Liste der Stolpersteine in Göppingen

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Die Liste der Stolpersteine in Göppingen enthält Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig an Stellen in der Stadt Göppingen zwischen dem 27. September 2005 und dem 16. Mai 2014 verlegt wurden.[1] Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Göppingen lebten und wirkten. Insgesamt wurden 93 Stolpersteine verlegt.

Verlegte Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Person Adresse Verlege-
datum
Bild Anmerkung
Erich Banemann Göppingen, Burgstraße 16
(Standort)
Mai 2009
BW
Erich, Inge Hedwig und Stefan Banemann mussten am 27. November ihre Wohnung verlassen, sie wurden ihres Besitzes enteignet. Über mehrere Sammelstellen wurden sie mit weiteren Göppingern am 1. Dezember per Zug in Richtung Riga deportiert. Das Lager „Jungfernhof“ bei Riga war eine Mordstätte. In Lastwagen gepfercht, wurden Tausende Lagerinsassen im März 1942 in den Wald von Biķernieki gefahren und dort erschossen. Auch Inge wurde zur Mordstätte transportiert. Erich wurde damals anscheinend noch verschont. Er starb aber an den Entbehrungen auf einem „Todesmarsch“, der den Hafen von Klaipeda (Memel) zum Ziel hatte. Über den Mord an den Eltern ist nichts überliefert, die ganze Familie gilt offiziell als ‘verschollen’.[2]
Hedwig Banemann Göppingen, Burgstraße 16
(Standort)
Mai 2009
BW
Inge Banemann Göppingen, Burgstraße 16
(Standort)
Mai 2009
BW
Stefan Banemann Göppingen, Burgstraße 16
(Standort)
Mai 2009
BW
Jakob Barbian, * 23. November 1900 in Neunkirchen/Saar, † 18. März 1943 im KZ Buchenwald Göppingen, Metzgerstraße 72
(Standort)
2014
BW
Jakob Barbian wohnte in der Metzgerstraße 72. Im Jahr 1940 wurde er ins KZ Dachau deportiert und im März 1943 im KZ Buchenwald ermordet. Wegen kleinerer Vergehen war der Bergmann zunächst zu einer kurzen Gefängnisstrafe verurteilt, nach der Haftentlassung aber ohne Urteil jahrelang in Konzentrationslagern gequält worden. Der Stolperstein erinnert also an ein nichtjüdisches Opfer der Nazis.[1][3]
Elise Bensinger, geb. Wertheimer, * 17. Februar 1877 in Göppingen, † im KZ Theresienstadt Göppingen, Spitalstraße 17
(Standort)
19. September 2012
BW
Elise Bensinger bemühte sich seit November 1938 erfolglos um eine Flucht nach Frankreich und zog am 13. September 1939 von München in ihre Geburtsstadt Göppingen, wo weitere Familienmitglieder lebten. Zunächst wohnte sie beim Witwer Max Hirsch auf der Spitalstraße 17, dessen verstorbene Frau Ida (geb. Bauland) eine Schwester ihrer Mutter war. Am 20. August 1942 musste Elise Bensinger mit 15 weiteren Göppinger Juden die Stadt verlassen und wurde ins Ghetto KZ Theresienstadt gebracht, von wo Elise Bensinger schon am 29. September desselben Jahres ins Vernichtungslager Treblinka gebracht und dort an einem nicht bekannten Zeitpunkt ermordet wurde.[4]
Sophie Bodenheimer, geb. Dettelbacher, * 14. August 1864 in Göppingen, am 24. September 1942 ins KZ Theresienstadt Göppingen, Frühlingstraße 29
(Standort)
19. September 2012
BW
Sophie Bodenheimer wuchs als eines von zehn Kindern eines Hotelbesitzers und als Schwester von Frida Dettelbacher auf lebte als Frau eines Rabbis in Göppingen. 1942 wurde sie über mehrere Stationen ins KZ Theresienstadt deportiert, wo sie an den mörderischen Lebensumständen starb.[5]
Rosa Bühler, geb. Heumann, * 2. April 1870 in Göppingen, am 24. September 1942 ins Vernichtungslager Treblinka deportiert, dort gestorben Göppingen, Bergstraße 11/1
(Standort)
2. Oktober 2013
BW
Nach dem Tod ihrer Kinder im Säuglingsalter und dem frühen Tod ihres Mannes zog sie 1936 von München nach Göppingen, wo sie das Haus Bergstraße 11/1 kaufte. Am 23. August 1942 wurde sie mit anderen in einen Zug gesperrt, der vom Stuttgarter Nordbahnhof in das Ghetto KZ Theresienstadt fuhr. Am 29. September 1942 wurde sie in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde. Die Reichsfinanzverwaltung verkaufte das Haus an den Göppinger HJ–Führer Paul Schillo.[6]
Frida Dettelbacher, * 13. Juni 1868 in Göppingen, 1942 ins Altenheim Schloss Dellmensingen zwangsumgesiedelt, dort gestorben Göppingen, Bahnhofstraße 4
(Standort)
2. Oktober 2013
BW
Von 1888 bis 1896 war Frida Dettelbacher Organistin der jüdischen Gemeinde, zu deren Mittelpunkt sich das Hotel Dettelbacher in den Jahren ab 1933 entwickelte. Eine ihrer Schwestern war Sophie Bodenheimer. Nach den Pogromen vom 9. November 1938 folgten mehrere zwangsweise Umzüge in das Judenhaus Mörikestraße 30 und das Altenheim im Schloss Dellmensingen, wo Frida Dettelsbacher drei Tage nach ihrer Ankunft 1942 starb.[7]
Lothar Dreifuß, * 24. April 1916 in Königsbach, † 1941/1942 Göppingen, Gartenstraße 2
(Standort)
25. November 2011
BW
Nach dem Pogromen vom 10. November 1938 plante die Familie die Auswanderung nach Brasilien, konnte ihren Sohn wegen seiner geistigen Behinderung nicht mitnehmen. Er zog zur Schwester seines Vaters Lotte Sinn auf die Gartenstraße 2, beide mussten nach wenigen Monaten zwangsweise zur Familie Dörzbacher in die Geislinger Straße 6 umziehen. Am 28. November 1941 wurden beide in das Lager Jungfernhof bei Riga deportiert und wahrscheinlich im angrenzenden Wald von Biķernieki erschossen.[8]
Robert Leopold Einstein, * 2. Oktober 1902 in Göppingen, † 26. November 1940 Tötungsanstalt Grafeneck Göppingen, Burgstraße 14
(Standort)
2. Oktober 2013
BW
Robert Leopold Einstein war das Kind einer Kaufmannsfamilie. Der Niedergang des Geschäftes wurde mit dem Tod des Vaters und Onkels, die das Unternehmen führten, eingeläutet. Mit der endgültigen Aufgabe des Geschäftes durch seinen Cousin Stefan Banemann scheint eine Welt zerbrochen zu sein. Ab 28. November 1929 war er „Schizophrenie“-Patient der Heilanstalten Rottenmünster, Liebenau und Markgröningen. Am 26. November 1940 wurde er mit einem Bustransport in die Tötungsanstalt Grafeneck gebracht und noch am selben Tag umgebracht.[9]
Fritz Max Erlanger, * 31. März 1913 in Pfarrkirchen, † … Göppingen, Schillerstraße 33
(Standort)
2. Oktober 2013
BW
Fritz Max Erlanger wurde im September 1936 Kantor und Lehrer der Israelitischen Gemeinde Göppingen, zu einer Zeit als jüdische Kinder der Ausgrenzung ausgesetzt waren. In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938, als die Synagoge in Brand gesetzt wurde, gehörte er zu den jüdischen Männern, die verhaftet und am Morgen des 10. Novembers ins KZ Dachau verfrachtet wurden. Bis zum 5. Dezember wurde er festgehalten. Zu der Zeit wohnte er bereits zwangsweise im Judenhaus. 1941 heiratete er Edeltraud Lapidas. Durch Deportation gelangten beide ins Ghetto nach Riga, das KZ Kaiserwald, weiter in das KZ Stutthof bei Danzig. Über seinen Tod ist nichts bekannt, viele Insassen starben auf Todesmärschen.[10]
Flora Frank, geb. Kahn * 8. November 1894 in Rhaunen bei Bernkastel, † wahrscheinlich nach Oktober 1944 im KZ Stutthof Göppingen, Grabenstraße 18
(Standort)
Mai 2010
BW
Flora Kahn war das siebte von dreizehn Kindern des jüdischen Ehepaars Henriette und Isaac Kahn. Im Dezember 1938 zog die Familie von Rodalben nach Pirmasens und (wegen Einrichtung der Roten Zone) weiter nach Göppingen, wo Flora mit ihrer Stieftochter Rosa bis zum Tod ihres Mannes Heinrich Frank zunächst in der Grabenstraße 18 bei der Familie Oppenheimer unterkam. „Abgemeldet ins Reichskommissariat Osten, Riga, 28.11.1941“ lautete das Todesurteil für Flora und Rosa Frank. Deportiert in das Lager Jungfernhof bei Riga und das KZ Kaiserwald, wurden sie später ins Lager Stutthof bei Danzig deportiert, wo die Nachricht über ihr Eintreffen vom 1. Oktober 1944 das letzte Lebenszeichen ist.[11]
Rosa Frank, * 27. September 1920 in Rodalben, † wahrscheinlich nach Oktober 1944 im KZ Stutthof Göppingen, Grabenstraße 18
(Standort)
Mai 2010
BW
Die Tochter von Heinrich Frank und Lina Mayer († 1939) lebte mit ihrer Familie in Rodalben. Nach der Entlassung des Vaters, der in der Pogromnacht 1938 verhaftet wurde, im Dezember 1938 nach Pirmasens und (wegen Einrichtung der Roten Zone) weiter nach Göppingen ziehen mussten. Bis zum Tod ihres Vaters im Dezember 1940 lebten sie in der Grabenstraße 18 bei der Familie Oppenheimer. Nach weiteren Wohnungswechseln wurden sie im November 1941 in das Lager Jungfernhof bei Riga deportiert und gelangten später weiter in das KZ Kaiserwald. Nach dessen Evakuation wurden sie ins Lager Stutthof bei Danzig gebracht, wo die Nachricht über ihr Eintreffen vom 1. Oktober 1944 das letzte Lebenszeichen ist.[11]
Jakob Frankfurter, * 1968, † 10. Dezember 1942 im KZ Theresienstadt Göppingen, Lutherstraße 11
(Standort)
25. November 2011
BW
Jakob Frankfurter, dessen Familie in Göppingen lebte, wohnte und arbeitete von 1932 bis 1941 in Stuttgart im eigenen Unternehmen Buntweberei Gebr. Frankfurter OHG. Im Rahmen der Judenverfolgung kehrte er 1941 mit seiner deutschen Freundin Clara nach Göppingen zurück und lebte im Hause seines Bruders. Am 28. August 1942 wurde er zusammen mit seinem älteren Bruder Sigmund Frankfurter und seiner Schwägerin Hedwig Frankfurter über das Stuttgarter Lager Killesberg am 28.8.1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort starb er 74-jährig an den mörderischen Haftbedingungen schon am 10. Dezember desselben Jahres. Sein Bruder Sigmund starb bereits am 1. November, seine Schwägerin Hedwig wurde 1944 im KZ Auschwitz ermordet.

Auch seine verwitwete Schwester Ida Bach, die in Augsburg lebte, starb im KZ Theresienstadt.[12]

Hedwig Frankfurter, geb. Epstein, † 1944 im KZ Auschwitz Göppingen, Lutherstraße 11
(Standort)
25. November 2011
BW
Die aus Augsburg stammende Hedwig Epstein heiratete 1898 Sigmund Frankfurter und bekam zwei Kinder (Heinrich 1901, Richard 1911), die in der Buntweberei Gebr. Frankfurter OHG arbeiteten. Nach dem Zwangsverkauf der Firma ihres Mannes versuchten sie, nach Palästina und Peru auszureisen. In ihrem Haus wurden immer mehr Juden einquartiert. Hedwig, Sigmund und ihr Sohn Jakob Frankfurter wurden über Stuttgart, Lager Killesberg, am 28.8.1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Hedwig arbeitete in der Lagerküche. Am 16. Mai 1944 wurde sie nach Auschwitz deportiert und wahrscheinlich sofort ermordet.[13]
Sigmund Frankfurter, † 1. November 1942 im KZ Theresienstadt Göppingen, Lutherstraße 11
(Standort)
25. November 2011
BW
Sigmund Frankfurter heiratete 1898 die aus Augsburg stammende Hedwig Epstein, bekam zwei Kinder (Heinrich 1901, Richard 1911), die in der Buntweberei Gebr. Frankfurter OHG arbeiteten. Seit Februar 1921 war er im Vorstand der Jüdischen Gemeinde. Er war Handelsrichter, im Vorstand der Ortskrankenkasse und in weiteren Gesellschaften aktiv. Nach der Pogromnacht 1938 wurde er ins Gefängnis geworfen. Nach dem folgenden Zwangsverkauf der Firma an Nazi-Funktionäre versuchten sie, zu ihren Söhnen nach Palästina bzw. Peru auszureisen. In ihrem Haus, das sie 1924 kauften, wurden immer mehr Juden einquartiert. Hedwig, Sigmund und sein Bruder Jakob Frankfurter wurden über Stuttgart, Lager Killesberg, am 28.8.1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Sigmund Frankfurter starb am 1. November 1942 an den Haftbedingungen.[13]
Isidor Theodor Fränkl, * September 1885; † 26. März 1942 Göppingen, Stuttgarter Straße 19
(Standort)
25. November 2011
BW
Der Münchner Isidor Theodor Fränkl kam 1911 nach Göppingen und heiratete am 21. Juli 1919 die Witwe Mina Brauer. Sie führten ein Bekleidungsgeschäft, welches 1932 wegen der Wirtschaftskrise in Konkurs ging, auch weitere Geschäfte scheitern. Nach dem gescheiterten Versuch nach Brasilien auszureisen und einer vorübergehenden Haft im KZ Dachau wurden auch sie gezwungen, in ein „Judenhaus“ (Geislinger Straße 6) zu ziehen. Am 28. November 1941 wurden Isidor Fränkl, seine Frau Mina und 39 weitere Göppinger Juden in das KZ Jungfernhof bei Riga deportiert. Ihre Ermordung durch deutsche Erschießungskommandos erfolgte in den Tagen ab dem 26. März 1942 im Wald von Biķernieki.[14]
Mina Tekla Fränkl, verwitwete Brauer, * 20. April 1881 in Reilingen, † 26. März 1942 Göppingen, Stuttgarter Straße 19
(Standort)
25. November 2011
BW
Mina Fränkl heiratete mit 23 Jahren in Hockenheim Salomon Brauer aus Pyskowice (Oberschlesien), der in Stuttgart ein Bekleidungsgeschäft führte. 1910 kam ihr Sohn Lothar zur Welt und sie wohnten in Göppingen. Ihr Mann fiel am 2. Dezember 1914 im Ersten Weltkrieg. Sie heiratete am 21. Juli 1919 Isidor Theodor Fränkl, mit dem sie wieder ein Bekleidungsgeschäft führte. In der Weltwirtschaftskrise verschlechtern sich ihre kleinbürgerlichen Verhältnisse stetig. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden auch sie gezwungen, in ein „Judenhaus“ (Geislinger Straße 6) zu ziehen. Am 28. November 1941 wurden Isidor Fränkl, seine Frau Mina und 39 weitere Göppinger Juden in das KZ Jungfernhof bei Riga deportiert. Ihre Ermordung durch deutsche Erschießungskommandos erfolgte in den Tagen ab dem 26. März 1942 im Wald von Biķernieki.[14]
Johanna Frey, * 12. Juli 1872 in Schwäbisch Hall, † 1. September 1942 KZ Ghetto Theresienstadt Göppingen, Schützenstraße 10
(Standort)
2014
BW
Die alleinstehende Johanna Frey zog etwa 1930 nach Göppingen und wohnte in der Schützenstraße 19 zur Miete. Etwa 1939, als jüdische Mieter aus ‚arischen’ Häusern ausziehen mussten, fand sie ein neues Zuhause bei Betty Lauchheimer, der Großmutter von Inge Auerbacher, in Jebenhausen. Im gleichen Transport wie Inge wurde Frau Frey im August 1942 ins KZ Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort schon nach kurzer Zeit.[1][15]
Martha Götz, * 9. Dezember 1880 in Krumbach/Bayern, † 30. März 1943 KZ/Ghetto Theresienstadt Göppingen, Östliche Ringstraße 52
(Standort)
2014
BW
Georg Lendt, * 22. Dezember 1873 in Bruss, † 13. Juni 1942 im Konzentrationslager Mauthausen Göppingen, Marktstraße 8
(Standort)
2014
BW
Der Kaufmann Georg Lendt lebte in der Marktstraße 8, wo auch sein großes Kaufhaus stand. Der Witwer und letzte Vorsteher der Göppinger jüdischen Gemeinde wurde im August 1942 im KZ Mauthausen ermordet, „auf der Flucht erschossen“ lautete die verschleiernde Aussage der Nazis. Der Umstand, dass er als Jude im Jahr 1942 einige geschenkte Eier besaß, war der Anlass seiner Verhaftung.[1]
Ida Löwenstein, geb. Gunz * 25. Mai 1875 in Augsburg, † 29. September 1942 im Vernichtungslager Treblinka Göppingen, Poststraße 18
(Standort)
2014
BW
Ida Löwenstein, die kinderlos mit ihrem Mann Julius in der Poststraße 18 wohnte, war schon im Juni 1933 in ein jüdisches Altersheim bei Heilbronn gezogen, wo ihr Mann Ende 1941 starb. Wie Johanna Frey wurde sie im August 1942 ins KZ Ghetto Theresienstadt verbracht, auch Ida Löwenstein starb an den mörderischen Verhältnissen schon nach einem Monat im Vernichtungslager Treblinka.[1][16]
Julius Löwenstein, * 29. Mai 1868 in Göppingen, † 2. November 1941 Göppingen, Poststraße 18
(Standort)
2014
BW
Julius Löwenstein, der mit seiner Frau in der Poststraße 18 wohnte, war schon im Juni 1933 in ein jüdisches Altersheim bei Heilbronn gezogen, wo er starb.[1][16]
Isaak (Joachim) Piotrkowsky, * 27. September 1881 in Łódź, † 29. Juli 1942 Lodsch/Ghetto Göppingen, Marstallstraße 46
(Standort)
2014
BW
Ein außergewöhnliches Schicksal hatte die sechsköpfige Familie Piotrkowsky, die in der Marstallstraße 46 zur Miete wohnte. Als Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit wurden sie über Nacht am 28. Oktober 1938 verhaftet und zur polnischen Grenze abgeschoben. Die Eltern Isaak und Rebekka sowie der Sohn Sigmund hatten nicht das Glück der Töchter, in England Zuflucht zu finden. Isaak starb im Ghetto Litzmannstadt, Sigmund in einem Braunschweiger KZ-Außenlager kurz vor Kriegsende. Rebekkas Todesumstände sind nicht überliefert.[1]
Rebekka Piotrkowska, * 10. August 1885 in Kuttna/Polen, † Lodz/Ghetto Göppingen, Marstallstraße 46
(Standort)
2014
BW
Siegmund (Zygmunt) Piotrkowsky * 13. November 1912 in Göppingen, † 7. Januar 1945 KZ Neuengamme Göppingen, Marstallstraße 46
(Standort)
2014
BW
Isak Friedrich Wassermann, * 20. September 1888 in Aufhausen, † 19. November 1940 in der Tötungsanstalt Grafeneck Göppingen, Kirchstraße 12
(Standort)
2014
BW
Isak Friedrich Wassermann, Der Bruder von Therese Wassermann, lebte als psychisch Kranker lange in Pflegeanstalten. Wie Tausende andere Behinderte und psychisch Kranke wurde er in der ‚Euthanasie’–Aktion der Nazis erfasst und in der Mordanstalt Grafeneck im Jahr 1940 getötet. Die Stolpersteine für beide Geschwister wurden gemeinsam gesetzt.[1]
Therese Wassermann, * 25. April 1884 in Aufhausen, deportiert am 24. April 1942 Izbica/Lublin Göppingen, Kirchstraße 12
(Standort)
2014
BW
Therese Wassermann, Schwester von Isak Friedrich Wassermann, hatte einen kleinen Kiosk in der Marktstraße betrieben. Die Stolpersteine für die Geschwister wurden vor dem Haus Kirchstraße 12 gesetzt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Stolpersteine in Arbeit Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  2. Erich, Inge, Hedwig & Stefan Banemann Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  3. Jakob Barbian – ein Leben mit Brüchen und voller Tragik Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  4. Elise Bensinger Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  5. Sophie Bodenheimer Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  6. Rosa Bühler Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  7. Frida Dettelbacher Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  8. Lothar Dreifuß Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  9. Robert Leopold Einstein Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  10. Fritz Max Erlanger und die Jüdische Schule in Göppingen Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  11. a b Flora und Rosa Frank Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  12. Jakob Frankfurter Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  13. a b Hedwig und Sigmund Frankfurter Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  14. a b Mina und Isidor Fränkl Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  15. Johanna Frey Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen
  16. a b Ida und Julius Löwenstein Stolperstein Initiative Göppingen. Gegen das Vergessen