Liste der Geotope im Landkreis Schwandorf

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Diese Liste enthält die Geotope des oberpfälzer Landkreises Schwandorf in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Ehemaliger Steinbruch im Schinderhölzl BW 372A050


Nittenau
Im Schindlerhölzl ist typischer großkörniger Kristallgranit II aufgeschlossen.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Ehemaliger Steinbruch am Pfahl südöstlich von Fronau BW 372A088


Neukirchen-Balbini
Ehemaliger Abbau von Pfahlquarz.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Ehemaliger Steinbruch westlich von Stefling BW 376A001


Nittenau
Die mächtige alte Bruchwand ist von zahlreichen Klüften durchzogen, aber teilweise verwachsen. An den verwitterten Bruchflächen ist das Mineralgefüge nur schlecht zu erkennen.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Ehemaliger Steinbruch östlich von Königsreuth BW 376A002


Nittenau
Der untere Teil des granodioritischen Ganggranits mit Plagioklas- und Biotiteinsprenglingen ist fast vollstaendig verwachsen. Die Bruchflaechen sind teilweise stark angewittert und stark von Flechten bewachsen.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Ehemaliger Steinbruch bei Dietersdorf BW 376A005


Schönsee
Die lagigen Biotit-Cordierit-Gneise sind im voellig verwachsenen und verstuerzten Steinbruch nicht mehr zu erkennen.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Ehemalige Steinbrüche NW von Ödmiesbach BW 376A006


Teunz
In dem großen, ehemaligen Granitsteinbruch sind fein- bis mittelkörnige helle Zweiglimmergranite des Oberviechtacher Granitmassivs aufgeschlossen. Die Steinbruchwände zeigen eine ausgeprägte und auffällige Klüftung. Der Steinbruch ist ziemlich zugewachsen und verstürzt.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 20 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,1
Pingartener Porphyr SSE von Pingarten Commons-logo.svg Pingarten 15 06 2017 04.JPG 376A007


Bodenwöhr
Der ehemalige Steinbruch erschließt Rotliegend-Brekzien, die so genannte Erzhäuser Arkose mit Flussspat- Mineralisationen. Die Strukturen sind an der Bruchwand deutlich zu erkennen. Das Gestein besteht aus einer feinkörnigen Grundmasse mit groben Mineral- und Gesteinsbruchstücken. Wegen der Ähnlichkeit mit vulkanischen Gesteinen erhielt das Sediment fälschlicherweise den Namen Pingartener Porphyr. Die steilstehenden Gesteine wurden an der Pfahlstörung am N-Rand der Bodenwöhrer Senke aufgeschleppt.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 5 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Typlokalität, Mineralien, Störung
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: besonders wertvoll
0,075
Ehemaliger Steinbruch am Regen SW von Marienthal BW 376A009


Nittenau
In dem bereits seit langer Zeit aufgelassenen Steinbruch steht ein kleinkörniger Zweiglimmergranit an, der stockförmig auftritt und den benachbarten Gailenberg sowie Teile des Schwarz-Berges aufbaut. Der Steinbruch ist sehr stark verwachsen, die Wände sind in der Vegetationsperiode kaum zugänglich.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 50 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
1
Kalksteinbruch am Brunnberg NW von Burglengenfeld BW 376A011


Burglengenfeld
Im sehr großräumigen Steinbruch wird Kalkstein für das Zementwerk Burglengenfeld abgebaut. Der Rohstoffabbau begann 1913. Auf der Ostseite des Geländes an der Straße von Burglengenfeld Richtung Dirnau/Bubenhof ist ein Schaupunkt (Erläuterungstafeln, große Kalkblöcke ) eingerichtet, von dem man gut in den Steinbruch blicken kann (Fotopunkt). Aufgeschlossen sind mergelarme Bankkalke vom Malm alpha bis zum unteren Delta. Der Malm Beta ist sehr dickbankig entwickelt (bis 4 m Bankmächtigkeit).
  • Größe: Länge 600 m, Breite 250 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
11,25
Ehemaliger Steinbruch NW von Jeding BW 376A013


Fensterbach
In dem bereits seit langer Zeit aufgelassenen Steinbruch ist feinkörniger Glaukonitsandstein aus der Oberkreide aufgeschlossen. Der Steinbruch ist heute sehr stark zugewachsen und versumpft. Ein Teich macht den Zugang zu den Aufschlusswänden schwierig. Von dem einstmals aufgeschlossenen Profil [Krumbeck 1918, Lehner 1934] ist nur noch ein kleiner Teil zu sehen. Der Jedinger Sandstein wurde als Baustein abgebaut.
  • Größe: Länge 125 m, Breite 50 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Typlokalität, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,0625
Ehemaliger Steinbruch SW von Kadermühle BW 376A014


Schmidgaden
Im aufgelassenen Steinbruch ist feinkörniger Granit aufgeschlossen, in Klüften findet sich Flussspat. Der Bruch ist relativ stark verwachsen, die Aufschlussverhältnisse sind daher nicht sonderlich gut. Das Geotop liegt teilweise auf der Trasse der geplanten Autobahn A 6 (laufendes Planfeststellungsverfahren!).
  • Größe: Länge 50 m, Breite 25 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Mineralien
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,125
Felswand am Kolm NE von Oberwarnbach Commons-logo.svg GeotopKolmSteinbruch1.jpg 376A019


Schwarzach b.Nabburg
Entlang der ehemaligen Bahntrasse auf der Südseite des Kolm ist mittel- bis grobkörniger Granit mit rötlichen Feldspäten aufgeschlossen. Die steile Felswand ist ziemlich stark verwachsen. In einem aufgelassenen Steinbruch (ca. 100 m weiter E) ist das Gestein in Bruchblöcken etwas besser zu sehen. Der Granit ist Teil eines größeren Granitzugs, der sich parallel zum Pfahl über mehrere Zehnerkilometer erstreckt.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 20 m, Höhe 12 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,1
Flussspatgang N von Wölsendorf BW 376A020


Nabburg
An der steilen Hangböschung streicht ein Flussspatgang (Rolandgang) in mittel- bis grobkörnigem variszischen Granit aus. Das Farbspektrum des Flussspats dieses Ganges, der hier in 2 mehr als 0,5 m breite Trümer aufgespalten ist, ist bemerkenswert (weiß, grün, lila, schwarz). Im Umfeld gibt es mehrere ehemalige Abbaustollen. Der Bereich wurde von Gümbel beschrieben und gezeichnet und wird daher auch als Gümbel-Eck bezeichnet.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 30 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Mineralien, Stollen
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,6
Sandsteinwand Grünwald Commons-logo.svg SchwandorfGrünwaldSandsteinwand 01.jpg 376A021


Schwandorf
In dem ehemaligen Steinbruch sind mehrfarbig gebänderte Eisensandsteine aus dem Dogger Beta aufgeschlossen. Besonders auffällig sind dunkle Eisenhydroxidlagen (> 1 Zentimeter Mächtigkeit), welche die Sandsteine durchziehen und im Anschnitt als wellige Bänder erscheinen. An vielen Stellen sind noch Schrämspuren vom Sandsteinabbau zu erkennen. Sie zeigen, dass der Sandstein relativ einfach zu bearbeiten war. Er wurde früher als Werksandstein z. B. zum Bau von Häusern und Brücken abgebaut.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,02
Schlucht NW von Taxöldern BW 376A022


Bodenwöhr
In der Schlucht sind dicke, grobe Sandsteinbänke des Oberen Pflanzensandsteins aufgeschlossen. Die Feldspat führenden Quarzsandsteine (mit kleinen Quarzgeröllen) sind hier nicht sehr stark verfestigt. Bei Erzhäuser wurde der Sandstein als Bausandstein abgebaut.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 20 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,02
Oberturon-Sandstein am Dachsberg SE von Schwarzenfeld BW 376A023


Schwarzenfeld
Im flachen Gipfel-Bereich des Dachsberges (bewaldete Kuppe) trifft man auf eine Ansammlung von mehr oder weniger anstehenden Blöcken aus einem hellen ungleichkörnigen, teils quarzitisch gebundenen Sandstein der Kreidezeit. Der Dachsberg liegt im Bereich eines Streifens aus steilstehenden Oberkreide-Schichten nahe der Pfahlstörung. Die Gesteine des Deckgebirges sind nahe der Grenze zum kristallinen Grundgebirge am Nordrand des Bodenwöhrer Halbgabens in Schollen aufgeschleppt.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 30 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,06
Ehemaliger Steinbruch am südöstlichen-Hang des Kulm BW 376A026


Schwarzenfeld
Der teilweise verfüllte Steinbruch zeigt noch Aufschlüsse von quarzitischem kreidezeitlichem Sandstein über Eisensandstein des Dogger. Die Gesteine wurden an der Pfahlstörung aufgeschleppt. Pfahlquarz ist in einem weiteren alten Steinbruch 200 m nördlich aufgeschlossen.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Granitaufschluss N von Steinmühle Commons-logo.svg OberviechtachSteinmuehleGranitaufschluss 03.jpg 376A028


Oberviechtach
Entlang der Strassenböschung ist feinkörniger Zweiglimmergranit mit Biotitbutzen aufgeschlossen. Der Granit ist stark geklüftet. Der Aufschluss eignet sich gut als Exkursionspunkt (brauchbare Aufschlussverhältnisse, leicht erreichbar).
  • Größe: Länge 50 m, Breite 10 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,05
Granitsteinbruch W von Häuslberg BW 376A029


Guteneck
In dem inzwischen vermutlich aufgelassenen Steinbruch ist feinkörniger Granit des Oberviechtacher Granitmassivs aufgeschlossen. Der Steinbruch ist ziemlich zugewachsen, die Aufschlusswände sind wegen des Bewuchses schwer zugänglich. In dem Steinbruch wurden früher Pflastersteine gewonnen, später diente er zur Schottergewinnung.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,5
Gneisaufschluss am Burgberg von Nabburg Commons-logo.svg Nabburg-burgberg-1.jpg 376A030


Nabburg
Die Felswand, die den Ostabfall des Burgbergs von Nabburg bildet, bietet einen guten Aufschluss von Cordierit- Sillmanit-Gneis. Der deutlich geschieferte Gneis ist von aplitischen und pegmatitischen Gängen durchzogen. Die Aufschlusswand ist über die kleine Straße neben der Bahnlinie zugänglich.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 10 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,1
Braunkohletagebau südlich Wackersdorf Commons-logo.svg Wackersdorfer Braunkohle Geotop 99 a.jpg 376A031


Wackersdorf
Das ehem. Braunkohlefeld gehoert zu einem Seitenast des Urnaab-Rinnensystems, der bei Wackersdorf beginnt und NE Klardorf die Hauptrinne erreicht. Der verzweigte Seitenast barg die bedeutendsten und besten Braunkohlevorkommen der Oberpfalz. Der ehem. Braunkohletagebau ist heute weitgehend rekultiviert. Auf der Sohle zeigt sich beginnende Sukzession durch lockeren Bewuchs und Wasseransammlung. Der W-Teil ist verfüllt (Asche), im S wird die Kohle fuer das Kraftwerk Dachlhofen zwischengelagert.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert:
Schottergrube E von Heidweiherhöf BW 376A032


Neukirchen-Balbini
In der weitgehend aufgelassenen Schottergrube (nur noch sporadische Materialentnahme) wird ein teilweise zersetzter, stark gestörter Granit von rötlicher Färbung als Schotter abgebaut. Das Gestein ist durch die Pfahlstörung tektonisch stark mitgenommen. Das Geotop liegt im Landkreis Schwandorf, wurde aber ursprünglich unter 372A009 (Lkr. Cham) aufgenommen!
  • Größe: Länge 70 m, Breite 70 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend, Weitere Informationen: Bayerisches Landesamt für Umwelt Abteilung Geologischer Dienst Geotope und Geotopschutz Kontakt: Info-Geotope Auszug aus dem Geotopkataster, erstellt am 21. Mai 2015, 13:14 Uhr 2 von 2 Seiten Bayerisches Landesamt für Umwelt,
0,49
Tongrube am Silberberg SW von Bruck i. d. Opf. BW 376A034


Bruck i.d.OPf.
In der großen Tongrube wird Opalinuston abgebaut. Teile der Grube sind wieder verfüllt, in anderen Bereichen ist der Ton an der geböschten Grubenwand unter einer dünnen Lage Nachbruchmaterial erschürfbar. Der dunkelgraue, in feine Plättchen zerfallende Ton enthält Kalk- und Toneisensteinknollen sowie Gipskristalle, die sich am Wandfuß angereichert haben. Die Grube ist eine der wenigen Stellen im Landkreis, wo Opalinuston aufgeschlossen ist.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 80 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: wertvoll
1,2
Gneisfelsen Dachsbau am Signalberg NE von Pondorf BW 376A036


Weiding
Im Gipfelbereich des Signalberges stehen zahlreiche Gneisklippen an. Die Felsen sind zwar überwiegend stark mit Flechten bewachsen, trotzdem sind in der Anwitterung verschiedene metamorphe Gefügeelemente wie Schieferung und Kleinfältelung zu erkennen. Der deutlich gebänderte Gneis enthält zahlreiche meist langgestreckte Quarzknauern (bis Kindskopfgröße).
  • Größe: Länge 60 m, Breite 15 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Metamorphes, Gefüge, Felskuppe
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,09
Magdalenafels E von Schönsee Commons-logo.svg Magdalenafels 06.jpg 376A037


Schönsee
Unweit der St. Magdalenakapelle kommen am Hang zahlreiche Gneisnasen zu Tage. Im Umfeld sind viele Gneisblöcke verstreut. In den Blöcken sind das Gestein und sein Gefüge schön aufgeschlossen. Besonders deutlich zeigt eine Felsplatte unmittelbar neben der Kapelle die metamorphen Gefügeelemente. Zu sehen sind z. B. Schieferung, Trennung in helle und dunkle Bänder, Fältelungen, diverse Einschlüsse (von Gneis umflossen) und Quarzknauern.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 20 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Metamorphes, Gefüge
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,1
Steinbrüche am Schwammerling bei Schwandorf Commons-logo.svg Steinbrüche am Schwammerling 02.jpg 376A038


Schwandorf
Der Schwammerling ist ein Aussichtspunkt über der Altstadt von Schwandorf. In der Umgebung befinden sich mehrere alte Steinbrüche im Eisensandstein des Dogger Beta.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
1
Ehemaliges Braunkohlengrubenfeld Rauberweiher Commons-logo.svg Lindensee-oberpf-wackersd-1.jpg 376G001


Wackersdorf
Wie viele ehemalige Tagebaue ist auch dieser ehemalige Abbau heute mit Grundwasser gefüllt. Eine kilometerlange Seenreihe charakterisiert das ehemalige Bergbaugebiet. Einzelne Bergbauanlagen liegen noch über das Gelände verteilt.
  • Größe: Länge 8000 m, Breite 1000 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Tagebau
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
800
Ehemalige Flussspatgrube Caecilia östlich von Freiung BW 376G002


Stulln
Frueher wurde hier Flussspat abgebaut. Das Gelaende ist heute verfallen, der Schacht verfuellt. Die derzeitige Nutzung des Gelaendes ist unklar.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Schacht
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Flussspatgrube Erika SE von Freiung BW 376G003


Stulln
Die Flussspatgrube Erika war eine der zahlreichen Flussspatgruben in der Oberpfalz im Raum Nabburg. Die Flussspatförderung begann 1923. Im Jahr 1973 wurde der Betrieb, nachdem das Vorkommen erschöpft war, eingestellt und die Grube stillgelegt. Das Gelände ist heute verfallen, der Schacht verschlossen. 2002 kam es nahe dem ehemaligen Hauptschacht durch Einsturz im unterirdischen Grubengebäude zu einem Erdfall, der wieder verfüllt ist.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 80 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Schacht
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,8
Ehemaliges Schaubergwerk Reichhart-Schacht in Freiung BW 376G004


Stulln
Von den zahlreichen Flussspat-Gruben im Nabburger Bergbaurevier (seit 1987 alle aufgelassen) war einzig der Reichhart-Schacht als Besucherbergwerk zu besichtigen. Aufgeschlossen war u.a. ein lehrbuchhaft zonar gebauter Fluorit-Baryt-Gang (Flussspat-Schwerspat-Gang). Um die Zugänglichkeit einiger Sohlen zu erhalten, mussten pro Tag 400 bis 500 Kubikmeter Wasser aus der Grube abgepumpt werden. Inzwischen ist das Besucherbergwerk geschlossen. Die Untertageanlagen stehen unter Wasser.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Schacht, Mineralien
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Denkmalschutz
  • Wert: bedeutend
1
Ehemalige Flussspatgrube Hermine E von Freiung BW 376G005


Nabburg
Der Hermine-Gang des Flussspatreviers Wölsendorf wurde übertägig bereits im 19. Jahrhundert sporadisch abgebaut. Der erste untertägige Abbau auf Flussspat begann 1917. Die eigentliche Grube Hermine wurde 1943 errichtet. Im Mai 1987 wurden die Grube Hermine und die Grube Helene als letzte verbliebene Flussspat- Bergbaue gleichzeitig stillgelegt. Damit erlosch der Bergbau im Wölsendorfer Revier endgültig.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 100 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Schacht
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
2
Ehemalige Flussspatgrube Erna NE von Stulln BW 376G006


Stulln
Die Grube Erna baute ab 1940 nach der Zusammenlegung einiger Kleinstbetriebe Flusspat mehrerer Gänge (u.a. Erna, Anna I, Anna II) ab. Das Fördergut wanderte hier direkt in die Aufbereitungsanlagen. 1981 wurde die Grube stillgelegt. Der hölzerne Förderturm und die Holzbrücke zur Aufbereitung (Abb. 3 und 4, Jahr 2005 bzw. 2000) wurden später abgerissen. Das Gebäude der früheren Aufbereitung steht noch. Darin sind jetzt allerdings Industriebetriebe (u.a. Metallbaufirma) angesiedelt, sowie ein privater Haushalt. Daher kann es nicht betreten werden!
  • Größe: Länge 150 m, Breite 50 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Schacht
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Denkmalschutz
  • Wert: bedeutend
0,75
Ehemaliger Steinbruch SE von Prackendorf BW 376G007


Dieterskirchen
Der Granitsteinbruch wurde in den 1960er Jahren stillgelegt. Im oberen Teil liegt vor der steilen Bruchwand ein See.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Steinbruch/Grube, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
1
Ehemaliger Schwerspat-Stollen W von Furthmühle Commons-logo.svg FurthmuehleSchwerspatStollen 01.jpg 376G008


Schwarzach b.Nabburg
Direkt neben der Straße findet sich das Mundloch eines ehemaligen Schwerspat-Stollens. Es handelt sich um ein kurzes (aber verzweigtes) Stollensystem in rötlichem Granit. In der Firste zeigen sich Reste des abgebauten Schwerspat-Ganges. Das Mineral Schwerspat (mineralogische Bezeichnung: Baryt, chemiscHöhe Bariumsulfat) hat seinen Namen auf Grund seiner relativ hohen Dichte (4,5) erhalten. Es ist ein hydrothermales Gangmineral und kommt oft als Begleitmineral von Flussspat (Fluorit) vor.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 1 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Stollen
  • Aufschlusstyp: Tunnel/Stollen/Schacht (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,005
Ehem. Granitsteinbrüche SE von Gleiritsch BW 376G009


Gleiritsch
Zahlreiche große alte Granitsteinbrüche zeugen in dem bewaldeten Hang von früherer Abbautätigkeit.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 200 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Steinbruch/Grube
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
6
Felsenkeller in Schwandorf Commons-logo.svg Felsenkeller in Schwandorf 01.jpg 376G010


Schwandorf
Unter dem Weinberg in Schwandorf verbirgt sich, über mehrere Stockwerke angelegt, ein riesiges System von Felsenkellern (geschätzte Gesamtganglänge: 6 km). Erforschung und Sanierung der Anlagen sind im Gange. Ein Teil der erschlossenen Keller kann über die Stadt Schwandorf besichtigt werden. Bau der Keller mindestens seit dem 15. Jhd. (Bierlager) bis hinein ins 20. Jhd. (u.a. Luftschutzbunker). Die direkt in den Fels geschlagenen Kellerräume bieten fantastische Aufschlüsse im Eisensandstein.
  • Größe: Länge 6000 m, Breite 5 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Felsenkeller, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Felsenkeller (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
3
Ehem. Schaubergwerk Heinrich-Kocher-Stollen E von Wölsendorf BW 376G011


Schwarzach b.Nabburg
Im Heinrich-Kocher-Stollen wurde von 1937 bis 1952 Flussspat abgebaut. Das früher hier betriebene Schaubergwerk existiert nicht mehr, das Stollenmundloch ist vergittert.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 2 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Stollen
  • Aufschlusstyp: Tunnel/Stollen/Schacht (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,002
Schwefelquelle in Schwandorf BW 376Q001


Schwandorf
Die gefasste Quelle am Ostrand des Holz- und Weinberges entspringt dem Dogger-Grundwasserstockwerk. Die Quelle schüttet beständig 0,1-0,2 l/s. Das Wasser ist auffällig Schwefelwasserstoff-haltig, was meist auch zu riechen ist.
  • Größe: Länge 1 m, Breite 1 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Schichtquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,0001
Rainstein N von Marienthal BW 376R001


Nittenau
Der Rainstein ist eine hochaufragende Felsnase aus Granit am Nordufer des Regens, die aber wegen des hohen Baumbewuchses verdeckt ist. Die Felsen zeigen die typischen rundlichen Formen der Wollsackverwitterung. Am Fuss der Felswand liegen zahlreiche große Blöcke. Beim Gestein handelt es sich um sogenannten Kristallgranit 1 des Regensburger Waldes, einen mittel- bis grobkörnigen Zweiglimmergranit mit auffälligen Feldspateinsprenglingen.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
1
Hochfels mit Blockheide NE von Stadlern Commons-logo.svg StadlernHochfels.JPG 376R002


Stadlern
Als Hochfels wird eine Felsrippe aus Cordierit-Sillimanit-Flasergneis bezeichnet, die markant aus der Umgebung herausragt. Im Umfeld stehen weitere Gneiskuppen an. Umgeben sind die Felsen von zahlreichen Blöcken, die teils als Einzelblöcke, teils als regelrechtes Blockfeld auftreten und von Heidevegetation eingerahmt sind. Die Blöcke stammen aus pleistozänen Verwitterungs- und Abtragungsvorgängen. Teilweise ist der anstehende Gneis an Ort und Stelle durch Frostsprengung zerfallen.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 220 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Felskuppe, Gesteinsart, Blockstrom
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
3,3
Burgfels Reichenstein NE von Stadlern Commons-logo.svg Bild Burg Stadlern 2011 01.JPG 376R003


Stadlern
Der Felshang unterhalb der Burgruine Reichenstein ist von Einzelfelsen und Felsrippen aus Gneis durchzogen. Da die Felsen meist ziemlich zugewachsen sind, sind die Aufschlussverhältnisse vergleichsweise schlecht. Nur vereinzelt ist an einigen Felsen das Gestein besser zu erkennen. Eines der Felswändchen wird als kurzer Kletterfelsen genutzt.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 40 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
1,2
Weingartenfels NNW von Waldhäuser Commons-logo.svg Weingartnerfels.JPG 376R004


Schönsee
Der Weingartenfels ist mit 896 m der höchste Punkt im Landkreis Schwandorf. Im Bereich des Gipfels stehen mehrere Felsklippen aus Gneis an. Ein über den Wald hinausragender Aussichtsturm (Böhmerwaldturm) erlaubt einen schönen Rundblick über die bewaldeten Höhen des Bayerisch-Böhmischen Grenzgebietes.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,02
Felskuppe SW von Wildstein Commons-logo.svg Bild Wildstein Gipfel.JPG 376R005


Teunz
Der Gipfel des Wildsteins wird von einem massigen, steil nach Westen abfallenden Gneisfelsen aufgebaut. Im Gipfelbereich gibt es weitere Felsfreistellungen. Zwischen diesen Felsen stand früher eine Burg, ein auffälliger Wall markiert heute noch die ehemalige Anlagen (Sommer 2005: archäologische Grabungen). Vom höchsten Punkt hat man einen guten Blick auf den Oberpfälzer Wald. Unmittelbar am Westfuß des Gipfelfelsens schließt sich ein offenes Blockfeld an.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 5 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Felskuppe, Blockstrom
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,01
Granitblock Sattelroß S von Niesaß BW 376R007


Dieterskirchen
Das Sattelroß, ein großer Granitblock aus Oberviechtacher Granit, weist die ungewöhnliche Form eines Sattels auf. Der Felsblock liegt etwa 100 m von der Straße entfernt im Wald und ist über einen Trampelpfad zu erreichen.
  • Größe: Länge 4 m, Breite 2 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Felsblock
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,0008
Oberviechtacher Granitmassiv W von Obermurach Commons-logo.svg Burg Haus Murach05.JPG 376R008


Oberviechtach
Der hochaufragende Felsen, auf dem die Burgruine Obermurach steht, besteht aus feinkörnigem Granit des Oberviechtacher Granitmassivs. In der Umgebung liegen viele Granitblöcke.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 50 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Felsburg, Blockstrom
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0025
Granitbuckel SW von Nefling BW 376R009


Neunburg vorm Wald
Der kleine Felsbuckel besteht aus wollsackverwittertem Granit. Der ca. 3 × 3 m große Aufschluss zeigt den typischen Neunburger Granit mit großkristallinen Feldspäten von bis zu 3 cm Kantenlänge.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 20 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Felskuppe, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,02
Druidenstein bei Kröblitz Commons-logo.svg KroeblitzDruidenstein 09.jpg 376R010


Neunburg vorm Wald
Auf einer Anhöhe finden sich teils verstreut, teils aufeinandergetürmt mächtige Granitblöcke, die wollsackartig verwittern. Der oberste Stein hat auf ebener Fläche ein kreisrundes Loch, das vermutlich künstlich hergestellt wurde (Alter unbekannt - evtl. aus keltischer Zeit). Die Blöcke bestehen aus porphyrischen Granit und enthalten stellenweise zahlreiche Gesteinseinschlüsse.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 20 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Wollsackbildung, Felskuppe
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,04
Kulzer Moos NW von Thanstein Commons-logo.svg Bild Kulzer Moos 2011 01.JPG 376R011


Thanstein
Im Kulzer Moos sind zahlreiche Torfstiche zu finden, die der Brennmaterialgewinnung gedient hatten. Die heute stark verwachsenen Torfstiche sind am Bewuchs und an ihrer unregelmäßigen Bodenform zu erkennen. Das Kulzer Moos, heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen, geht vermutlich auf einen verlandeten See aus der letzten Eiszeit zurück. Es ist nur ein Beispiel von vielen Mooren und Feuchtgebieten im Oberpfälzer Wald. Von Osten führt ein Moorlehrpfad durch das Areal.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 200 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Niedermoor
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Naturschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
20
Lenkenhammerfels WSW von Muggenthal Commons-logo.svg Lenkenhammerfels 11.jpg 376R012


Schönsee
Südöstlich der Straße ragen einige Felsnasen aus Cordierit-Sillimanit-Gneis aus dem Hang. Da die Felsen aber ziemlich zugewachsen sind, ist die Aufschlusssituation relativ schlecht. Am Fuß der Felswand liegen zahlreiche Gneisblöcke.
  • Größe: Länge 60 m, Breite 60 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,36
Wotanstein im Hinteren Fuchswinkel SE von Rosenthal BW 376R013


Weiding
Die bizarr geformten, stark zerklüfteten Felsgebilde, mit z. T. spaltenbedeckenden Blöcken vermitteln Höhlencharakter. Zahlreiche Quarzmineralisationen sind mehrere Quadratmeter groß.
  • Größe: Länge 40 m, Breite 40 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Felsturm/-nadel
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,16
Felshang Fuchsloch BW 376R014


Weiding
Am steilen Suedhang des Buchsberges sind zahlreiche Ausbisse im Gneis zu finden. Darunter liegt die als ND geschuetzte Felspartie Fuchsloch
  • Größe:
  • Geotoptyp: Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
Wollsackartiger Granitblock SSW von Nefling BW 376R016


Neunburg vorm Wald
Südlich der Straße im Wald liegt ein einzelner Granitblock mit der charakteristischen rundlichen Form, die durch Wollsackverwitterung entsteht. Der besonders große Wollsack besteht aus einem großkörnigen Granit mit Feldspatgroßkristallen.
  • Größe: Länge 15 m, Breite 6 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Wollsackbildung
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,009
Serpentinit-Buckel S von Antelsdorf BW 376R017


Oberviechtach
Es handelt sich um insgesamt vier kleine Serpentinitvorkommen, die sich morphologisch als kleine Buckel abzeichnen. Auch die Vegetation hebt sich durch Trockenrasen bzw. Kiefernwäldchen von der Umgebung ab.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 20 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Härtling
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,3
Serpentinitrücken N von Niedermurach BW 376R018


Niedermurach
Der Serpentinitrücken ragt mit steilen, teilweise felsigen Hängen in das Murachtal hinein. Der Serpentinit ist gut aufgeschlossen und bislang nicht durch Abbau gestört. Die Hänge sind mit Trockenrasen und Kiefern bestanden. Eine Schautafel (natura 2000) oberhalb an der Südwestseite erläutert die biologischen Besonderheiten dieses Standorts mit Serpentinit im Untergrund.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 100 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Härtling
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
1,5
Wasserstein im Frauen-Holz SE von Fischbach Commons-logo.svg Wasserstein-fischbach-nittenau-1.jpg 376R019


Nittenau
Der Wasserstein ist der Gipfelblock eines Ensembles aus Granitfelsen, welche die typischen rundlichen Formen einer Wollsackverwitterung zeigen. Auf der Oberseite des großen Felsens, der mit Hilfe einer Leiter erklettert werden kann, findet sich ein natürliches flaches Felsbecken, das mit Wasser gefüllt ist und in eine Rinne mündet. Der Granitblock zeigt weitere Erosionsformen wie karrenartige Eintiefungen (Rinnen) und kolkartige Becken.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 4 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Felsblock, Wollsackbildung, Felskuppe
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal, Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,002
Blockstrom NE von Warnthal BW 376R020


Dieterskirchen
Am Aschadurchbruch zwischen den Granithügeln Kohlhügel und Warnberg findet sich südöstlich des Flusses (von der Straße aus zugänglich) ein Blockfeld aus großen Granitblöcken. Solche Blockfelder sind in den Granitarealen des Oberpfälzer Waldes häufig. Die Blöcke aus grobkörnigem Granit sind im Pleistozän als Blockstrom vom benachbarten Warnberg herabgekommen. Das Periglazialklima im Pleistozän begünstigte die Bildung (Frostsprengung) und die Bewegung der Blöcke (Bodenfließen).
  • Größe: Länge 75 m, Breite 40 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Blockstrom
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,3
Kalvarienberg W von Winklarn BW 376R021


Winklarn
Unter dem morphologisch herausragenden Kalvarienberg verbirgt sich ein langgestreckter Serpentinitkörper, der als Härtling der Abtragung besser widerstand als die umgebenden Gneise. Auf der steilen Ostseite des Hügels an einem Fußweg östlich des Kreuzweges ist an zwei Stellen (je ca. 20 m²) der Serpentinit aufgeschlossen. Das im frischen Bruch sehr dunkle Gestein wittert weißlich an. Im frischen Bruch ist zu sehen, dass der Serpentinit gitterartig von verheilten Klüften durchzogen ist.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 40 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Härtling, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,6
Felsrippe Steinfelsen ENE von Schönsee Commons-logo.svg SchoenseeSteinfelsen 02.jpg 376R022


Schönsee
Die Felsen aus Gneis ziehen als markante Felsrippe den Hang hinab. Während der untere Bereich im Wald liegt, findet sich am oberen Ende der Rippe eine kleine Waldlichtung. Obwohl die Felsen überwiegend stark mit Flechten und Moosen überzogen sind, lassen sich auf den verwitterten Felsoberflächen Schieferungsstrukturen in dem metamorphen Gestein erkennen.
  • Größe: Länge 120 m, Breite 15 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang, Gesteinsart, Metamorphes, Gefüge
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,18
Eisensandsteinstufe SSW von Spielberg BW 376R023


Schwandorf
Der Ausstrich des Eisensandsteins aus dem Dogger bildet am Hang eine markante Steilstufe, die über weite Strecken im oberen Steilhang von Felswänden gebildet wird. Direkt oberhalb der Felsen schließt sich eine Verebnungsfläche an. An den Felswänden ist Eisensandstein mit Kreuzschichtung aufgeschlossen. Besonders markant ausgebildet ist hier eine Wabenverwitterung des Sandsteines. Von Lochmustern (wenige mm-Größe) bis hin zu Wabennetzen (Wabe wenige cm groß) ist alles vertreten.
  • Größe: Länge 700 m, Breite 20 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Schichtstufe, Gesteinsart, Tafoni/Wabenverwitterung
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
1,4
Quarzbruch am Hirschberg E von Hofenstetten BW 376A039


Neunburg vorm Wald
Nordwestlich des Aussichtsturms am Hirschberg-Gipfel befindet sich ein aufgelassener Steinbruch in Pfahlquarz. Die mehrphasige Zerbrechung und Wiederverheilung des Quarzgesteins ist gut erkennbar.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,5
Braunkohlenaufschluss am Lindensee S Hofenstetten BW 376A041


Neunburg vorm Wald
Am Nordufer des Lindensees (S von Hofenstetten) sind in zahlreichen Erosionsrinnen immer wieder kleinere Aufschlüsse von Braunkohlentertiär anzutreffen. Die Verhältnisse wechseln erosionsbedingt häufig.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 5 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Tagebau (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,025
Goldbergbauspuren Gütting-Unterlangau BW 376G012


Oberviechtach
Im Gütting-Wald bei Unterlangau finden sich ausgedehnte Schürfe und Halden als Relikte des historischen Goldbergbaus. Die Situation wird durch einen Info-Pavillon und einen Lehrpfad erläutert. Das Geotop ist als Bodendenkmal geschützt (Denkmal-Nr. D-3-6440-0003).
  • Größe: Länge 300 m, Breite 200 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Pinge/nfeld
  • Aufschlusstyp: Schurf (künstlich)
  • Schutzstatus: Bodendenkmal, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: besonders wertvoll
6
Felsfreistellung E von Dietldorf BW 376R024


Burglengenfeld
Unmittelbar nördlich der Straße Dietldorf-Burglengenfeld ist in einer Felsfreistellung der Grenzbereich zwischen der kalkigen Arzberg-Formation (Malm Gamma) und der dolomitischen Pottenstein-Formation (Malm Delta) aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 20 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Härtling
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,06
Goldbergbauspuren im Murachtal unterhalb von Tannermühle BW 376G014


Schönsee
Im Murachtal unterhalb von Tannermühle bei Unterlangau befindet sich an der Murach, im Braunbeergraben und am Forellenbach ein ausgedehntes Areal mit Relikten eines historischen Bergbaues auf Seifengold. Erhalten sind großflächige Waschhalden und Schürfe. Ein Lehrpfad erläutert den Goldbergbau in historischer und geologischer Hinsicht. Geführte Wanderungen auf dem Lehrpfad werden ebenso angeboten, wie Goldwaschen am Forellenbach. Eine Info-Stelle befindet sich in geringer Entfernung bei Unterlangau. Das Geotop steht, zusammen mit Bereich Unterlangau als Bodendenkmal unter Schutz (Denkmal-Nr. D-3-6440- 0003).
  • Größe: Länge 700 m, Breite 200 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Seifenwäscherei
  • Aufschlusstyp: Pinge (künstlich)
  • Schutzstatus: Bodendenkmal, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
14 15. Sep. 2017
Ehem. Flintstein-Abbau S von Saltendorf BW 376G015


Teublitz
Im Hochwald auf dem Plateau südlich von Saltendorf befinden sich mehrere Pingen, die von einem neuzeitlichen Flintstein-Abbau zeugen. Im Bereich des schon in der Steinzeit genutzten Vorkommens wurde der Flintstein (Hornstein-Knollen) v. a. zwischen 1794 und 1808 in einem regelrechten Grubenfeld bergmännisch in bis zu 15 m tiefen Tagesschächten gewonnen. Zu der Zeit, als die hier abgebauten Feuersteine für Steinschlossgewehre verwendet wurden, gehörten sie zu den hochwertigsten der gesamten Region. Heute sind nur mehr zwei größere Pingen von weniger als zwei Metern Tiefe sowie zahlreiche kleinere Vertiefungen im Wald erhalten. Auf den nördlich bis nordwestlich gelegenen landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden alle Abbaustellen eingeebnet. Allerdings sind dort, anders als im Hochwald, gute Funde von Hornstein-Knollen und -Abschlägen möglich. Das ehemalige Abbaugelände wird von einem markierten Wanderweg (Nr. 6, Panoramasteig im Städtedreieck) durchquert. Teile des Geländes stehen als Bodendenkmal (Denkmal Nr. D-3-6738-0050) unter besonderem Schutz.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Pinge/nfeld
  • Aufschlusstyp: Pinge (künstlich)
  • Schutzstatus: Bodendenkmal
  • Wert: wertvoll
1
Gögglbachquelle SW von Gögglbach BW 376Q002


Schwandorf
Die Gögglbachquelle (auch Göggelbach) entspringt im Grenzbereich Dogger-Malm. Bis etwa 150 m unterhalb der Quelle entstanden durch die biogen unterstützte Kalkausfällung zahlreiche, bis zu einem Meter hohe Tuffkaskaden. Im näheren Umfeld gibt es auch geologische Aufschlüsse: In einem Hohlweg ca. 600 m nordöstlich der Quelle steht Eisensandstein des Dogger Beta (Oberes Aalenium) an, ein aufgelassener Steinbruch etwa 200 östlich, erschließt den Mergelkalk des unteren Malm (Oxfordium), der das Hangende der Quelle bildet. Die Quelle befindet sich nur ca. 100 m nördlich eines markierten Wanderwegs (Schwandorfer Panoramaweg). Eine Informationstafel des Oberpfälzer Waldverein gibt Erläuterungen zu Geologie und Hydrologie. Trotz Schneeschmelze betrug die Schüttung zum Zeitpunkt der Aufnahme nur etwa 1 L/s.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 2 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Schichtquelle
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,02
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geotopes in Landkreis Schwandorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien