Kämmerzell

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Kämmerzell
Stadt Fulda
Koordinaten: 50° 36′ 1″ N, 9° 38′ 27″ O
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 10,51 km²[1]
Einwohner: 797 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36041
Vorwahl: 0661
Karte
Kämmerzell von oben
Gesamtansicht mit der St.-Godehard-Kirche in Kämmerzell
St.-Godehard-Kirche in Kämmerzell

Kämmerzell (früher Cemera cella; bedeutet Zelle des Kämmerers) ist ein Stadtteil der osthessischen Stadt Fulda.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kämmerzell liegt etwa 6 km (Luftlinie) nordnordwestlich der Innenstadt von Fulda, zwischen den Fuldaer Ortsteilen Lüdermünd im Nordwesten, Dietershan im Osten, Gläserzell im Süden und Trätzhof im Südsüdwesten sowie dem Großenlüderer Ortsteil Lütterz im Westen. Direkt westlich vorbei verläuft der Weser-Quellfluss Fulda. Nordöstlich erhebt sich der Mühlberg (435,2 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichte wird Kämmerzell 1150 das erste Mal urkundlich erwähnt. Nach mündlicher Überlieferung hat der Heilige Godehard von Hildesheim 996 eine Taufe in Kämmerzell abgehalten. Auf Grund dessen wurde eine Kapelle mitten auf die Straße gebaut, sodass die beiden Fahrspuren außen herumgeführt werden mussten. Im Jahre 1629 wurde die Kapelle durch eine Kirche ersetzt.

Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kämmerzell in die Stadt Fulda eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen sind:[4]

• 1812: 52 Feuerstellen, 354 Seelen
Kämmerzell: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2015
Jahr  Einwohner
1812
  
354
1834
  
421
1840
  
428
1846
  
424
1852
  
358
1858
  
373
1864
  
371
1871
  
349
1875
  
356
1885
  
351
1895
  
335
1905
  
360
1910
  
346
1925
  
389
1939
  
407
1946
  
550
1950
  
592
1956
  
560
1961
  
603
1967
  
656
1970
  
667
1988
  
639
2010
  
787
2013
  
815
2015
  
797
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [4]; 2010,2012,2015:[5][6][7]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1885: 3 evangelische (= 0,85 %), 348 katholische (= 99,15 %) Einwohner
• 1961: 26 evangelische (= 4,31 %), 576 katholische (= 95,52 %) Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rochuskapelle bei Kämmerzell
  • Der Edelsturm war einer der Warttürme um Fulda
  • Eine Kapelle auf dem Rochusberg ist dem dem Pilgerer Rochus geweiht. Die Rochusoktav wird alljährlich vom 16. bis 23. August gefeiert zu der viele Wallfahrer kommen. Höhepunkt dieses Glaubensfestes ist der letzte Sonntag in der Oktav.

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kämmerzell besitzt keine Schule oder Kindergarten. Es gibt lediglich eine katholische Kirche, die am 20. Oktober 1804 geweiht wurde. Sie ist dem Heiligen St. Godehard gewidmet.

Kämmerzell liegt an der Landesstraße 3143, die aus Richtung Fulda kommend unter anderem durch Kämmerzell nach Schlitz führt. Nächster Fernverkehrsbahnhof ist der Bahnhof Fulda. Unmittelbar bei der Ortschaft führt der entlang der Fulda verlaufende Fulda-Radweg über eine Flussbrücke und dann durch das Dorf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flächen der Stadtteile. In: Internetauftritt. Stadt Fulda, archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018 (PDF; 30 KB).
  2. Bevölkerung der Stadtteile. In: Internetauftritt. Stadt Fulda, archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018 (PDF; 17 KB).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland, Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 387.
  4. a b c Kämmerzell, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Statistischer Bericht 2011. Stadt Fulda, S. 9, archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018 (PDF; 11 KB).
  6. Die Einwohnerdichte in den statistischen Bezirken der Stadt Fulda (Stand: 31. Dezember 2013). Archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018 (PDF; 11 KB).
  7. Die Einwohnerdichte in den statistischen Bezirken der Stadt Fulda (Stand: 31. Dezember 2015). Archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018 (PDF; 11 KB).