Jason und die Argonauten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Vollständige Inhaltsangabe, Angaben Produktionsgeschichte.
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.
Filmdaten
Deutscher TitelJason und die Argonauten
OriginaltitelJason and the Argonauts
ProduktionslandUSA, England
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1963
Länge105 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieDon Chaffey
DrehbuchBeverley Cross,
Jan Read
ProduktionCharles H. Schneer
MusikBernard Herrmann
KameraWilkie Cooper
SchnittMaurice Rootes
Besetzung

Jason und die Argonauten ist ein Fantasyfilm aus dem Jahr 1963, der die Argonautensage der griechischen Mythologie recht frei interpretiert.

Filmhandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pelias missinterpretiert eine Prophezeiung des Zeus und bemächtigt sich des Throns Theessaliens, indem er König Aristo und zahlreiche Mitglieder dessen Familie tötet. Damit zieht er den Zorn Hermes' und Heras auf sich, die von nun an seinen Neffen Iason beschützen. Jason, aufgestachelt von Pelias, macht sich auf die Suche nach dem Goldenen Vlies, um seine Herrschaft über Iolkos zu sichern. Pelias hofft, dass Jason die Reise nicht überlebt. Der Reise Jasons haben sich viele Helden angeschlossen, die nach Jasons Schiff Argo, Argonauten genannt werde. Auf einer Insel müssen die Argonauten gegen einen Bronzetitanen (Talos) bestehen. Der von den Göttern geblendete König Phineus beratschlagt die Argonauten. In Phrygien gelingt ihnen die Gefangennahme von zwei Harpyien. Bei der Durchquerung der Meerenge zum Schwarzen Meer entkommen sie nur knapp einem Felssturz durch ein glückbringendes Amulett. In Kolchis besiegt Jason die Hydra und die aus ihren Zähnen entstandenen Skelettkrieger. Jason verliert viele Gefährten und schafft mit Medea und einigen überlebenden Argonauten die Heimreise nach Thessalien. Auf dem Olymp teilt Zeus Hera mit, dass er Jason bald wieder zu neuen Taten berufen wird.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spezialeffekte wurden von Ray Harryhausen produziert – allein vier Monate dauerten die Arbeiten an der berühmt gewordenen Szene mit lebenden Skeletten. Im Film dauert die Sequenz lediglich drei Minuten.

Jason und die Argonauten hatte am 19. Juni 1963 seine Premiere. In der Bundesrepublik Deutschland kam der Film am 20. Dezember 1963 in die Kinos.[1] Am 12. August 1999 erschien das Werk auf DVD.[2]

Abweichungen von der Mythologie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Mythologie wird Talos nicht von Jason, sondern von Medea besiegt.
  • In der Mythologie bewachte Talos Kreat und die Königin Europa, nicht eine Bronzeinsel.
  • Die Harpyien wurden nicht gefangengenommen, sondern fortgejagt.
  • In der Mythologie überleben Castor und Phalerus.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Sehr gut gemachte Unterhaltung mit vielen Schauwerten. Die Geschichte ist kurzweilig: Sie hält ein recht hohes Tempo und bemüht sich, die Personen glaubwürdig darzustellen […] Dazu kommen viele der klassischen Sage entlehnte und originelle Details, die auch heute noch erfrischend anders wirken […]“Peplumania.info[3]
  • „Todd Armstrong: Jason begeistert nicht gerade, das Vlies sieht aus wie ein glitzernder Kaminvorleger und der Olymp wie ein Flughafengebäude komplett mit Wasserfernseher und gelangweiltem und zänkischem Personal. Trotz allem erhöhen solche Mängel aber eher noch den Spaß an einem Film, der eher in der Tradition von Méliès und Flash Gordon denn der von Langs „Die Nibelungen“ steht.“ – „The Monthly Film Bulletin
  • „‚Jason and the Argonauts‘ […] visualisierte den phantastischen Gehalt der Sagen wie kein zweiter und bleibt bis heute der definitive Film zu diesem Thema. […] Wie so viele Harryhausen-Filme leidet auch „Jason and the Argonauts“ an einer faden Regie, schwachen Natriumlicht-Mattes und blassen Schauspielern […]. Das größte Plus freilich waren die Animationseffekte. „Jason and the Argonauts“ besticht vor allem durch Harryhausens Stop-Motion-Arbeit, die beste seiner gesamten Karriere; wie Disney sollte er nach diesem Meisterstück in formelhaften Selbstzitaten versinken.“Norbert Stresau[4]
  • „Jasons Suche nach dem Goldenen Vlies setzt ein von phantastischen Begebenheiten bestimmtes Abenteuer in Gang, wobei sich die Verwandtschaft mit der griechischen Mythologie auf Äußerlichkeiten beschränkt. Seine Hauptattraktion erhält der Film durch die wundervollen Tricks des Spezialisten Ray Harryhausen.“ – „Lexikon des internationalen Films[2]

Rezeption und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Empire Magazin bewertete 2004 Talos als das zweitbeste Filmmonster aller Zeiten, hinter King Kong.[5]

Der Film wurde 2008 für die AFI's Top 10 Fantasy Film List nominiert.[6]

Auf der Filmkritikseite Rotten Tomatoes hat der Film zurzeit (Juli 2015) eine Positivbewertung von 93 %.[7]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jason und die Argonauten. Sony Pictures Home Entertainment 2002.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernard Herrmann: Jason and the Argonauts. The Complete Motion Picture Soundtrack. The Excalibur Collection. Intrada, Oakland 1999, Tonträger-Nr. MAF 7083 – 20-Bit-Digital-Neueinspielung der kompletten Filmmusik (Weltpremiere) durch die Sinfonia of London unter der Leitung von Bruce Broughton.
  • Bernard Herrmann: Jason and the Argonauts. Symphonic Suite From the Original Motion Picture Score, auf: Bernard Herrmann: Classic Fantasy Film Scores. Cloud Nine Records, London 1988, Tonträger-Nr. ACN 7014 – Einspielung einer Suite der Filmmusik unter der Leitung des Komponisten.
  • Bernard Herrmann: Jason and the Argonauts. Prelude · Talos · Talos’ Death · Triton. In: Bernard Herrmann: Music from Great Film Classics. Decca, London 1996, Tonträger-Nr. 448 948-2 – phase-4-stereo-Neuaufnahme von Auszügen aus der Filmmusik durch das London Philharmonic Orchestra und das National Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Komponisten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason und die Argonauten bei www.zelluloid.de
  2. a b Jason und die Argonauten im Lexikon des internationalen Films.
  3. Jason und die Argonauten. In: Peplumania.com
  4. Norbert Stresau: Der Fantasyfilm. Heyne-Filmbibliothek, Band 68. Heyne, München 1984, ISBN 3-453-86068-3, S. 140–142.
  5. King Kong tops movie Monster poll, BBC. 3. April 2004. 
  6. AFI's 10 Top 10 Ballot (PDF; 1,8 MB)
  7. Jason and the Argonauts. In: Rotten Tomatoes. Flixster, Inc.; abgerufen am 19. Juli 2015.