Guglhupfgeschwader

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Film
Originaltitel Guglhupfgeschwader
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2022
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Ed Herzog
Drehbuch
Produktion Kerstin Schmidbauer
Musik Martin Probst
Kamera Sebastian Edschmid
Schnitt Stefan Essl
Besetzung
Chronologie
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Guglhupfgeschwader ist eine deutsche Kriminalkomödie aus dem Jahr 2022 von Ed Herzog mit Sebastian Bezzel und Simon Schwarz in den Hauptrollen. Es ist der achte Teil der Heimatkrimi-Filmreihe um den Polizisten Franz Eberhofer nach den Romanen von Rita Falk.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptstrang dreht sich um den „Lotto-Otto“, den etwas beschränkten 24-jährigen Sohn von Nicole, der Inhaberin der Niederkaltenkirchener Lottoannahmestelle. Er wird vor Franz’ Augen beschossen, dabei stellt sich heraus, dass ihm zuvor schon ein halber Finger abgeschnitten wurde, später explodiert in Nicoles Laden ein Molotowcocktail, was Nicole nicht überlebt. Franz bringt Otto zunächst bei Rudi unter, wo er Rudis Auto stiehlt und hinter der tschechischen Grenze verramscht. Wie sich herausstellt, ist Otto spielsüchtig und wird wegen hoher Schulden von einer Bande verfolgt, an deren Kopf „Mike“ steht, ein Ausbildungskollege von Franz und jetzt Dienststellenleiter, der sich nebenbei mit kriminellen Geschäften etwas zuverdient. Als Franz nach mehreren Verwicklungen Otto bei sich unterbringt und dieser seinerseits Mike zu erpressen versucht, wird das Eberhofer-Haus schließlich am hellen Tag von der Bande unter Beschuss genommen, die dann von Leopold, der sich eigentlich selbst erschießen wollte, von der Flanke ausgeschaltet wird.

Nebenstränge, die mit der Haupthandlung interagieren:

  • Franz Eberhofer soll sein zehnjähriges Dienstjubiläum feiern. Die dafür von seiner Oma gebackenen Guglhupfe werden beim Angriff auf das Haus zerschossen. Am Ende bleibt Franz als Einziger der Feier fern, weil er sich auf der Kreiselinsel mit Rudi versöhnt.
  • Als Ersatz für den in der Vorfolge gestorbenen Hund Ludwig schenkt Rudi Franz am Anfang den Tierheimhund „Hinkelotta“ (das dreibeinige Tier, mit dem in der Vorfolge der Zeuge das erste Mordopfer aufgefunden hat). Franz will den Hund nicht, obwohl die Oma und Pauli sich sofort mit ihm anfreunden, worauf Rudi die Freundschaft zu Franz endgültig aufkündigt. Er hat sowieso eine neue Freundin namens Theresa, eine betont spirituell lebende Frau, mit der Franz naturgemäß überhaupt nicht klarkommt. Sie verliebt sich jedoch im Laufe der Handlung in Lotto-Otto und lässt Rudi sitzen. In der Schlussszene akzeptiert Franz „Hinkelotta“ schließlich als seinen Hund.
  • Um den Bauschaden vom Ende der Vorfolge, für den die Versicherung nicht aufkommt, finanzieren zu können, verdonnert die Oma ihre gesamte Familie zum Lottospiel. Ein von Leopold mit den Geburtsdaten seiner Kinder ausgefüllter Schein hat auch sechs Richtige, wurde aber von Franz klammheimlich Ignaz Flötzinger als spontanes Geburtstagsgeschenk überreicht, worüber dieser zunächst erzürnt war. Flötzinger, der in der Vorfolge von seiner Familie verlassen wurde, beginnt ein Leben in Saus und Braus, bis sich herausstellt, dass die Verbindung der Annahmestelle zur Zentrale unterbrochen war und der Schein nicht eingelesen wurde, so dass der Gewinn nicht beansprucht werden kann. Als Leopold nach verzweifelter Suche zufällig erfährt, wie sein Schein abhandengekommen ist, ist der Familienfriede nachhaltig gestört.
  • Als sich herausstellt, dass Franz 24 Jahre zuvor mit Nicole eine kurze Affäre hatte, während er bereits mit Susi zusammen war, wird er von allen für Ottos bis dahin unbekannten Vater gehalten und von Susi gemieden. In der von Todesangst geprägten Belagerungsszene gesteht Papa Eberhofer, er sei Ottos Vater – doch offenbar nur, um die Situation vor allem zwischen Susi und Franz zu entschärfen, da ein DNA-Test schließlich ergibt, dass Otto mit Franz nicht einmal verwandt ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde vom 6. September 2021 bis zum 15. Oktober 2021 gedreht.[3] Die Premiere erfolgte am 28. Juli 2022 im Mathäser Filmpalast in München[4], der Kinostart erfolgte am 4. August 2022.[5]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Besonderes Vergnügen bereitet es auch in den Eberhofer-Filmen, nach den Romanen von Rita Falk, dem ermittelnden Eberhofer alias Sebastian Bezzel beim Verfertigen seiner Gedanken zuzugucken, all diese kleinen Momente, in der er erst mal sprachlos scheint, dann aber: "Des werd' scho wieder."“

Fritz Göttler: Süddeutsche Zeitung[6]

„Sprüche, Timing, Slapstick, alles passt. Zwar lahmt der neue Hund noch etwas, der tierisch gute Ludwig ist eben einfach unersetzlich. Dafür bekommen Sebastian Bezzel und Simon Schwarz als Ermittlerduo am Kreisverkehr, dem obligatorischen runnig-gag beim Eberhofer, endlich ihr ziemlich intimes Happyend.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Guglhupfgeschwader. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Guglhupfgeschwader. Jugendmedien­kommission.
  3. Guglhupfgeschwader bei crew united, abgerufen am 31. Juli 2022.
  4. Josef Grübl: Guglhupf mit Spaghetti. In: Leben und Gesellschaft in München. Süddeutsche Zeitung, 29. Juli 2022, abgerufen am 31. Juli 2022: „Bei der Weltpremiere am Donnerstagabend im Mathäser […]“
  5. Guglhupfgeschwader. In: Kino.de. Ströer Media, abgerufen am 29. Juli 2022.
  6. Fritz Göttler: Werd' scho wieder? In: Kultur. Süddeutsche Zeitung, 6. August 2021, abgerufen am 31. Juli 2022.
  7. Guglhupfgeschwader – Programmkino.de. Abgerufen am 21. Juli 2022 (deutsch).