Les Bondons

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Les Bondons
Les Bondons (Frankreich)
Les Bondons
Region Okzitanien
Département Lozère
Arrondissement Florac
Kanton Saint-Étienne-du-Valdonnez
Gemeindeverband Gorges Causses Cévennes
Koordinaten 44° 23′ N, 3° 37′ OKoordinaten: 44° 23′ N, 3° 37′ O
Höhe 600–1.569 m
Fläche 45,54 km2
Einwohner 143 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 3 Einw./km2
Postleitzahl 48800
INSEE-Code

Les Bondons – Ortsansicht
Menhire auf dem Cham des Bondons

Les Bondons ist eine südfranzösische Gemeinde mit 143 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lozère in der Region Okzitanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bergdorf Les Bondons liegt in ca. 935 m Höhe ü. d. M. in den nördlichen Cevennen, in der Nähe des Mont Lozère, nördlich des Flusses Tarn. Die Kleinstadt Florac befindet sich etwa 13 km (Fahrtstrecke) südlich. Zur flächenmäßig recht großen Gemeinde gehören auch die jeweils nur ca. 20 Einwohner zählenden Weiler Ruas und Malbosc.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 902 1.004 830 367 150 143

Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die abgelegene Lage des Ortes und den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Gemeinde Les Bondons lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Landwirtschaft: In den Tallagen wurde Getreide angebaut, wohingegen die Hochflächen als Viehweiden dienten. Im 20. Jahrhundert wurden die ehemaligen Wege zu Straßen ausgebaut, was die Abwanderung verstärkte. Heute lebt man immer noch von ein wenig Ackerbau und Viehzucht, doch spielt seit den 1970er und 1980er Jahren der Tourismus und hier insbesondere die Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) die bedeutendste Rolle im Wirtschaftsleben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend wurde bereits in der Jungsteinzeit besucht, eine Siedlung des Chalkolithikums ist aus Caousou Viel bekannt.[1] Danach blieben der abgelegene Ort und seine Bewohner von den großen Ereignissen der Region, z. B. den Kamisardenkriegen zu Beginn des 18. Jahrhunderts, weitgehend unberührt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ort selbst ist ein Bergdorf mit einigen älteren Häusern aus Naturstein.
  • Die Pfarrkirche (Église Saint-Saturnin) ist ein spätromanischer Bau aus Haustein mit einem Glockenturm auf der Nordseite.
außerhalb
  • Auf dem Cham des Bondons genannten Hochplateau stehen mehr als 150 zum Teil stelenartig behauene Menhire aus der Jungsteinzeit. Rundwanderwege sind gekennzeichnet.
  • Die dem hl. Privatus geweihte Kirche Saint-Privat im Weiler Malbosc ist ein einfacher Bau des 16. Jahrhunderts mit einem Glockengiebel (clocher mur).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gilbert Fages: Le site de Caousou Viel, Les Bondons (Lozère). In: Bulletin de la Société Préhistorique Française 85/6, 1988, 179-186; doi:10.3406/bspf.1988.9340.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Les Bondons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien