Emanuel Geibel

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Emanuel Geibel, ca. 1860
Geibels Geburtshaus in der Fischstraße Nr. 25 zu Lübeck, im Bilde zweites Haus von rechts, 25 Jahre nach Geibels Tod.
Alterswohnsitz in Lübeck
Grabmal auf dem Burgtorfriedhof in Lübeck

Franz Emanuel August Geibel (* 17. Oktober 1815 in Lübeck; † 6. April 1884 ebenda) war ein deutscher Lyriker. Er war zwischen 1840 und 1870 ein literarisch hoch geschätzter und außergewöhnlich populärer Autor, dessen kunstvolles Liederwerk Komponisten wie Robert Schumann, Hugo Wolf, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms inspirierte. Seine Wertschätzung ließ nach dem 1. Weltkrieg stark nach. Weithin bekannt geblieben sind sein Wanderlied Der Mai ist gekommen und sein Vers Und es mag am deutschen Wesen / einmal noch die Welt genesen, den u. a. Kaiser Wilhelm II. zum politischen Schlagwort umformte (Am deutschen Wesen mag die Welt genesen).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Emanuel Geibel wurde als siebtes von acht Kindern in der Fischstraße 25 in Lübeck geboren. Der Sohn des Erweckungspredigers der reformierten Gemeinde Johannes Geibel[1] und der Kaufmannstochter Elisabeth Louise Ganslandt (1778–1841) besuchte das Katharineum zu Lübeck, das er als Klassenbester verließ. Noch als Schüler veröffentlichte er unter dem Pseudonym „L. Horst“ sein erstes Gedicht in dem von Adelbert von Chamisso und Gustav Schwab herausgegebenen Deutschen Musenalmanach für das Jahr 1834.[2] Ab April 1835 studierte Geibel in Bonn auf Wunsch des Vaters Theologie bei Friedrich Bleek (1793–1859), Philosophie bei Christian August Brandis (1790–1867) und Klassische Philologie bei Rudolf Heinrich Klausen (1807–1840) und Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1867). Hier schloss er sich der Burschenschaft Ruländer Bonn an.[3] Ohne Einfluss blieb die Begegnung in Bonn mit Karl Marx und Karl Grün. Mit Moriz Carrière u. a. bildeten sie ein ‚Dichterkränzchen‘.[4]

Im Frühjahr 1836 wechselte er nach Berlin, wo er gleich anfangs mit Adelbert von Chamisso, Bettina von Arnim und Franz Kugler in freundschaftliche Verbindung kam und von Julius Eduard Hitzig (1780–1849) in die Literarische Gesellschaft eingeführt wurde. Geibels Hochschullehrer waren u. a. August Boeckh (1785–1867), Johann Gustav Droysen (1808–1894), Karl Lachmann (1793–1851), Franz Kugler (1808–1858) und Henrik Steffens (1773–1845). Bevor er im April 1838 nach Griechenland abreiste, stellte Geibel in einem lateinisch abgefassten Brief den Antrag, an der Universität Jena zu promovieren. Er wurde dabei von Georg Friedrich Heinrich Rheinwald unterstützt. Geibel bekam den Doktortitel in absentia, ohne eine Dissertation eingereicht zu haben, die er nachzuliefern versprach.[5] In Griechenland erhielt er eine auf drei Jahre befristete Anstellung als Hauslehrer beim russischen Gesandten in Athen, Gavriil Antonovich Katakazi; sein Jugendfreund Ernst Curtius war bereits seit 1837 in Athen bei Christian August Brandis als Hauslehrer tätig. Geibel blieb zwei Jahre in Griechenland. In dieser Zeit reifte sein Entschluss, weder als Gelehrter noch als Journalist, sondern ausschließlich als Dichter seinen Lebensunterhalt bestreiten zu wollen.

Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er 1840 einen Band mit dem schlichten Titel „Gedichte“. Nach schleppendem Beginn wurde es sein großes Erfolgsbuch. Es erreichte, mehrfach überarbeitet und ergänzt, bis 1915 132 Auflagen; es trug ihm die lebenslange Freundschaft mit dem Literaturkritiker und germanistischen Grundlagenforscher Carl Goedeke ein. 1841 und 1842 ordnete Geibel auf Schloss Escheberg bei Zierenberg die Bibliothek des Künstlermäzens Karl Otto von der Malsburg; 1842 erhielt er vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV., wie vor ihm schon der Dichter Georg Herwegh, eine lebenslange Pension von 300 Talern. Diese ermöglichte ihm, sich ganz seiner dichterischen Laufbahn und ausgedehnten Reisen zu widmen. Lübeck blieb sein Rückzugsort. Im Forsthaus Waldhusen im Stadtteil Kücknitz verbrachte Geibel mehrmals seine Sommerfrische und schuf dort 1847 das Gedicht Aus dem Walde. Er war auch aktives Mitglied der politischen Erneuerungsbewegung Jung-Lübeck, die im März 1848 eine Verfassungsreform durchsetzte.

1851 verlobte Geibel sich mit der erst 17 Jahre alten Amanda („Ada“) Trummer (* 15. August 1834 in Lübeck), Tochter eines Rechtsanwaltes und einer Schauspielerin. Das Paar heiratete 1852. Die Hochzeit wurde im Lübecker Gartenrestaurant Lachswehr gefeiert, dessen „stillen Garten mit dem schattigen Ulmengang“ Geibel in einem Gedicht besang. 1852 erhielt er von König Maximilian II. von Bayern eine Ehrenprofessur für deutsche Literatur und Poetik und wurde zum ständigen Mitglied der wöchentlich beim König tagenden Symposien. Geibel zog nach München und unterrichtete dort bis 1868. 1853 wurde die Tochter Ada Marie Caroline (1853–1906) geboren, die spätere erste Frau des Lübecker Bürgermeisters Emil Ferdinand Fehling. Schon zwei Jahre später starb seine Frau Amanda am 21. November 1855 und wurde auf dem Alten Südfriedhof beigesetzt. Geibel förderte insbesondere Paul Heyse, Adolf Friedrich Graf von Schack und den über Lübeck nach München gekommenen Wilhelm Jensen. Nach dem Tode Maximilians II. 1864 wurde Geibel in München zunehmend wegen seiner preußenfreundlichen Gesinnung angefeindet; er verlor 1868 seine vom bayerischen Königshaus zugesicherte lebenslange Pension. Als der preußische König Wilhelm I. am 12. September 1868 Lübeck besuchte, begrüßte Geibel den Gast mit einem Gedicht, durch das er bei König Ludwig II. in Ungnade fiel.[6] Geibel verließ den von ihm und Paul Heyse geprägten Münchner Dichterkreis der sogenannten "Nordlichter", Die Krokodile, und die königlichen Symposien, an denen er seit 1852 regelmäßig teilgenommen hatte und kehrte zurück in seine Geburtsstadt. Lübeck ernannte ihn 1869 zum Ehrenbürger und der preußische König Wilhelm ersetzte die bayerische Pension durch einen hochdotierten Ehrensold auf Lebenszeit.

In den Jahren 1873 bis 1875 verbrachte Geibel die Sommer in Schwartau, wo er in der näheren Umgebung wanderte. Er starb nach langer, schwerer Krankheit am 6. April 1884 in Lübeck, wo er, hochverehrt, zusammen mit seinem Freund Heinrich Schnunk einen "belletristischen Lesezirkel" geleitet hatte[7]. Trauerfeier und Trauerzug erreichten weder vorher noch nachher je wieder vergleichbare Dimensionen. Die Gedächtnisrede hielt sein Schwager Ludwig Trummer, Hauptpastor an St. Petri, am Sarge in St. Marien. Geibels Grabstelle befindet sich auf dem Burgtorfriedhof; die Beisetzung dort leitete sein Neffe, Pastor Heinrich Lindenberg.

Am 18. Oktober 1889 wurde der heutige Koberg, damals Kaufberg, im Stadtzentrum umbenannt in Geibelplatz und darauf ein Denkmal eingeweiht. Knapp die Hälfte der Kosten von ca. 50.000 Reichsmark kamen durch Spenden aus dem gesamten deutschen Sprachraum zusammen: Der Kaiser, Herzöge, Adelige, Bildungsbürger in hohen Funktionen sowie zahlreiche Denkmalkomitees (z. B. in Hamburg, Frankfurt, Zürich, Stuttgart) stifteten stattliche Einzelbeiträge.[8] Den meisten heutigen Lübeckern ist Geibel durch sein scherzhaftes Schüler-Gedicht Zu Lübeck auf der Brücken bekannt. Darin geht es um die Statue des Gottes Merkur auf der Lübecker Puppenbrücke und ihr unbedecktes Hinterteil.

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geibel war ein hochbegabtes Ausnahmetalent, der von seinen Eltern und Lehrern (Friedrich Jacob, Johannes Classen) nach Kräften gefördert wurde, vor allem im Umgang mit griechischer und römischer sowie klassizistischer und romantischer Poesie. Der Begriff Eklektizist war für Geibel eine Ehrenbezeichnung; er sah sich nicht als Erneuerer, sondern als Bewahrer der lyrischen Formensprache von der Antike bis zur Romantik. Aus der Fülle seiner Schülergedichte (unter anderen "König Dichter") publizierte Adelbert von Chamisso 1833 das Gedicht "Vergessen" des 18-jährigen. Geibels frühe Vorbilder waren Goethe, Heinrich Heine (Buch der Lieder), Lord Byron, und Franz Kuglers "Skizzenbuch" (1830). Einfachheit der Wortwahl, Idealität des Gehaltes und hohe Musikalität führten dazu, dass er mit etwa 3.500 Kompositionen auf knapp 300 seiner Texte zu den am meisten vertonten deutschen Lyrikern überhaupt zählt[9]. Robert Schumann, Hugo Wolf, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Karl Grammann schätzten seine Gedichte. Erste Texte und Kompositionen zu frühen Gedichten erschienen ab 1833/34 in Almanachen. 1840 publizierten Geibel und Ernst Curtius Übersetzungen antiker griechischer Autoren ("Klassische Studien"). Seit dem Griechenlandaufenthalt von 1838 bis 1840 gewannen antike Autoren sowie klassizistisch orientierte Dichter, insbesondere Graf August von Platen und zeitgenössische französische Lyriker vorbildhafte Bedeutung. Die erste eigenständige Publikation Geibels, "Gedichte" (1840), zu Lebzeiten mehrfach von ihm selbst überarbeitet und erweitert, wurde zum lyrischen Erfolgsbuch des 19. Jahrhunderts. Geibel verarbeitet darin seine Liebesbeziehung zu Cäcilie Wattenbach und seinen Aufenthalt in Griechenland. Mit dem schmalen Heft "Zeitstimmen" (1841, Zwölf Gedichte) erreichte er hohe politische Aufmerksamkeit. Er unterstützte die deutschen Einheitsbestrebungen unter preußischer Führung auf konstitutioneller Grundlage und agierte gegen revolutionäre Tendenzen in den Werken der Jung-Deutschen. Die Gedichte "An Georg Herwegh" und "An den König von Preußen" wurden zu starken und stark umstrittenen Zeitstimmen. Geibels zweites Gedichtbuch "Juniuslieder" (1848) erzielte zu Lebzeiten ebenfalls mehr als 50 Auflagen. Nach dem frühen Tod seiner erste 21-jährigen Ehefrau 1855 und dem Einsetzen einer chronischen Krankheit verblasste seine lyrische Schaffenskraft allmählich.

Geibel arbeitet auch als Dramatiker. 1844 publizierte er die Tragödie "König Roderich". Teil eines unvollendeten Projekts mit Felix Mendelssohn Bartholdy ist das Opernlibretto Loreley (1847). 1857 vollendete er das Drama "Brunhilde". Für sein Antikendrama „Sophonisbe“ erhielt er 1869 den Schillerpreis. Geibel war lebenslang mit Erfolg als Übersetzer französischer, spanischer, (alt-)griechischer und lateinischer Lyrik tätig. 1843 erschienen zum ersten Mal Übersetzungen spanischer Lyrik, zunächst gemeinsam erarbeitet mit Adolf Friedrich von Schack, 1852 publizierte er eine zweite Serie Übersetzungen gemeinsam mit Paul Heyse. Bedeutung für sein literaturkritisches Wirken im Münchner Dichterkreis der "Krokodile" hatten seine Übersetzungen zeitgenössischer klassizistischer französischer Lyrik, die er 1862 gemeinsam mit Heinrich Leuthold veröffentlichte. Wichtig für seine sprachhandwerkliche Entwicklung waren Übersetzungsversuche aus dem Englischen [10] Von erheblicher literaturdidaktischer aber auch programmatischer Bedeutung war das von Geibel 1862 herausgegebene "Münchner Dichterbuch". Die zeitgenössische literarische Kritik hob den Fortschritt in den Bereichen Klarheit des Gehaltes und Reinheit der Form gegenüber älteren bayerischen Anthologien der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hervor[11].

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den frühesten Veröffentlichungen an zog Geibel starken Zuspruch und harsche Kritik auf sich. Während der Deutsche Musenalmanach ein Gedicht des 17-jährigen Literaturtalentes abdruckte und Karl Mosche eine Serie von Gedichten schon während der Schülerzeit Geibels vertonte, polemisierte der Literaturkritiker Karl Gutzkow 1837 gegen das Schülergedicht "König Dichter". Theodor Fontane prägte den Ausdruck „Geibelei“, worunter er klangschöne, aber formal stereotype Lyrik verstand, die sich mit beliebigen Inhalten füllen ließ. Theodor Storm beklagte sich noch anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Husum darüber, dass sein Werk zeit seines Lebens hinter das von Geibel zurückgestellt worden sei.[12] Wilhelm Buschs Bildergeschichte Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter gilt als spöttischer Kommentar zu Emanuel Geibel und den Kreisen, in denen er sich bewegte.

Neben dem Spott und der Kritik einiger Zunftgenossen steht die hohe Anerkennung, die Geibel bei einigen Autoritäten der deutschen Literaturwissenschaft zwischen 1860 und 1918 fand. Zu nennen sind dabei Würdigungen u.a. von Karl Goedeke (1869), Wilhelm Scherer (1884) und Wolfgang Stammler (1918). Stammlers kritische und erläuterte Ausgabe der Werke Geibels von 1915/18 dokumentiert den hohen Stand der Geibelforschung bis 1914. Nach dem Ersten Weltkrieg endete Geibels Popularität. Zum 100. Geburtstag am 17./18. Oktober 1915 ließ der Lübecker Senat ein Bändchen politischer Lyrik in hoher Auflage drucken[13]. Die Hefte wurden Frontsoldaten zur "geistig-moralischen Stärkung" anempfohlen. Die Instrumentalisierung von zeitgebundenen Gedichten, die zur Beförderung und Feier der deutschen Einheitsbestrebungen zwischen 1860 und 1871 verfasst waren, und nun zur Beglaubigung eines deutschen Angriffskrieges mit dem Ziel, eine Weltherrschaft zu errichten, umfunktioniert wurden, fiel auf den Autor zurück und beschädigte sein Ansehen nachhaltig. Die französische Kriegspropaganda druckte Flugblätter mit Zeichnungen deutscher Soldaten, die Gasmasken tragen und setzte dazu als Spruchband "Am deutschen Wesen soll dereinst die Welt genesen". Während Geibels Gedichte in Schulbüchern bis in die Zeit um 1960 noch umfangreich vertreten waren, wurde Geibel von der literaturgeschichtlichen Fachwelt nach 1945 zunehmend abqualifiziert oder ignoriert. Heute sind seine Gedichte selbst in populären Anthologien kaum noch enthalten. Im Bereich Kunstlied sind Vertonungen Geibelscher Gedichte ungebrochen hochgeschätzt. 1929 kaufte der Lübecker Staat den umfangreichen Nachlass Geibels an, dessen literaturgeschichtlich bedeutenden Sammlungsteile, wie die Notizbücher, die Tagebücher, ungedruckte Manuskripte und mehr als 10.000 Briefe an ihn [14], aus der Lübecker Stadtbibliothek 1942 ausgelagert wurden und heute in russischen Archiven verwahrt werden.

Gelegentlich findet man die Behauptung, dass Emanuel Geibel als Vorbild für die Gestalt des Dichters Jean Jacques Hoffstede in dem Roman Buddenbrooks von Thomas Mann gedient habe.[15] So auch jüngst wieder in einem Buch des Zeichners Heinz-Joachim Draeger[16]. Dafür gibt es aber keinen Anhaltspunkt.[17] Sein Bruder Heinrich Mann verewigte Emanuel Geibel in dem Roman Eugénie oder Die Bürgerzeit (1928) in der spöttisch-liebevoll gezeichneten Figur des Dichters Prof. von Heines.[18]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geibel-Denkmal in Lübeck
Denkmal auf dem Koberg, damals Geibelplatz, in Lübeck um 1900

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werkausgaben (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuel Geibels gesammelte Werke. In acht Bänden. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1883
  • Wolfgang Stammler (Hrsg.): Geibel Werke. Kritisch durchgesehene und erläuterte Ausgabe. 3 Bde. Bibliographisches Institut, Leipzig o. J. (1918) (Meyers Klassiker Ausgaben)
  • R. Schacht (Hrsg.): Emanuel Geibels Werke. Vier Teile in einem Bande. Hesse & Becker, Leipzig 1915 (Deutsche Klassiker-Bibliothek)
  • Friedrich Düsel (Hrsg.): Geibel Werke. Auswahl in zwei Teilen. Deutsches Verlagshaus Bong & Co, Berlin Leipzig Wien Stuttgart o. J.

Gedichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dramen und Lustspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • König Roderich. Eine Tragödie in fünf Aufzügen. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen 1844 Digitalisat
  • König Sigurds Brautfahrt. Eine nordische Sage. Wilhelm Besser, Berlin 1846 Digitalisat (4. Aufl. Krabbe, Stuttgart 1877)
  • Meister Andrea. Lustspiel in zwei Aufzügen. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1855 Digitalisat
  • Brunhild, Eine Tragödie. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart und Augsburg 1857 Digitalisat der Erstausgabe (4. Aufl. 1884)
  • Sophonisbe. Tragödie in fünf Aufzügen. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1856 (19. Aufl. 1884) Digitalisat 2. Aufl. 1870
  • Echtes Gold wird klar wie Feuer. Ein Sprichwort. A. Hildebrand's Verlag, Schwerin 1882 Digitalisat 3. Aufl. 1882

Übersetzungen und Herausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuel Geibel, Ernst Curtius: Klassische Studien. Uebersetzungen aus griechischen Dichtern. Erstes Heft. Eduard Weber, Bonn 1840 Digitalisat
  • Volkslieder und Romanzen der Spanier im Versmasse des Originals verdeutscht. Alexander Duncker, Berlin 1843 Digitalisat
  • Emanuel Geibel, Paul Heyse: Spanisches Liederbuch. Wilhelm Hertz 1852 Digitalisat (2. Auf. 1852)
  • Hrsg.: Gedichte von Hermann Lingg. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1854
  • Emanuel Geibel, Adolf Friedrich von Schack: Romanzero der Spanier und Portugiesen. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1860 Digitalisat
  • Hrsg.: Ein Münchner Dichterbuch. A. Kröner, Stuttgart 1862 Digitalisat
  • Classisches Liederbuch. Griechen und Römer in deutscher Nachbildung. 2. Aufl. Wilhelm Hertz, Berlin 1876 Digitalisat
  • Emanuel Geibel, Heinrich Leuthold: Fünf Bücher französischer Lyrik vom Zeitalter der Revolution bis auf unsere Tage, in Uebersetzungen. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1862 Digitalisat

Briefe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Duncker: Emanuel Geibel's Briefe an Karl Freiherr von der Malsburg und die Mitglieder seiner Familie. Paetel, Berlin 1885
  • E. F. Fehling: Emanuel Geibels Jugendbriefe. Bonn – Berlin – Griechenland. Karl Curtius, Berlin 1909 Digitalisat
  • Emanuel Geibel über seine Juniuslieder. Unveröffentlichte Briefe aus dem Cotta'schen Archiv. In: Der Greif. Cotta'sche Monatsschrift. 1. Jahrgang, Heft 7, 1915.
  • Erich Petzet (Hrsg.): Der Briefwechsel von Emanuel Geibel und Paul Heyse. J. F. Lehmanns Verlag, München 1922 Digitalisat
  • Gustav Struck (Hrsg.): Briefwechsel Emanuel Geibel und Karl Goedecke. Stadtbibliothek Lübeck, Lübeck 1939 (Veröffentlichungen der Bibliotheken der Hansestadt Lübeck, Neue Reihe Bd. I)
  • Wilhelm Schoof: Aus Geibels Briefwechsel mit Freiligrath, Begegnung mit Mörike. aus unveröffentlichten Briefen. Lübeck 1956
  • Heinrich Schneider: Die freundschaftliche Begegnung Heinrich Leutholds und Emanuel Geibels im Münchener Dichterkreis. Ein literaturgeschichtlicher und psychologischer Bericht mit bisher ungedruckten Briefen und Dokumenten. Lübeck: Schmidt-Römhild 1961. (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek Lübeck; Neue Reihe; 4) Digitalisat
  • Hans Reiss, Herbert Wegener (Hrsg.): Emanuel Geibel. Briefe an Henriette Nölting 1838–1855. Max Schmidt-Römhild, Lübeck 1963 (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek Lübeck. Neue Reihe Band 6)
  • Rainer Hillenbrand: Franz Kuglers Briefe an Emanuel Geibel. Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 2001 ISBN 3-631-37553-0
  • Rainer Hillenbrand: Heyseana aus Heidelberg und Nürnberg. Sieben Briefe von Paul Heyse sowie je einer von Geibel und Lenbach an Heyse. In:Roland Berbig (Hrsg.): Paul Heyse: ein Schriftsteller zwischen Deutschland und Italien. Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 2001, S. 255–265

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Goedeke: Emanuel Geibel. Erster Theil. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart 1869 Digitalisat
  • Carl L. Leimbach: Emanuel Geibel. Des Dichters Leben, Werke und Bedeutung für das deutsche Volk. E. Stoeckicht, Goslar 1877 (2. sehr verm. Aufl. von Max Trippenbach. Zwißler, Wolfenbüttel 1915)
  • Wilhelm Scherer: Emanuel Geibel. Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1884 Digitalisat
  • Heinrich Löbner: Emanuel Geibel. Eine litterarische Studie. P. Lunitz Verlagsbuchhandlung, Brandenburg a. d. H. 1884 Digitalisat
  • Wilhelm Deeke: Aus meinen Erinnerungen an Emanuel Geibel. Hermann Böhlau, Weimar 1885 Digitalisat
  • Stephan Waetzholdt: Emanuel Geibel. Otto Meißner, Hamburg 1885 Digitalisat
  • Arno Holz: Emanuel Geibel. Ein Gedenkbuch. Oscar Parrisius, Berlin, Leipzig 1884 Digitalisat
  • Karl Theodor Gaedertz: Emanuel Geibel-Denkwürdigkeiten. Wilhelm Friedrich Nachf., Berlin 1885 Digitalisat
  • Carl Conrad Theodor Litzmann: Emanuel Geibel. aus Erinnerungen, Briefen und Tagebüchern. Wilhelm Hertz, Berlin 1887 Digitalisat
  • Karl Theodor Gaedertz: Emanuel Geibel. Sänger der Liebe, Herold des Reiches. Ein deutsches Dichterleben. Georg Wigand, Leipzig 1897 Digitalisat
  • Marcellin D. Pradels: Emanuel Geibel und die französische Lyrik. Hermann Schöningh, Münster i. Westf. 1909 Digitalisat
  • Johannes Weigle: Emanuel Geibels Jugendlyrik. Marburg (Univ. Diss. 1910)
  • Max Koch: Geibel, Emanuel von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 49, Duncker & Humblot, Leipzig 1904, S. 265–274.
  • Adolph Kohut: Emanuel Geibel als Mensch und Dichter. Verlag des Vereins der Bücherfreunde, Berlin 1915 Digitalisat
  • Adolph Kohut: Emanuel Geibel und Berlin. In: Erforschtes und Erlebtes aus dem alten Berlin. Festschrift zum 50jährigen Jubiläum des Vereins für die Geschichte Berlins. Mittler, Berlin 1917, S. 491–520. Digitalisat
  • Adalbert Elschenbroich: Geibel, Franz Emanuel August von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 139 f. (Digitalisat).
  • Eduard Stemplinger, Der Münchner Kreis. Platen. Curtius. Geibel. Strachwitz. Reclam, Leipzig 1933 (Deutsche Literatur. Sammlung literarischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Entwicklungsreihen, Reihe Formkunst, Band 1)
  • Walther Killy, Wandlungen des lyrischen Bildes. Vandenhoek & Ruprecht, Göttingen, 1956, S. 73-94
  • Beatriz Brinkmann Scheihing: Spanische Romanzen in der Übersetzung von Diez, Geibel und von Schack. Analyse und Vergleich. Marburg: Elwert 1975. (Marburger Beiträge zur Germanistik 51) ISBN 3-7708-0542-9
  • Bernd Goldmann: Geibel, Franz Emanuel August. In: Alken Bruns (Hrsg.): Lübecker Lebensläufe aus neun Jahrhunderten. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1993 ISBN 3-529-02729-4, S. 145–153 Mit Bibliografie S. 151 ff.
  • Johannes Mahr (Hrsg.): Die Krokodile. Ein Münchener Dichterkreis. Texte und Dokumente. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1987 (Universal Bibliothek Nr. 8378[6]) ISBN 3-15-028378-7
  • Christine Göhler: Emanuel Geibel. Ein Lebensbild in Selbstzeugnissen und Berichten seiner Freunde. Schellhorn: Sventana 1992. ISBN 3-927653-05-5.
  • Michael P. Schulz (Hrsg.), Wären meine Lieder Perlen. Das Lübecker Geibel-Projekt. Lieder und kritische Beiträge, Weiland Verlag Lübeck 2008
  • Birte Lipinski/Christian Volkmann/Manfred Eickhölter (Hg.): Emanuel Geibel. Aufstieg und Fall eines Umstrittenen. Magazin zur Ausstellung im Buddenbrookhaus. Lübeck, 2015, ISBN 978-3-942310-15-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Emanuel Geibel – Quellen und Volltexte
 Commons: Emanuel Geibel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Stammler, Anmerkungen des Herausgebers zu Geibels Leben und Werke, in: Geibels Werke, hrsg. von Wolfgang Stammler. Kritisch durchgesehene und erläuterte Ausgabe, Leipzig 1915/18, Bd. 1, S. 412
  2. L. Horst: Vergessen.
  3. Horst Grimm/Leo Besser-Walzel: Die Corporationen, Frankfurt am Main, 1986
  4. Moriz Carrière: Lebenserinnerungen. In: Archiv für hessische Geschichte und Alterthumskunde. N. F. 10, 1914.
  5. Karl Theodor Gaedertz: Emanuel Geibel. Sänger der Liebe, Herold des Reiches. Ein deutsches Dichterleben, S. 148–151.
  6. Festschrift: Zum 150-jährigen Jubiläum der Lübeckischen Anzeigen / 1751 *** 6. März *** 1901 / und / 75-jährigen Bestehen der Steindruckerei Gebrüder Borchers / 1826 *** 30. Mai *** 1901
  7. Manfred Eickhölter, Die Bibliothek der Lübecker Schillerstiftung (1860-1960), in: Zeitschrift für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde (ZVLGA), Bd. 86, 2006, S. 115-134
  8. Manfred Eickhölter, Dass der Geibelplatz verschwinden musste, war seit Jahren ein offenes Geheimnis. Zur Geschichte von Platz und Denkmal zwischen 1884 und 1936. In: Lipinski/Volkmann/Eickhölter, Emanuel Geibel. Aufstieg und Fall eines Umstrittenen. Das Magazin zur Ausstellung. Lübeck, 2016, Seite 31-45
  9. Wilhelm Stahl, Emanuel Geibel und die Musik, Berlin, Veralg Karl Curtius, o. J. (1919)
  10. Heinrich Volkenborn, Emanuel Geibel als Übersetzer und Nachahmer englischer Dichtungen,Mnster 1910.
  11. Eduard Stemplinger, Der Münchner Kreis. Platen. Curtius. Geibel. Strachwitz, Leipzig 1933, S. 15ff.
  12. Fasold, R.: Theodor Storm. Stuttgart u. Weimar. 1997. S. 64 f.
  13. Zum hunertjährigen Geburtstage unseres Heimatdichters Emanuel Geibel. Gewidmet von dem Senate der freien und Hansestadt Lübeck, Verlag Hesse und Becker, Leipzig, 1915, 64 Seiten (Hesses Volksbücherei)
  14. Heinrich Schneider, Emanuel Geibels Briefnachlass in der Lübecker Stadtbibliothek als Quelle zur deutschen Literaturgeschichte, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen, 47, 1930, S. 435-453
  15. So z. B. in: Hartwig Dräger: Buddenbrooks. Dichtung und Wirklichkeit. Verlag Graphische Werkstätten Lübeck, 1993, S. 41, 256f.
  16. Ich, Christian Buddenbrook. Skizzen eines Lübecker Kaufmannssohns, Boyens Buchverlag, Heide, 2017, S. 32-33
  17. Manfred Eickhölter: Geibel alias J. J. Hoffstede? In: Lübeckische Blätter, Jg. 180 (2015), Heft 10, S. 27 (Digitalisat, PDF).
  18. Alfred Kantorowicz, Nachwort des Herausgebers, Heinrich Mann, Eugénie/Ein ernstes Leben, Romane, Berlin 1954, S. 475-481 (Ausgewählte Werke in Einzelausgaben, Bd. V, hrsg. von Alfred Kantorowicz)
  19. Christine Göhler, S. 147.
  20. Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch das Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Februar 2017 (Online aufrufbar auf www.kiel.de).
  21. darin enthalten das Gedicht An Georg Herwegh. Februar 1842.