Schlieren

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schlieren (Begriffsklärung) aufgeführt.
Schlieren
Wappen von Schlieren
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Dietikon
BFS-Nr.: 0247i1f3f4
Postleitzahl: 8952
UN/LOCODE: CH SHR
Koordinaten: 676043 / 250321Koordinaten: 47° 23′ 58″ N, 8° 26′ 45″ O; CH1903: 676043 / 250321
Höhe: 393 m ü. M.
Fläche: 6,38 km²
Einwohner: i18'414 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 2886 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
46,3 % (31. Dezember 2015)[2]
Stadtpräsident: Toni Brühlmann-Jecklin (SP)
Website: www.schlieren.ch
Ansicht vom Käferberg in Zürich

Ansicht vom Käferberg in Zürich

Karte
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Schlieren ist eine Stadt und politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz. Ihre Einwohner werden Schlieremer genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Schlieren liegt im Limmattal südlich der Limmat, unmittelbar westlich an die Stadt Zürich angrenzend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlieren war bis 1415 in habsburgischem Besitz. Nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen war es Bestandteil der Grafschaft Baden. 1803 wurde es dem Kanton Zürich zugeteilt. 1777 gründete hier der Pfarrer Heinrich Keller, als er zwei taube Knaben in sein Pfarrhaus aufnahm, die erste Taubstummenschule in der Schweiz.

Ende des 19. Jahrhunderts begann im Zuge der Industrialisierung der allmähliche Wandel Schlierens von einer bäuerlichen Landgemeinde hin zur urbanen Kleinstadt. In Schlieren war von 1899 bis zu ihrer Schliessung 1985 die Schweizerische Wagons- & Aufzügefabrik AG (SWS) beheimatet.

Wegen der Nähe zur Stadt Zürich und der guten Verkehrsverbindungen (bis 1956 Tram, heute Trolleybus Zürich und S-Bahn) setzte ein Bevölkerungswachstum ein. 1960 überschritt die Einwohnerzahl 10'000. Im Jahr 2008 wurde Schlieren das Label Energiestadt für beschlossene und realisierte energiepolitische Massnahmen verliehen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Blau eine goldene Lilie.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Per 31. Dezember 2015 wohnten 18'414 Menschen in Schlieren. Der Ausländeranteil (gemeldete Bevölkerung ohne Schweizer Bürgerrecht) betrug am Stichtag 46,3 Prozent und stellt den höchsten Wert aller Gemeinden des Kantons Zürich dar.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legislative ist der Gemeinderat mit 36 Sitzen.

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Schlieren: SVP 32.4 %, SP 23.5 %, FDP 13.2 %, glp 7.4 %, CVP 6.8 %, Grüne 5.1 %, BDP 3.1 %, EVP 2.9 %, AL 1.4 %, EDU 1.2 %.[4]

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Von 36 Sitzen entfallen auf:

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2011 gehörten 38,4 Prozent der Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche und 17,7 Prozent zur evangelisch-reformierten Kirche.[5]

Die römisch-katholische Kirche St. Josef aus dem Jahr 1960 befindet sich an der Ecke Uitikonerstrasse/Dammweg und wurde vom bekannten Kirchenarchitekten Karl Higi errichtet. Am Kirchplatz befinden sich die Alte und die Neue reformierte Kirche.

In der regionalen Sektion[6] der Evangelischen Allianz sind die Chrischona-Gemeinde[7] und die Evangelische Täufergemeinde ETG[8] mit dabei.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlieren wandelt sich von der Industriestadt zur Stadt mit Dienstleistungs- und Hightech-Unternehmen. Auf dem Areal der ehemaligen SWS haben verschiedene Firmen neue Arbeitsplätze geschaffen, unter anderem die Druckerei der Neuen Zürcher Zeitung, der Fernsehsender Star TV oder die API Invest und Finanz AG. Zudem hat sich hier ein Biotech-Cluster mit verschiedenen Startup-Unternehmen aus dieser Branche entwickelt. Zu den traditionellen Firmen zählen Geistlich und Schlatter. In Schlieren befindet sich auch der Hauptsitz der Mercedes-Benz Schweiz AG sowie von Sony Schweiz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das letzte verbliebene von ursprünglich drei Gasometern in Schlieren, Schweiz. Abhängig vom Speichervolumen konnte der «Deckel» des Gasometers hoch- oder heruntergefahren werden.

Das in der Schweiz bekannte Cabaret Rotstift wurde 1954 von Schlieremer Lehrern gegründet. Die gleichen Lehrer gründeten 1957 den Kinderchor Schlieremer Chind, heute der bekannteste Schweizer Kinderchor.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2005 findet in Schlieren der Neujahrsmarathon Zürich statt. Start und Ziel dieses weltweit ersten Marathonlaufs des Jahres befinden sich in der Schlieremer Sporthalle Unterrohr. Gestartet wird um 00:00 Uhr, also exakt zum Jahreswechsel. Neben der Marathondistanz (42,195 km) werden auch ein Halbmarathon (21,0975 km) und ein Viertelmarathon (10,54875 km) angeboten.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Medien sind in Schlieren an der Wagistrasse angesiedelt. Neben den Fernsehsendern Schweiz 5 (in den Räumen des ehemaligen Senders TV3), Star TV, VIVA und 3+ werden bei der Firma Primetime die Sendungen Swiss Date, FUTURA.TV, KOCHEN.TV, ganzprivat sowie wohntraumTV aufgezeichnet. In der Nähe befindet sich ebenfalls die NZZ-Druckerei sowie die Werbeagentur Publiartis.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Grunder: Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 9: Der Bezirk Dietikon. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1997 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 88). ISBN 3-909164-57-9. S. 188–264.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlieren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  4. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2015/NRW_2015/resultate.html, Vergleich zur letzten Wahl, zuletzt abgerufen am 3. Dezember 2015
  5. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  6. http://www.each.ch/ea-schlieren.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  7. http://www.chrischona-schlieren.ch/cms/Schweiz/de/schlieren/1,100030,80753.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  8. http://www.etg-schlieren.ch/ (abgerufen am 27. Februar 2012).