Kulunda (Ort)

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Dorf
Kulunda
Кулунда
Föderationskreis Sibirien
Region Altai
Rajon Kulunda
Oberhaupt Alexander Lukjanow
Gegründet 1917
Dorf seit 1992
Bevölkerung 14.527 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 130 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 38566
Postleitzahl 658920–658924
Kfz-Kennzeichen 22
OKATO 01 222 860 001
Geographische Lage
Koordinaten 52° 34′ N, 78° 57′ O52.56666666666778.95130Koordinaten: 52° 34′ 0″ N, 78° 57′ 0″ O
Kulunda (Ort) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Kulunda (Ort) (Region Altai)
Red pog.svg
Lage in der Region Altai
Liste großer Siedlungen in Russland

Kulunda (russisch Кулунда́) ist ein großes Dorf in der Region Altai (Russland) mit 14.527 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort befindet sich im Westteil der Kulundasteppe, im Südosten des Westsibirischen Tieflands. Er liegt knapp 350 Kilometer westlich der Regionshauptstadt Barnaul und ist 20 Kilometer von der Grenze zu Kasachstan entfernt.

Kulunda ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Kulunda.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand 1917 im Zusammenhang mit der Besiedlung und Urbarmachung der Kulundasteppe.

Eine von der Station Tatarskaja der Transsibirischen Eisenbahn ausgehende Eisenbahnstrecke, 1914 begonnen und 1917 bis Slawgorod fertiggestellt, wurde 1924 bis um 56 Kilometer bis Kulunda verlängert. Im selben Jahr erfolgte der Weiterbau in westlicher Richtung nach Pawlodar (heute Kasachstan). Dieser Abschnitt wurde mit Eröffnung der Verbindung Barnaul–Kulunda 1953 Teil der südsibirischen Parallelstrecke zur Transsib, und Kulunda somit zum Eisenbahnknotenpunkt.[2]

Der Ort erhielt (vor 1959)[3] den Status einer Siedlung städtischen Typs, verlor diesen jedoch 1992[4] wieder.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 14.101
1970 15.264
1979 14.853
1989 16.478
2002 15.466
2010 14.527

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kulunda ist Zentrum eines bedeutenden Landwirtschaftsgebietes mit verschiedenen Betrieben der Lebensmittelindustrie. Daneben gibt es Unternehmen der Bau- und Baumaterialienwirtschaft.

Der Ort ist bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Hier kreuzen sich die Eisenbahnstrecken Barnaul–Pawlodar und Tatarskaja–KarassukMalinowoje Osero sowie die Regionalstraßen R371 von Aleisk zur kasachischen Grenze und weiter nach Pawlodar und Rubzowsk–Karassuk. Eine Straße von Kulunda über Blagoweschtschenka nach Rebricha bzw. Kamen am Ob erschließt den Zentralteil der Kulundasteppe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2.  G. Afonina: Kratkie svedenija o razvitii otečestvennich železnich dorog s 1838 po 1990 g.. MPS (Verkehrswegeministerium), Moskau 1996 (Kurze Angaben zur Entwicklung der vaterländischen Eisenbahnen von 1838 bis 1990; russisch).
  3. Volkszählungsdaten 1959 (RSFSR: Regionen)
  4. Veränderungen im administrativ-territorialen Aufbau der Subjekte der Russischen Föderation in den Jahren 1989–2002 auf der offiziellen Webseite zur Volkszählung 2002 (russisch)

Weblinks[Bearbeiten]