Markus Kauczinski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Markus Kauczinski
Spielerinformationen
Geburtstag 20. Februar 1970
Geburtsort GelsenkirchenDeutschland
Junioren
Jahre Station
1976–1988 Fortuna Gelsenkirchen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1988–? VfL Bochum II
Stationen als Trainer
Jahre Station
1999−2001 FC Schalke 04 U-16
2001−2003 Karlsruher SC U-17
2003−2009 Karlsruher SC U-19
2009−2012 Karlsruher SC II
2009 Karlsruher SC (interim)
2010 → Karlsruher SC (interim)
2011 → Karlsruher SC (interim)
2012−2016 Karlsruher SC
2016 FC Ingolstadt 04
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Markus Kauczinski (* 20. Februar 1970 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Fußballtrainer. Nachdem er lange Zeit für den Karlsruher SC in der Jugendarbeit und mehrmals als Interimstrainer tätig war, war er seit dem 26. März 2012 als Cheftrainer für die erste Mannschaft beim KSC verantwortlich. Von Juli bis November 2016 trainierte er den Bundesligisten FC Ingolstadt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kauczinski begann mit sechs Jahren mit dem Fußballspielen bei der Fortuna Gelsenkirchen. Im Jahr 1988 folgte er seinem damaligen Trainer Klaus Fischer und wechselte zu den Amateuren des VfL Bochum.[1]

Später arbeitete er zunächst als Nachwuchstrainer beim FC Schalke 04, ehe er 2001 als Jugendtrainer zum Karlsruher SC wechselte.[2] Mit der von ihm betreuten U-19-Nachwuchsmannschaft des KSC war er erfolgreich und stieg mit ihr 2004 in die U-19-Bundesliga auf, mit 24 Siegen aus 26 Spielen wies die Mannschaft 19 Punkte Vorsprung auf die Nachwuchsmannschaft der TSG 1899 Hoffenheim auf. Bereits kurz vorher wurde sein Erfolg honoriert und er zum Jugendkoordinator des badischen Klubs befördert.[2]

Am 1. Mai 2009 übernahm Kauczinski vom zurückgetretenen Rainer Krieg das Traineramt in der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC in der Regionalliga Süd, am Saisonende schaffte er mit ihr lediglich aufgrund des Lizenzverzichtes von Viktoria Aschaffenburg den Klassenerhalt. In den folgenden Jahren führte er sie ins vordere Mittelfeld, wobei seine Arbeit mehrfach kurzzeitig unterbrochen wurde. Im August 2009 übernahm er nach der Beurlaubung von Edmund Becker als Interimstrainer die Zweitligamannschaft der Karlsruher.[3] Nach der Verpflichtung von Markus Schupp als neuem Trainer kehrte er zur zweiten Mannschaft zurück. Als dieser Anfang November 2010 ebenfalls entlassen wurde, schlüpfte Kauczinski für den Zweitligisten bis zur Verpflichtung Uwe Rapolders drei Wochen lang erneut in die Rolle des Interimstrainers. Nachdem Ende Oktober 2011 auch das Engagement von dessen Nachfolger Rainer Scharinger vorzeitig beendet wurde, wurde Kauczinski zum dritten Mal KSC-Interimstrainer.[4] Ein längerfristiges Engagement blieb ihm im Profibereich vorerst verwehrt, aufgrund mangelnder notwendiger Trainerlizenz durfte er nicht dauerhaft als Trainer im Profifußball arbeiten.[4] Im März 2012 beendete Kauczinski, unter anderem zusammen mit Stefan Effenberg, Mehmet Scholl und Christian Wörns, erfolgreich einen Lehrgang, um die höchste Trainerlizenz im deutschen Fußball zu erhalten. Nur vier Tage nach Erhalt der Trainerlizenz[5] trat er am 26. März 2012 beim Karlsruher SC die Nachfolge von Jørn Andersen als Cheftrainer der Profimannschaft an. Am 22. August 2013 wurde sein Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2016 verlängert.[6] In der Saison 2014/2015 erreichte er mit dem KSC den dritten Platz in der 2. Bundesliga. Das Hinspiel der Relegation endete 1:1. Nachdem das Rückspiel mit 1:2 n.V. verloren ging, wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp verpasst. Anfang Oktober 2015 teilte Kauczinski dem Verein mit, seinen zum Ende der Saison 2015/16 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.[7]

Zu Beginn der folgenden Saison wechselte Kauczinski zum Erstligisten FC Ingolstadt 04. Nach zehn sieglosen Ligaspielen in Folge wurde er am 6. November 2016 entlassen.[8]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Meister der 3. Liga und Aufstieg in die 2. Bundesliga mit dem Karlsruher SC
  • 2016: Trainerpreis des deutschen Fußballs[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kauczinski mag nicht „durch die Hintertür raus“. Focus.de (24. März 2014). Abgerufen am 26. Dezember 2015.
  2. a b ksc.de: Markus Kauczinski unterschreibt Vertrag als Jugendkoordinator
  3. kicker.de: KSC entlässt Ede Becker
  4. a b kicker.de: KSC entlässt Scharinger - Kauczinski übernimmt
  5. dfb.de: Lizenz für 23 neue Fußball-Lehrer 22. März 2012
  6. ksc.de: Chefcoach Markus Kauczinski verlängert bis 2016
  7. Karlsruher SC: Kauczinski wird Vertrag als KSC-Cheftrainer zum 30. Juni 2016 beenden, 5. Oktober 2015, abgerufen am 5. Oktober 2015.
  8. FCI UND TRAINER MARKUS KAUCZINSKI TRENNEN SICH EINVERNEHMLICH. fcingolstadt.de, 6. November 2016, abgerufen am 6. November 2016.
  9. DFB zeichnet Markus Kauczinski als Trainer des Jahres aus auf ksc.de vom 9. März 2016, abgerufen am 10. März 2016.