Mike Taylor (Basketballtrainer)

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Basketballspieler
Mike Taylor
Mike Taylor 2014
Spielerinformationen
Voller Name Michael Richard Taylor
Spitzname Mike T
Geburtstag 29. August 1972
Geburtsort Williamsport (PA), USA
Größe 182 cm
Position Head Coach
College Indiana (PA)
Vereine als Trainer
1995–1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Clarion Golden Eagles (AC)
1997–2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indiana Crimson Hawks (AC)
2000–2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Pitt State Gorillas (AC)
2001–2002 DeutschlandDeutschland BV Chemnitz 99
2002–2003 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Essex Leopards
2003–2011 DeutschlandDeutschland ratiopharm Ulm
2011–2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rio Grande Valley Vipers (AC)
2012–2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maine Red Claws
Nationalmannschaft als Trainer
2010–2013 TschechienTschechien Tschechien (AC)
Seit 0 2014 PolenPolen Polen

Michael Richard „Mike“ Taylor (* 29. August 1972 in Williamsport, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Basketballtrainer, der lange Zeit den Basketball-Bundesliga-Verein ratiopharm Ulm trainierte, mit dem er selbst 2006 in diese Liga aufgestiegen war. Nach acht Jahren in Ulm war Taylor zuletzt drei Jahre in der NBA Development League tätig. Zu Beginn des Jahres 2014 wurde Taylor Nachfolger von Dirk Bauermann als Nationaltrainer der polnischen Herrenauswahl.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taylor spielte während seines Bachelor-Studiums für die Crimson Hawk der Indiana University of Pennsylvania (IUP) in der NCAA Division II. Er stand 1994 im Kader, als die Hochschulmannschaft sich zum ersten Mal für die landesweiten Play-offs der Division II qualifizieren konnte. Ein Jahr später erreichte man mit dem Final Four das Halbfinale der Meisterschaft. 1995 setzte er sein Studium mit einem Masterstudiengang in Kommunikation an der Clarion University of Pennsylvania fort und wurde Assistenztrainer der Golden Eagles, die ebenfalls in der Division II spielen. Nach seinem Abschluss 1997 kehrte er als Assistenztrainer an seine ursprüngliche Uni IUP zurück. 2000 sammelte er weitere Erfahrungen als Assistent einer weiteren Division II-Mannschaft, den Gorillas der Pittsburg State University in Kansas.

Seine erste Stelle als verantwortlicher Trainer war 2001 im deutschen Chemnitz, wo er den BV 99 zur Regionalliga-Meisterschaft und zum Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga führen konnte. Danach trainierte er den englischen Erstligisten Essex Leopards in Brentwood, unmittelbar angrenzend an Greater London. Als der Verein wegen finanzieller Probleme verkauft wurde und ein Jahr aussetzen sollte (jedoch später aufgelöst wurde), kehrte Taylor nach Deutschland zurück und wurde Trainer des Chemnitzer Ligakonkurrenten ratiopharm aus Ulm. Nebenbei war Taylor noch als Assistent in der Sommerliga USBL in seinem Heimatland für die Teams von Dodge City Legend und Kansas Cagerz tätig. Mit den Ulmern gelang schließlich in der Saison 2005/06 als Meister der Gruppe Süd der Aufstieg in die BBL. Nach zwei Spielzeiten ohne Abstiegssorgen mit jeweils 16 Siegen aus 34 Spielen gelang in der Saison 2008/09 als guter Fünfter mit 21 Siegen in der Hauptrunde der Sprung in die Play-offs, wo man gegen den späteren Vizemeister Telekom Baskets Bonn in der ersten Runde ausschied. Nachdem man in jener Saison sich vor finanziell weitaus potenteren Vereinen platziert hatte, musste Taylor mit Ulm in der zurückliegenden Spielzeit einen weiteren personellen Aderlass hinnehmen und landete mit 13 Siegen im „Niemandsland“ der Tabelle. Seit Sommer 2010 assistierte er Pavel Budinsky als Trainer der tschechischen Basketballnationalmannschaft.[1] Am 20. April 2011 wurde er mit sofortiger Wirkung von Spiel-, und Trainingsbetrieb freigestellt, nachdem er auf einer Pressekonferenz ohne Absprache mit dem Vorstand bekannt gab, dass sein Vertrag in Ulm nicht verlängert wird. [2]

Taylor kehrte 2011 zunächst in sein Heimatland zurück und wurde Assistent des ebenfalls europaerfahrenen Nick Nurse bei den Rio Grande Valley Vipers in der NBA Development League. Nach einem Jahr wechselte er als Cheftrainer an die Nordostküste zu den Maine Red Claws, dem Farmteam der Boston Celtics. Mit den Red Claws schaffte er 2013 den erstmaligen Einzug in die Play-offs der Minor League der NBA. Dieser Erfolg konnte in der darauffolgenden Saison nicht wiederholt werden, so dass man sich wieder trennte,[3] nachdem Taylor bereits Ende Januar 2014 als Nachfolger des deutschen Trainers Dirk Bauermann zum Nationaltrainer der polnischen Herrennationalmannschaft ernannt worden war[4] und sich mit dieser unter anderem gegen Deutschland erfolgreich für die Endrunde der Basketball-Europameisterschaft 2015 qualifizierte.

Entsprechend seinem Master in Kommunikation ist Taylor sehr mitteilungs- und auskunftsfreudig und betreibt eine eigene englischsprachige Website mit Informationen zur Person, Linksammlung zum Thema Basketball, Forums- und Chatfunktion. Daneben war er zudem lange Zeit Autor für Eurobasket.com, eine große englischsprachige Informationsbörse zum Thema Basketball.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Dick war ebenfalls Basketballtrainer und Assistent des bekannten Collegetrainers Bobby Knight sowie in den 70er Jahren Assistent von Willis Reed bei den New York Knicks in der NBA.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Taylor wird Co-Nationaltrainer in Tschechien. Südwest Presse, 8. April 2010, archiviert vom Original am 11. April 2010; abgerufen am 16. Juni 2010.
  2. ratiopharm Ulm: Keine Vertragsverlängerung für Mike Taylor. Südwest Presse, 20. April 2011, archiviert vom Original am 23. April 2011; abgerufen am 19. November 2011.
  3. Maine Red Claws Will Feature New Head Coach For 2014-15 Season. National Basketball Association, 16. Juli 2014, abgerufen am 6. Dezember 2014 (englisch, Medien-Info Red Claws).
  4. Taylor Hopes To Unlock Polish Potential. FIBA Europa, 31. Januar 2014, abgerufen am 2. Februar 2014 (englisch).
  5. The new coach from ratiopharm Ulm: Mike Taylor. Schoenen-Dunk.de, 21. Juli 2003, abgerufen am 16. Juni 2010 (Pressemitteilung von ratiopharm Ulm).