Jo Nesbø

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jo Nesbø (2007)

Jo Nesbø (* 29. März 1960 in Oslo) ist ein norwegischer Musiker und Autor. Bekannt wurde er vor allem mit Kriminalromanen um den Hauptkommissar Harry Hole.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nesbø wurde als Sohn einer Bibliothekarin geboren. Als Jugendlicher machte er sich Hoffnungen auf eine Karriere als Profi-Fußballer, die er jedoch nach Kreuzbandrissen aufgeben musste.

Nach einer Ausbildung als Diplom-Kaufmann und Finanzanalyst an der Norwegischen Handelshochschule Bergen war er neben seiner Aufgabe als Sänger und Komponist der Popgruppe Di Derre als Makler und Journalist tätig. Heute ist er hauptberuflicher Schriftsteller.

Hauptperson der Harry-Hole-Reihe ist der alkoholkranke, alleinstehende Hauptkommissar Harry Hole, der zumeist brutale Mordfälle lösen muss.

Nesbø erhielt im Jahr 1997 den norwegischen Riverton-Preis und 1998 den skandinavischen Krimipreis (Glasnøkkelen) für seinen Debütroman Flaggermusmannen. Sein Roman Rotkehlchen brachte ihm 2000 den norwegischen Buchhandelspreis ein und wurde 2004 zum besten norwegischen Krimi aller Zeiten (Tidenes beste norske krim) gewählt.

Bis heute wurden seine Bücher rund 20 Millionen mal verkauft und in 47 Sprachen übersetzt,[1] darunter ins Schwedische, Finnische, Dänische, Englische, Deutsche, Niederländische, Französische, Polnische, Tschechische, Slowenische, Kroatische und Ungarische.

2014 wurde die auf einem seiner Kinderbücher basierende Verfilmung Doktor Proktors Pupspulver veröffentlicht. Im Jahr 2016 verlieh ihm der norwegische Rivertonklubben den Ehrenpreis (Rivertonklubbens ærespris).[2]

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Den derre – Di Derre (1993)
  • Jenter & sånn – Di Derre (1994)
  • Gym – Di Derre (1996)
  • Slå meg på – Di Derre (1998)
  • Karusellmusikk – Soloalbum (2001)
  • di beste med di derre – Di Derre (2006)

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harry-Hole-Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blood-on-Snow-Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinderbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Doktor Proktors prompepulver (deutsch: Doktor Proktors Pupspulver. Übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel. Arena, Würzburg 2008, ISBN 978-3-401-06304-1.)
  • 2008: Doktor Proktors tidsbadekar (deutsch: Doktor Proktors Zeitbadewanne. Übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel. Arena, Würzburg 2009, ISBN 978-3-401-06330-0.)
  • 2010: Doktor Proktor og verdens undergang. Kanskje (deutsch: Doktor Proktor verhindert den Weltuntergang. Oder auch nicht… Übersetzt von Günther Frauenlob und Maike Dörries. Arena, Würzburg 2011, ISBN 978-3-401-06339-3.)
  • 2013 Doktor Proktor og det store gullroveriet (deutsch: Doktor Proktor im Goldrausch. Übersetzt von Günther Frauenlob und Maike Dörries. Arena, Würzburg 2013, ISBN 978-3-401-06648-6.)

Weitere Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Stemmer fra Balkan/Atten dager i mai (Dokumentation mit Espen Søbye)
  • 2001: Karusellmusikk (Novelle)
  • 2007: Det hvite hotellet (Kurzroman)
  • 2008: Hodejegerne (deutsch: Headhunter. Thriller. Übersetzt von Günther Frauenlob, Ullstein, Berlin 2011, ISBN 978-3-548-28045-5.)
Verfilmung 2011 von Morten Tyldum als Headhunters
  • 2014: Sønnen (deutsch: Der Sohn. Übersetzt von Günther Frauenlob, Ullstein Hardcover, Berlin, ISBN 978-3-550-08044-9.)
  • 2015: Idee zur zehnteiligen TV-Serie Okkupert (dt. Titel: Occupied – Die Besatzung) und Mitarbeit an deren Produktion, ausgestrahlt bei Arte vom 19. November 2015 bis zum 17. Dezember 2015 (jeweils donnerstags ab 20.15 Uhr in fünf Doppelfolgen mit je 2x45 Minuten).[3]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jo Nesbø – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erfolgsautor Jo Nesbø ist fasziniert von der Wut. In: Focus vom 20. August 2013.
  2. a b Rivertonklubbens ærespris til Jo Nesbø, norwegisch, abgerufen am 30. Oktober 2016
  3. Themenseite unter arte.tv, abgerufen am 31. August 2016.