Nina Queer

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Nina Queer und Ross Antony auf dem Cologne Pride 2009

Nina Queer, Geburtsname: Daniel Wegscheider,[1] (* 1985 nach eigenen Angaben, laut Buch Dauerläufig * 1984[2]) ist das Pseudonym eines Dance-Musik-Sängers, DJs, Entertainers, Schauspielers und Travestiekünstlers, der vor allem in einer gegengeschlechtlichen Rolle als Drag Queen auftritt und bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Wegscheider zog 2000 von Kärnten nach Berlin, wo er zunächst in einem Imbiss am Wittenbergplatz arbeitete. Er finanzierte damit seine Schulmädchenreport-Partys, bei denen er als „Star-Transe“ auftrat.[3] Seitdem wurde er in der Travestierolle der Nina Queer als Partyqueen, DJane, Sängerin und Entertainerin einem größeren Publikum bekannt.

Als Nina Queer wirkte Wegscheider in etlichen Talkshows und diversen Fernsehsendungen mit, unter anderem in Frauentausch[4], Mission Traumhaus und Endlich Urlaub in Marokko. Bei TIER.TV moderiert Nina Queer die Sendung Star Radar. Nina Queer moderierte fünfmal den Christopher Street Day für den Sender rbb Fernsehen und vier MTV-Masters. Wegscheider wirkte in seiner Rolle auch mit bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten, K11 – Kommissare im Einsatz und Candy Girls und war neben Jim Reeves, Ross Antony und Katja Mitchell Jurymitglied der dreiteiligen Castingsendung Village Boys – Die große Lips Casting Show, die im Sommer 2009 bei TIMM ausgestrahlt wurde.[5]

Nina Queer veröffentlichte mehrere Singles. Im März 2009 erschien das Debüt-Album Discopony.[6] Mit der ersten Single-Auskopplung Fickifickiauaaua war Nina Queer bei Germany’s next Showstars zu sehen, wo sie bereits in der ersten Runde ausschied.[7]

Nina Queer ist Kolumnistin u. a. des Szenemagazins blu, der Zeitschrift DU&ICH oder für queer.de.

In der Bar zum schmutzigen Hobby in Berlin, die Nina Queer von 2005[8] bis 2014[9] betrieb, veranstaltete sie jeden Mittwoch das Glamourquiz.[10] Zudem veranstaltet das „Urgestein der Berliner Szene“[11] monatlich die Party Irrenhouse, die zunächst im Bastard@Prater stattfand, später im Friedrichshainer GeburtstagsKlub in Berlin und inzwischen im Kreuzberger Comet Club, bei der unter anderem auch schon Justin Timberlake, Heidi Klum oder Daniel Brühl als Gäste auftauchten.[12]

Seit 2010 ist Nina Queer mit Ihrer satirischen Kolumne „Promispalte“ fester Bestandteil der ENERGY Toastshow auf Energy Berlin, seit 2013 täglich[13].

2010 spielte sie zusammen mit Debbie Rochon unter der Regie von Marcel Walz in dem deutschen Amateurfilm Avantgarde und in dem Musikvideo „Night People“ von The Human League, welches auch in ihrer Bar gedreht wurde.[14]

Im April 2011 erschien Nina Queers erster Roman Dauerläufig.

2013 synchronisierte Nina Queer in dem Film Fliegende Liebende die Rolle von Normas Assistentin.[15]

Im Juli 2015 führte Nina Queer für Helmut Berger eine medienwirksame Hochzeitszeremonie mit dem 37 Jahre jüngeren Florian Wess, Sohn einer der beiden Botox-Boys, durch. Die Zeremonie fand auf einer Finca in Spanien in kleinem Rahmen von 15 Gästen, u. a. Christina Lugner, statt.[16]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Sex (als DaniL.)
  • 2007: Haben Sie Mich Schon
  • 2008: HimalayaJennifer Rostock feat. Nina Queer Remix
  • 2009: Fickifickiauaaua
  • 2009: Beautiful
  • 2009: R U Ready
  • 2009: Ich schau in Dein Gesicht – Nina Queer & DJ Divinity
  • 2011: I give you love
  • 2012: Hat hier irgendjemand ne Nutte bestellt?
  • 2012: Bukakke
  • 2012: Wund im Mund
  • 2014: Lover? Friend?
  • 2015: Hacken & Ziehen– Nina Queer & DJ Divinity

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Discopony
  • 2012: Hat hier irgendjemand ne Nutte bestellt?

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Dauerläufig (Roman)

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nina Queers neues schmutziges Hobby. In: Berliner Zeitung, 28. Januar 2011.
  2. Nina Queer; zum Geburtsjahr gibt es folgende Nachweise: Tagesspiegel von 2005: „25jährige“; Berliner Zeitung von 2005: „Kam 2000 mit Anfang 20 nach Berlin“.
  3. Schulmädchenreport präsentiert knappe Fummel und bunte Perücken. In: Berliner Morgenpost, 3. Januar 2003
  4. Frauentausch Folge 90, 2007. fernsehserien.de, abgerufen am 22. April 2015. (Webseite zu Sendung)
  5. Village Boys – Die große Lips Casting Show. TIMM.de, archiviert vom Original am 10. Mai 2009, abgerufen am 5. Juli 2009. (Webseite zu Sendung)
  6. Diskopony-Hof. Tagesspiegel, 7. März 2009, abgerufen am 24. November 2014.
  7. Busen-Blitzer – DJ BoBo bringt Nina Queer auf die Palme. Express.de, 5. Juni 2009, abgerufen am 5. Juli 2009.
  8. Mein schmutziges Hobby Drag-Queen Nina Queer empfängt jetzt in ihrer Bar. Der Tagesspiegel, 22. August 2005, abgerufen am 26. September 2009.
  9. Martin: Sie steigt aus dem Betrieb aus – Zapfenstreich: Nina Queer beendet Bar-Karriere. promiflash, 5. April 2005, abgerufen am 2. Mai 2015.
  10. Kneipenquiz: Bier und Spiele. Stern, 15. November 2005, abgerufen am 20. Juli 2009.
  11. Mit schmutzigen Hobbys zum Erfolg. Spiegel Online, 22. August 2005, abgerufen am 5. Juli 2009.
  12. Andreas Merkel: Große Frau mit schmutzigem Hobby. In: Berliner Zeitung, 20. Juli 2005
  13. ENERGY Berlin: Neue Morgenshow. radioszene.de, 18. Dezember 2012, abgerufen am 2. Mai 2015.
  14. energy.de
  15. Come fly with me. (PDF) siegessaeule.de, S. 22
  16. Helmut Berger & sein Botox-Boy: So verrückt war die Hochzeit. PromiFlash, 11. Juli 2015
  17. gerald-backhaus.de