Liste der Straßen und Plätze in Kaditz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lage der Gemarkung Kaditz in Dresden
Obelisk zum Gedenken an den Bau des 1937 eröffneten Reichsautobahnabschnitts

Die Liste der Straßen und Plätze in Kaditz beschreibt das Straßensystem im Dresdner Stadtteil Kaditz mit den entsprechenden historischen Bezügen. Aufgeführt sind Straßen und Plätze, die im Gebiet der Gemarkung Kaditz liegen. Die Ausdehnung des statistischen Stadtteils 23 (Kaditz) ist nur unwesentlich kleiner und umfasst alle Straßen der Kaditzer Flur mit Ausnahme der Scharfenberger Straße, die in Gänze zum statistischen Stadtteil 22 (Mickten) zählt.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigste Straße in der Kaditzer Flur ist die Bundesautobahn 4, die im Stadtteil über die Autobahnanschlussstelle Dresden-Neustadt, benannt nach der Neustädter Elbseite, verfügt. Über ein komplexes Rampen- und Kreuzungssystem ist sie an den Elbepark Dresden sowie die Washington- und die Kötzschenbroder Straße angebunden. Bundesstraßen gibt es in Kaditz nicht, dafür aber zwei sächsische Staatsstraßen: die S 73 (Washingtonstraße) und die S 82 (Leipziger Straße). Vor der Eingemeindung von Kaditz nach Dresden 1903 wurden Straßen zumeist nach Nachbarorten, zu denen sie führten, oder Personen mit lokalem Bezug benannt. Genau ein Jahr nach der Eingemeindung, zum 1. Januar 1904, ließ Dresdens Oberbürgermeister Otto Beutler rund 20 Kaditzer Straßen und Plätze umbenennen. Besonders betroffen war die um 1900 entstandene gründerzeitliche Siedlung Neukaditz. Als Grund für die Umbenennungen gab Beutler in seiner Bekanntmachung vom 11. November 1903 an, dass die betroffenen Straßennamen in den neu eingemeindeten Orten übereinstimmend vorkamen, in älteren Stadtteilen Dresdens bereits vorhanden waren oder ihnen zum Verwechseln ähnlich waren.[1] Die rege Siedlertätigkeit der 1930er Jahre brachte eine dritte Welle neuer Straßennamen. Alle derzeit aktuellen Straßennamen galten schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Eine (Bobestraße) der drei (Strachwitz-, Dungerstraße und Riegelplatz) in der Zeit des Nationalsozialismus vollzogenen Umbenennungen, durch die Namen missliebiger Personen (Bobe, Radestock, Simson) entfernt werden sollten, wurde rückgängig gemacht.

Die Namensgebung der 45 benannten Kaditzer Straßen und des einen benannten Platzes im Stadtteil (Riegelplatz) erfolgte teilweise systematisch. Neun Straßen tragen Namen benachbarter oder naher Orte (dazu Leipzig für die Fernstraße, sowie Gleina als Wüstung). Acht weitere beziehen sich auf örtliche Flurnamen (z. B. Kaditzer Tännicht, Seewiesen, Gucksberg), sechs haben einen anderen lokalen Bezug (Kleinsiedler, Stadtrand, Sandboden). Vier Straßen tragen Namen von lokal bedeutsamen Persönlichkeiten (Adolf, Emilie, Waldemar, Kolbe), drei davon sind Vornamen. Fünf tragen die Namen von Dichtern (Andersen, Geibel, Grimm, Schenkendorf, Schwab), drei davon wurden für das Märchendichterviertel namensgebend. Zwei Namensgeber waren deutsche Sprachpuristen (Riegel, Dunger), in der Zeit der DDR erhielt eine (Bobe) der ursprünglich zwei (auch Radestock) nach Konsumgenossenschaftlern benannten Straßen ihren alten Namen wieder zurück. Sechs Straßen wurden nach Leipziger oder Berliner Hochschullehrern benannt, zwei (Quandt und Baudissin) nach Persönlichkeiten, die sich in Dresden um die Künste verdient gemacht hatten. Die drei übrigen offiziellen Straßennamen sind der Ortskern Altkaditz, die der Pieschener Benennungssystematik folgende Lommatzscher Straße sowie die Washingtonstraße, deren Name als einzige in der Weimarer Republik geschaffene Kaditzer Hauptverkehrsstraße keiner Systematik folgt.

Daneben gibt es auch inoffizielle Namen, darunter die Borngasse oder Wassergasse als Verbindungsweg von Altkaditz zur Elbe. Im Elbepark Dresden, der vollständig auf Kaditzer Flur liegt, verlaufen darüber hinaus mehrere unbenannte Straßen, deren anliegende Gebäude postalisch Teil der Peschelstraße sind.

Die Kulturdenkmale, die an den Kaditzer Straßen und Plätzen liegen, sind in der Liste der Kulturdenkmale in Kaditz aufgeführt.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vorhandenen Straßen und Plätze im Ortsteil sowie einige dazugehörige Informationen. Im Einzelnen sind dies:

  • Name/Lage: Aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes sowie unter ‚Lage‘ ein Koordinatenlink, über den die Straße oder der Platz auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden kann. Die Geoposition gibt dabei ungefähr die Mitte der Straße an.
  • Länge/Maße in Metern: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind nach mathematischen Regeln auf- oder abgerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen eher Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet. Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b dargestellt. Der Zusatz ‚im Stadtteil‘ bzw. ‚im Ortsteil‘ gibt an, wie lang die Straße innerhalb des Stadt-/Ortsteils ist, sofern sie durch mehrere Stadt-/Ortsteile verläuft.
  • Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens.
  • Jahr der Benennung: Zeitpunkt, zu dem die Straße ihren heute gültigen Namen erhielt (sofern bekannt).
  • Anmerkungen: Weitere Informationen bezüglich anliegender Institutionen, der Geschichte der Straße, historischer Bezeichnungen, Baudenkmalen usw.
  • Bild: Foto der Straße.

Straßenverzeichnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name/Lage
Länge/Maße
Namensherkunft
Jahr der Benennung
Anmerkungen Bild
Adolfstraße
Lage
000000000000180.0000000000180 m Adolf Franze, Kaditzer Gutsbesitzer und Gemeinderatsmitglied 1900 Die Straße liegt in Neukaditz und trug als Planstraße die Bezeichnung Straße VII.
Adolfstraße
Altkaditz
Lage
000000000000340.0000000000340 m Historischer Ortskern des Straßenangerdorfs Kaditz 1904 Zunächst hieß Altkaditz Dorfplatz, ab 1899 dann nach Martin Luther Lutherplatz. Seit 1904 heißt auch der ursprünglich Kirchstraße genannte Abschnitt zwischen Emmauskirche und Serkowitzer Straße Altkaditz.
Altkaditz
Am Kaditzer Tännicht
Lage
000000000000210.0000000000210 m Lage am Kaditzer Tännicht, einem 1890 bis 1927 schrittweise gerodeten und bebauten Ausläufer der Jungen Heide 1937 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und trug als Planstraße die Bezeichnung Straße 76.
Am Kaditzer Tännicht
Am Kesselgrund
Lage
000000000000400.0000000000400 m Lage am Kesselgründchen, einem Flurstück 1939 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Spitzhaus- und die Gleinaer Straße.
Am Kesselgrund
Am Seegraben
Lage
000000000000500.0000000000500 m Lage am Seegraben, einem kleinen Wassergraben in der Mitte des alten Elbarms Seewiesen, vgl. Seewiesenweg 1937 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet den Gucksbergweg und die Serkowitzer Straße.
Am Seegraben
Am Stadtrand
Lage
000000000000290.0000000000290 m Lage am Stadtrand, nahe der Stadtgrenze von Dresden zu Radebeul, dem aktuell ältesten Abschnitt der Dresdner Stadtaußengrenze 1937 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Kötzschenbroder und die Gleinaer Straße.
Am Stadtrand
Am Vorwerksfeld
Lage
000000000000430.0000000000430 m Lage am Vorwerksfeld, einem bis zum 15. Jahrhundert zum Vorwerk Poppewitz gehörenden Flurstück 1939 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Kötzschenbroder und die Serkowitzer Straße.
Am Vorwerksfeld
An den Hufen
Lage
000000000000190.0000000000190 m Lage am Flurstück Die Hufen 1911 Die Straße liegt im kleinen Märchendichterviertel und verbindet die Andersen- und die Kötzschenbroder Straße.
An den Hufen
Andersenstraße
Lage
000000000000200.0000000000200 m Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller 1927 Die Straße liegt im kleinen Märchendichterviertel und verbindet die Gustav-Schwab- und die Grimmstraße.
Andersenstraße
Baudissinstraße
Lage
000000000000250.0000000000250 m Wolf Heinrich Graf von Baudissin, Schriftsteller, Übersetzer und Diplomat 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß ab 1896 zunächst Forststraße, vgl. Am Kaditzer Tännicht.
Baudissinstraße
Bobestraße
Lage
000000000000150.0000000000150 m Hermann Bobe, Mitgründer und Vorsitzender des ersten sächsischen Konsumvereins in Pieschen 1926 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß zwischen 1937 und 1956 Strachwitzstraße nach Moritz Graf von Strachwitz.
Bobestraße
Dungerstraße
Lage
000000000000160.0000000000160 m Hermann Dunger, deutscher Sprachpurist und Lehrer, Mitgründer des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins (ADSV), vgl. Riegelplatz 1935 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß vor 1935 Radestockstraße nach Max Radestock.
Dungerstraße
Emilienstraße
Lage
000000000000350.0000000000350 m Emilie, Gattin von Carl Kolbe und Schwiegertochter von Hermann Kolbe, vgl. Kolbestraße 1899 Der nördliche Teil der Straße bildet die Stadtgrenze zu Radebeul.
Emilienstraße
Fechnerstraße
Lage
000000000000490.0000000000490 m Gustav Theodor Fechner, Physiker und Philosoph 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß ab 1895 zunächst Albertstraße nach König Albert. Ursprünglich war sie Teil des alten Verbindungswegs zwischen Kaditz und Trachau, vgl. Grimmstraße. Ein Rest des Verbindungswegs unmittelbar westlich der Wächterstraße ist noch vorhanden und heißt im Volksmund Alte Fechnerstraße.
Fechnerstraße
Fürstenhainer Straße
Lage
000000000000950.0000000000950 m Fürstenhain, damals Ortsteil von Kötzschenbroda 1904 Die Straße besteht aus zwei Teilen, die durch einen Feldweg verbunden sind. Der östliche ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und besteht seit 1937, der ältere westliche hieß ab 1899 Bernhardstraße nach dem damaligen Kaditzer Pfarrer Bernhard Henrici.
Fürstenhainer Straße
Geibelstraße
Lage
000000000000160.0000000000160 m Emanuel Geibel, Dichter 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und trug als Planstraße die Bezeichnung Straße E.
Geibelstraße
Gleinaer Straße
Lage
000000000001540.00000000001.540 m Gleina, Wüstung etwa am Ort der Anschlussstelle Dresden-Neustadt an die Bundesautobahn 4 1937 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und besteht aus zwei nicht verbundenen Teilen. Der östliche liegt zwischen Fürstenhainer Straße und Am Stadtrand, der westliche zwischen Spitzhaus- und Kötzschenbroder Straße.
Gleinaer Straße
Grimmstraße
Lage
000000000001300.00000000001.300 m Brüder Grimm, Sprachwissenschaftler und Märchensammler, Begründer der Deutschen Philologie bzw. Germanistik 1904 Die Straße besteht aus drei Teilen, die zuerst unterschiedliche Namen trugen. Der kleinste und älteste Teil liegt zwischen Altkaditz und der Serkowitzer Straße und hieß bis in die 1920er Jahre Schmiedestraße nach der dort gelegenen Kaditzer Dorfschmiede. Der größte Abschnitt, gelegen zwischen Serkowitzer Straße und Riegelplatz, war Teil des alten Verbindungswegs zwischen Kaditz und Trachau (vgl. Fechnerstraße) sowie der wichtigste Verkehrsweg nach Altkaditz und hieß deshalb ab 1896 zunächst Hauptstraße. Östlich vom Riegelplatz schloss sich die ebenfalls 1896 benannte Wilhelmstraße (Namensgeber unbekannt) an, die bis zur Rankestraße reichte. Durch den Autobahnausbau wurde 1996 der äußerste östliche Teil abgetrennt und namentlich der Peschelstraße angeschlossen.
Grimmstraße
Gucksbergweg
Lage
000000000000240.0000000000240 m Lage am Gucksberg, einer flachen Erhebung, die für den Weinbau genutzt wurde, vgl. Weingartenweg 1939 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet den Weingartenweg und die Kötzschenbroder Straße.
Gucksbergweg
Gustav-Schwab-Straße
Lage
000000000000180.0000000000180 m Gustav Schwab, Dichter und Pfarrer 1927 Die Straße liegt im kleinen Märchendichterviertel und verbindet die Andersen- und die Kötzschenbroder Straße.
Gustav-Schwab-Straße
Kathenweg
Lage
000000000000100.0000000000100 m früherer Standort mehrerer Kathen, einfacher Häuschen von Landarbeitern 1939 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet den Weingartenweg und Am Seegraben.
Kathenweg
Kleinsiedlerweg
Lage
000000000000220.0000000000220 m Bewohner der dortigen planmäßigen Kleinsiedlung 1939 Die Straße verbindet die Zitzschewiger und die Gleinaer Straße.
Kleinsiedlerweg
Kolbestraße
Lage
000000000000100.0000000000100 m Hermann Kolbe, Chemiker, Schwiegervater von Emilie Kolbe, vgl. Emilienstraße 1904 Diese Sackgasse liegt in Neukaditz und hieß ab 1892 zunächst Georgstraße nach dem damaligen Kronprinzen Georg.
Kolbestraße
Kötitzer Straße
Lage
000000000000200.0000000000200 m Kötitz, Stadtteil von Coswig 1937 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Fürstenhainer Straße und Am Kaditzer Tännicht.
Kötitzer Straße
Kötzschenbroder Straße
Lage
000000000002400.00000000002.400 m
(im Stadtteil)
Kötzschenbroda, damals selbständige Gemeinde, seither Stadtteil von Radebeul 1904 Die Straße war seit dem Mittelalter Teil der rechtselbischen Verbindung zwischen Dresden und Meißen und hieß Meißnische Straße. In Folge des verheerenden Elbhochwassers 1784 erfolgte 1787 eine Verlegung des Verkehrszugs weiter nach Norden, vgl. Leipziger Straße. Fortan hieß der nun umgangene Abschnitt Alte Meißner Straße, ab 1899 Dresdner Straße. Ihre Fortsetzungen heißen ebenfalls Kötzschenbroder Straße in Mickten bzw. Kötzschenbrodaer Straße in Radebeul. Seit den 1930er Jahren wurde in ihrem Kaditzer Abschnitt in der Bebauung der Raum für einen vierspurigen Ausbau mit Mittelstreifen freigehalten, der bislang nur zwischen Washingtonstraße und Riegelplatz zur Ausführung kam. Einen Straßenzug bildet sie mit der Lommatzscher Straße.
Kötzschenbroder Straße
Lange Felder
Lage
000000000000220.0000000000220 m Lage am Langefeldchen, einem Flurstück 1937 Die Straße liegt in einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Zitzschewiger und die Gleinaer Straße.
Lange Felder
Leipziger Straße
Lage
000000000000600.0000000000600 m
(im Stadtteil)
Leipzig, sächsische Großstadt um 1840 Die Straße verläuft entlang der Flurgrenze zwischen den Gemarkungen Kaditz und Trachau bzw. der Grenze zwischen den statistischen Stadtteilen Kaditz und Mickten. Die Straße war seit 1787 Teil der rechtselbischen Verbindung zwischen Dresden und Meißen und übernahm damals den Namen Meißnische Straße von der heutigen Kötzschenbroder Straße. Ihre Fortsetzungen heißen ebenfalls Leipziger Straße in Trachau, Mickten, Pieschen und der Leipziger Vorstadt bzw. Meißner Straße in Radebeul.
Leipziger Straße
Leuckartstraße
Lage
000000000000150.0000000000150 m Rudolf Leuckart, Zoologe, Begründer der Parasitologie 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß ab 1900 zunächst Theresienstraße nach Theresie, der Gattin des letzten Kaditzer Gemeindevorstehers Friedrich Findeisen.
Leuckartstraße
Lommatzscher Straße
Lage
000000000000400.0000000000400 m
(im Stadtteil)
Lommatzsch, Stadt bei Meißen, nordwestlich Dresdens 1938 Die Straße verläuft entlang der Flurgrenze zwischen den Gemarkungen Kaditz und Mickten bzw. der Grenze zwischen den gleichnamigen statistischen Stadtteilen. Die am Dreyßigplatz in Mickten beginnende Straße entstand im Zusammenhang mit dem Autobahnbau und diente zunächst als reiner Autobahnzubringer. Seit den 1930er Jahren wurde auf ihrer gesamten Länge in der Bebauung der Raum für einen vierspurigen Ausbau mit Mittelstreifen freigehalten, der bislang nur zwischen Washington- und Pieschener Straße zur Ausführung kam. Einen Straßenzug bildet sie mit der Kötzschenbroder Straße.
Tor zum Elbepark an der Lommatzscher Straße
Peschelstraße
Lage
000000000001000.00000000001.000 m Oscar Ferdinand Peschel, Geograph, Schriftsteller und Redakteur 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß ab 1896 zunächst Carlstraße nach dem Kaditzer Landwirt Carl Kuhn. Im Zusammenhang mit dem Bau des Elbeparks und dem Autobahnausbau wurde 1996 der äußerste östliche Teil der Grimmstraße abgetrennt, namentlich der Peschelstraße angeschlossen und diese nach Süden bis zur Washingtonstraße verlängert.
Peschelstraße
Quandtstraße
Lage
000000000000180.0000000000180 m Johann Gottlob von Quandt, Kunsthistoriker und -mäzen 1904 Die Sackgasse markiert von der Stadtaußengrenze bis zur Leipziger Straße die Flurgrenze zwischen Kaditz und Trachau bzw. die Grenze zwischen den beiden gleichnamigen statistischen Stadtteilen. Sie liegt in Neukaditz entlang der Bahnstrecke Leipzig–Dresden und hieß deshalb ab 1897 zunächst Bahnstraße.
Quandtstraße
Rankestraße
Lage
000000000001200.00000000001.200 m Leopold von Ranke, Historiker 1904 Die Straße liegt in Neukaditz im Osten der Kaditzer Flur und hieß deshalb ab 1895 zunächst Oststraße. Ursprünglich war sie Teil des alten Verbindungswegs zwischen Trachau und Alt-Radebeul.
Ranke
Riegelplatz
Lage
000000000000150.0000000000150 × 120 m Herman Riegel, deutscher Sprachpurist und Kunsthistoriker, Mitgründer des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins (ADSV), vgl. Dungerstraße 1935 Dieser (mit Ausnahme des Ortskerns Altkaditz) einzige Kaditzer Platz liegt am Schnittpunkt von Grimm- und Kötzschenbroder Straße. Als Standort einer Bismarckeiche hieß er ab 1899 Bismarckplatz nach Otto von Bismarck, ab 1904 dann Simsonplatz nach Eduard von Simson.
Riegelplatz
Roscherstraße
Lage
000000000000180.0000000000180 m Wilhelm Roscher, Historiker und Ökonom 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß ab 1892 zunächst Luisastraße nach der damaligen Prinzessin Luise.
Roscherstraße
Sandbodenweg
Lage
000000000000230.0000000000230 m Lage in einem Gebiet mit sandhaltigem Boden 1937 Die Straße liegt in einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Zitzschewiger und die Gleinaer Straße.
Sandbodenweg
Scharfenberger Straße
Lage
000000000000280.0000000000280 m
(im Stadtteil)
Scharfenberg, Ortschaft von Klipphausen 1904 Diese Sackgasse ist Zubringer zur Kläranlage Dresden-Kaditz und Teil des historischen Bischofswegs und endet in Höhe von dessen früherer Elbfurt an den Elbwiesen. In östlicher Richtung setzt sie sich auf den Fluren Übigaus und Micktens. In weiten Teilen bildet die Straße die Grenze zwischen beiden Ortsteilen.
Luftbild der Kläranlage Dresden-Kaditz; rechts unten der Kaditzer Teil der Scharfenberger Straße
Schenkendorfstraße
Lage
000000000000250.0000000000250 m Max von Schenkendorf, Schriftsteller und Dichter 1904 Die Straße liegt in Neukaditz und hieß ab 1899 zunächst Marienstraße nach der Gattin des Kaditzers Heinrich Findeisen, der die Straße auf seinem Bauland anlegen ließ, vgl. Wächterstraße.
Schenkendorfstraße
Seewiesenweg
Lage
000000000000310.0000000000310 m Lage am alten Elbarm Seewiesen, der diesen Namen aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit trägt (feuchte Niederung mit sumpfigen Mulden), vgl. Am Seegraben 1937 Die Straße liegt in einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Kötzschenbroder und die Gleinaer Straße.
Seewiesenweg
Serkowitzer Straße
Lage
000000000001680.00000000001.680 m Serkowitz, direkt benachbarter Stadtteil von Radebeul 1900 Die Straße besteht aus zwei Teilen. Namentlich erst 1904 in die eigentliche Serkowitzer Straße einbezogen wurde die 1899 benannte Gartenstraße, vormals Dorffrieden, die auf der Gartenseite der nördlichen Altkaditzer Häuser verläuft. Der größere Abschnitt westlich der Spitzhausstraße war ursprünglich Teil des alten Verbindungswegs zwischen Kaditz und Serkowitz. An der Stadtgrenze zu Radebeul geht die Straße in Altserkowitz über.
Serkowitzer Straße
Spitzhausstraße
Lage
000000000001220.00000000001.220 m Spitzhaus auf den Radebeuler Lößnitzhöhen, in dessen grobe Richtung die Straße verläuft 1904 Die Straße hieß ab 1896 zunächst Radebeuler Straße, da sie die Ortskerne Altkaditz und Alt-Radebeul verband. Ihre Verlängerung in Radebeul ist die Kaditzer Straße.
Spitzhausstraße
Übigauer Straße
Lage
000000000001010.00000000001.010 m Übigau, direkt benachbarter Stadtteil von Dresden, damals Nachbargemeinde 1896 Der Name der die Kaditzer Flutrinne durchquerenden Straße wurde bis etwa 1905 Uebigauer Straße geschrieben. Ursprünglich war sie Teil des alten Verbindungswegs zwischen Kaditz und Übigau bzw. Mickten, ihr Verlauf aus der damaligen Zeit ist nur noch auf dem kurzen Abschnitt von Altkaditz bis zur Flutrinne erhalten. Im Südosten der Kaditzer Flur sowie im größten Teil der Micktner Flur wurde die alte Übigauer Straße mit Ausnahme des Abschnitts zwischen der Kreuzung Washington-/Overbeckstraße und der Scharfenberger Straße in Mickten überbaut, wo sie nahezu auf ihr Übigauer Pendant, die Kaditzer Straße, trifft.
Übigauer Straße
Wächterstraße
Lage
000000000000510.0000000000510 m
(im Stadtteil)
Karl Georg von Wächter, Jurist, Hochschullehrer und Politiker 1904 Die Straße liegt in Neukaditz, ihr südliches Ende (ca. 100 Meter) gehört zu Mickten. Sie hieß ab 1899 zunächst Heinrichstraße nach dem Kaditzer Heinrich Findeisen, der die Straße auf seinem Bauland anlegen ließ, vgl. Schenkendorfstraße.
Wächterstraße
Waldemarstraße
Lage
000000000000250.0000000000250 m Waldemar Höpfner, Besitzer einer nahen Asphalt-, Dachpappen- und Holzzementfabrik und Kaditzer Gemeinderatsmitglied 1900 Die Straße liegt in Neukaditz und trug als Planstraße die Bezeichnung Straße A.
Waldemarstraße
Washingtonstraße
Lage
000000000000300.0000000000300 m
(im Stadtteil)
George Washington, erster US-Präsident 1932 Die Straße verbindet die Autobahnanschlussstelle Dresden-Neustadt mit der Flügelwegbrücke (1930 bis 1984 Kaditzer Brücke) und hieß nach dem ersten Dresdner Flugplatz in Kaditz zunächst ab etwa 1920 Am Flugplatz. Im Zusammenhang mit dem Brückenbau wurde sie 1930 von Übigau über Mickten nach Kaditz verlängert. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Autobahn und dem Neubau des Elbeparks 1996 wurde ihr Kaditzer Abschnitt nach Osten von Kaditzer auf Micktner Flur verlegt und erneut in nördlicher Richtung bis zur Peschelstraße verlängert.
Washingtonstraße
Weingartenweg
Lage
000000000000360.0000000000360 m Lage nahe der einstigen bischöflich-meißnischen Weingärten (Bischofsgarten), vgl. Gucksbergweg 1939 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung, verbindet die Serkowitzer Straße und Am Vorwerksfeld und geht als kurze Sackgasse darüber hinaus.
Weingartenweg
Zitzschewiger Straße
Lage
000000000000720.0000000000720 m Zitzschewig, Stadtteil von Radebeul 1937 Die Straße ist Teil einer planmäßigen Kleinsiedlung und verbindet die Fürstenhainer Straße und Am Stadtrand.
Zitzschewiger Straße

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, Hefte 17/18, Verlagshandlung Wilhelm Baensch, Dresden 1905.
  • Neue Nachbarschaft Kaditz e. V. (Hrsg.): Typisch Kaditz. Geschichte und Geschichten. Dresden 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Straßen in Kaditz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Nachbarschaft Kaditz e. V. (Hrsg.): Dresden-Kaditz. Geschichte – Geschichten – Erinnerungen. Dresden 2005.