Matthias Rothmund

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Matthias Rothmund 2010

Matthias Rothmund (* 15. April 1942 in Darmstadt) ist ein deutscher Chirurg und Hochschullehrer, der als Forscher und Mediziner national und international große Reputation erwarb.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rothmund studierte von 1963 bis 1968 in Mainz und Innsbruck Humanmedizin. Sein Staatsexamen bestand er 1968, zwei Jahre später wurde er promoviert und arbeitete fortan an der Chirurgischen Universitätsklinik Mainz. Den Titel Facharzt für Chirurgie erwarb er 1975, nur ein Jahr darauf gefolgt von der Habilitation. Im Jahr 1978 wurde er Oberarzt, 1979 erhielt er die Professur als Beamter auf Lebenszeit.[1]

Von 1987 bis 2008 übernahm er als C4-Professor die Leitung der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie an der Philipps-Universität Marburg. Im Jahr 2008 wurde der Mediziner an der Universität Marburg emeritiert, übernahm aber bis Ende 2010 die Verantwortung als hauptamtlicher Dekan des Fachbereichs Medizin.[2]

Rothmund war Mitglied und vielfach Vorstand oder Präsident in fünf deutschen und vier internationalen wissenschaftlichen chirurgischen Fachgesellschaften. In der fachübergreifenden Deutschen Gesellschaft für Chirurgie etwa war er 1996–2011 Präsidiumsmitglied und 2004/2005 Präsident.

Von 1994 bis 1998 war Rothmund Gutachter für die DFG. Von 2000 bis 2007 war er Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrates. 2002 bis 2008 war er Mitglied des International Relations Committee des American College of Surgeons. Für drei Jahre (2005–2008) übernahm er ehrenamtlich Verantwortung als Vorstandsmitglied des „Aktionsbündnis Patientensicherheit“.

Von 1987 bis 2008 hatte er die Schriftleitung der in Stuttgart erscheinenden Deutschen Medizinischen Wochenschrift inne und von 1990 bis 2010 die Herausgeberschaft der Fachzeitschrift „Der Chirurg“ aus Heidelberg; ebenfalls von 1991 bis 2007 die der Heidelberger Zeitschrift Langenbecks Archiv für Chirurgie. Von 1991 bis 2001 war Rothmund im Beirat des New Yorker World Journal of Surgery. Beim renommierten British Journal of Surgery war er 1994–2008 tätig, davon 2004–2008 als verantwortlicher Herausgeber und „Vice Chairman“.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1977 von Langenbeck-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
  • 2002 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina[3]
  • 2003 European Surgical Association (Fellow und Council Member)
  • 2004 Richard von Volkmann Medaille der Mitteldeutschen Chirurgenvereinigung
  • 2006 L'Académie Française de Chirurgie (Korrespondierendes Mitglied)
  • 2008 European Society of Endocrine Surgery (Ehrenmitglied)
  • 2008 1. Deutscher Qualitätspreis Gesundheit 2008[4]
  • 2009 Association Française de Chirurgie (Ehrenmitglied)
  • 2010 Rudolf-Zenker-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg: Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften, Ehrungen und Ehrenmitgliedschaften (Memento des Originals vom 12. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-marburg.de
  2. Pressestelle der Universität Marburg: Erstmals hauptamtlicher Dekan im Fachbereich Medizin
  3. Mitgliedseintrag von Matthias Rothmund (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 16. Juli 2016.
  4. Deutsches Ärzteblatt 2009; 106(3): A-95: Matthias Rothmund: Ausgezeichneter Pionier
  5. FAZ vom 1. Mai 2010: Patientensicherheit: Noch mehr Fehlerkultur im Operationssaal