Jochen Busse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jochen Busse als Sprecher beim WDR-Literaturmarathon im Rahmen der Lit.Cologne am 19. März 2005

Jochen Busse (* 28. Januar 1941 in Iserlohn) ist ein deutscher Schauspieler, Kabarettist und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch vor dem Abitur verließ der Sohn eines Fabrikanten die Schule, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Sein Debüt als Theaterschauspieler gab er mit 19 Jahren an den Münchner Kammerspielen. Erste Erfahrungen als Kabarettist sammelte er im Studentenkabarett „Die Knallfrösche“. Drei Jahre war er im Düsseldorfer Kom(m)ödchen aktiv. Von 1976 bis 1991 gehörte Jochen Busse zum Ensemble und Autorenteam der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

Ab Ende der 1960er Jahre übernahm Busse auch Rollen in Filmen und Fernsehproduktionen. Hier wurde er, wie in dem Dreiteiler 11 Uhr 20, zunächst meist als eiskalter Bösewicht eingesetzt. 1972 erhielt er die Rolle des Kriminalassistenten Siebenlist in der ZDF-Krimiserie Mordkommission, wo er, ermuntert durch Regisseur Kurt Wilhelm, erstmals sein komödiantisches Talent zeigen konnte. 1978 startete Busse mit der WDR-Serie Medienklinik seine erste eigene Sendung, später war er Dreh- und Angelpunkt der Sketchreihe Nur für Busse. In diesen Folgen zeigte das Multitalent Busse sich vor allem als Comedian. 1994 spielte er mit Gerd Baltus und Karsten Speck in der Serie 3 Mann im Bett den Patienten Gisbert. Von 1996 bis 2005 moderierte er die von RTL gesendete und von Rudi Carrell produzierte Freitagabendshow 7 Tage, 7 Köpfe. Außerdem feierte er ab Februar 1997 als Amtsrat Hagen Krause in der RTL-Serie Das Amt in über 70 Episoden einen Erfolg. 2000 inszenierte er am Schillertheater in Wuppertal Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug. 2005 spielte er den Außerirdischen YOK in der Comedy-Serie Nicht von dieser Welt. Im April 2006 wurde er Moderator der Comedy-Talkshow Der heiße Brei auf Sat.1, in der Schauspieler die Rollen von Politikern und Prominenten spielen. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit arbeitete er auch als Drehbuchautor. 2007 moderierte er im NDR die Sendung Lachen macht Spaß. Seit Ende 2007 tourte er mit Henning Venske und dem Programm Legende trifft Urgestein durch den deutschsprachigen Raum. Am 22. September 2009 feierten beide Premiere mit dem Bühnenprogramm Inventur. 2014 trat Jochen Busse erstmals in seiner langen Karriere mit einem Soloprogramm vor sein Publikum. In Wie komm ich jetzt da drauf? kommt der Kabarettist ohne Bühnenbild, ohne Musik und ohne Kostüme aus.[1]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jochen Busse unterstützte 2012 ehrenamtlich als Rezitator das Projekt „Deutsche Winterreise“ des Autors Stefan Weiller.[2] In ihm wird seit 2009 städtebezogen in Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie beispielsweise dem Diakonischen Werk bei Benefizveranstaltungen in einem Lieder- und Textzyklus insbesondere auf die Situation von Wohnungslosen aufmerksam gemacht.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 wurde Busses erste Ehe geschieden, anschließend war er mit einer Filmeditorin verheiratet. In dritter Ehe war er von 1994 bis 2000 mit Sabine Kersten verheiratet, aus dieser Ehe stammt ein Sohn. Von 2002 bis 2006 war er mit der Filmemacherin Bea Sommer liiert. In vierter Ehe ist er seit 5. November 2007 mit Constanze Volkner verheiratet, die vierjährige Zwillinge mit in die Ehe brachte.[3]

Filme & TV (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Rheinpfalz Interview Gereon Hoffmann/Jochen Busse: „Spielen ist mein Leben“, Lokalausgabe Unterhaardter Rundschau vom 29. März 2014
  2. Winterreise
  3. Jochen Busse Schauspieler heiratet wieder. 6. Oktober 2014. Abgerufen am 10. Oktober 2014.
  4. Homepage Kulturzentrum Herne (Memento vom 5. Januar 2013 im Webarchiv archive.is), abgerufen am 10. November 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jochen Busse – Sammlung von Bildern