Michael Holtschulte

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Michael Holtschulte (2012)

Michael Holtschulte (* 19. April 1979 in Herne) ist ein deutscher Cartoonist, Karikaturist und Illustrator. Bekannt ist Holtschulte vor allem durch die Cartoons der Reihe Tot, aber lustig, die sich oft durch zynischen, schwarzen Humor auszeichnen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Holtschulte (li.) mit Oli Hilbring bei Bochum Total 2016

Nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Herten und dem anschließenden Zivildienst studierte Holtschulte Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Sozialpsychologie und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum, an der er 2006 sein Examen erhielt.

Im Alter von 15 Jahren erschienen bereits erste kommerzielle Veröffentlichungen Holtschultes bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Auch in den folgenden Jahren erschienen regelmäßig Zeichnungen in den verschiedenen Lokalredaktionen und der Wochenend-Beilage der Publikation. Während des Studiums arbeitete Holtschulte darüber hinaus für verschiedene Werbeagenturen.

2007 machte sich Holtschulte als Cartoonist, Karikaturist und Illustrator selbstständig. Cartoons aus seiner Feder erschienen in der Bild am Sonntag (BamS), Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), Financial Times Deutschland (FTD), Mac Life und anderen Publikationen.

Heute lebt Holtschulte in Herten und zeichnet regelmäßig für die überregionalen Tageszeitungen SZ und taz, das Filmmagazin Deadline, die Satirezeitschrift Titanic, das Humor- und Satire­magazin Eulenspiegel, die Zeitschrift stern oder das Comic­magazin Yps.

Das Projekt „Tot, aber lustig“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Reihe „Tot, aber lustig“ von Michael Holtschulte

Im Jahr 2004 wurde beim Toonster Verlag Michael Holtschultes erstes Cartoonbuch veröffentlicht. Aufgrund Holtschultes Faible für schwarzhumorige Cartoons, in dem des Öfteren der Sensenmann als Protagonist auftritt, kristallisierte sich bald Tot, aber lustig als titelgebendes Motto heraus.[1]

Anfang 2005 ging dann mit totaberlustig.de auch die Cartoon-Webseite des Künstlers online. Die Seite wurde technisch und gestalterisch von Holtschulte selbst erstellt und wird bis heute ausschließlich von ihm betreut. Seit dem Stapellauf des Online-Projektes veröffentlicht Holtschulte dort mindestens einmal die Woche einen neuen Cartoon. 2010 wurde das Online-Angebot um eine Tot-aber-lustig-Facebook-Seite erweitert, die heute über 300.000 Fans zählt. Anfang 2015 brachte der Lappan Verlag zum zehnjährigen Jubiläum der Webseite das Buch Tot, aber lustig heraus, das bereits drei Wochen nach Veröffentlichung in die zweite Auflage ging.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligung an Anthologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalender (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Poehl (Autor), Michael Holtschulte (Illustrator): Dia de los muertos. Sphinx Spieleverlag, 2009.
  • Henning Poehl (Autor), Michael Holtschulte (Illustrator): Rolling Bones. Sphinx Spieleverlag, 2011.
  • Henning Poehl (Autor), Michael Holtschulte (Illustrator): Shark attacks! Sphinx Spieleverlag, 2012.
  • Henning Poehl (Autor), Michael Holtschulte (Illustrator): Auge um Auge. Sphinx Spieleverlag, 2014.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Publikumspreis Mit spitzer Feder. Deutscher Preis für die politische Karikatur.[2]
  • 2013: Publikumspreis des Deutschen Karikaturenpreises[3]
  • 2014: Dritter Publikumspreis der Cartoonair
  • 2015: Zweiter Publikumspreis der Cartoonair

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Holtschulte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Hüster: Humor ist ein ernstes Geschäft – Interview mit Michael Holtschulte, In: Interview im COMIC!-Jahrbuch 2012 des Interessenverbandes Comic e. V. (ICOM). Abgerufen am 16. Februar 2015.
  2. Akademie für Kommunikation in Baden-Württemberg: Preisträger des Jahres 2012. Abgerufen am 16. Februar 2015.
  3. Archiv der Preisträger des Deutschen Karikaturenpreises.. Abgerufen am 16. Februar 2015.