Laar (Zierenberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 51° 24′ 25″ N, 9° 16′ 54″ O

Laar
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 10,52 km²[1]
Einwohner: 12 (2015)[2].
Bevölkerungsdichte: 1 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 34289
Vorwahl: 05606

Laar ist ein Stadtteil von Zierenberg im Landkreis Kassel, Nordhessen (Deutschland) mit weniger als 20 Einwohnern.

Es besteht aus den wenigen Häusern des „Gutshofs Laar“, der „Alten Mühle“ und dem Schloss Laar mit dessen Parkanlage.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laar liegt im Nordteil des Naturparks Habichtswald etwa 4,5 km nordnordwestlich vom Ortskern der Kernstadt Zierenbergs. Es ist eingebettet in das von bewaldeten Bergen gesäumte Tal am Mittellauf des südlichen Diemel-Zuflusses Warme und befindet sich auf etwa 210 m ü. NHN[3].

Neben Zierenberg im Süden ist die nächste Ortschaft der rund 1,5 km nördlich gelegene Stadtteil Hohenborn, und etwa 2 km südlich von Laar liegt das Gut Rangen. Ungefähr 2,5 km südöstlich befindet sich die Burgruine Schartenberg, rund 2,5 km in Richtung Südsüdwesten sind es bis zur Burgruine Falkenberg, etwa 2,5 km westsüdwestlich steht in Zierenberg-Escheberg das Schloss Escheberg und zirka 1,5 km westnordwestlich befindet sich die Burgruine Malsburg (Entfernungen jeweils Luftlinie).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut und Schloss Laar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Laar, das kulturhistorisch in der Geschlossenheit seiner Gesamtlage bedeutend ist, gehörte ursprünglich zum Gerichtsbezirk der Herren von der Malsburg, in deren Besitz Laar erstmals 1322 erwähnt ist. Diese verkauften das Gut in zwei Schritten 1688 und 1691 an den hessischen Landgrafen Karl. In der Folgezeit wechselten die Besitzer einige Male. Seit 1902 sind Gut und Schloss Besitz der Nachfahren von Wilhelm von Starck. Die Wirtschaftsgebäude stammen aus den Jahren 1565 und 1599. Zu dem Gut gehört ein kleiner Friedhof, der die Gräber verschiedener Gutsherren und Angestellter beherbergt. Das Schloss Laar, an das sich südlich ein Park mit Teich anschließt, wurde am Westrand des Gutsgeländes um 1790 erbaut.

Alte Mühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aufwändig restaurierte „Alte Mühle“, die 1599 als Wassermühle am Ostrand von Laar an einem etwa 700 m[4] langen Mühlgraben der Warme erbaut wurde, erzeugt seit ihrer Restaurierung im Jahr 1994 Strom und beherbergt ein Mühlenmuseum.

Ringwall Laar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 350 m nordöstlich der Mühle und damit etwas oberhalb von Laar befinden sich im Waldgebiet des „Hagen Laar“ die Reste des Ringwalls Laar, auch „Laarer Wand“ genannt, Überbleibsel einer im 9. Jahrhundert erbauten und im Jahre 938 zerstörten Spornburg.

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1970 wurde Laar in die Stadt Zierenberg eingegliedert.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt westlich vorbei an Laar verläuft zwischen Zierenberg und Hohenborn in Süd-Nord-Richtung die Landesstraße 3211. Durch Laar führt der Fulda-Diemel-Weg, ein Wanderweg zwischen den Flüssen Fulda im Osten und Diemel im Nordwesten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Laar, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 24. September 2015)
  2. Stadt Zierenberg: Einwohnerzahlen der Stadtteile, abgerufen im Februar 2016
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 411.