeben. Im gebräuchlichen Quartier leben 3241 Einwohner, davon 2379 Schweizer und 862 Ausländer.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1257 wurde das Gebiet um Holligen das erste Mal als Hollant erwähnt. Der Name stamme von einem Gut Holland oder Hollanden mit Weiher (zugeschüttet 1690) und Mühle. Es gehörte dem Deutschordenshaus Köniz.[3]

Berchtold Buweli liess von 1312 bis 1333 den Vorgänger des Schlosses Holligen (wahrscheinlich eine Burg) erbauen. Der älteste Teil der heutigen Anlage ist der um 1500 im Auftrag des bernischen Schultheissen Wilhelm von Diesbach erbaute Donjon.

Das Wohngebiet im gebräuchlichen Quartier besteht im Westen links und rechts der Schlosstrasse bis zur Huberstrasse aus Reihenhäusern, die relativ symmetrisch in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Rechts der Huberstrasse befindet sich der Schlosspark mit Kleingartenanlagen. Im Norden wurden diese in das Neubaugebiet Huebergass umgestaltet, wo 100 neue Wohnungen entstehen.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Steigerhubelfussballplatz ist der SC Holligen 94 beheimatet. Der Verein wurde aus den beiden Clubs SC Post Bern und FC TT Bern am 23. Juni 1994 neu als SC Holligen 94 gegründet. Die erste Mannschaft spielt zurzeit in der 4. Liga, das Frauenteam in der 3. Liga. Der Club gewann 2012 den Integrationspreis der Stadt Bern, für seine vorbildliche Integrationsarbeit. Im Verein spielen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus 30 Ländern.[5]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Quartier ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Die BLS und die Schweizerischen Bundesbahnen verbinden den Bahnhof Bern Europaplatz (bis 2014: Bern Ausserholligen SBB und Bern Ausserholligen GBS) direkt mit Bern Hauptbahnhof, Thun, Biel, Schwarzenburg, Belp, Fribourg, Laupen und Langnau im Emmental. Holligen ist durch die Linie 7 und 8 der Strassenbahn Bern direkt mit dem Bahnhof Bern und dem Ostring, sowie Brünnen und Bümpliz verbunden.

Durch Holligen verläuft westlich die A12 mit der Ausfahrt Bern-Bümpliz/Köniz. Nördlich ist das Quartier durch den Autobahnanschluss Forsthaus an die A1 angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Holligen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interaktiver Stadtplan der Stadt Bern (Auswahl unter «Themen»)
  2. Wohnbevölkerung 2019. (PDF, 4,3 MB) Stadt Bern, März 2020, S. 5 und 14, abgerufen am 31. März 2020.
  3. Holligen im Historisch-topographishen Lexikon Bern 1919
  4. Projektbeschrieb Huebergass auf bern.ch
  5. Integrationspreis 2012