Liste der Geotope im Landkreis Aichach-Friedberg

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Diese Liste enthält zwölf (Stand August 2016) Geotope des Schwäbischen Landkreises Aichach-Friedberg in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Ehemalige Kiesgrube Kühnhausen BW 771A003


Pöttmes
Von der ehemaligen Kiesgrube Kühnhausen ist heute nur noch der obere Teil des Profils mit Lösslehm und sandig-lehmigen Periglazialsedimenten (mit Kleinkieslinsen) zu erreichen. Früher waren zudem Hochflutlehm und Schotter der Donau-Kaltzeit aufgeschlossen.
  • Größe:
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
Ehem. Tongrube NE von Froschham BW 771A010


Aichach
Die Tongrube wurde bis 2002 von der Ziegelei Renz in Aichach betrieben. Damals waren bis 25 m mächtige Tone, Schluffe und Feinsande der Älteren Serie aufgeschlossen. Die Feinsedimente waren durch Paläoböden gegliedert. Das Grundwasser hat die Grube größtenteils überflutet, nur im Norden blieb ein ca. 3 m hoher Aufschluss erhalten.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 350 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Fossiler Boden
  • Aufschlusstyp: Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
10,5
Paläoboden im Altgraben S von Dasing BW 771A011


Friedberg
Humoser Paläoboden, der von schluffig-sandigen Auenablagerungen überdeckt wird. Er liegt ca. 1,8 m unter GOK am Altgraben südlich von Dasing, der künstlich begradigt und bis zu 2 m in den Talboden eingeschnitten ist. Anhand von Keramikscherben aus der Latène- und Römerzeit kann der ehemalige Talboden in das erste Jahrtausend vor Christi datiert werden.
  • Größe: Länge 400 m, Breite 2 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Fossiler Boden, Graben, Kanal
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
0,08
Sandgrube N von Immendorf BW 771A012


Pöttmes
In der Sandgrube Immendorf sind schräggeschichtete Feinsande der Oberen Süßwassermolasse aufgeschlossen. Im Sand sind Aufarbeitungslagen und Tongerölle zu sehen, darin nisten Uferschwalben. Über dem Feinsand liegt eine ca. 3 bis 4 m mächtige Schlufflage mit Kalkkonkretionen.
  • Größe: Länge 70 m, Breite 50 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,35
Schürfgrubenfeld Grubet NE von Oberschnaitbach BW 771G001


Aichach
Großes Schürfgrubenfeld aus dem Früh- bis Hochmittelalter mit ca. 3500 Pingen. Ausgebeutet wurden Eisenerz-Konkretionen in der Oberen Süßwassermolasse.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 200 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Pinge/nfeld
  • Aufschlusstyp: Pinge (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
20
Quellaustritt Silberbrünnle S von Notzenfeld BW 771Q001


Aichach
Der Name des Baches geht auf helle Glimmer im Bachsediment (Sande der Oberen Süßwassermolasse) zurück. Im Bachbett gibt es Schwermineralseifen (überwiegend Granat). Die Quellen entspringen über tertiärem Ton, über dem wasserführende Sande der Älteren Serie anstehen.
  • Größe: Länge 700 m, Breite 400 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Schichtquelle, Hangquellmoor
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
28
Hochterrasse NE von Unterbergen BW 771R001


Schmiechen
Hochterrasse aus der Riß-Kaltzeit, die nach Norden ausläuft.
  • Größe: Länge 2600 m, Breite 25 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Terrasse
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
5
Paartal SW von Ottmaring BW 771R002


Friedberg
Das Paartal entstand durch rückschreitende Erosion der Unteren Paar, die sich im frühen Holozän mit der an der Ostseite des Lechtals fließenden Oberen Paar zum heutigen Lauf vereinigte.
  • Größe: Länge 600 m, Breite 250 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Sohlentals
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
15
Oberes Schindbachtal W von Griesbeckerzell BW 771R003


Aichach
Das Tal des Schindbachs wandelt sich bachabwärts von einem Muldental in ein Sohlental. Quellnischen und Quellhorizonte an den Hängen führen zur Versumpfung.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 200 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Asymmetrisches Tal, Muldental, Schichtquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil
  • Wert: bedeutend
10
Prallhänge an der Paar S von Dasing BW 771R004


Friedberg
Prallhänge, die die mäandrierende Paar südlich von Dasing in tertiäre Feinsande der Mittleren Serie gebildet hat.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 200 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Prallhang, Mäander
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
10
Malmkalkblock in Oberbaar BW 772R003


Baar (Schwaben)
Großer Malmbrocken aus Massenkalk, der in der Kiesgrube nordöstlich von Thierhaupten gefunden wurde. Er ist der größte bekannte Malmblock der Schotterplatten. Es handelt sich entweder um einen Reuterschen Block (durch Ries-Ereignis verfrachtet) oder um einen Driftblock im Lauf der Donau während des Altpleistozän.
  • Größe: Länge 2 m, Breite 1 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Auswurfmaterial (Impakt), Gesteinsart, Felsblock
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0002
Ehem. Kiesgrube N von Gumpenberg BW 771A001


Pöttmes
Die Kiesgrube Gumpenberg schließt ältestpleistozäne Schotter der Aindlinger Terrassentreppe auf. Sie ist großteils verwachsen.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,5
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)