Liste der Geotope im Landkreis Starnberg

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Diese Liste enthält 12 Geotope des Oberbayerischen Landkreises Starnberg in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Nagelfluhwand im Kalkgraben bei Tutzing BW 188A001


Tutzing
In der Nagelfluhwand sind Reste eines Abbaustollens erhalten.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 5 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Stollen
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,1
Nagelfluhwand S von Rieden BW 188A002


Starnberg
Im heute teilweise verstürzten Aufschluss wurden jüngere Deckenschotter oder Hochterrassenschotter abgebaut. Die Konglomeratbänke können hier immer noch sehr gut studiert werden.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 5 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,025
Gletscherschliff in Berg BW 188R001


Berg
Der Gletscherschliff liegt im Garten der Apotheke in Berg. Er wird gepflegt und von Bewuchs freigehalten. Der Gletscherschliff ist insbesondere in der früheren Eiszeitliteratur öfters erwähnt. Die Schrammen wurden vermessen und zur Untermauerung der Theorien verwendet.
  • Größe: Länge 4 m, Breite 5 m, Höhe 0 m
  • Geotoptyp: Gletscherschliff
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,002
Erratischer Block Hoher Stein E von Percha Commons-logo.svg Percha, 'Hoher Stein'-ib.1.jpg 188R002


Starnberg
Der markante Block besteht aus Granat führendem Amphibolit, der von vielen Quarzgängen durchzogen ist. Ammon (1894) nennt ihn einen der schönsten Findlinge in der Münchener Gegend. Er wurde bereits 1809 von Gruithuisen im Rahmen der frühen Eiszeitforschung erwähnt.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 4 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Findling
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,002
Nagelfluhhänge am Burgstall N von Andechs Commons-logo.svg Andechs, Nagelfluhhang HB-1.jpg 188R005


Andechs
Bis etwa 15 m hohe, senkrechte (teils überhängende) Abfolge von Felswänden von eiszeitlicher Schotternagelfluh.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 15 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,075
Bäckerbichl E von Erling Commons-logo.svg Andechs, Bäckerbichl (Drumlin).01.jpg 188R006


Andechs
Bekannter Tumulus in der Eiszerfallslandschaft zwischen Andechs und Machtlfing. Besitzt keine Idealform, da offenbar an der SW-Flanke ein zweiter Tumulus angelagert wurde. Als Pflanzenstandort (Trockenrasen) besonders wertvoll.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 80 m, Höhe 25 m
  • Geotoptyp: Tumulus
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,8
Würmtal-Terrasse im Weiherbuchet N von Leutstetten BW 188R008


Gauting
Es handelt sich um spätwürmglaziale Terrassen im Durchbruchstal der Würm.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 600 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Terrasse
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
60
Endmoränen des Würmsee-Zungenbeckens SW von Leutstetten Commons-logo.svg Leutstettner Moos.jpg 188R009


Starnberg
Die Typlokalität des Würmglazials liegt im Naturschutzgebiet Leutstetter Moos. Im Endmoränenkranz ist der Würmdurchbruch zu erkennen. Die Endmoränen bildeten im spätglazial die Uferlinie des Würmsees.
  • Größe: Länge 5000 m, Breite 3000 m, Höhe 100 m
  • Geotoptyp: End-(Wall-), Moräne
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
1.000
Maisinger Schlucht NE von Maising Commons-logo.svg Maisinger Schlucht HB-06.jpg 188R012


Pöcking
Die Schmelzwasserrinne des Jungmoränenbereichs ist in Deckenschotter eingeschnitten. Durch die locker bewaldete Schlucht führt ein z. T. mäandrierender Bachlauf. An den Talflanken liegen stellenweise z. T. mehrere Meter senkrecht emporragende Nagelfluhfelsen mit Überhängen und Auskolkungen, der Bachunterlauf durchquert ein Wasserschutzgebiet.
  • Größe: Länge 1300 m, Breite 50 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Schmelzwassertal, Bach-/Flusslauf, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
6,5
Kiental bei Andechs Commons-logo.svg Kienbach Nagelfluh.jpg 188R013


Andechs
Der Kienbach hat sich steil in rißeiszeitliche Schotternagelfluh eingeschnitten, die mehrfach Wände bildet. Im unteren Teil des Grabens ist die unterlagernde Molasse aufgeschlossen. Den obersten Teil des Hanges bilden würmeiszeitliche Moränen.
  • Größe: Länge 1200 m, Breite 200 m, Höhe 80 m
  • Geotoptyp: Kerbtal, Felswand/-hang, Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
24
Toteislöcher W von Etterschlag Commons-logo.svg Etterschlag, Toteislöcher ib-1.jpg 188R014


Wörthsee
Die zwei Toteislöcher westlich von Etterschlag werden durch einen schmalen, dammartigen Kames voneinander getrennt. Sie liegen in würm-glazialem Moränenmaterial, dessen schwer durchlässige, bindige Eigenschaften durch die Wasserführung der Toteislöcher belegt werden. Ein drittes, ebenfalls anmooriges Toteisloch mit ca. 100 m × 50 m Größe liegt in 100 m Entfernung südöstlich des Geotops. Sein Relief ist weniger deutlich ausgeprägt.
  • Größe: Länge 250 m, Breite 150 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Toteisloch, Kames
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
3,75
Moräne zwischen Frieding und Andechs Commons-logo.svg Andechs, Moräne HB-01.jpg 188R015


Andechs
Der markante Moränenrücken aus der Würmeiszeit ist überwiegend bewaldet. Ein Teil des Westhanges ist als Naturdenkmal ausgewiesen und wird regelmäßig gemäht.
  • Größe: Länge 800 m, Breite 300 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: End-(Wall-), Moräne
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
24
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geotope im Landkreis Starnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien