Region Altai

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Subjekt der Russischen Föderation
Region Altai
Алтайский край
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Fläche 167.996 km²[1]
Bevölkerung 2.419.755 Einwohner
(Stand: 14. Oktober 2010)[2]
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km²
Verwaltungszentrum Barnaul
Offizielle Sprache Russisch
Ethnische
Zusammensetzung
Russen (92,0 %)
Deutsche (3,0 %)
Ukrainer (2,0 %)
(Stand: 2002)
Gouverneur Alexander Karlin
Gegründet 28. September 1937
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahlen (+7) 385xx
Postleitzahlen 656000–659999
Kfz-Kennzeichen 22
OKATO 01
ISO 3166-2 RU-ALT
Website www.altairegion22.ru
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Koordinaten: 52° 30′ N, 82° 30′ O

Die Region Altai (russisch Алтайский край Altaiski krai) – nicht zu verwechseln mit der kleineren, autonomen Republik Altai im Südosten – ist eine Verwaltungsregion (Krai) in Russland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region liegt im südlichen Sibirien am Oberlauf des Ob. Sie grenzt im Süden an Kasachstan und im Südosten an die Republik Altai. Sie umfasst die westlichen Ausläufer des Altaigebirges und greift im Westen in das Westsibirische Tiefland über.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der russischen Besiedlung der Region begann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Russen machen heute den überwiegenden Teil der Bevölkerung aus. In der Kulunda-Steppe, nahe der Grenze zu Kasachstan, wurde 1991 der Deutsche Nationalkreis Halbstadt gegründet, der der dort überwiegenden deutschstämmigen Bevölkerung eine Alternative zur Ausreise nach Deutschland bieten sollte. Heute sind jedoch die meisten Russlanddeutschen, deren Vorfahren hier um 1900 mehrere deutsche Siedlungen gegründet hatten oder während des Zweiten Weltkrieges aus den Wolgagebieten zwangsumgesiedelt worden waren, aus dem Nationalkreis nach Deutschland ausgewandert. Sie wurden nur teilweise durch deutschstämmige Umsiedler, die meist kein Deutsch mehr sprechen, aus anderen Regionen der ehemaligen Sowjetunion ersetzt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region gibt es zahlreiche Bodenschätze wie Blei, Eisenerz oder Mangan. Wichtige Industriezweige sind die Metallverarbeitung, die chemische und die Lebensmittelindustrie. Es laufen Versuche, dem Tourismus in der Region einen höheren Stellenwert zu geben.

Verwaltungsgliederung und Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Altai gliedert sich in 60 Rajons und 12 der Regionsverwaltung direkt unterstellte Städte bzw. Siedlungen städtischen Typs.

Verwaltungszentrum ist Barnaul, weitere Großstädte sind Bijsk und Rubzowsk. Überregional bekannt sind auch das historische Bergbauzentrum Smeinogorsk und der Kurort Belokuricha. Insgesamt gibt es in der Region zwölf Städte und sechs Siedlungen städtischen Typs.

Gebäude der Gebietsverwaltung in Barnaul
Größte Städte
Name Russisch Einwohner
(14. Oktober 2010)[2]
Barnaul Барнаул 612.401
Bijsk Бийск 210.115
Rubzowsk Рубцовск 147.002
Nowoaltaisk Новоалтайск 70.437
Sarinsk Заринск 48.461
Kamen am Ob Камень-на-Оби 43.888
Slawgorod Славгород 32.389

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Region Altai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Administrativno-territorialʹnoe delenie po subʺektam Rossijskoj Federacii na 1 janvarja 2010 goda (Administrativ-territoriale Einteilung nach Subjekten der Russischen Föderation zum 1. Januar 2010). (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)