rbb Fernsehen

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rbb Fernsehen
Senderlogo
Logo von rbb Fernsehen
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel
Digital: DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-S2, IPTV
Sitz: Berlin/Potsdam, Deutschland
Sendeanstalt: Rundfunk Berlin-Brandenburg
Auflösung: 576i (SDTV)
720p (HDTV)
Intendant: Patricia Schlesinger
Sendebeginn: 1. März 2004
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Marktanteil: im Sendegebiet: 6,3 %
bundesweit: 1,1 % (2015)[1]
Website: rbb-fernsehen.de
Liste von Fernsehsendern
Logo von rbb HD seit dem 5. Dezember 2013
Moderatorin Madeleine Wehle bei einem Interview
Komiker Kurt Krömer
Reporter und Moderator Ulli Zelle

rbb Fernsehen ist das regionale Fernsehprogramm des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) für Berlin und Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 2003 wurden zunächst das ORB-Fernsehen in RBB Brandenburg und SFB1 in RBB Berlin umbenannt. Bis zum 28. Februar 2004 wurden jedoch weiterhin zwei verschiedene Programme ausgestrahlt. Am 10. November 2003 starteten die gemeinsamen Sendungen rbb um 6 und zibb – zuhause in Berlin und Brandenburg. Am 29. Februar 2004 erfolgte die Fusion beider Sender zum rbb Fernsehen. Im Sommer 2004 ging die Sendung Im Palais auf Sendung und ab dem 23. September 2004 moderierte Kurt Krömer seine eigene Show. Am 23. Januar 2007 hatte in einem Beitrag in der Berliner Abendschau Eisbär Knut seinen ersten Auftritt, der später einen Knut-Kult auslöste. Fortan produzierte der rbb mehrere Dokumentationen über den Eisbären für das rbb-Fernsehen und Das Erste. Am 5. September 2009 strahlte das rbb Fernsehen zusammen mit ARTE die 24-stündige Dokumentation über Berlin in Echtzeit 24h Berlin aus. Diese wurde genau ein Jahr zuvor von 80 Drehteams in HD gedreht. Bis November 2009 fuhr Michael Kessler mit der im Oktober 2006 gestarteten Berliner Nacht-Taxe durch Berlin. Ende 2009 kündigte der rbb die Einstellung der Sendungen Filmvorführer und der Umwelt- und Wissenschaftssendung Ozon an. Die Sendung Ozon sollte in die zwei Formate „Ozon – Die Reportage“ und „Ozon – Der Film“ aufgeteilt werden, die sich in 30 Minuten nur mit einem Thema aus Wissenschaft und Umweltschutz befassen sollten.[2] Die Sendungen Filmvorführer wurde zum Jahresende 2009 eingestellt. Nach Protesten gegen die Einstellung von Ozon[3][4] wird die Sendung seit Mai 2010 als monothematische Reportagesendung OZON unterwegs weitergeführt. Seit dem 10. Mai 2010 sendet Brandenburg aktuell mit einem neuen Design und aus einem neu gestalteten Studio. Ab dem 23. August 2010 folgte eine neue Sendereihe mit Michael Kessler, Kesslers Expedition.

On-Air Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Februar 2009 verwendete der rbb das ehemalige On-Air Design. Durchgängig wurde in den Sendungen und Produktionen des rbb die Schriftfamilie Interstate verwendet, die für die Verwendung on air angepasst wurde. Das Design bestand hauptsächlich aus einem in Rot und Weiß gehaltenen Umklappeffekt, der das Bild senkrecht in zwei Hälften teilte. Eingeleitet wurde ein Trailer-Dreisatz durch ein Zeitwort wie „Heute“ oder „Morgen“ in weiß auf dunkelrotem Grund, bevor eine Vollbildvorschau des Programmstücks aufklappte. Dabei stand die Sendezeit unter dem Logo als Wasserzeichen in der zweiten Hälfte. Anschließend klappte das Bild erneut um, sodass nacheinander die Titel der Sendung auf der einen Hälfte und Bewegtbild des Programms auf der anderen Hälfte zu sehen war. Anschließend wechselte der Dreisatz in eine Gesamtübersicht, wo in der oberen Hälfte die Programmbilder als Stills abliefen und in der unteren Hälfte das Programm aufgelistet wurde. Anfang und Abschluss bildete jeweils der Umklappeffekt auf roten Grund, sodass mehrere Trailer nahtlos nacheinander abgespielt werden konnten.

Anders als bei anderen Sendern, wo die Einspieler mit Animationen live komponiert und ausgespielt werden, wurden die Programmtrailer des rbb vollständig vorproduziert und nacheinander im Programm abgespielt.

Das On-Air Design wurde im Animationsprogramm Boris Red durch das Design-Studio UnitedSenses erstellt.[5]

Neues Design ab 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der rbb sendet seit dem 13. August 2012 in einem neuen Design unter dem Motto „Das volle Programm“.[6] Neben einem erweiterten regionalen Angebot werden auch Dokumentationen und Unterhaltung gesendet.

Mediathek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2. April 2012 bietet der rbb auch eine eigene Mediathek zum zeitversetzten Ansehen der rbb-Fernsehsendungen und Nachhören verpasster Radiobeiträge der rbb-Radioprogramme an.

Sendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Formate des rbb Fernsehens sind zibb, rbb um 6, die Abendschau, Brandenburg aktuell, das Heimatjournal, Polylux und der rbb-Fernsehabend (ehemals Gernsehabend).

Information[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrmals am Tag informiert rbb AKTUELL die Zuschauer mit den Nachrichten des Tages. Regionale Nachrichten zeigen Brandenburg aktuell und die Abendschau für Berlin.

Magazine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den täglichen Magazinen des rbb Fernsehens gehören die Sendungen rbb um 6 und zibb.

Weitere regelmäßige Magazine sind WAS!, rbb Praxis, OZON unterwegs und Stilbruch.

Unter der Federführung des rbb wurde das inzwischen eingestellte Zeitgeistmagazin Polylux sowie dessen kurzlebiger Ableger Monolux produziert.

Für die Brandenburger Sorben wird monatlich die halbstündige Sendung Łužyca in niedersorbischer Sprache ausgestrahlt. Mit den polnisch-deutschen Beziehungen befassen sich „Kowalski & Schmidt“ (bis 2012 „Kowalski trifft Schmidt“) und die „Warschauer Notizen“.

Unterhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das rbb Fernsehen sendete jeden Samstagabend den „Fernsehabend“, der sich jede Woche ausschließlich mit einem Thema befasste. Bekannt wurde diese Reihe mit dem Namen „Gernsehabend“, den man noch aus SFB-Zeiten beibehalten hatte.

Seit 2010 sendet der rbb die Reihe Kesslers Expedition mit Michael Kessler als Nachfolgesendung von Berliner Nacht-Taxe (2006–2009).

Seit 2012 wird die Late-Night-Show „GuseBerlin“ im rbb ausgestrahlt. Fritz-Moderator Chris Guse startete Anfang 2012 im Internet mit dieser Show.

Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer Ausstrahlung über DVB-T in Berlin und Brandenburg und angrenzenden Bundesländern, wird der Sender auch bundesweit digital über Kabel ausgestrahlt und in einigen Kabelnetzen auch analog angeboten. Außerdem wird über Satellit bei Astra 1 auf der Position 19,2° gesendet. Empfangbar sind eine Version für Berlin mit der Abendschau und eine Version für Brandenburg mit Brandenburg Aktuell. Seit dem 5. Dezember 2013 sendet das rbb Fernsehen parallel in HD und Standardauflösung.[7]

Auch über Internet wird das Programm angeboten. Darunter bei Zattoo und IPTV-Anbietern wie beispielsweise Telekom Entertain. Seit dem 8. Juni 2013 wird auch auf der Internetseite des rbb ein Internetstream angeboten. Ferner werden ausgewählte Sendungen in der rbb-Mediathek zum Abruf angeboten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: RBB Fernsehen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quoten-Ranking der Dritten Programme - NDR und MDR vorn, RBB hinten in: Der Tagesspiegel vom 29. Dezember 2015, abgerufen am 4. März 2016
  2. Pressemitteilung des RBB vom 6. November 2009
  3. Märkische Allgemeine Zeitung: Politiker und Wissenschaftler protestieren gegen Formatänderung des RBB-Magazins „Ozon“ bei prowissen-potsdam.de, 21. Januar 2010
  4. Pressemitteilung der Grünen Liga: Für den Erhalt des Wissenschafts- und Umweltmagazins Ozon - gegen eine Änderung des Sendeformates
  5. Thomas Lippl Art Direction & Design
  6. „Das volle Programm“ – Neue Akzente im rbb Fernsehen
  7. Wie lauten die Sendefrequenzen (Transponderdaten) der HD-Programme der ARD seit dem 30. April? Archiviert vom Original am 4. Mai 2012, abgerufen am 18. Dezember 2013.