Honda CMX 500 Rebel

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Honda
Honda CMX500 Rebel Portray.jpg
CMX500 von vorne, leicht schräg.
CMX500 Rebel
Hersteller Honda Motor Co., Ltd.
Verkaufsbezeichnung CMX500 Rebel
Produktionszeitraum ab 2016
Klasse Motorrad
Bauart Cruiser, Bobber bzw. Chopper, Naked Bike
Motordaten
Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor mit geregeltem Katalysator
Hubraum (cm³) 471
Leistung (kW/PS) 34/46 bei 8.500/min
Drehmoment (N m) 45 bei 6.000/min
Höchst­geschwindigkeit (km/h) 155
Getriebe 6-Gang Schaltgetriebe
Antrieb Kettengetriebe
Bremsen vorn Ø 295 mm Einscheibenbremse mit Dreikolbenbremssattel
hinten Ø 240 mm Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange
Radstand (mm) 1.488
Maße (L × B × H, mm): 2'188 × 820 × 1'094
Sitzhöhe (cm) 69
Leergewicht (kg) 190

Die CMX500 Rebel ist ein Motorrad des japanischen Fahrzeugherstellers Honda im Bobber- bzw. Cruiser-Stil. Das Modell wurde im November 2016 in Long Beach, USA, präsentiert und wird seit dem Frühjahr 2017 verkauft.

Konzeption[edit | edit source]

Die Entwicklung zeichnete sich nach President Director Astra Honda Motor Toshiyuki Inuma mit “Simple” und “Raw” aus. Moderne Linien mit Stilelementen des 20. Jahrhunderts sollen das Motorrad prägen.[1] Die Modifikation bzw. Customization lag im Vordergrund. Durch den Minimalismus sollte das Verändern leichter zugänglich sein und zudem die Individualität zur Geltung bringen.[1]

“We release Honda CMX500 Rebel as the answer for riders who is longing for individuality on their bike and still can be customized towards the imagination of its owner. This is also in-line with our strong commitment … can enjoy each ride and express lifestyle.”

„Wir veröffentlichen Honda CMX500 Rebel als Antwort für Fahrer, die die Individualität schätzen und trotzdem das Customization nach ihrer Art wünschen. Wir widmen dem Fahrer, der das Fahren geniesst und den Lifestyle zur Geltung bringt.“

PT Astra Honda Motor[1]

Der verantwortliche Honda-Chefdesigner Keita Mikura beschreibt das zugrunde liegende Konzept wie folgt: „(Das Motorrad), das einen zeitlosen optischen Auftritt mit neuen, zeitgenössischen Elementen zu einer eigenen Stilrichtung verbindet. Unkompliziert, praxisgerecht, leicht zu bedienen und zu fahren, zeigt sich die neue Honda Rebel einerseits praxisbetont unkompliziert. Anderseits ist das Bike wie ein Freigeist ready für alles, was sein Besitzer damit anzustellen gedenkt.“[2] Als Mischung von Retro-Optik und Moderne sind die Aussenbestandteile in klassischer und minimalistischer Form gehalten und die technischen Bestandteile dahinter der Moderne entsprechend umgesetzt.

Konstruktion[edit | edit source]

Antrieb[edit | edit source]

Der wassergekühlte Parallel-Twin mit 471 cm³ Hubraum wurde mit geringen Änderungen von Honda CB 500 F übernommen und erzeugt eine Nennleistung von 34 kW (46 PS). Die Leistung wurde verringert, dafür wurde das Drehmoment erhöht. Die zwei Zylinder haben eine Bohrung von 67 mm Durchmesser, die Kolben einen Hub von 66,8 mm bei einem Verdichtungsverhältnis von 10,7:1. Der Normverbrauch wird mit 3,7 Liter auf 100 km angegeben. Das Motorrad erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h.

Fahrwerk[edit | edit source]

Der Stahl-Doppelschleifenrahmen besteht aus zwei vorder-teiligen und zwei hinter-teiligen Heckrahmen mit mittragender Motor-Getriebe-Einheit, wobei im Rahmenvorderteil der Steuerkopf und im Rahmenhinterteil die Schwingenaufnahme integriert ist. Der Radstand beträgt 1488 mm, der Nachlauf 110 mm und der Lenkkopfwinkel 28 Grad. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 361 kg. Die Hinterachse wird von einer Zweiarmschwinge aus Stahl mit zwei Federbeine geführt. Die Fahrwerkseinstellung kann nicht verändert werden. Das kombinierte Antiblockiersystem regelt die Traktion bei Beschleunigung und Verzögerung. Aufgrund der Euro-4 Norm sind die Motorräder, die in Europa verkauft werden, serienmäßig mit ABS ausgestattet. Der Tank ist in einem ungewöhnlichen Winkel oben angebracht und soll die rebellische Art zu Ausdruck bringen. Das Motorrad hat serienmäßig vorne und hinten zehnspeichige Gussfelgen aus Aluminium. Die Maße der Bereifung entsprechen vorne 130/90 ZR 16 und hinten 150/80 ZR 16.

Kraftstoffversorgung[edit | edit source]

Der 11,2 Liter fassende Kraftstofftank ist aus Stahl.[3] Der Hersteller empfiehlt die Verwendung von Motorenbenzin mit einer Klopffestigkeit von mindestens 95 Oktan. Bis zu 10 % Bio-Ethanol wird als Beigemisch Benzins (E10) unterstützt. Der Ansaugschnorchel ist auf der linken Fahrzeugseite unten angesiedelt. Die Abgasnachbehandlung erfolgt durch einen geregelten Katalysator im 2-in-1-Auspuff und unterschreitet die Schadstoffgrenzwerte der Abgasnorm Euro-3. Die Abgase werden über einen zentralen Mittelschalldämpfer und Endschalldämpfer auf der rechten Seite abgeführt.

Modifikation[edit | edit source]

Das Motorrad wurde u. a. mit dem Ziel als Custom-Bike entwickelt. Nach der Markteinführung gab es schon die ersten After-Markt Teile, mit der man das Motorrad modifizieren bzw. damit ausstatten kann.

Sonstiges[edit | edit source]

Die Instrumentenausstattung bestehend aus einem alt anmutenden Rundgehäuse umfasst hingegen der Moderne entsprechend ein rechteckiges Negativ-LCD, welches den Tachometer, Kilometerzähler, zwei resetbare Streckenmesser und Uhrzeit in sich vereint und darstellen kann, zudem sind die bekannten Symbole des Kombiinstruments jeweils oben und unten angebracht. Das Rundinstrument beinhalten u. a. einen Taster für Menü-Navigierung und Einstellung. Ein Drehzahlmesser hingegen fehlt, was einem typischen Chopper entspricht, so stehen das Fahren und das Genießen laut Honda an erster Stelle.[1] Die standardmäßig vorhandene Wegfahrsperre (HISS) Hondas wird in CMX500 nicht verbaut. Das Motorrad des ABS-Modells wird in drei verschiedenen Lackierungen des Tanks angeboten. Die Ohne-ABS-Version ist zusätzlich in blauer Lackierung exklusiv in USA erhältlich. Die Sitzhöhe ist mit 690 mm sehr tief gelegen und sollte den Anfängern einen sicheren Einstieg bieten. Das Motorrad wird standardmäßig mit einem Soziussitz, welcher abnehmbar ist, ausgeliefert. Das Zündschloss befindet sich auf der linken Seite unterhalb des Tanks. Unter dem Sitz befinden sich zwei Dokumenteinschubfächer. Eines ist direkt unter dem Sitz und das andere ist am Motorrad. Zudem befinden sich hinter der Plastikabdeckungen an der jeweiligen Seite Bordwerkzeuge bzw. Batterieklemmen.

Kritiken[edit | edit source]

Der CMX 500 Rebel wird in diversen Tests eine gute Fahrwerksabstimmung und ein spritziger Motor bescheinigt. Zudem wird der niedrige Preis verbunden mit den wenig auffallenden Abstriche gelobt.

„Mit einem Cruiser soll man cruisen. Wenn aus einem Cruiser aber eine Cruise-Missile wird, dann werden die Augen groß. Die Rebel ist zwar kein Geschoß, aber sie kann auch ein bisschen ernst machen und ihre 45 PS perfekt einsetzen, um es im Winkelwerk einigen Alphatieren schwer zu machen. Die Fahrdynamik ist ausgewogen, der Motor spontan und drehfreudig und die Bremsen absolut ausreichend. Nur an einigen Details erkennt man, dass der Preis auch seinen Verzicht fordert. Doch hier bekommt man für kleines Geld bestimmt mehr geboten, als man erwarten würde. Unbedingt probefahren!“

Kot: 1000ps.at[4]

„Wir alle streben für Vielfalt und die Honda Rebel bringt eben jene Vielfalt in die A2-Führerscheinklasse. Sie ist eine wunderbare Erweiterung des Honda Modellprogramms und kann nicht nur Einsteiger überzeugen. Motor- und Fahrwerkabstimmung machen sie zu einem sehr entspannten Cruiser, mit dem Dahingleiten zum Genuss wird. Die Optik ist rein pragmatisch, sie glänzt praktisch vor Minimalismus. Ein stimmiges Gesamtpaket für leistbare Motorradentspannung.“

Horvath: 1000ps.de[5]

„Wir können’s natürlich nur für uns beantworten – mit einem offenen Ja. Das kleine Maschinchen ist mehr als tapfer, das Handling einfach, die Sitzposition für Cruiser-Verhältnisse sehr entspannt. Das Fahrwerk sorgt sogar für einen halbwegs ordentlichen Komfort, was in dieser Liga der Low-Seater eine löbliche Ausnahme ist. Gleichzeitig ist die Schräglagenfreiheit okay. Natürlich setzen bald die Raster auf, aber nicht so früh, dass man gleich ins Fluchen kommt. Unterm Strich: ein hübsches, originelles, leicht zu fahrendes Motorrad mit Charakter – und ein herzeigbares Beispiel dafür, dass Biken nicht teuer sein muss.“

Maik Schwarz: motorrad-magazin.at[6]

„In the midnight hour she cried more, more, more. Natürlich wollen wir nicht erst bis Mitternacht warten, um mit der neuen Honda CMX 500 Rebel um die Ecken zu wetzen. Honda hat uns mit der kleinen Bobber eine gelungene Überraschung serviert, die Fahranfänger, Wiedereinsteiger und alte Hasen gleichermaßen zu begeistern weiß. Dabei ist es nicht nur die leichte und komplett stressfreie Fahrbarkeit des Rebellen, die uns direkt in ihren Bann gezogen hat, sondern auch das von Honda ganz bewusst in schwarz gehaltene Äußere der CMX, mit dem die Rebel trotz ihrer kleinen Abmaße geradezu hemdsärmelig erwachsen rüberkommt. Dabei fallen viele, dem Rotstift entsprungenen Details, wie dem schnöden Endtopf oder dem nicht einstellbaren Fahrwerk auf den ersten Blick gar nicht auf. Durch den günstigen Einstandspreis von 5.990 Euro kann man auch über solch preisgünstige Old-School Lösungen wie das separate, unter der Gabelbrücke angebrachte Lenkschloss locker hinwegsehen, dafür rockt das Gesamtpaket der CMX Rebel einfach zu gut. Und dass ein wenig Old-School heutzutage immer noch verdammt gut rockt, beweist uns der gute, alte Billy Idol mit seinem Evergreen Rebel Yell schließlich auch jeden Tag wieder aufs Neue.“

Timo Leichtfried: bikerszene.de[7]

„Angesichts der überschaubaren Investitionssumme von knapp 6.000 Euro darf der Käufer verständlicherweise nicht mit Hightech-Erwartungen an die 190 Kilogramm wiegende Rebel herangehen. Diesbezüglich ist nichts geboten, noch nicht einmal ein LED-Rücklicht. Aber selbst wenn die Rebel eines hätte – wem wollte man es nach getaner Überholarbeit auch stolz zeigen? Nein, die technische Zurückhaltung und die optische Präsentation passen gut zusammen. Denn mehr als ein böses Bübchen will die Honda Rebel ja gar nicht sein. Sie ist im Grunde eine sanfte Natur.“

welt.de[8]

„Wer in die Motorradwelt eintauchen will, der muss nicht zwingend auf dünnrädrige Mopeds aufsteigen. Honda bietet mit der Rebel ein echtes Bike, das nicht nur mit seinen dicken Reifen dicke Backen macht und 46 PS zum Eingewöhnen bietet.“

n-tv.de[9]

„Doch soll man die kleine Rebellin überhaupt an dieser Latte messen? Denn die XV 535 hat sich zu ihrer Zeit mit ganz eigenen Argumenten durchgesetzt: mit unaufgeregtem Charakter, niedriger Sitzhöhe und – vor allem – einem niedrigen Preis. Mit all dem kann die 5700 Euro günstige Rebel heute auch dienen.“

adac.de[10]

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. a b c d AHM Releases Honda CMX500 Rebel in Indonesia. (PDF) In: PT Astra Honda Motor. 2017, abgerufen am 16. Mai 2018.
  2. HONDA CMX500 Rebel 2017. In: Honda News – Swiss Media. 18. November 2016, abgerufen am 16. Mai 2018.
  3. Legend Gear Tankrucksack LT1. 3,0 l - 5,5 l. Magnet-Halterung. Wasserabweisend. In: 1000ps. 3. April 2017, abgerufen am 16. Mai 2018.
  4. Kot: Honda Rebel 2017 Test. In: 1000ps. 3. April 2017, abgerufen am 16. Mai 2018.
  5. Horvath: Honda Rebel Sommerausfahrt. In: 1000ps. 18. September 2017, abgerufen am 16. Mai 2018.
  6. Maik Schwarz: Honda Rebel im Test. In: Motorrad Magazin. 23. April 2017, abgerufen am 16. Mai 2018.
  7. Timo Leichtfried: Fahrbericht Honda CMX500 Rebel. In: bikerszene. 26. April 2017, abgerufen am 17. Mai 2018.
  8. FB Honda CMX 500 Rebel. In: Welt. 25. April 2017, abgerufen am 16. Mai 2018.
  9. Honda CMX500 Rebel – ein böser Bube? In: n-tv. 26. April 2017, abgerufen am 17. Mai 2018.
  10. Fahrbericht aus Motorrad 11/2017. (PDF) In: adac. November 2017, abgerufen am 17. Mai 2018.

Weblinks[edit | edit source]