Nada Malanima

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Nada bei einem Konzert 2009

Nada (* 17. November 1953 als Nada Malanima in Rosignano Marittimo, Provinz Livorno) ist eine italienische Schlager-, Pop- und Chanson-Sängerin. International bekannt wurde sie durch den Nummer-eins-Hit Ma che freddo fa aus dem Jahr 1969.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einer national bekannten Sängerin avancierte Nada (Spitzname: Il Pulcino di Gabbro; übersetzt: das Küken aus Gabbro) bereits im Teenageralter. Ihr auf dem Sanremo-Festival 1969 vorgetragener Debütsong Ma che freddo fa ging preislich gesehen zwar leer aus. Das eingängige, von Claudio Mattone komponierte und von Franco Migliacci getextete Stück eroberte allerdings die italienischen Charts und avancierte international zu einem Kassenschlager des Italian Pop der End-1960er. Die italienischsprachige Version wurde von zahlreichen Interpreten cecovert. Nada selbst nahm unter anderem eine französische (Et pourtant j'ai froid) und eine spanischsprachige Version auf (Hace frío ya).

Ihren Durchbruch auf dem Sanremo-Festival hatte sie 1971 mit dem Hit Il cuore è uno zingaro. Weitere erfolgreiche Singles der frühen 1970er waren Una chitarra ed un’armonica und Il re di denari (bei Sanremo 1972). Trotz ihrer Chart-Erfolge verlegte sich Nada im Lauf der folgenden Jahre mehr und mehr auf eine kommerziell weniger einträgliche, künstlerisch gesehen jedoch befriedigendere Form der Karriere. Mehr und mehr arbeitete sie mit aufstrebenden Songwritern wie Riccardo Cocciante, Antonello Venditti, Claudio Baglioni und Paolo Conte zusammen. Ebenso stieg die Anzahl der Eigenkompositionen. 1977 gab sie ihr Debüt als Theaterschauspielerin. Unter anderen spielte sie Rollen in Stücken von Giulio Bosetti und Dario Fo.[1]

Parallel zur künstlerischen Umorientierung sank die Präsenz in den Single-Charts, ebenso der Absatz der Studioalben. Mit Amore disperato gelang ihr 1987 ein weiterer Nummer-eins-Hit. Mit ihrem vergleichsweise vielseitigen, von Schlager über Pop und Folk bis hin zu traditionellen Canzones wie La porti un bacione a Firenze oder Maremma reichenden Repertoire waren anhaltende Charterfolge jedoch nur schwer zu vereinbaren. In den 1990er-Jahren intensivierte sie ihre Zusammenarbeit mit Piero Ciampi, einem gleichfalls aus der Region um Livorno stammenden Singer-Songwriter.[1] Mit dem Titel Guardami Negli Occhi nahm sie 1999 erneut am Festival von Sanremo teil. 2000 sang sie im Duett mit Adriano Celentano den Song Il figlio del dolore – eine düstere Ballade, welche das Thema Vergewaltigungen im Krieg zur Sprache bringt.

2003 erschien Nadas erster Roman, Le Mie Madri. 2009 hatte sie zusammen mit Carmen Consoli, Paola Turci und Marina Rei einen gefeierten Auftritt auf dem Amiche-per-l’Abruzzo-Konzert im Mailänder Stadion San Siro – einem von italienischen Musikerinnen und Sängerinnen bestrittenen Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in der umbrischen Stadt L’Aquila.[2] Für künstlerisches Aufsehen sorgte in den letzten Jahren ihr Projekt Nada Trio – eine akustische Mini-Combo, mit der sie alte und neue, fremde und eigene Lieder einspielt. Mit genreübergreifenden Gastauftritten – etwa zusammen mit der Folk- und Alternativrock-Band Ardecore – sorgte sie in den letzten Jahren ebenfalls für Aufmerksamkeit.[3] Am 12. April 2011 erschien ihr bislang letztes Album mit dem Titel Vamp.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1969 - Nada
  • 1970 - Io l'ho fatto per amore
  • 1973 - Ho scoperto che esisto anch'io
  • 1974 - 1930: Il domatore delle scimmie
  • 1976 - Nada
  • 1983 - Smalto
  • 1984 - Noi non cresceremo mai
  • 1986 - Baci Rossi
  • 1992 - L'anime nere
  • 1999 - Dove sei sei
  • 2001 - L'amore è fortissimo e il corpo no
  • 2004 - Tutto l'amore che mi manca
  • 2007 - Luna In Piena
  • 2011 - Vamp
  • 2014 - Occupo poco spazio
  • 2016 - L'amore devi seguirlo

Live-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 - Nada Trio
  • 2005 - L'Apertura (Nada & Massimo Zamboni)
  • 2005 - CD Live Brescia ("Mucchio Selvaggio Extra" supplement)
  • 2008 - Live Stazione Birra

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 - Malanima: Successi e Inediti 1969-1994
  • 2006 - Le Mie Canzoncine 1999-2006

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1969 - Les bicyclettes de Belsize
  • 1969 - Ma che freddo fa
  • 1969 - Biancaneve
  • 1969 - Che male fa la gelosia
  • 1969 - L'anello
  • 1970 - Pà diglielo a mà
  • 1970 - Bugia
  • 1970 - Io l'ho fatto per amore
  • 1971 - Il cuore è uno zingaro
  • 1972 - Re di denari
  • 1972 - Una chitarra e un'armonica
  • 1973 - Brividi d'amore
  • 1978 - Pasticcio universale
  • 1981 - Dimmi che mi ami che mi ami che tu ami che tu ami solo me
  • 1982 - Ti stringerò
  • 1983 - Amore disperato
  • 1984 - Balliamo ancora un po
  • 1987 - Bolero
  • 1992 - Guarda quante stelle
  • 1999 - Guardami negli occhi
  • 1999 - Inganno
  • 2004 - Senza un perchè
  • 2004 - Piangere o no
  • 2006 - Scalza
  • 2007 - Luna in piena
  • 2007 - Pioggia d'estate
  • 2008 - Stretta
  • 2008 - Novembre
  • 2011 - Il comandante perfetto
  • 2011 - La canzone per dormire
  • 2011 - Stagioni

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 - Le mie madri
  • 2008 - Il mio cuore umano

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Biography, Biografie von Nada bei allmusic.com, aufgerufen am 1. Mai 2012 (engl.)
  2. Voci di donne, festa a San Siro 57mila dalle ‚Amiche per l'Abruzzo‘, Luigi Bolognini, La Repubblica, 22. Juni 2009 (ital.)
  3. 17. Oktober 2009, Rom, INIT, Club, Festivalbericht auf powermetal.de, aufgerufen am 1. Mai 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]