Marga Petersen

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Marga Petersen, geb. Kalensee, (* 18. September 1919 in Bremen; † 22. September 2002 in Ottersberg) war eine deutsche Leichtathletin und Olympiamedaillengewinnerin.

Angeblich kam sie mit 15 Jahren zum Laufsport, als sie für ein anderes Mädchen, das erkrankt war, einsprang, und allen angetretenen Sprinterinnen im Kleid und Straßenschuhen davonlief. Bereits 1936 wurde die damals 17-jährige Kalensee Gau-Meisterin im 4-mal-100-Meter-Staffellauf. Ihr späterer Ehemann Ewald Petersen, aktiv im Polizei-Sportverein, war niedersächsischer Vizemeister über 100 Meter mit einer Zeit von 10,9 s. 1946 bei den Zonenmeisterschaften in Frankfurt am Main wurde sie Deutsche Meisterin im 100-Meter-Lauf und in der 4-mal-100-Meter-Staffel. 1947 in Köln konnte sie ihr Ergebnis wiederholen. 1947 war auch das Jahr, in dem sie zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde. Auch 1948 und 1949 konnte sie ihre Titel verteidigen und holte 1949 mit der Staffel von Werder Bremen in neuer deutscher Rekordzeit auch den Titel in der 4-mal-100-Meter-Staffel. 1951 gewann sie erneut in Stuttgart den deutschen Meistertitel über 100 Meter und in der 4-mal-100-Meter-Staffel und wurde im gleichen Jahr mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften 1951 in Berlin lief sie Europarekord im 50-Meter-Lauf und verbesserte ihn noch am gleichen Tag.

Bei den XV. Olympischen Spielen 1952 in Helsinki gewann sie die Mannschafts-Silbermedaille zusammen mit ihren Teamkolleginnen Maria Sander, Ursula Knab und Helga Klein, hinter dem Team aus den USA (Gold) und vor dem Team aus Großbritannien (Bronze).

In Würdigung ihrer Verdienste erhielt sie anschließend zum zweiten Mal das Silberne Lorbeerblatt, das üblicherweise nur einmal verliehen wird.

Marga Petersen hatte bei einer Größe von 1,65 m ein Wettkampfgewicht von 52 kg.

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