Burgkunstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Burgkunstadt
Burgkunstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Burgkunstadt hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Lichtenfels
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 40,59 km²
Einwohner: 6445 (31. Dez. 2013)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96224
Vorwahlen: 09572,
09229 (Gärtenroth)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LIF, STE
Gemeindeschlüssel: 09 4 78 116
Stadtgliederung: 19 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Vogtei 5
96224 Burgkunstadt
Webpräsenz: www.burgkunstadt.eu
Bürgermeister: Christine Frieß (CSU)
Lage der Stadt Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels
Neuensorger Forst Breitengüßbacher Forst Landkreis Haßberge Coburg Landkreis Coburg Landkreis Kronach Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Redwitz an der Rodach Michelau in Oberfranken Weismain Altenkunstadt Bad Staffelstein Marktzeuln Marktgraitz Lichtenfels (Oberfranken) Hochstadt am Main Ebensfeld BurgkunstadtKarte
Über dieses Bild
Die historische Häuserzeile am Marktplatz von Burgkunstadt mit Schustermuseum; oben im Hintergrund das Rathaus (2010)

Burgkunstadt ist eine Stadt am Obermain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels (Bayern). Zwischen 1888 und 1990 war sie zusammen mit Pirmasens Zentrum der deutschen Schuhindustrie.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgkunstadt mit Stadtteilen
Klimadiagramm von Burgkunstadt

Der Stadtkern liegt etwa einen Kilometer nördlich des Mains, zwischen Lichtenfels und Kulmbach. Die Oberstadt liegt erhöht auf einer Felsnase aus Sandstein, die Unterstadt erstreckt sich vor allem entlang des mittlerweile größtenteils überbauten Mühlbachs. Es gibt auch einige Neubaugebiete. Den höchsten Punkt im Stadtgebiet stellt mit 517,2 m ü. NN der Spitzberg bei Gärtenroth dar.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgkunstadt hat ein humides kühlgemäßigtes Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ausgeprägt ist. Die monatlichen Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen -0,7 °C im Januar und 17,9 °C im Juli, jedoch werden gelegentlich deutlich wärmere und kältere Spitzenwerte verzeichnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,8 °C, der jährliche Gesamtniederschlag beläuft sich auf 648,6 mm.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fläche des Stadtgebietes beträgt 40,5887 km². 12,3041 km² sind von Wald bedeckt, 22,1815 km² werden landwirtschaftlich genutzt und 0,5626 km² sind Gewässer. Der Rest mit 5,451 km² ist die bebaute Fläche und das Straßennetz, 0,1074 km² dienen als Naherholungsgebiet.[1]

Die Gesamtausdehnung des Stadtgebietes in Ost-West-Richtung, also von Neuses bis Gärtenroth, beträgt etwa 11,2 Kilometer; vom Spitzberg bis zur Mainbrücke, also in Nord-Süd-Richtung um die 6,6 Kilometer. Die Ost-West-Ausdehnung der Kernstadt beträgt rund 2,3 Kilometer. Im Westen geht die Stadt in den Stadtteil Weidnitz über. Im Osten liegen das Neubaugebiet Lerchenbühl und der Friedhof. Die nächste Ortschaft ist Theisau. Die Nord-Süd-Ausdehnung der Kernstadt beläuft sich auf rund 1,4 Kilometer. Im Süden liegen die ehemaligen Schuhfabriken Obermain und Püls, die jetzt als Geschäfts- und Lagerräume verwendet werden, der Bahnhof sowie diverse Geschäfte und Betriebe. Auf der anderen Mainseite liegt die Gemeinde Altenkunstadt. Im Norden grenzt die Stadt an den Gemeindeteil Meuselsberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redwitz an der Rodach, Marktzeuln Küps
Hochstadt am Main Nachbargemeinden Mainleus
Altenkunstadt

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häuserzeile am Markt in Burgkunstadt

In der Tabelle ist die Bevölkerung der Stadt Burgkunstadt in den Jahren 2005 bis 2013 aufgeführt (ohne Nebenwohnsitze).[2]

2005 2006 2007 2008 2009[3] 2010[4] 2011[5] 2012[5] 2013[5]
Burgkunstadt 4263 4231 4166 4133 4083 4073 4018 3984 3932
Weidnitz 714 719 709 702 733 730 722 731 720
Mainroth 552 541 541 540 534 514 526 519 501
Theisau 271 272 267 260 249 238 241 238 238
Gärtenroth 235 250 237 231 215 219 219 221 216
Neuses 219 225 221 216 218 217 209 198 196
Kirchlein 201 206 213 199 195 192 188 189 182
Mainklein 146 142 143 145 138 143 146 144 142
Ebneth 93 95 98 88 84 82 81 79 79
Hainweiher 70 67 66 65 64 62 63 63 59
Wildenroth 38 39 41 36 40 35 35 40 42
Hainzendorf 36 32 32 32 31 31 29 29 27
Eben 22 21 23 19 22 27 20 20 29
Reuth 23 22 22 21 27 21 20 20 19
Flurholz 21 21 20 19 20 21 20 21 21
Meuselsberg 17 17 17 17 16 14 14 16 16
Kaltenreuth 16 18 17 17 18 16 15 13 15
Lopphof 9 8 8 9 8 8 7 7 7
Pfaffeggetten 5 5 4 4 5 7 7 5 3
Neue Weiher 3 3 3 3 3 3 1 1 1
Gesamt 6954 6934 6848 6756 6704 6653 6581 6538 6445

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

8. Jahrhundert bis 1058, erste Siedlungsanfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt aus dem Codex Eberhardi (erhaltene Kopie der originalen Schenkungsurkunde) über die Schenkung Burgkunstadts aus dem 12. Jh.[6]

Wann das Gebiet der heutigen Stadt Burgkunstadt erstmals besiedelt wurde, ist unklar. Die ersten schriftlichen Angaben zur Besiedelung der Gegend stammen von 741 n. Chr., wobei eine frühere Besiedlung nicht ausgeschlossen ist. Keramikfunde in der Oberstadt legen eine slawisch-geprägte Siedlung im 8. Jahrhundert als erste größere Siedlung nahe. Zentral an Handelsstraßen und dem schiffbaren Main gelegen, kam Burgkunstadt schon bald eine große Bedeutung als Handelsstadt zugute.

Zwischen 827 und 851 n. Chr. wurde in der Urkunde einer Schenkung der Gräfin Blitrud an das Kloster Fulda erstmals eine „villa kunestadt“ erwähnt, was auf einen Statthalter/Stadtherrscher namens Kunibert deutet. Es ist jedoch unklar, ob es sich dabei um Burgkunstadt oder Altenkunstadt handelte.

Bereits ab 830 n. Chr. gab es in Burgkunstadt eine weitläufige, rund 5000 m² große Burganlage von großer militärischer Bedeutung mit einem weitläufigen Herrschaftsbezirk. Zu dieser Zeit gab auch schon eine kleine Siedlung am Fuße des Berges. Während der Karolingerzeit gab es mit der Bamberger Burg nur eine einzige vergleichbare Festung in ganz Oberfranken.

1059–1429 Entwicklung zum Munizipalstädtchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwähnung des Aepelin de Counstat im Synodalprotokoll von 1059

Die erste urkundlich gesicherte Erwähnung Burgkunstadts stammt vom 13. April 1059. Dort wird ein Aepelin de Counstat genannt, der vermutlich mit dem Burggraf Adalbert von Constat identisch ist.

Um 1160 war die Burganlage eine staufische Reichsburg, die vor allem von Friedrich Barbarossa als Sammelplatz und Rekrutierungsstelle für seine Italienfeldzüge genutzt wurde. 1160 wurde das castrum cunstat jedoch dem Bamberger Bischof Eberhard II. übergeben, der es hauptsächlich zur Sicherung der Handelswege nutzte. Um diese Zeit hatte Burgkunstadt bereits einige nicht näher bekannte Privilegien.

Die erste urkundliche Bestätigung der Stadterhebung Burgkunstadts befindet sich in der ältesten Bamberger Hochstiftsurbar von 1323 oder 1327. Einige spätere Quellen deuten darauf hin, dass die Stadt bereits rund 100 Jahre vorher hochstiftische Munizipalstadt mit bestimmten Stadtrechten war.

Fürstbischof Friedrich von Bamberg verlieh der Stadt mit Zustimmung des Dompropstes und des Domkapitels am 27. April 1426 sämtliche Güter, Zenten und Lehen in der Stadtmarkung, die bis dahin Mannlehen waren, als Stadtrecht. Dies hatte zur Folge, dass der städtische Grund und Boden freies Eigen und kein Lehen mehr war, für das Steuern bezahlt werden mussten. Im Gegenzug forderte der Fürstbischof 1441, dass ihm die Stadt als Festung dienen sollte.

1430–1649 Kriegszeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gut zwei Jahrhunderte zwischen 1430 und 1649 stellen für Burgkunstadt sehr Kriegsgezeichnete Jahre dar. Die Hussiten brandschatzten 1430 die Burgkunstadter Unterstadt. 30 Jahre später, in einem Kleinkrieg zwischen dem hohenzollerschen Markgrafen Albrecht Achilles von Ansbach-Bayreuth und dem Bamberger Fürstbischof Georg I. wurde die Oberstadt im Juni 1460 verwüstet.

Skizze des Burgkunstadter Burgareals der ehemaligen Schweinfurter Markgrafenburg mit den Rittergütern und der Altenburg um 1477

1517 übernahmen die Burgkunstädter die Lehre Martin Luthers und blieben evangelisch bis zum Ende des Jahrhunderts. Trotz der Gegenreformation im Jahr 1598 blieb bis zum Jahre 1624 ein konfessionelles Durcheinander, da die Bamberger Bischöfe die Rückkehr zum katholischen Glauben forderten, der die Burgkunstadter Markgrafen hingegen die Beibehaltung der protestantischen Konfession ihrer Untertanen.

Im Bauernkrieg von 1525 unterstützten die Burgkunstadter Bürger die Bauern, und plünderten und zerstörten im Zuge des Krieges mehrere Klöster und Schlösser. In Burgkunstadt wurden die Altenburg und das Alte Schloss zerstört, wovon die Sage von der Goldenen Wiegehandelt. Da sich Burgkunstadt im Juni 1525 nicht ergeben wollte, befahl das Hochstift, die Stadt zu plündern und die Aufständischen zu töten, woraufhin die Stadt dennoch kapitulierte. Als Strafe wurden einige Hinrichtungen vollzogen und Geldstrafen auferlegt.

Im Zweiten Markgrafenkrieg wurde die Stadt im Oktober 1553 von Albrecht Alcibiades angegriffen und besetzt. Als er die Stadt verließ, steckte er die Oberstadt in Brand, so dass nahezu alle Häuser abbrannten.

Die Pest brach in Burgkunstadt 1312, 1348, 1448, 1473 und 1626 wieder aus. In diesem Jahr starben 195 Burgkunstadter an der Krankheit, was etwa ein Drittel der damaligen Bevölkerung ausmachte. Die Toten wurden in zwei Massengräbern beim Friedhof beigesetzt.

Der Dreißigjährige Krieg:

Im Dreißigjährigen Krieg übergaben die Burgkunstadter Ratsherren im März 1632 die Stadt an die markgräflichen Truppen. Nur wenige Tage bzw. Wochen später verließ die markgräfliche Armee jedoch wieder die Stadt.

Stein-Martern an der Kirchleiner Straße (2010)

Ab 1632 fanden mehrere, teils verheerende Angriffe und Überfälle der Schweden auf Burgkunstadt statt. Aus dieser Zeit sind zwei Sühnesteine erhalten, von denen der eine aus dem Dreißigjährigen Krieg stammen könnte. Nachdem die Schweden Burgkunstadt ein Jahr und fünf Monate besetzt hatten, zogen sie völlig unerwartet ab. Nach unzähligen Verwüstungen und dem daraus resultierenden immensen Sach- und Finanzschaden endete 1635 das schwedische Kriegswesen in und um Burgkunstadt.

Mit dem Westfälischen Frieden war der Dreißigjährige Krieg 1648 zu Ende. Zum Kriegsende wurde eine Inventur der noch vorhandenen Arbeitstiere durchgeführt. Diese fiel zwar eher positiv bei den meisten Haushalten aus, die allgemeine Lebenssituation der Menschen in Burgkunstadt war jedoch meist verheerend, so mangelte es vor allem an Wohnungen und Essen. Viele Bürger waren zudem während der Pestepidemien in der Stadt gestorben.

1650–1887 Von der Agrarstadt bis zu den Anfängen der Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bierkriege begannen 1666. Es handelte sich dabei um unzählige, meist bewaffnete Fehden bis etwa 1880, mit denen die Burgkunstadter das ihnen verliehene Braurecht in ihrem Amtsbezirk durchsetzen wollten. 1668 wurde in einem Abkommen genau festgelegt, welche Ortschaften Burgkunstadt mit Bier beliefern durfte. Zum blutigen Höhepunkt der Bierkriege kam es im Juli 1783 als die Neuseser ihr Kirchweihbier nicht aus Burgkunstadt bezogen hatten.

Die Rechnung zum Burgkunstadter Rathausbau im Jahr 1690.

Im Jahr 1689 beauftragte Bürgermeister Moritzen Stahl Hans Gebelin und den zur damaligen Zeit bedeutendsten Meister fränkischen Fachwerkbaus, den Zimmermann Jörg Hofmann aus Zeil am Main, den ehemaligen Bergfried der Burg in ein Rathaus umzubauen. Begonnen im Oktober 1689, konnte der Um- und Ausbau nach nur sieben Monaten fertiggestellt werden.

Während des Siebenjährigen Krieges fielen zweimal preußische Freikorps in die Stadt ein und quartierten sich einmal auch dort ein. Die Zerstörung und Plünderung der Stadt konnte jedoch verhindert werden.

Im Zuge der Säkularisation wurde der Fürstbischof Christoph Franz von Buseck zum Rücktritt gezwungen und das Hochstift Bamberg 1802/1803 eine bayerische Provinz. Damit endete die Zugehörigkeit Burgkunstadts zu Bamberg.

Die Burgkunstadter Oberstadt um 1870.

Im Frühjahr 1812 wurde die Ruine der eingestürzten katholischen Kirche abgetragen. Nach 26 Jahren Bauzeit wurde die neue katholische Kirche auch unter Mitarbeit namhafter Künstler fertiggestellt.

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Burgkunstadt – Kulmbach und deren Eröffnung am 15. Februar 1846 wurde ein wichtiger Schritt zur Industrialisierung getan. Die Meinungen der Bevölkerung zur Bahnlinie fielen jedoch sehr unterschiedlich aus. Eingeleitet wurde die Industrialisierung in Burgkunstadt mit dem Einbau einer Fünf-PS-Dampfkesselanlage in der Essig- und Senffabrik Eduard Lindners im Jahr 1862. Zu der damaligen Zeit war der Schritt Linderns höchst gewagt und dem Zeitgeist eigentlich voraus.

Die erste Telegraph-Morseleitung von Burgkunstadt nach Weismain wurde 1877 gebaut.

1888–1914 Industrialisierung Burgkunstadts bis zum Ersten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1888 begann der damals 25-jährige Joseph Weiermann mit der maschinellen Schuhfertigung. Dies war der Beginn der Industrialisierung Burgkunstadts mit dem Schwerpunkt Schuhindustrie. Die große Anzahl von Schustern, Gerbern und lederverarbeitenden Betrieben zu dieser Zeit begünstigten deren Entwicklung. Seitens der Politik sorgte die industrielle Schuhproduktion Weihermanns jedoch für Unmut, da man befürchtete, sie könne „sozialistische Elemente“ nach Burgkunstadt bringen. Dies bewahrheitete sich jedoch nicht.

Die 1575 erbaute Altenburg kurz vor dem Abriss
Postkutsche vor Burgkunstadt, kurz vor der Umstellung auf ein Postauto

Aufgrund des enormen Erfolgs der Weihermann-Schuhfabrik wurden in den folgenden Jahren und Jahrzehnten zahlreiche kleinere und größere Schuhfabriken gegründet.

1895 schenkte die Stadt die baufällige Altenburg den Wagnerschen Wohltätigkeitsstiftungen in Dillingen zum Abbruch. Nach dem Abriss baute die Stiftung die heutige Vorderfront der Anstalt. Die Eröffnungsfeier des Heimes für „schwachsinnige“ und hilfsbedürftige Frauen fand am 27. November desselben Jahres statt.

Am 5. August 1898 gründeten 13 Angestellte verschiedener Schuhfabriken eine Schuhmachergewerkschaft. Trotz erheblichem persönlichen Risikos, wie Verlust des Arbeitsplatzes, vertraten die Gewerkschaftsmitglieder die Interessen der damals rund 120 Arbeiter der Burgkunstadter Schuhfabriken.

Die 1903 gebaute Mainbrücke zwischen Burgkunstadt und Altenkunstadt, Foto von 1931

Am 16. Oktober 1899 wurde Burgkunstadt an das Telefonnetz angeschlossen, ab 1905 gab es auch elektrisches Licht.

Die hölzerne Mainbrücke wurde durch ein Hochwasser 1903 weggerissen und als Eisenkonstruktion mit Beton-Widerhaken kurz darauf neu gebaut.

Im Jahr 1913 ging die Staatliche Motorpostlinie Burgkunstadt-Weismain in Betrieb. Das Postauto diente auch als öffentliches Verkehrsmittel. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg und den Kraftstoffmangel wurde ein Jahr später wieder die Kutsche für den Posttransport eingesetzt.

1914–1933 Vom Ersten Weltkrieg bis zur Wirtschaftskrise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als der Erste Weltkrieg im August 1914 begann, wurden von den 1446 deutschen Schuhfabriken 881 stillgelegt. Zu den verbliebenen gehörten die Burgkunstadter Fabriken, die fortan überwiegend Militärschuhe herstellten. Die St.-Josefs-Anstalt wurde in ein Lazarett umgewandelt, das in den fünf Kriegsjahren knapp 1000 verwundete Soldaten aufnahm. Insgesamt 9 Glocken aus den unterschiedlichen Kirchen des heutigen Stadtgebietes wurden für die Waffenproduktion eingeschmolzen. Im Krieg starben 64 Burgkunstadter Soldaten, sieben wurden vermisst und kehrten nicht mehr heim.

Ab 1921 erhielt die Stadt eine zentrale Wasserversorgung. Die Auswirkungen der Inflation von 1922 bis 1923 waren auch in Burgkunstadt deutlich zu spüren. Zwar ging keine der großen ortsansässigen Firmen bankrott, die Löhne wurden aber wöchentlich ausgezahlt, da sonst eine der Inflation angemessene Entlohnung der Arbeiter nicht möglich gewesen wäre.

Der offene Müllabfuhrwagen in der Bahnhofstraße von Burgkunstadt

Im Jahr 1925 ging die jahrhundertelange Nachtwächtertradition in Burgkunstadt zu Ende. Nachdem 1923 der letzte festangestellte Nachtwächter verstorben war, wurde dieser Dienst in den folgenden zwei Jahren bis zum Juni 1925 ehrenamtlich von diversen Burgkunstadtern übernommen.

Eine Müllabfuhr gibt es in Burgkunstadt seit Februar 1930. Nach der Inflation kam mit der Wirtschaftskrise ebenfalls 1930 die nächste Katastrophe für die heimische Industrie, die neben Kurzarbeit auch Entlassungen zur Folge hatte.

1933–1945 Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Machtergreifung Hitlers führte auch in Burgkunstadt zu weitreichenden politischen und sozialen Veränderungen. Eine der ersten war die Ernennung des Zahnarztes und NSDAP-Politikers Leo Feuersinger zum Bürgermeister und der Austausch des Stadtrats durch eine „Stadtverordnung“ aus zehn NSDAP-Fraktionären.

Im Rahmen des Judenboykotts am 1. April wurden einige Läden der jüdischen Geschäftsleute in Burgkunstadt geplündert und zerstört. In den folgenden Jahren wurden, wie in ganz Deutschland, auch in Burgkunstadt die Juden so oft wie möglich unterdrückt und drangsaliert. Durch die antijüdische Gesetzgebung mussten mehrere jüdische Betriebe schließen, andere wurden arisiert oder enteignet. Von dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses waren die meisten Bewohner der St.-Josefs-Anstalt betroffen, die ab Juli in geschlossenen Anstalten „verwahrt“ wurden. Um das Grundstück wurde ein hoher Drahtzaun errichtet.

Am 29. Oktober 1933 wurde in der Rangengasse der Grundstein für die evangelische Kirche gelegt. Rund zwei Jahre später, am 20. Oktober 1935, wurde die Kirche mit großer Beteiligung der Öffentlichkeit geweiht.

Foto des Burgkunstadter Freibades in seiner ursprünglichen Form (um 1935)

Das Freibad, ein Prestigeobjekt für die Stadt und den Nationalsozialismus, wurde am 4. August 1935 eröffnet. Nicht nur für die Stadt sondern für den gesamten Landkreis Lichtenfels war das Freibad eine große Attraktion, da es das einzige öffentliche Bad außerhalb des Maines war.

Luftbild Burgkunstadts von 1938. Gut zu erkennen rechts oben die damals neu gebaute Volksschule und die Schulsiedlung.

Die heutige Grundschule wurde nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit am 30. Oktober 1938 als Fritz-Wächtler-Schule eingeweiht. Jahrzehntelang wurde bis dahin in der ehemaligen Vogtei unterrichtet. Aus Raumnot war in den letzten Jahren bis 1938 dort in Schichten unterrichtet und die achte Jahrgangsstufe gestrichen worden.

Die Burgkunstadter Synagoge; Fotografie von 1935

In der „Reichskristallnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge in der Unterstadt geplündert und verwüstet. „Aus verkehrstechnischen Gründen“ wurde die Synagoge bis Jahresende vollständig abgetragen und durch eine Grünanlage ersetzt.

Mit dem Angriff auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Die Begeisterung der Bevölkerung hielt sich im Gegensatz zum Deutsch-Französischen Krieg und zum Ersten Weltkrieg in Grenzen und kam nur bei absolut überzeugten Nationalsozialisten auf. „Im Rahmen der zivilen Luftschutzmaßnahmen“ blieben zwischen dem 1. und dem 11. September alle Schulen im Landkreis Lichtenfels geschlossen.

Die ersten Fliegerbomben fielen durch englische Flugzeuge in der Nacht vom 27. auf den 28. August 1940 nordwestlich der St.-Josephs-Anstalt.

Die St.-Josephs-Anstalt wurde im Frühsommer 1941 vollständig geräumt. Viele Bewohner wurden in anderen Heimen und Psychiatrien ermordet; nur wenige wurden nach Hause entlassen. Die Anstalt wurde in ein NS-Volksfürsorgeheim für Mutter und Kind umgewandelt.

Häuser in der Kulmbacher Straße neben dem leeren Platz, an dem bis 1938 die Synagoge stand. Im vierten von rechts lebten bis 1942 die letzten Burgkunstadter Juden.

Am 24. April wurden die letzten zwölf Burgkunstadter Juden mit einem Zug abtransportiert und bis zum 28. April in das KZ Majdanek in Ostpolen gebracht. In den folgenden Tagen wurden die meisten in die Vernichtungslager Belzec und Sobibor transportiert, wo sie im Sommer 1942 in den Gaskammern ermordet wurden. Diese Aktion beendete die rund 700-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinde in Burgkunstadt.

Da immer mehr Arbeiter der heimischen Schuhfabriken an die Front mussten, wurden die Arbeitsplätze durch kriegsgefangene Russen, Litauer, Polen, Franzosen und Wlasslow-Soldaten besetzt.

Ab März 1945 häuften sich auch die Flüchtlingsströme aus osteuropäischen Ländern. Dazu kamen immer öfters waffenlose, verwahrloste Soldaten. Damit wurde immer deutlicher, dass der Krieg bald enden werde. Im Zuge des Nerobefehls wurde am 10. April alle Mainbrücken in der Umgebung gesprengt. Das Lichtenfelser Tagblatt erschien das letzte Mal am 10. April, der Strom fiel ab dem 11. April aus, so dass man auch kein Radio mehr hören konnte und von der Außenwelt abgeschnitten war. Neben diesem Umstand führte auch die schlechte Nahrungsmittelversorgung zu zahlreichen Plünderungen in dieser Zeit.

Am 12. April 1945 erreichte die amerikanische Panzerspitze Horb, woraufhin sich Burgkunstadt noch am selben Abend ergab. Widerstand leistete nur eine mehrere Mann starke Gruppe von Wehrmachtsoldaten, die durch die Burgkunstadter Bevölkerung aber vertrieben werden konnte. In den folgenden Tagen und Wochen machten sich auch die meisten Ostarbeiter, Wlassow-Soldaten und die Evakuierten aus deutschen Großstädten auf den Heimweg.

Am 8. Mai um 23.01 Uhr, knapp vier Wochen nach der Kapitulation Burgkunstadts, endete der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Einschließlich der Neubürger (Flüchtlinge, Vertriebene, etc.) starben 242 Burgkunstadter Soldaten an den Fronten. Viele weitere wurden vermisst. Von den in Burgkunstadt geborenen oder länger ansässig gewesenen Juden starben 84 in den Arbeits- und Vernichtungslagern.

1945–1964 Von der Not zum Wirtschaftswunder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1945 florierte der Schwarzmarkt, auf dem neben Nahrungsmitteln auch Souvenirs der Nazizeit verkauft wurden. Auch der Flüchtlingsstrom nahm noch einmal zu. Ab dem 11. Juni gab es wieder Strom in der Stadt, so dass die heimische Industrie teilweise wieder den Betrieb aufnehmen konnte, sofern genügend Arbeiter nach dem Krieg noch vorhanden waren, was für viele Betriebe ein ernsthaftes Problem darstellte. Auch die St.-Josefs-Anstalt nahm neben Flüchtlingen auch wieder Behinderte auf.

Die im Herbst 1945 von der FiMa aus Kanonenrohren gebaute zweite Mainbrücke, die bis 1955 stand.
Rangiermanöver in der inneren Kulmbacher Straße um 1954, auf dem Bild wird ersichtlich wie dringend der Bau der Umgehungsstraße war.

Im Herbst 1945 baute die im Krieg aus dem Saarland zugezogene Maschinenfabrik Fischer eine neue Mainbrücke aus Kanonenrohren und ermöglichte dadurch wieder den Verkehr zwischen Burgkunstadt und Altenkunstadt. Nach nur neun Jahren wurde die Brücke im August 1954 abgerissen und durch eine moderne Eisenbetonbrücke ersetzt.

Ab Sommer 1945 hatten die Amerikaner begonnen, Deutschland zu entnazifizieren. In Burgkunstadt wurden im Rahmen dessen einige Haft- und Geldstrafen verhängt, zudem musste die Stadtverwaltung nahezu alle Beamten und Angestellten entlassen.

Der extrem kalte Winter Anfang 1947 verschlechterte die Situation der Bevölkerung neben der ohnehin mangelhaften Nahrungsmittelversorgung zusätzlich, da kaum Heizmaterial vorhanden war. Dies hatte zur Folge, dass der Schwarzmarkt wieder aufblühte und deutlich mehr entwendet wurde als sonst.

Luftbild der sich im Bau befindlichen Umgehungsstraße, der heutigen B 289.

Um die Wohnungsnot zu Lindern, wurden überall im Stadtgebiet Häuser und Wohnungen, teils auch aus öffentlichen Mitteln, errichtet. Der zunehmende Verkehr sorgte oftmals für lange Staus in der Unterstadt und es kam trotz der innerörtlichen Lage zu einigen tödlichen Unfällen. Abhilfe brachte eine damals nur zwei Kilometer lange Umgehungsstraße (Teil der heutigen B 289).

1954 begann man mit dem Bau der für rund 1000 Leute ausgelegten Multifunktionshalle, der heutigen Stadthalle. Die Stadthalle entwickelte sich in den Jahren nach der Fertigstellung im Jahr 1956 zu einem kulturellen und sozialen Anziehungspunkt für ganz Oberfranken.

1965–1990 Von der Schuhstadt zur Schulstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung zum schulischen Zentrum des westlichen Landkreises Lichtenfels begann mit dem Bau der staatlichen Mittelschule (der heutigen Realschule) am 8. Juni 1965, die im September 1966 fertiggestellt wurde. Mit dem Ende der Konfessionsschulen ging 1970 auch eine Neuorganisation des Schulwesens einher, zudem wurden die Schüler aus fast allen angrenzenden Ortschaften ab spätestens 1970 in Burgkunstadt eingeschult. Durch die stark angewachsene Schülerzahl wurde die Volksschule durch einen Anbau erweitert.

Der Höhepunkt der Burgkunstadter Schuhindustrie war Mitte der 1960er Jahre. Rund 2300 Arbeiter aus mehr als 50 Ortschaften fertigten täglich 12.000 Paar Schuhe, darunter neben Damen- und Herrenschuhen auch Kinder-, Übergrößen-, Eislauf- und Skischuhe. Zu dieser Zeit bekam die Stadt den Beinamen Fränkisches Pirmasens bzw. Klein-Pirmasens.

Im Zuge der bayerischen Gemeinde-Gebietsreform wurde Weidnitz als erste Gemeinde am 1. Juli 1971 nach Burgkunstadt eingegliedert. In den folgenden Jahren bis 1977 folgten die weiteren umliegenden Gemeinden, die heute zu Burgkunstadt gehören. Durch die angewachsene Gemeindegröße wurde auch ein Rathausanbau nötig, der zusammen mit einer Generalsanierung 1978 fertiggestellt wurde.

1974 wurde das Progymnasium mit integriertem Erweiterungsbau der Realschule fertiggestellt. Zu dieser Zeit schlossen die ersten Schuhfabriken in Burgkunstadt, bedingt durch zu starke, vor allem ausländische Konkurrenz.

Das Haus in der Bildmitte wurde ebenfalls zur Erweiterung der Rangengasse 1978 abgerissen
Die Weihersbachstraße um 1975, das Haus in der Bildmitte wurde zum Ausbau der Rangengasse 1978, das Haus rechts dahinter ca. 2005 abgerissen

Zwischen 1963 und 1978 fanden im Bereich der ehemaligen Burganlage mehrere archäologische Ausgrabungen statt, bei denen teilweise Funde mit einem großen wissenschaftlichen Wert, wie dem Bamberger Silberdenar, zum Vorschein kamen.

Auf einem Grundstück in der Lichtenfelser Straße hatte man bereits 1979 mit dem Bau eines Rettungszentrums für das Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr begonnen, das am 12. September 1980 eingeweiht wurde.

Nachdem in Burgkunstadt zwischen 1978 und 1979 Erdkabel verlegt worden waren, konnte man ab dem 12. März 1981 als erste Stadt im Landkreis Kabelfernsehen empfangen. 1982 wurde das erste Mal das bis heute beliebte Altstadtfest veranstaltet.

1983 zeichnete sich bereits das Ende der Schuhindustrie ab. Die Obermain-Schuhfabrik stand kurz vor dem Aus und auch in den anderen übrig gebliebenen Schuhfabriken ging es meist bergab. Dennoch wurde 1988 das 100-jährige Jubiläum der Burgkunstadter Schuhindustrie gefeiert. Zu dieser Zeit begann auch die Planungsphase des Schustermuseums.

Die schulische Entwicklung Burgkunstadts fand ihren Abschluss mit der Erweiterung des Progymnasiums zum Vollgymnasium im Jahr 1990. Trotz der positiven Bilanz von 1988 und der guten Produktqualität stellte am 31. März 1990 die Obermain-Schuhfabrik als letzte Schuhfabrik Burgkunstadts die Produktion ein. Die Zeit der Burgkunstadter Schuhindustrie war damit endgültig vorbei.

1990–2011 Rasante Veränderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch vor der Auflösung der DDR ging Burgkunstadt mit dem sächsischen Ehrenfriedersdorf eine Städtepartnerschaft ein, die von beiden Seiten begrüßt wurde.

Das Schustermuseum wurde im März 1991 eröffnet. Um auch die Burgkunstadter Frühgeschichte besser zu erschließen, fanden zwischen 1995 und 2001 erneut mehrere archäologische (Not-)Grabungen im Altstadtbereich statt. Die Grabungserfolge waren hier jedoch höchst unterschiedlich.

Mit finanzieller Unterstützung des 1995 gegründeten Fördervereins konnte von 1998 bis 2000 das Freibad durch die Stadt generalsaniert bzw. teilweise neu gebaut werden. Das nächste größere Bauprojekt, das evangelische Gemeindehaus mit angegliederter Freilichtbühne, konnte im Frühjahr 2000 fertiggestellt werden.

Impression des Jubiläumsfeuerwerks

2003 wurde die im 14. Jahrhundert erbaute Vogtei zu einem symbolischen Preis von einem Euro an die Friedrich-Baur-Stiftung verkauft, bis zum Sommer 2006 für über drei Millionen Euro saniert und als Kulturhaus ausgebaut.

Im Januar 2005 wurden das Gymnasium und die Realschule dem Landkreis Lichtenfels übereignet, da die Stadt die Trägerschaft aus finanziellen Gründen nicht mehr übernehmen konnte. Nach langen Verhandlungen wurde das zu den Schulen gehörende Hallenbad im Februar 2010 geschlossen. Auch in der Hauptschule fanden Veränderungen statt. Zum Schuljahr 2007/2008 wurde sie zur Offenen Ganztagsschule erweitert mit der Geschwister-Gummi-Stiftung aus Kulmbach als Träger.

Am 31. Dezember 2008 fand zum bevorstehenden 950-jährigen Jubiläum der Stadt eine große Silvesterfeier auf dem Marktplatz statt. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2009 fand ebenfalls eine große Silvesterfeier auf dem Marktplatz statt.[3]

Unterzeichnung bzw. Erneuerung der Städtepartnerschaftsurkunden am 5. Mai 2011 in Burgkunstadt.

Im September 2009 wurde der Entschluss gefasst, mit der polnischen Stadt Gostynin in den nächsten Jahren eine Städtepartnerschaft einzugehen.[3] Im Oktober desselben Jahres konnte das Rathaus nach zweieinhalbjähriger Sanierungsarbeit wieder eröffnet werden.

Da die Kathi Baur-Halle mit Schwimmbad abgerissen werden soll, begann man bereits 2008 mit dem Bau einer neuen Sporthalle neben der bereits existierenden Dreifachturnhalle am Gymnasium. Die neue Halle konnte im Februar 2010 fertig gestellt werden. Zwischen Herbst 2010 und Sommer 2011 wurde die Realschule umfassend saniert und renoviert.

Nach mehrjähriger Planung schloss die Stadt Burgkunstadt, fünf Jahre nach Altenkunstadt und Weismain, am 5. Mai 2011 bei einem Festakt eine Städtepartnerschaft mit der bretonischen Gemeinde Quéven. Für Burgkunstadt stellt dies die erste internationale Städtepartnerschaft dar.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute fast in Vergessenheit geraten ist, dass Burgkunstadt nach dem Volksmund einst Wohnort des Riesen Rübesams gewesen sein soll. In seinem Buch Heimat Franken : gesammelte Beiträge zur Kunst, Geschichte, Volkskunde und Denkmalpflege in Franken. zitiert Eichhorn das einst sehr beliebte Kindergedicht: „Kinder von Kunostadt – esset euch hurtig satt. Schlafet ruhig und zahm – sonst kommt der Riese Rübesam“. Nachdem das Gedicht allerdings fast ausschließlich mündlich überliefert wurde, ist es heute nahezu vollständig aus dem Volksgedächtnis verschwunden.[7]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung Burgkunstadts nach der Religionszugehörigkeit (mit Nebenwohnsitzen) der Jahre 2005 bis 2013.[2]

Religion 2005 2006 2007 2008 2009[3] 2010[4] 2011[5] 2012[5] 2013[5]
Katholisch 3793 3779 3716 3639 3583 3540 3302 3271 3199
Evangelisch 2734 2745 2695 2670 2652 2657 2543 2497 2475
Nicht- oder andersgläubig 687 688 729 731 762 752 736 770 771
Gesamt 7214 7212 7140 7040 6997 6949 6581 6538 6445

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Stadtgebiet gehören folgende sieben ehemals eigenständige Gemeinden, meist auch mit deren Ortsteilen:[2]

  • Weidnitz
Als erste Gemeinde schloss sich am 1. Juli 1971 Weidnitz der Stadt Burgkunstadt an.[8] Am 30. Juni 1971 fanden sich zahlreiche Bürger, mehrere Kommunalpolitiker und die damaligen Bürgermeister Pfadenhauer (Burgkunstadt) und Mader (Weidnitz) an der damaligen Ortsgrenze ein, wo die beiden Bürgermeister ein über die Straße gespanntes Band zerschnitten, das die Vereinigung symbolisierte.
  • Neuses am Main
Am 1. April 1972 schloss sich als zweite Gemeinde Neuses am Main Burgkunstadt an.[8] Das damals zu Neuses gehörende Obristfeld wurde nach Redwitz eingemeindet.
  • Ebneth mit Hainweiher und Pfaffeggetten
Am Rande der Landtags- und Kommunalwahlen 1974 stimmte Ebneth mit seinen beiden Ortsteilen mit 107 Pro- und 17 Kontrastimmen für die Eingemeindung, die am 1. Januar 1975 stattfand[9] und am 12. April 1975 mit einem Festakt im damaligen Ebnether Gasthof Lindenzweig gefeiert wurde.
  • Mainroth
Nachdem der Mainrother Gemeinderat bereits am 28. August 1975 mit 7:4 Stimmen für eine Eingemeindung nach Burgkunstadt gestimmt hatte, aber die Bewohner der zu Mainroth gehörenden Ortschaften Rothwind, Fassoldshof und Eichberg sich dagegen aufgelehnt hatten, sah man vorerst von der Eingemeindung ab. Am 1. Januar 1977 schloss sich Mainroth Burgkunstadt an, jedoch ohne die dazugehörigen Ortschaften, die sich Mainleus anschlossen.[9]
  • Gärtenroth mit Wildenroth, Lopphof, Eben und Flurholz
Eingemeindung am 1. Januar 1977[9]
  • Kirchlein mit Reuth und Hainzendorf
Eingemeindung am 1. Januar 1977[9]
  • Theisau mit Mainklein
Eingemeindung am 1. Januar 1977[9]

Einwohnerentwicklung von 1664 bis 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1664 285  
1674 ca. 370
1675 489
1676 ca. 490
1679 ca. 400
1683 579
1685 548
1687 656
1694 650
1701 670
1704 777
1706 806
1743 996
1785 1000
1804 ca. 1000
1812 1175
Jahr Einwohner
1829 1417  
1832 ca. 1500
1834 ca. 1500
1840 1438 [10]
1844 1332
1852 1423
1870 1300
1877 1137
1878 1219
1879 1218
1881 1226
1882 1232
1889 1183
1893 1199
1900 1454
1910 1839
Datum Einwohner
1925 2164
1930 2400  
1933 2583
1939 2785
01.12.1946 2659 + 995 1
1949 3605
10.09.1950 3947
1955 4191
31.12.1956 4247
30.06.1959 4290
10.10.1959 4403
06.06.1961 4364 [9]
1964 4542
25.05.1970 4663 [9]
1972 5133
01.12.1975 5319
Datum Einwohner
01.12.1976 5287
01.12.1977 6928  
01.12.1978 6842
01.12.1979 6864
01.12.1980 6858
01.12.1981 6767
01.12.1982 6692
01.12.1983 7100
01.12.1984 7028
01.12.1985 6990
01.12.1986 6901
01.12.1987 6867
31.12.1990 6813
31.12.1995 7027
31.12.2000 6998
31.12.2001 7003
Datum Einwohner
31.12.2002 7041
31.12.2003 7016  
31.12.2004 6982
31.12.2005 6954
31.12.2006 6934
31.12.2007 6848
31.12.2008 6756
31.12.2009 6743
31.12.2010 6653
31.12.2011 6581
31.12.2012 6538
31.12.2013 6445
31.12.2014 6421

1 Im Jahr 1946 lebten in Burgkunstadt 2659 „Altbürger“ und zudem noch 995 Evakuierte, Flüchtlinge und Ausgewiesene.

(Quellen unter[2])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgkunstadt hat 20 Stadtratssitze, dazu kommt noch ein weiterer für den amtierenden Bürgermeister. Bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 sowie bei den Kommunalwahlen 2008, 2002 und 1996 ergab sich jeweils folgende Sitzverteilung:

CSU FWG SPD Junge Wähler Union (JWU) Bürgerverein Gesamt
2014[11] 7 4 5 4 20 Sitze
2008[12] 8 7 5 20 Sitze
2002[13] 8 6 5 1 20 Sitze
1996[14] 9 4 5 2 20 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist Christine Frieß (CSU). Sie setzte sich 2014 in einer Stichwahl gegen Heinz Petterich (FWG) und davor bereits gegen Wolfgang Sievert (SPD) mit 2000 Stimmen (61,1 % aller gültigen Stimmen) durch.[15]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das seit 1350 belegte Wappen zeigt „in Blau über einer silbernen Zinnenmauer mit offenem Tor einen rot bedachten silbernen Zinnenturm, beiderseits je ein silbernes Haus mit rotem Dach.“

Wappengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste erhaltene Wappen befindet sich auf einer Münze aus dem Jahr 1350 mit einem wuchtigen Bergfried in der Mitte, rechts daneben ein Gebäude mit zwei Kreuzen auf dem Dach. Die Mauer und der Turm repräsentierten die Burg, das Gebäude die Stadtkirche. Die Umschrift lautet: „†S·CIVIVM·CIVITATIS·IN·BWRCVNSTADT“. Es gilt als wahrscheinlich, dass Burgkunstadt als Flecken vor 1350 kein Wappen oder Siegel mit anderen Motivzeichen geführt hat, da andernfalls sicherlich die Weiterverwendung dieser Zeichen nach der Stadtwerdung gefordert und durchgesetzt worden wäre.[16]

Mitte des 15. Jahrhunderts gab es die einzige größere Änderung im Wappen; das Tor wurde nun offen dargestellt und auf der linken Seite des Turmes kam noch ein Gebäude in Schrägansicht mit zwei Kreuzen auf dem Dach dazu.[17] Die Textumschrift lautet in gotischen Minuskeln „SIGILLUM PURG CONSTAT“.[16] Im Laufe der Jahrhunderte änderten sich mehrmals geringfügig das Design, die Farben und die Anordnung der einzelnen Elemente.[18] Erstmals wurden der Turm, die Mauer und die Nebengebäude in der Lipowskyschen Wappenmatrikel in weiß mit roten Dächern abgebildet. Im Zuge der Änderung der fränkischen Gemeindewappen wurde 1819 die blaue Schildfarbe eingeführt. Die Farbgebung wurde gewählt, um die historischen fränkischen Farben Rot-Weiß mit dem bayerischen Blau-Weiß zu verbinden.[16] Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts wurden unnötige Verzierungen entfernt und das Wappen gestaltet, wie es derzeit im Gebrauch ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus (mitte, hinten) und Schustermuseum (rechts) von Burgkunstadt (2010)
Katholische Kirche am Marktplatz
Evangelische Kirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das 1986 gegründete Deutsche Schustermuseum gewährt mit vielen Exponaten Einblicke in die Geschichte des Schusterhandwerks mit Schwerpunkt auf Burgkunstadt und die gut 100 Jahre Schuhindustrie.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus: viergeschossiger Bau, Grundmauern, Erdgeschoss und erster Stock Reste des Bergfriedes der Burgkunstadter Burg, dritter und vierter Stock kunstvoll verzierter Fachwerkaufbau von 1690, gebaut von Jörg Hofmann und Hans Gebelein.
  • Unterirdische Gänge verbanden seit dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Häuser der Oberstadt am Marktplatz. Mittlerweile sind viele der Gänge zugemauert oder eingestürzt. Der einzige öffentlich zugängliche Abschnitt beginnt in der alten Vogtei.

Kirchen:

  • Katholische Stadtpfarrkirche: Neobarocke Fassade, innen neobarocker Altar und Seitenaltäre.
  • Evangelische Kirche, ein moderner Bau von 1935.
  • Fünf-Wunden-Kapelle: Renaissancebau von 1666.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Burgkunstadt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geldinstitute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sparkasse
  • Raiffeisenbank
  • Hypo Vereinsbank

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgkunstadt und der Stadtteil Mainroth sind jeweils mit einem eigenen Bahnhof an die Bahnstrecke Bamberg–Hof angeschlossen. In Lichtenfels besteht die Möglichkeit, auf einen ICE der Strecke München-Berlin umzusteigen.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgkunstadt liegt an der B 289. Die nächste Autobahn ist die A 73, Auffahrt Lichtenfels. Danach folgen die A 70 (Schweinfurt-Bayreuth), Auffahrt Stadelhofen und die A 9, Auffahrt Himmelkron.

Als öffentliche Verkehrsmittel fungieren die Linienbusse der Busunternehmen Kaiser-Reisen (Burgkunstadt), Götz-Reisen (Altenkunstadt) und Deuber Reisen (Weismain), die zusammen ein Liniensystem im westlichen und nördlichen Landkreis Lichtenfels und im östlichen Landkreis Kulmbach betreiben.

Des Weiteren ist in Burgkunstadt, gefördert durch den Landkreis Lichtenfels, ein Bürgerbus im Einsatz. Dieser fährt immer dienstags um 8:30 Uhr von Kirchlein nach Burgkunstadt und um 11:45 Uhr zurück nach Kirchlein.[19]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freibad Kunomare
  • Alte Vogtei: dient als Kultur- und Veranstaltungshaus
  • Stadthalle: Sporthalle und regionaler Veranstaltungsort

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule: Grundschule Burgkunstadt-Mainroth, Burgkunstadt und Mainroth
  • Förderschule: gehört zum Regens-Wagner-Heim
  • Hauptschule: Hauptschule Burgkunstadt, Burgkunstadt
  • Realschule: Realschule Burgkunstadt, Burgkunstadt
  • Gymnasium: Gymnasium Burgkunstadt, Burgkunstadt (neusprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Zweig)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadt wurde im Jahr 1818 durch das Gemeindeedikt das Recht erteilt, Personen, die sich durch hervorragende Leistungen entscheidend die Entwicklung der Stadt beeinflusst oder sich besonders große Verdienste um das allgemeine Wohl der Bürger erworben haben, zu Ehrenbürgern zu ernennen. Seitdem wurde diese Auszeichnung mindestens 15 Personen zuteil. Aufgrund fehlender Unterlagen und Dokumente sind die vergebenen Ehrenbürgerrechte nicht mehr lückenlos nachzuweisen.[2]

Das Ehrenbürgerrecht der Stadt Burgkunstadt ist weder mit besonderen Rechten noch mit besonderen Pflichten verbunden.

Die Auflistung erfolgt chronologisch nach dem Datum der Zuerkennung.

Offizielles Bild der Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Burgkunstadt an den Kommunalpolitiker Elmar Bergmann
  • Ernst Pühn, seit 26. August 1855, Landgerichtsarzt
  • Franz Leonhard Pregler, seit 26. März 1887, Lehrer
  • Jonas Löbenstern, seit 1890, Lehrer der Judenschule
  • Friedrich Reubel, seit 1901, katholischer Pfarrer
  • Hans Püls, seit 1923, Schuhfabrikant
  • Jakob Friedrich Riexinger, Schuhfabrikant
  • Hans Agath, seit 31. März 1933, Bürgermeister
  • Joseph Bullinger, seit 19. März 1949, Arzt
  • Josef Mehringer, seit 28. Januar 1951, Lederfabrikant
  • Friedrich Baur, seit 25. Juli 1951, Gründer und Inhaber des Baur-Großversandes
  • Kathi Baur, seit 1. Juni 1964, Gattin von Friedrich Baur und Chefin des Baur-Großversandes
  • Anton Sattler, seit 5. Februar 1978, Hauptgeschäftsführer des Baur-Großversandes
  • Hans Zwerenz, seit 21. Juli 1990, Arzt
  • Georg Dora, seit 1. Juni 1995, Bürgermeister
  • Elmar Bergmann, seit 19. Dezember 2006, Kommunalpolitiker
  • Heinz Petterich, seit 13. Mai 2014, Bürgermeister
  • Gerlinde Konrad, seit 13. Mai 2014, Kommunalpolitikerin

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende, chronologisch nach dem Geburtsjahr aufgelistete Übersicht enthält bekannte, in Burgkunstadt geborene Persönlichkeiten. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in der Stadt hatten oder nicht, ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foto der Zugweihe zusammen mit dem 1. Bürgermeister, Heinz Petterich
  • Am 4. Juni 2009 wurde ein Triebwagen der Baureihe 612 der Deutschen Bahn auf den Namen Burgkunstadt getauft.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudi Fetzer: Borkuschter Mosaik – Eine etwas andere Stadtgeschichte. (nur im Rathaus erhältlich).
  • Wolfgang Gunzelmann: Kunstadter Geschichten. (Wahre Geschichten in Reimform erzählt aus Alten- und Burgkunstadt).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geologische Daten und Fakten zu Burgkunstadt
  2. a b c d e f Rudi Fetzer: Borkuschter Mosaik – Eine etwas andere Stadtgeschichte. Stadt Burgkunstadt, 2009.
  3. a b c d Jahresbericht der Stadt von 2009 (PDF) burgkunstadt.de, abgerufen am 4. Oktober 2010.
  4. a b Jahresbericht der Stadt Burgkunstadt von 2010 (PDF) burgkunstadt.de, abgerufen am 27. Juli 2011.
  5. a b c d e f Jahresbericht der Stadt Burgkunstadt von 2013 (PDF) burgkunstadt.de, abgerufen am 10. August 2013.
  6. PPT-Präsentation 950 Jahre Burgkunstadt von Hans Losert, landschaftsmuseum.de, abgerufen am 13. April 2010.
  7. Eichhorn, Ernst, Heimat Franken : gesammelte Beiträge zur Kunst, Geschichte, Volkskunde und Denkmalpflege in Franken., München 1979.
  8. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 512.
  9. a b c d e f g Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 694 und 695.
  10. Thomas Gunzelmann: Die Kulturlandschaft um 1840. In: Günther Dippold: Im oberen Maintal auf dem Jura an Rodach und Itz. Selbstverlag der Kreissparkasse Lichtenfels, Lichtenfels 1990, S. 75.
  11. Burgkunstadt Aktuell, Mai 2014 (PDF) hirsch-woelfl.de, abgerufen am 24. August 2014 (PDF; 1,77 MB)
  12. Ergebnisse der Kommunalwahl 2008 (Pdf, offline) (PDF)
  13. Ergebnisse der Kommunalwahlen 2002 im Landkreis Lichtenfels
  14. Stadtratswahl 1996 Ergebnisse der Kommunalwahl 1996 (Memento vom 5. Februar 2005 im Internet Archive) im Internet Archive
  15. Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2008 (PDF).
  16. a b c Franz Wenzl: Burgkunstadt – Bilder aus vergangenen Tagen II. Geiger Verlag, 1991, ISBN 3-89264-634-1.
  17. Kurze Wappengeschichte auf hdbg.de
  18. Kurze Wappengeschichte (englisch).
  19. Fahrplan Bürgerbus Burgkunstadt (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgkunstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Burgkunstadt – Reiseführer