Kojak – Einsatz in Manhattan

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Seriendaten
Deutscher Titel Kojak – Einsatz in Manhattan
Originaltitel Kojak
Einsatz in manhattan logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1973–1978
Länge 45 Minuten
Episoden 118 in 5 Staffeln
Genre Krimi
Idee Abby Mann
Musik Billy Goldenberg
Erstausstrahlung 24. Oktober 1973 auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
3. Oktober 1974 auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Kojak – Einsatz in Manhattan (Originaltitel Kojak) ist eine erfolgreiche US-amerikanische Fernsehserie, von der in den Jahren 1973 bis 1978 insgesamt 118 Folgen zu je 45 Minuten entstanden. Vorausgegangen war der Serie der 137-minütige Pilotfilm Der Mordfall Marcus-Nelson → Miranda.

Handlung[Bearbeiten]

Der New Yorker Polizist Theodoros Kojak erledigt seine Fälle so, wie er es für richtig hält. Mit zynischem Humor spürt der glatzköpfige Grieche die Schlupfwinkel dunkler Elemente selbst auf Partys der High Society auf. Zu Kojaks Team gehören seine beiden Assistenten Crocker und Stavros. Um einen Fall zu klären, setzt Kojak seine Leute gerne als Lockvögel ein – doch er weiß genau, wann der Zeitpunkt zum Eingreifen gekommen ist.

Kojak hat eine große Vorliebe für Lollis.

Episoden[Bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten]

Die erste Synchronisation übernahm die Interopa Film GmbH in Berlin. Dialogregie führte Thomas Keck. Die zweite Synchro wurde von RTL in den 1990er Jahren in Auftrag gegeben. Hierbei handelte sich um die Synchronisierung von Folgen, die von der ARD nicht berücksichtigt wurden. Dennoch weisen viele Folgen erhebliche Schnitte auf und wurden komplett teils mit Untertiteln später auf DVD veröffentlicht. Der Rest der Synchronisation wurde 1998 von Christian Rode übernommen, da Edgar Ott vier Jahre zuvor verstarb (im gleichen Jahr wie Savalas).

Charakter Darsteller Deutsche Stimme Folgen, von/bis
Lt. Theo Kojak Telly Savalas Edgar Ott
Christian Rode
118, 1973–1978
Capt. Frank McNeil Dan Frazer Heinz Giese 117, 1973–1978
Det. Bobby Crocker Kevin Dobson Hans-Werner Bussinger 117, 1973–1978
Det. Stavros George Savalas Manfred Grote
Andreas Mannkopff
115, 1973–1978
Det. Rizzo Vince Conti Hans Nitschke 092, 1974–1978
Det. Saperstein Mark Russell 105, 1973–1978

Im Vorspann wurde Savalas’ Bruder George nur mit seinem zweiten Vornamen Demosthenes geführt, da er nebenbei auch als Produzent für die Serie fungierte.

Erfolge[Bearbeiten]

Die Serie wurde in den USA mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit zwei Golden Globes und mit zwei Emmy Awards. Mehrere Schauspieler, die bei Kojak Nebenrollen spielten, wurden später zu Stars, unter anderem Harvey Keitel, James Woods, Richard Gere, Hector Elizondo, Morgan Fairchild, William Hurt, Christopher Walken und Sylvester Stallone. In einer Folge war auch Maria Schell zu sehen.

Durch Kojaks sympathische Art erfreute sich die Serie auch in Deutschland großer Beliebtheit und seine Markenzeichen, der Dauerlutscher und typische Sprüche wie „Entzückend, Baby!“ (englisch „Who loves ya, baby?“), „Is’ es wahr?“ oder „Ich bin dein Fan!“, waren bald in aller Munde.

Der aus Wuppertal stammende Jazz- und Schlagersänger Wolfgang Sauer widmete Kojak 1976 ein Lied mit dem Titel Einsatz in Manhattan.

Ableger[Bearbeiten]

Im Jahr 1980 wurde der Schwarzweißfilm Kojak Budapesten (Kojak in Budapest) für das ungarische Fernsehen produziert. Die Rolle des Theo Kojak übernahm László Inke. Dieser Film ist nur in englischer und ungarischer Sprache verfügbar.

Im Jahr 1985 wurde die Serie mit dem Fernsehfilm Mord im Exil wiederbelebt. Es folgten sechs weitere Filme, in denen Kojak neue Kollegen zur Seite stehen: Kojaks Rückkehr (Videotitel: Jeder Mord hat seinen Preis; 1987), Ariana, Dunkle Beziehungen (beide 1989), Tod eines Polizisten, Gefährliche Gier und Die Verschwörung (alle 1990).

Der Fernsehsender USA Network startete 2005 eine Neuauflage der Serie mit Ving Rhames in der Rolle des Theo Kojak, die bereits nach zehn Folgen eingestellt wurde.

Sonstiges[Bearbeiten]

US-Logo der ersten Staffel
  • Der Vorspann unterschied sich zwischen der amerikanischen und deutschen Version dahin, dass nur die Schriftart für den deutschen Titel übernommen wurde, aber nicht die Animation, die streifenweise Bilder von New York aufdeckte (mit Bildern von Savalas als Zentralbild) sondern bewegliche Bilder in den Straßen New Yorks und Kojak in seinem Wagen zeigte. Die US-Logo-Schriftart wechselte nach der ersten Staffel von Gill Sans zu Machine BT. Die deutsche Version blieb bei der ersten Schriftart. RTL übernahm jedoch später den ursprünglichen Vorspann und strahlte sie als Kojak - Einsatz in Manhattan aus. Die Nachsynchronisation war eine Folge der Wiederbelebung in Form von Fernsehfilmen, die RTL später anstatt ARD erwarb.
  • Die Rolle des Theo Kojak sollte ursprünglich Marlon Brando übernehmen.
  • Im Abspann des Pilotfilms ist Kojaks Name falsch geschrieben (Kojack).
  • Die Zigarillos, die Kojak anfangs nebenbei noch rauchte, verschwanden aufgrund einer amerikanischen Antiraucherkampagne infolge eines Berichts des United States Public Health Service namens Smoking and Health: Report of the Advisory Committee to the Surgeon General of the United States vom Bildschirm.
  • Kojak fährt im Dienst einen zivilen Buick Century Regal 455 in Braun (Baujahr 1974) und später in der Folge das Nachfolgemodell in Kupferfarbe (Baujahr 1975).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kojak – Einsatz in Manhattan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien