Landwirtschafts-Simulator

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Landwirtschaft-Simulator
Entwickler Giants Software
Publisher Giants Software
Focus Interactive
Astragon
Erster Titel Landwirtschafts-Simulator 2008 (2008)
Letzter Titel Landwirtschafts-Simulator 2016 (2015)
Plattform(en) Windows, Mac, Xbox 360, Xbox One, PS3, PS4, PS Vita, Nintendo 3DS, iOS, Android, Windows Phone
Genre(s) Techniksimulation

Der Landwirtschafts-Simulator ist eine Simulationsspiel-Reihe des unabhängigen Entwicklers Giants Software aus Schlieren bei Zürich. Der erste Teil der Reihe war der Landwirtschafts-Simulator 2008. Weitere Versionen erschienen 2009 (Gold Edition), 2011 (Platin Edition), 2012 (Mobile), 2013 (Titanium Edition), 2014 (Mobile), 2015 (Gold Edition) und 2016 (Mobile).[1]

Das Spiel ist das erfolgreichste Schweizer Computerspiel.[2][3] Es wurde zu einem der meistverkauften Computerspiele in Deutschland[4] und in der Schweiz war es das meistverkaufte.[3] Auch in Frankreich oder England erfreute es sich einiger Beliebtheit. Der Landwirtschafts-Simulator 2013 verkaufte sich nach Angaben der Publisher mehr als zwei Millionen Mal.[5]

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel kennt zwei verschiedene Spielmodi: kurzweilige Missionen und den zeitlich unbegrenzten Karrieremodus. Die Missionen übernehmen hierbei die Rolle des Tutorials, in deren Rahmen sich der Spieler mit dem Spielprinzip, den Gerätschaften und den Tätigkeiten vertraut machen kann und erste Eindrücke gewinnt. Typische Missionsziele sind zum Beispiel die Bearbeitung einer vorgegebenen Fläche mit einem landwirtschaftlichen Gerät, oder das Abfahren einer vorbestimmten Strecke auf Zeit.

Ziel des Karrieremodus ist es, durch die Bewirtschaftung von Feldern zu einem modernen und erfolgreichen Landwirt aufzusteigen. Anfangs beginnt der Spieler auf einem Bauernhof mit wenigen recht kleinen Maschinen, die im Spielverlauf mit dem erwirtschafteten Gewinn gegen größere Maschinen ausgetauscht werden können. Ein Wirtschaftssystem beeinflusst dabei die erzielten Preise für die Ernte. Eine einfache Wettersimulation und ein Tag-Nacht-Zyklus erfordern außerdem ein wenig Planung, wann welche Tätigkeiten ausgeführt werden können. Die Maschinen müssen mit Kraftstoff betankt und die Geräte mit Inhalt wie z. B. Saatgut befüllt werden. Die Spielfigur hingegen muss, wie bei Simulationen üblich, nicht versorgt werden.

Ab der Version 2011 sind auch Tiere wie Kühe enthalten, in der 2013er Version kamen dann zu den Kühen noch Schafe und Hühner hinzu, die neben der Ernte als weitere Einnahmequelle dienen. Zudem können durch die Erzeugung von Strom weitere Einnahmen erwirtschaftet werden. Hierfür stehen dem Spieler vielerlei Bauwerke wie zum Beispiel frei platzierbare Sonnenkraftwerke und Windkraftanlagen zu Verfügung. Es ist außerdem möglich, eine Biogasanlage sowie Gewächshäuser und Bienenhäuser zu betreiben. Mit der Veröffentlichung des Landwirtschaftssimulator 15 ist auch die Forstwirtschaft im Spiel integriert.

Multiplayer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Version 2011 ist ein Mehrspieler-Modus enthalten, jedoch gibt es keinen zentralen Server. Die Verbindungen kommen deshalb über ein Peer-to-Peer-Verfahren zustande. Um den Modus nutzen zu können, müssen die beteiligten Spieler die gleichen Spielerweiterungen haben. Anfang 2013 wurde durch eine Crowdfunding-Aktion die Umsetzung von dedizierten Windows-Servern realisiert. Durch freie Modder wurde die Erweiterung „MR“ (Mehr Realität) geschaffen. In Zusammenarbeit mit Giants konnte auch eine Lösung gefunden werden um MR in Verbindung mit den DLCs nutzen zu können. Es ist Giants nicht gelungen, dies für die Serversoftware umzusetzen.

Modifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standardmäßig sind ausschließlich originale Landmaschinen und Geräte enthalten. Einige Hersteller sind zum Beispiel Deutz-Fahr, Case IH und Krone. Die fiktive Marke Lizard dient dazu, Modelle darzustellen, die aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mit Markennamen genannt werden können. Mit Hilfe von „Mods“ lässt sich der Landwirtschafts-Simulator um neue Karten, Funktionen (z. B. Abfahrhelfer), Maschinen, Geräte und Objekte erweitern. Diese sogenannten „LS Mods“ lassen sich per Drag and Drop in das Spiel einfügen. Ein Teil der Moddingszene wird dabei von Giants Software aktiv mit einem entwicklereigenen Portal (Modhub) unterstützt. Ein großes Moddingportal ist Modhoster.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Posting eines Mitarbeiters des Entwicklers zum Erscheinen der Version 2013 (forum.landwirtschafts-simulator.de, 16. September 2011, abgerufen 3. Oktober 2011)
  2. 20 Minuten: «Bauern sind Modder», abgerufen am 18. Oktober 2015
  3. a b Schweizer Radio und Fernsehen: Landwirtschafts-Simulator: Pflügen mit 600PS bei 60 km/h, abgerufen am 18. Oktober 2015
  4. „Landwirtschafts-Simulator 2011“: Hohe Verkaufszahlen und erste Mods (spiele.t-online.de, 28. Oktober 2010, abgerufen 3. Oktober 2011)
  5. Landwirtschafts-Simulator 2013 - Über 2 Millionen Mal verkauft. In: gamestar.de. Abgerufen am 11. Juli 2015.