Marina Naprushkina

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Marina Naprushkina

Marina Naprushkina (* 23. November 1981 in Minsk, Belarussische SSR) ist eine politische Künstlerin und Aktivistin, die in Berlin lebt und arbeitet.

Künstlerischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1997 bis 2000 studierte Naprushkina an der Staatlichen Kunstschule Glebov in Minsk und setzte ihr Studium anschließend in Karlsruhe an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort.[1] Von 2004 bis 2008 setzte sie ihr Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, der Städelschule in Frankfurt am Main fort, bei der US-amerikanischen Künstlerin Martha Rosler, deren Schwerpunkte in den Bereichen Videokunst, Fotografie, Performance und Installation liegen.[1]

Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Künstlerin ist in den Bereichen Installation, Malerei und Videokunst aktiv.[2]

Naprushkina interessiert sich vor allem für die politischen Dimensionen und Spielräume von Kunst[3] und widmet sich der künstlerischen Bearbeitung von Machtstrukturen in Nationalstaaten. Weißrussland sieht sie als ein Beispiel dafür an, wie eine moderne Diktatur errichtet wird und wie westliche Demokratien mit diesem Problem umgehen.[4]

Dafür verwendet sie häufig Sachtexte wie etwa Propagandaschriften, welche von Institutionen herausgegeben wurden, die der weißrussischen Regierung unterstehen.[2]

Seit 2016 ist die Künstlerin Dozentin in der *foundationClass an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, die von Professor Ulf Aminde ins Leben gerufen wurde. Die *foundationClass verfolgt das Ziel, Kunststudenten unter den Geflüchteten die Grundlagen für eine Bewerbung an einer deutschsprachigen Kunsthochschule zu vermitteln.[5]

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büro für Anti-Propaganda, seit 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 gründete sie das Büro für Anti-Propaganda, ein langfristig angelegtes Forschungs- und Dokumentationsprojekt. Darin untersucht sie, wie zum Zweck der Machterhaltung kontrolliert und manipuliert wird.[6] Das Büro für Anti-Propaganda beteiligt sich auch an politischen Aktionen und gab seit 2011 in russischer und englischer Sprache die Zeitung Self # governing heraus, in der politische Manipulationsmechanismen mit der Absicht erläutert wurden, die Leser „wenigstens ein bisschen dagegen zu immunisieren“[7] Ziel der Zeitung ist es, einerseits jenseits der Machtblöcke Europäische Union und Russland zukunftsträchtige Wege für Weißrussland zu entwickeln, andererseits aber auch, weltweit politische Alternativmodelle anzustoßen.[8] Die Ausgabe der Zeitung in russischer Sprache wurde von Aktivisten in Weißrussland breit verteilt.[8] Die zweite Ausgabe der Zeitung verfolgte einen feministischen Ansatz: Mit einer Analyse des patriarchalischen Herrschaftssystems in Weißrussland zeigte sie, wie Frauen dieses Modell selbst unterstützen, aber auch, welche Alternativen sich finden ließen.[8] Mit diesem Beitrag beteiligte sich die Künstlerin an der 7. Berlin Biennale. Da trotz des positiven Echos in Berlin die Finanzierung 2015 ausgelaufen ist, ist die nächste Ausgabe der Zeitung nicht in Sicht.[7]

„Marina Naprushkinas Büro für Antipropaganda hat sich inzwischen vom künstlerischen Projekt zu einer regelrechten Keimzellen des politischen Widerstands gewandelt“, so Jutta Schwengsbier im Deutschlandfunk im Juli 2011.[9]

Skulptur The President's Platform, 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skulptur ist eine Kopie des Podests, das die damalige weißrussische Regierung bei wichtigen offiziellen Anlässen als propagandistisches Instrument aufstellte, damit der Präsident Aljaksandr Lukaschenka von dort aus seine staatsmännischen Fähigkeiten verherrlichen und die Aufmerksamkeit von politischen Themen ablenken konnte, so der Begleittext bei der 11. Istanbul Biennale.[10] Die Absurdität dieses isolierten roten Denkmalsockels, so der Begleittext weiter, rege zum Nachdenken darüber an, wie ausufernd der Begriff Plattform in der Verortung von Dialog und Meinungsfreiheit verwendet werde, während Letztere in den meisten Gesellschaften, die sich als demokratisch verstünden, erstickt werde.[11] Die Bühne beziehe sich auch auf Ausstellungen als Räume, wo sonst unterdrückte Themen jenseits der politischen Sphäre diskutiert und durchgedacht werden können.[12]

Mit diesem Beitrag beteiligte sich die Künstlerin an der 11. Istanbul Biennale.

Videofilm Belarus Today, 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem fünfminütigen Farbfilm lesen Bauarbeiter offizielle Bekanntmachungen aus weißrussischen Zeitungen vor.[13]

Mit diesem Beitrag nahm die Künstlerin an der 3. Moscow International Biennale for Young Art teil. Astrid Mania ordnete Belarus Today in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung den Werken zu, „die ihre Anliegen innerhalb konventioneller Gattungsgrenzen vortragen“, was dem Ausstellungskonzept der Kuratorin Kathrin Becker im Rahmen dieses Moskauer Prestigeprojekts entsprach.[13]

Malbuch My Daddy is a Policeman, 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen einer Kampagne der Nichtregierungsorganisation Nash Dom entwarf Marina Naprushkina das Malbuch My Daddy is a Policeman. What Does He Do at Work?, das von Nash Dom veröffentlicht und verteilt wurde.[14] Im Rahmen einer Ausstellung wurden die Besucher eingeladen, die Ausdrucke des Buches an der Wand anzumalen.

Diese Veröffentlichung stand in folgendem Kontext: Zwischen 2006 und 2011 wurden politisch aktive Frauen in Weißrussland immer wieder Opfer von Gewalt durch staatliche Sicherheitskräfte, besonders heftig während des Wahlkampfs Anfang 2006 und Ende 2010.[15] Unberechtigte Festnahmen und Inhaftierungen und hohe Geldstrafen gehörten ebenso zu den Übergriffen wie der gesteuerte Verlust des Arbeitsplatzes, Verweise von der Schule und der Universität und die Ausübung von Druck gegenüber anderen Familienmitgliedern, ja sogar die Verweigerung medizinischer Hilfe und das Treiben in den Selbstmord.[15] Im Malbuch werden solche Gewaltsituationen mit Knetfiguren nachgestellt und in Erfahrungsberichten in einfacher Sprache beschrieben.

Videofilm Wohlstand für alle, 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naprushkina nahm den Titel des Videofilms aus Gregor Gysis Wahlkampfslogan aus dem Jahr 2009. Sie übersetzte drei Reden von Angela Merkel, Oskar Lafontaine und Guido Westerwelle und ließ Weißrussen die Texte bei sich zu Hause oder an halbprivaten Orten vor der Kamera vorlesen.[16] Die Vorleser reagierten unterschiedlich auf die Äußerungen, die sie hautnah tangieren und die doch so weit von ihnen entfernt sind: Mit Pathos, Respekt vor den Verfassern oder mit Versuchen, das Gelesene auf die weißrussische Realität zu übertragen.[17] Gysis Slogan Wohlstand für alle, der in einer Demokratie auf alle zutreffen soll, hat keinen Bezug zur weißrussischen Realität.[18]

Dieser Film entstand vor folgendem gesellschaftspolitischen Hintergrund: Während die offiziellen Stellen in Weißrussland und die Werbung dort seit Jahren Wohlstand, soziale Verbesserungen und Fortschritt versprechen und die Werbung diese Illusion durch entsprechende Bilder unterstützt, wächst in Wahrheit die Armut.[19] Naprushkina zeigt Ausschnitte einer raschen Modernisierung der Städte, die sich aber überwiegend in Prestigeprojekten wie etwa der Nationalbibliothek oder Gedenkstätten erschöpft und daher zweischneidig ist.[19] Das widersprüchliche Nebeneinander von offiziellen Verlautbarungen und Realität ermöglicht einen beunruhigenden Blick auf die Wirkung gezielter Propaganda.[20]

Nach Ansicht der Kuratorin und Kunsthistorikerin Lena Prents wollte Naprushkina auch zeigen, dass derartige Entwicklungen in Weißrussland, aber auch in der Bundesrepublik und vielen anderen Staaten stattfinden.[21]

Projekt Going Public (Goethe-Institut), 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 arbeitete die Künstlerin am Projekt Going Public – Über die Schwierigkeit einer öffentlichen Aussage des Goethe-Instituts mit. Dieses Vorhaben mit Beteiligung von Deutschland, Litauen, Weißrussland und Kaliningrad „fragte nach Potenzialen einer Public Art und nach Konzepten der Öffentlichkeit“.[22] und umfasste künstlerische Interventionen in Klaipėda, Minsk und Kaliningrad sowie eine Abschlusskonferenz in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig. Naprushkina war an den künstlerischen Aktionen in Minsk zwar nicht beteiligt, verfasste aber einen Text für die Dokumentation[23] und nahm an der abschließenden Podiumsdiskussion teil.

Projekt Refugees' Library (seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Künstlerin beteiligt sich auch am Projekt Refugees' Library.[24] Im Rahmen dieses Projektes werden anonymisierte Transkripte von Gerichtsverhandlungen veröffentlicht, die im Rahmen von Asylverfahren stattgefunden haben. Das Material soll Flüchtlingen die Möglichkeit geben, sich auf ihre eigenen Verhandlungen vorzubereiten.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit der Künstlerin wurde durch zahlreiche Stipendien im In- und Ausland ausgezeichnet und unterstützt. So erhielt sie bereits 1999 das Stipendium des Präsidenten von Belarus[25], 2007 zum Schwerpunkt Die Russen kommen von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ein einmonatiges Anwesenheitsstipendium für das Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems[25]. 2013 wurde ihr das Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats zuerkannt[26] und im selben Jahr war sie Stipendiatin der Sommerakademie im Zentrum Paul Klee in Bern[27].

Als Artist in Residence wurde sie 2010 im Rahmen des ArtsLink Residencies Program nach Chicago eingeladen, wo sie sich das Ziel setzte, Einblick in die Politik der Vereinigten Staaten und das Leben seiner Bürger zu gewinnen.[28] 2012 wählte der Verein Kulturkontakt Austria mit Sitz in Wien sie ebenfalls als Artist in Residence aus.[29]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 wurde ihr der Kunstpreis der Stadt Minsk verliehen.[25] Im November 2015 erhielt Marina Naprushkina für ihre künstlerische Arbeit den mit 5.000 € dotierten Preis der Anni und Heinrich Sussmann Stiftung Wien. [30] Im Februar 2017 wurde bekannt gegeben, dass sie zu den Preisträgerinnen des ECF Princess Margriet Award for Culture 2017 der European Cultural Foundation gehört.[31]

Biennalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, in denen Marina Naprushkina seit 2004 in verschiedenen europäischen Städten ihre Arbeiten gezeigt hat[32], seien einige Biennalen besonders erwähnt:

Bereits 2009 nahm Naprushkina auf der 3. Moskau Biennale der Zeitgenössischen Kunst an den Teilausstellungen Second Dialogue[33] und New Old Cold War[34] teil.

Im selben Jahr wurde die Künstlerin mit ihrem Werk The President's Platform zur 11. Istanbul Biennale eingeladen, die unter dem Motto What Keeps Mankind Alive? stand.[35]

2012 beteiligte sich Naprushkina an der 7. Berlin Biennale mit der Zeitung Self # governing[8] sowie an der dritten Moskauer Biennale für junge Kunst mit dem fünfminütigen Farbvideo Belarus Today (2008)[36].

Rezeptionsbedingungen in Weißrussland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naprushkinas Kunst wird in Weißrussland kontrovers diskutiert und durfte dort nicht ausgestellt werden (Stand: 2012).[37] Während gegenwärtig (August 2015) Ausstellungen in staatlichen Einrichtungen in Weißrussland für Naprushkina immer noch nicht möglich sind, zeigt sie ihre Arbeiten dort immer wieder einmal in privat betriebenen Ausstellungsräumen, achtet aber bei der Auswahl der Kunstwerke darauf, die Aussteller nicht in zu großen Konflikt mit den Autoritäten zu bringen.[38]

Nur unter schwierigen Bedingungen konnte Naprushkinas Videofilm Wohlstand für alle in Minsk in der Galerie Ў in der Ausstellung West of East gezeigt werden, die eine von mehreren Stationen der vom Goethe-Institut ausgerichteten Ausstellungsreihe Europe (to the power of) n war:[21] „Das Goethe-Institut in Minsk zog sich noch vor der Eröffnung zurück, […], und einige Besucher drohten bei dem Anblick kritischer Arbeiten damit, das Ordnungsamt zu informieren“.[21]

Lesungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Schwerpunktthema Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden lasen im September 2015 im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin Mitarbeiterinnen des Festivals im Haus der Berliner Festspiele den gesamten Text des Buches von Marina Naprushkina: Neue Heimat?: Wie Flüchtlinge uns zu besseren Nachbarn machen vor.[39] Im Anschluss fand ein Gespräch mit der Autorin statt.

Im Rahmen des Herbstsalons liest Marina Naprushkina im November 2015 am Berliner Maxim-Gorki-Theater aus Neue Heimat?: Wie Flüchtlinge uns zu besseren Nachbarn machen.[40]

Sozialpolitisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2013 gründete Naprushkina nach einem Besuch im Flüchtlingswohnheim in der Levetzowstraße in Berlin-Moabit die Initiative Neue Nachbarschaft Moabit.[41] Die Hilfsorganisation bietet Deutschkurse, Kinderbetreuung und Sportkurse für die Flüchtlinge an.[41]

Während der Betreiber der Unterkunft, die Firma Gierso Boardinghaus, zunächst mit der Initiative zusammenarbeitete, kam es Ende 2013 zu einem Zerwürfnis, als die Organisation ihre Kritik an massiven Missständen in der Unterkunft öffentlich machte.[42] Im Frühjahr 2015 erstattete Naprushkina Anzeige gegen die Gierso und erhob den Vorwurf, diese habe dem Land Berlin nicht erbrachte Leistungen berechnet, unter anderem fingierte Personalkosten.[42] Naprushkinas Anzeige richtete sich auch gegen den Präsidenten des Landesamts für Gesundheit und Soziales, Franz Allert, da dieses die Gierso nicht ordnungsgemäß kontrolliert habe.[42] Allerts Patensohn steht an der Spitze der Gierso.[43]

Die Initiative erhielt 2014 den Ehrenamtspreis des Bezirksamts Berlin-Mitte.[44]

Eigene Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Marina Naprushkina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf Marina Naprushkina, Office for Anti-Propaganda, abgerufen am 28. Juli 2015.
  2. a b Mitteilung Sommerakademie im Zentrum Paul Klee zu Marina Naprushkina, 2013, abgerufen am 29. Juli 2015.
  3. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: Naprushkina […] is primarily interested in the political dimensions and scope of art.)
  4. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: She sees Belarus as a case study for „how a modern dictatorship is established and how western democracies deal with this problem“.)
  5. Projekt-Detail. In: Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Abgerufen am 11. Februar 2017.
  6. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: …she turns her attention towards mechanisms of control and manipulation for the purposes of the safeguarding of power.)
  7. a b Christiane Meixner: "Neue Intoleranz": Debatte in Berlin. Gedanken schwimmen vorbei. Bedroht die Einschränkung der künstlerischen Freiheit die Demokratie? Darum ging es bei der Diskussionsrunde zur "neuen Intoleranz" in Berlin. Spannende Thesen trafen auf müde Floskeln., tagesspiegel.de, 24. Mai 2015, abgerufen am 2. August 2015.
  8. a b c d Martin Schibli: Self # governing. Eine Zeitung von Marina Naprushkina., berlinberlinale.de, abgerufen am 2. August 2015.
  9. Jutta Schwengsbier: "Büro für Antipropaganda" Die weißrussische Künstlerin Marina Naprushkina und ihr Kampf gegen Diktator Lukaschenko., deutschlandfunk.de, 24. Juli 2011, abgerufen am 3. August 2015.
  10. Beschreibung des Kunstwerks auf der Website der 11. Biennale Istanbul, abgerufen am 2. August 2015, (im Original: The President's Platform (2007) might be mistaken for a minimalist sculpture, but is actually a copy of the platform owned by the present government of Belarus, whose leader is Alexander Lukashenko. For important events the platform is set up, as a propagandistic instrument to glorify his statesmanship and divert attention from politics.).
  11. Beschreibung des Kunstwerks auf der Website der 11. Biennale Istanbul, abgerufen am 2. August 2015, (im Original: The absurdity of this solitary red pedestal reflects on the excessive use of the term 'platform' as an imaginary basis for dialogue and freedom of speech, whilst at the same time this freedom of speech is stifled in most 'democratic' societies.).
  12. Beschreibung des Kunstwerks auf der Website der 11. Biennale Istanbul, abgerufen am 2. August 2015, (im Original: The stage also makes reference to the exhibition as a space where subjects that are otherwise suppressed can be discussed and reflected upon in a way that is beyond real politics. ).
  13. a b Astrid Mania: Dritte Biennale für junge Kunst in Moskau Wut auf das Gesichtete. Harmlosigkeit als Statement: Selten hat eine Kuratorin auf das eigene Projekt so eingedroschen wie Elena Selina bei der dritten Moskauer Biennale für junge Kunst. Die Teilnehmer geben sich politisch, doch ihre Freiheit ist in einem Land beschränkt, in dem Punkerinnen für harmlose Protestaktionen eingesperrt werden., http://www.sueddeutsche.de, 3. August 2012, abgerufen am 2. August 2015.
  14. Marina Naprushkina: My Daddy is a Policeman. What Does He Do at Work?, abgerufen am 1. August 2015.
  15. a b Marina Naprushkina: My Daddy is a Policeman. What Does He Do at Work?, abgerufen am 1. August 2015.
  16. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: Naprushkina translated three speeches by German politicians (Angela Merkel, Guido Westerwelle, Oskar Lafontaine) and had people in Belarus read them out in front of the camera in their homes or in semi-private places.)
  17. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: With pathos, respect for the authors or attempts to adapt what they are reading to Belarussian reality, the readers of the texts react to the comments that affect them so closely and yet are so far removed from them.)
  18. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: …Gysi's slogan Wealth for all, which is meant to apply to everyone in a democratic sense, has no relation to the real circumstances.)
  19. a b Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55.
  20. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: With her installation, the artist Marina Naprushkina reveals the contradictory juxtaposition of official publicity and the reality of everyday life. She opens up a disturbing view of selective propaganda in practice.)
  21. a b c Lilian Tietjen: Kultur und Management "West of East" – Ein Gespräch über die Zensur in der letzten ‚Diktatur Europas‘., kulturport.de, 28. September 2012, abgerufen am 1. August 2015.
  22. Projektseite Going public, abgerufen am 1. August 2015.
  23. Marina Naprushkina: Meine Mutter über Politik, Kunst und die Rolle der Frau., in: Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und Kulturen des Kuratorischen, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, für das Goethe-Institut (Hrsg.):Well Connected., Sonderausgabe im Rahmen von Going Public, Heft 2, Leipzig 2013, ISBN 9783932865763, S. 16.
  24. Refugees' Library. In: refugeeslibrary.wordpress.com. 6. Februar 2012, abgerufen am 11. Februar 2017.
  25. a b c Mitteilung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur zur Stipendiatin Marina Naprushkina 2007, abgerufen am 30. Juli 2015.
  26. Pressemitteilung des Berliner Senats vom 11. Juni 2013 zu den Stipendiaten, abgerufen am 30. Juli 2015.
  27. Mitteilung der Sommerakademie im Paul Klee Zentrum zur Stipendiatin 2013 Marina Naprushkina, abgerufen am 30. Juli 2013.
  28. Mitteilung von cecartslink.org zu den Stipendiaten 2010, abgerufen am 30. Juli 2015.
  29. Mitteilung von Kulturkontakt Austria zu Marina Naprushkina als Artist in Residence, abgerufen am 30. Juli 2015.
  30. Sussmann Preis an Künstlerin Marina Naprushkina verliehen, abgerufen am 3. Dezember 2015
  31. Press release: 2017 ECF Princess Margriet Award for Culture. European Cultural Foundation, 2. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017 (englisch).
  32. Ausstellungen von Marina Naprushkina, kunstaspekte.de, abgerufen am 3. August 2015.
  33. Constantin Bokhorov:Second Dialogue, http://3rd.moscowbiennale.ru, abgerufen am 2. August 2015.
  34. Mitteilung zu New Old Cold War, http://3rd.moscowbiennale.ru, abgerufen am 2. August 2015.
  35. Website der 11. Istanbul Biennale, abgerufen am 2. August 2015.
  36. Marina Naprushkina:Marina Naprushkina., http://youngart.ru, abgerufen am 2. August 2015.
  37. Lena Prents: Marina Naprushkina. Wealth for All, 2011, in: Barbara Steiner, Peio Aguirre (Hrsg.): The scenario book. thinking Europe, Jovis Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783868591880, S. 55. (im Original: …Naprushkina's art has become the subject of controversial discussions in Belarus. She is, however, prohibited from exhibiting her work there.)
  38. Mitteilung der Künstlerin in einer privaten Mail an Reisen8 vom 6. August 2015.
  39. Auszug aus dem Programm des Internationalen Literaturfestivals Berlin 2015, abgerufen am 1. September 2015.
  40. Mitteilung des Maxim-Gorki-Theaters zur Lesung im Rahmen des Herbstsalons, abgerufen am 17. November 2015.
  41. a b Dana, Melrose: Neue Nachbarschaft., couchFM Das Berliner Campusradio, http://www.couchfm.de/neue-nachbarschaft/, abgerufen am 27. Juli 2015.
  42. a b c Oliver Soos, Wolf Siebert: Geschäfte machen mit Flüchtlingen Täglich kommen mehr Asylbewerber nach Berlin. Jeder Zweite landet in einer privaten Unterkunft. Die Zustände sind oft schlecht, doch die Betreiber verdienen gut., Zeit Online, 5. März 2015, abgerufen am 27. Juli 2015, S. 1.
  43. Oliver Soos, Wolf Siebert: Geschäfte machen mit Flüchtlingen Täglich kommen mehr Asylbewerber nach Berlin. Jeder Zweite landet in einer privaten Unterkunft. Die Zustände sind oft schlecht, doch die Betreiber verdienen gut., Zeit Online, 5. März 2015, abgerufen am 27. Juli 2015, S. 2.
  44. Pressemitteilung zur Verleihung des Ehrenamtspreises 2014 des Bezirks Berlin-Mitte, abgerufen am 1. August 2015.
  45. Peter Siller, Bertram Keller: Editorial polar #13: Aufstand, polar, Ausgabe 13 (2012).
  46. Peter Siller, Bertram Keller: Editorial polar #13: Aufstand, polar, Ausgabe 13 (2012).