Joe Tödtling

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Joe Tödtling, 2019

Josef „Joe“ Tödtling (* 20. Oktober 1979 in Anger) ist ein österreichischer Stuntman, Stunt Koordinator und Schauspieler. Seit 2009 ist er auch als einziger Österreicher Mitglied im Bundesverband deutscher Stuntleute.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Tödtling wurde als Sohn eines Fahrdienstleiters und einer Gastwirtin als erstes von vier Kindern in Anger in der Oststeiermark geboren. Er besuchte die Volks- und Hauptschule, danach ein Jahr das Polytechnikum in Passail. Während der Schulzeit entdeckte er seine Liebe zur Schauspielerei und wirkte in einigen Schulproduktionen mit. Während der Volks- und Hauptschulzeit besuchte er auch schulbegleitend die Musikschule in Passail und erlernte dort die Instrumente Trompete und Schlagzeug.

Nach der Schule entschloss er sich, die Lehre eines Rauchfangkehrers zu absolvieren. Auch während dieser Zeit wirkte er in diversen Kabarettproduktionen mit, bei denen er auch als Texter und Kostümbildner mitarbeitete. Zeitgleich spielte er auch kleinere Rollen bei den örtlichen Burgspielen, die weit über die steirischen Grenzen hinaus bekannt sind. Nach der Lehre leistete Joe Tödtling seinen 7-monatigen Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer. Dort erlernte er auch den Umgang und Einsatz von diversen Waffen und Kriegsgeräten. Während dieser Zeit meisterte er auch die einwöchige Selektion zum Heerespiloten, in wessen Ausbildung er auch nach dem Grundwehrdienst wechselte. Bei Kunstflugübungen lernte Joe Tödtling, auch mit Extremsituationen klarzukommen, und wechselte vom aktiven Soldaten in den Milizstand, um eine Stuntmanausbildung zu absolvieren.

Kurz darauf flog er nach Amerika. Er besuchte die Stuntschule von Kim Kahana, der unter anderem 30 Jahre fixes Stuntdouble von Charles Bronson und auch bei anderen erfolgreichen Actionproduktionen als Stuntman und Stunt-Koordinator tätig war. In dieser Zeit konnte Joe Tödtling viel von Kahana über die Arbeit eines Stuntman und Stunt-Koordinators lernen und setzte das Gelernte auch später erfolgreich um.

Seit 2001 hat Tödtling unter anderem für Produktionen wie The Monuments Men, Hitman: Agent 47, Point Break, Out of Control sowie für div. Netflix-, Amazon-Prime- und Sky-Serien gearbeitet. Des Weiteren hat er ISNR Abu Dhabi und die Opéra Bastille in Paris mit seinem Know-how als Stunt-Koordinator und Stuntman bereichert.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Tödtling am Set von „The Monuments Men“

Projekte als Stuntman/Stunt Player[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Als ich mal Groß war
  • 2019: Counterpart
  • 2019: Der Bulle und das Biest
  • 2019: Der Alte
  • 2018: Dogs of Berlin
  • 2018: Cops
  • 2018: Hot Dog
  • 2017: Gift
  • 2017: Der Bozen-Krimi
  • 2017: Die Hölle
  • 2016: A Cure for Wellness
  • 2016: Out of Control
  • 2016: Polizeiruf 110
  • 2016: Berlin Station
  • 2016: Supernovak - Der Held der Konsumenten
  • 2016: Tatort
  • 2016: Männertag
  • 2016: Die Zielfahnder: Flucht in die Karpaten
  • 2016: Notruf Hafenkante
  • 2016: Hannas schlafende Hunde
  • 2016: Tschiller: Off Duty
  • 2015: Mord in bester Gesellschaft
  • 2015: Sense8
  • 2014: Point Break
  • 2014: Chainreaction
  • 2014: Hitman: Agent 47
  • 2013: Trafo
  • 2013: The Monuments Men
  • 2012: Tempus Fug'it
  • 2012: Abenteuer Leben – Über Stock und Stein
  • 2012: Aus dem Leben – Stuntmen-Helden im Verborgenen
  • 2012: P&S Cam X35
  • 2012: Servus Ishq
  • 2012: Vedunia – The Hunted
  • 2012: Suller
  • 2011: Aux Gazelles Club – Pom de Gre...
  • 2011: Grimm’s Snow White
  • 2011: Chili Gym – Are you Xtreme?
  • 2010: ID:A
  • 2010: Over the Moon
  • 2009: Snipers Diary
  • 2008: Auf brennendem Sand
  • 2007: Wie bitte? - Stunt Awards 2007

Projekte als Stunt Koordinator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Gestalten
  • 2018: Cops
  • 2018: Sonate
  • 2017: Jungwild
  • 2016: Polizeiruf 110
  • 2016: Hannas schlafende Hunde
  • 2015: Daily Planet
  • 2015: Cafe Puls
  • 2015: Austrias Next Topmodel
  • 2015: ORF Thema
  • 2014: Chainreaction
  • 2014: After Hell
  • 2013: Onatah
  • 2013: Trafo
  • 2013: Schleierhaft
  • 2013: Covert Affairs
  • 2013: Die Geschichte einer Legende
  • 2012: Star Movie
  • 2012: Aus dem Leben – Stuntmen, Helden im Verborgenen
  • 2012: Mit besten Grüssen
  • 2012: P&S Cam X35
  • 2012: The Indian
  • 2012: Servus Ishq
  • 2012: Vedunia – The Hunted
  • 2012: Die Schönheit des Lebens
  • 2012: Suller
  • 2011: Erdbeerland
  • 2011: Grimm’s Snow White
  • 2011: Chili Gym – Are you Xtreme?
  • 2010: Over the Moon
  • 2009: Snipers Diary
  • 2008: Auf brennendem Sand

Projekte als Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Snipers Diary
  • 2011: Over the Moon
  • 2011: ID:A – Identität anonym
  • 2011: Pom de Grenade
  • 2012: Suller
  • 2012: Grimm’s Snow White
  • 2012: Tempus Fug'it
  • 2012: HILTI
  • 2012: Kapsch
  • 2013: Covert Affairs
  • 2014: Agent 47
  • 2014: Chainreaction
  • 2014: Point Break
  • 2015: Sense8
  • 2015: Mord in bester Gesellschaft
  • 2016: Tschiller: Off Duty
  • 2016: Notruf Hafenkante
  • 2016: Berlin Station
  • 2016: Out of Control
  • 2017: Gift
  • 2018: Hot Dog
  • 2018: Cops
  • 2018: Dogs of Berlin
  • 2018: Counterpart

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tödtling führt einen "Naked Skin Burn" vor.

Joe Tödtling wurde im April 2013 mit dem International Munich Hall of Honours Award „Best Stunt in Martial Arts Movies“[1] ausgezeichnet und hat im November desselben Jahres den Guinness World Record „Longest Duration Full Body Burn (without oxygen supplies)“[2] mit einer Zeit von 5:41 min. gebrochen und ist somit Weltrekordhalter in dieser Disziplin. Des Weiteren hat Joe im Juni 2015 auf der Teichalm zwei weitere Guinness Weltrekorde gebrochen: Er hat während eines Full Body Burns den „Longest distance pulled by a horse while on full body burn“ (500 m) und den „The farthest distance pulled by a vehicle full body burn“ (582 m) gebrochen. Das heißt, Tödtling hat eine Gestamtstrecke von 1082 m während eines Full Body Burns zurückgelegt, welches bis dato einmalig in der Geschichte der Stunts und des Guinness Book of Records ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stuntman ausgezeichnet. kurier.at, 10. April 2013, abgerufen am 6. Januar 2014.
  2. Weltrekord in Flammen. kleinezeitung.at, 23. November 2013, archiviert vom Original am 6. Januar 2014;.