Liste der Geotope im Landkreis Schweinfurt

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Diese Liste enthält die Geotope des unterfränkischen Landkreises Schweinfurt in Bayern. [1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Ehem. Werksandsteinbruch SW von Kronungen 678A001


Poppenhausen
Von den ehemals aufgeschlossenen Schichten des Unteren Keupers (ein Profil vom Werksandstein bis in den Anoplophorasandstein) sind heute nur noch der Werksandstein und Tonsteine unmittelbar darüber erschlossen. Im Steinbruchareal lagern aber noch große Blöcke von Werksandstein. Ein ehemaliger Abbaustollen wird heute von Fledermäusen als Schlafquartier genutzt. Der Steinbruch ist in Privatbesitz und nicht zugänglich.
  • Größe: Länge 260 m, Breite 160 m, Höhe 14 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Stollen
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil
  • Wert: bedeutend
4,16
Mineralquelle E von Untereuerheim 678Q001


Grettstadt
Die ca. 10 l/s schüttende Quelle besitzt einen deutlich rot gefärbten Grund und auch an Pflanzen zeigen sich Eisenhydroxidausfällungen. Neben hohen Eisengehalten ist eine deutliche Kalziumsulfatbetonung im Chemismus erkannbar. Das Quellwasser ist ein Mischwasser aus einem höheren Grundwasserstockwerk mit Tiefenwässern, die an Verwerfungen der Kissingen-Haßfurter Störungszone aus mindestens 100 m Tiefe aufdringen.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 1 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Störungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,0005
Gründleinsloch (Blaue Grotte) WNW von Pusselsheim Commons-logo.svg Gründleinsloch.JPG 678Q002


Donnersdorf
Am artesischen Quellaustritt kommt es zur Bildung eines Kalktufftrichters, der 1-1,5 m über dem umgebenden Gelände liegt.
  • Größe: Länge 18 m, Breite 2 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle, Sinterbildung
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,0036
Gipskarstquelle S von Falkenstein 678Q003


Donnersdorf
Quellen im Grundgips sind meist an den Ausbiss der Gipsschichten gebunden. Die Förderung erfolgt über Karstwege in den Gips führenden Schichten.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 4 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Schichtquelle, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,002
Doline WNW von Wiebelsberg 678R002


Oberschwarzach
Die Subrosionserscheinung im Gipskeuper ist etwa 70 × 50 Meter groß und ca. 5 Metern tief. Sie führt kein Wasser.
  • Größe: Länge 90 m, Breite 60 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Doline
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,373
Schwanensee NW von Alitzheim 678R003


Sulzheim
Der Schwanensee liegt in einer flachen Subrosionssenke der Myophorienschichten (Gipskeuper). Es sind keine geologischen Schichten aufgeschlossen. Der See und seine Umgebung sind als Biotop schützenswert.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 300 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Subrosionssenke
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
15
Eichelmannsee SE von Gerolzhofen 678R004


Gerolzhofen
Der verlandende Eichelmansee liegt am Rande der Grundgips-Schichtstufe. Seine Entstehung ist wohl auf Subrosionserscheinungen zurückzuführen.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 80 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Doline, Schichtstufe
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,8
Sulzheimer Gipshügel Commons-logo.svg 2015 Sulzheimer Gipshügel 03.jpg 678R005


Sulzheim
Die Sulzheimer Gipshügel haben als Standort für seltene Florengemeinschaften (v. a. postglaziale Steppenvegetation) große ökologische Bedeutung. In dem Areal mit unruhigem, durch Gipslaugung bzw. Subrosion entstandenen Relief finden sich Erdfälle und Dolinen sowie pilzförmige Härtlinge aus Gipsstein und Grottschichten.
  • Größe: Länge 400 m, Breite 200 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Subrosionslandschaft, Doline, Erdfall, Schichtstufe
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
8
Wagnersee S von Pusselsheim 678R006


Donnersdorf
Die flache und nahezu kreisrunde Senke ist wassergefüllt. Ihre Lage an der Geländestufe des Grundgipses deutet auf eine Genese im Gefolge einer Dolinenbildung. Mittlerweile stark zugewachsen. Keine Zuwegung zum Objekt. Keine Aufschlüsse vorhanden, jedoch sehr schönes Biotop.
  • Größe: Länge 80 m, Breite 60 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Doline
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,48
Dolinen im Mahlholz SE von Gerolzhofen 678R007


Gerolzhofen
Im Waldgebiet Mahlholz sind mehrere Dolinenfelder zu finden. Im westlichen Areal liegen vier Dolinen nebeneinander. Eine dieser bewachsenen Dolinen weist einen Wasserzufluss auf.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Dolinenfeld, Ponor
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
1
Ehem. Steinbruch NW von Wülfershausen 678A003


Wasserlosen
Im Steinbruch ist die Schichtenfolge vom oberen Teil des Mittleren Muschelkalks im Liegenden der Hornsteinbank bis zum tiefen Hauptmuschelkalk bis zum Zeller Tonsteinhorizont erschlossen. Partien des Wulstkalksteins sind oolithisch ausgebildet und ungewöhnlich fossilreich. An der Steinbruchwand ist außerdem ein Einsturztrichter angeschnitten, der auf Auslaugung von unterlagernden Gesteinen zurückzuführen ist.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 50 m, Höhe 14 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,1
Werksandsteinbruch WNW von Schleerieth 678A004


Werneck
Aufgeschlossen sind die Schichten vom Werksandstein bis zum Anoplophorahorizont. Bemerkenswert sind die Pflanzenreste aus dem oberen Teil des Werksandsteins, die zu den besterhaltenen Pflanzenfossilien der Trias weltweit gehören. Außerdem sind die Ablagerungsbedingungen vom Werksandstein bis zur Anthrakonitbank ausgezeichnet dokumentiert.
  • Größe: Länge 350 m, Breite 250 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
8,75
Ehem. Werksandstein-Bruch E von Egenhausen 678A005


Werneck
In dem aufgelassenen Steinbruchgelände ist noch immer die Schichtenfolge vom Werksandstein bis zur Anthrakonitbank erschlossen. Der Bereich der Albertibank zeigt eine ungewöhnliche, dolomitisch dominierte Abfolge mit deutlicher diagenetischer Überprägung. Am Top der Rinnensandsteine sind u. a. große Schachtelhalm-Fragmente eingebettet.
  • Größe: Länge 250 m, Breite 80 m, Höhe 18 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
2
Ehemaliger Werksandstein-Bruch SE von Egenhausen 678A006


Werneck
In dem aufgelassenen Steinbruchgelände ist noch immer die Schichtenfolge vom Werksandstein bis zur Albertibank erschlossen. Der Werksandstein besitzt im Südwestteil des Geländes eine außergewöhnlich hohe Mächtigkeit mit Bänken bis über 5 m Dicke.
  • Größe: Länge 160 m, Breite 50 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,8
Gipsbruch N von Sulzheim 678A010


Sulzheim
Der Gipsbruch nördlich von Sulzheim ist aufgelassen und dient als Naturschutzfläche. Er liegt am Gipsrundweg. Eine Aussichtsplattform ermöglicht den Einblick. In den Bruchwänden zeigen sich musterhafte Gipskarst-Formen.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 200 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
6
Steinbruch Zabelstein-Ausschank NE von Altmannsdorf 678A011


Hundelshausen
Der Zabelstein-Ausschank befindet sich im Bereich eines aufgelassenen Steinbruchs im Blasensandstein. Die Abbauwände zeigen teilweise interessante Sedimentstrukturen.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 20 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Sedimentstrukturen
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,1
Ponordoline Hollergrube NNW von Sulzheim 678R008


Sulzheim
In einem Waldstück in der Nähe des aufgelassenen Gipsbruches nördlich von Sulzheim befindet sich in einer Senke die Ponordoline Hollergrube. Das zu ihr führende, meist trockene Bachbett bezeugt eindrucksvoll die großen Wassermengen, die hier abgeführt werden.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 10 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Ponor
  • Aufschlusstyp: Doline/Erdfall (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,05 15. Apr. 2015
Auenlandschaft NW von Hirschfeld 678R009


Röthlein
Durch immer wiederkehrende Hochwasserereignisse wurde diese Auenlandschaft mit der typischen Auenvegetation gebildet. Es sind Terrassenkanten und der ehemalige mäandrierende Flussverlauf des Mains erkennbar. Der Unkenbach verläuft in einer ehemaligen Fluss-Schlinge des Mains. Durch die Hochwassereignisse wurden die Mäander durchbrochen und es bildeten sich natürliche Stillgewässer, wie nordwestlich von Hirschfeld.
  • Größe: Länge 1500 m, Breite 100 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Terrasse
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
15
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geotope im Landkreis Schweinfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien