Leni Breymaier

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Leni Breymaier (2017 auf dem SPD Bundesparteitag)

Leni Breymaier (* 26. April 1960 in Ulm als Magdalena Breymaier)[1] ist eine deutsche Gewerkschafterin und Politikerin (SPD). Seit dem 22. Oktober 2016 ist sie Vorsitzende der SPD Baden-Württemberg.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breymaier absolvierte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und qualifizierte sich zur Substitutin. Sie gehörte zunächst der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft an und war für diese ab 1982 als Gewerkschaftssekretärin hauptamtlich tätig. Von 2002 bis 2007 war sie stellvertretende Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes und von 2007 bis November 2016 Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft in Baden-Württemberg. Dem Staatsgerichtshof (seit dem 5. Dezember 2015: Verfassungsgerichtshof) für das Land Baden-Württemberg gehörte sie von 2008 bis 2016 als Richterin an. Sie lebt mit ihrem Ehemann seit 1986 in Eislingen/Fils.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breymaier ist seit 1982 Mitglied der SPD und engagiert sich insbesondere in der Gesundheitspolitik und Gleichstellungspolitik. Im November 2009 wurde sie zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg gewählt. Nachdem die SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 mit 12,7 Prozent der Stimmen ihr bisher schlechtestes Landesergebnis erzielte und infolgedessen aus der Landesregierung ausschied, kündigte der Landesvorsitzende Nils Schmid seinen Rückzug vom Parteivorsitz an.[2] Die ausgewiesene Parteilinke[3] Breymaier wurde am 22. Oktober 2016 auf dem Landesparteitag in Heilbronn mit 85 Prozent der Stimmen zur neuen Landesvorsitzenden gewählt.[4]

Die SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg wählte Leni Breymaier zum Mitglied der 13., 14. und 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Sie tritt bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag als Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis 270 (Aalen – Heidenheim) an.[5]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breymaier wurde 2004 für die „Initiative Qualitätsoffensive Brustkrebs“ mit dem Barbara-Künkelin-Preis der Stadt Schorndorf ausgezeichnet.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leni Breymaier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DPA: SPD-Vorsitzende Breymaier heißt eigentlich Magdalena. In: swp.de. Südwest Presse Online-Dienste GmbH, 7. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  2. Reiner Ruf: Bloß kein neuer Anzugträger. In: Stuttgarter-Zeitung.de. Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, 4. Juni 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  3. Parteilinke Breymaier will Südwest-SPD aus der Krise führen. In: Badische-Zeitung.de. Badischer Verlag GmbH & Co. KG, 23. Oktober 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  4. Leni Breymaier neue SPD-Landesvorsitzende. In: Pressemitteilung. SPD-Landesverband Baden-Württemberg, 22. Oktober 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  5. Leni Breymaier als Bundestagskandidatin für Aalen-Heidenheim nominiert. In: Website Leni Breymaier. SPD Landesverband Baden-Württemberg, 6. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  6. Rita Rosa Martin: 2004 – Leni Breymaier & die Qualitätsoffensive Brustkrebs. In: Internetpräsenz der Stiftung Barbara-Künkelin-Preis. Bürgermeisteramt Schorndorf, abgerufen am 23. Dezember 2016.