Orduspor

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Orduspor
Vereinslogo
Voller Name Orduspor Kulübü
Ort Ordu
Gegründet 1967
Vereinsfarben lila-weiß
Stadion Ordu 19 Eylül Stadı
Plätze 16.500
Präsident Nedim Türkmen
Trainer Hüseyin Özcan
Homepage orduspor.org.tr
Liga TFF 2. Lig
2014/15 18. Platz (Abstieg)
Heim
Auswärts

Orduspor ist ein Fußballverein aus der nordtürkischen Stadt Ordu. Die Mannschaft spielt in der dritthöchsten türkischen Liga, der TFF 2. Lig. Der Verein hat viele namhafte türkische Spieler hervorgebracht, darunter Salih Aydoğan, Üstün Türközer, Arif Güney, Turgay Güney, Fikret Ayabakan, Kemal Yıldırım, Güven Türközer, Sinan Bayraktar, Fevzi Elmas, Bruno Ferreira Mombra Rosa, Şükrü Bekiroğlu und Hakan Keskin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und erfolgreichste Epoche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. September 1967 wurde Orduspor durch die Fusion der in Ordu ansässigen Vereine Ordugücü, Ordu İdmanyurdu und Ocak Gençlik gegründet. Die Vereinsfarben Lila und Weiß wurden vom damaligen italienischen Meister AC Florenz übernommen.

Von 1975 bis 1981 sowie von 1983 bis 1986 spielte der Klub neun Saisons lang in der ersten Liga. Die beste Platzierung erreichte der Verein 1978/79 mit dem vierten Platz. Somit konnte Orduspor 1979 im UEFA-Cup antreten, schied aber gleich in der ersten Runde gegen den tschechoslowakischen Verein Baník Ostrava (Hinspiel 2:0, Rückspiel 0:6) aus.

Systembedingter Abstieg in die TFF 3. Lig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da mit der Saison 2001/02 der türkische Profi-Fußball grundlegenden Änderungen unterzogen werden sollte, wurden bereits in der Spielzeit 2000/01 Vorbereitungen für diese Umstellung unternommen. Bisher bestand der Profifußball in der Türkei aus drei Ligen: Der höchsten Spielklasse, der einspurigen Türkiye 1. Futbol Ligi, der zweitklassigen fünfspurig und in zwei Etappen gespielten Türkiye 2. Futbol Ligi und der drittklassigen und achtgleisig gespielten Türkiye 3. Futbol Ligi. Zur Saison 2001/02 wurde der Profifußball auf vier Profiligen erweitert. Während die Türkiye 1. Futbol Ligi unverändert blieb, wurde die Türkiye 2. Futbol Ligi in die nun zweithöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi A Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie A der Türkei), und die dritthöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi B Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie B der Türkei), aufgeteilt. Die nachgeordnete Türkiye 3. Futbol Ligi wurde fortan somit die vierthöchste Spielklasse, die TFF 3. Lig. Jene Mannschaften, die in der Drittligasaison 2000/01 lediglich einen mittleren Tabellenplatz belegten, wurden für die kommende Saison in die neugeschaffene vierthöchste türkische Spielklasse, in die 3. Lig, zugewiesen. Orduspor, welches die Liga auf dem 6. Tabellenplatz beendet hatte, musste so systembedingt in die 3. Lig absteigen.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in der Saison 2005/06 in der Zweiten Liga sechstplatzierten Orduspor verloren das Relegationsspiel gegen Altay İzmir mit 1:0 und verpassten so den Aufstieg in die Turkcell Süper Lig. Nach der Saison 2010/11 konnte Orduspor als Sieger des Play-off-Turniers nach über 20 Jahren wieder den Aufstieg in die oberste Spielklasse der Türkei feiern.[1] Zwei Jahre später stieg die Mannschaft aber wieder in die Zweitklassigkeit ab.

Nach dem Abstieg aus der Süper Lig im Sommer 2013 geriet der Verein immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten und erhielt daher vom national Verband Abmahnungen. Die Situation spitze sich vor der Saison 2014/15 zu, sodass die Mannschaft für neu verpflichtete Spieler vom Verband keine Lizenz bekam.[2] Nach diesen Entwicklungen trat Ende August 2014 der Vereinspräsident Nedim Türkmen von seinem Amt zurück und begründete seinen Rücktritt damit, dass der Verein von der Stadt allein gelassen werde und einige seinetwegen keine Hilfe leisteten.[3] Anfang September überwies der Verein dem türkischen Fußballverband die geforderte Summe und hob dadurch die Transfersperre auf.[4]

Ligazugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Liga: 1975–1981, 1983–1986, 2011–2013
  • 2. Liga: 1967–1975, 1981–1983, 1986–1996, 1997–2000, 2005–2011, 2013–2015
  • 3. Liga: 1996–1997, 2000–2001, 2002–2005, seit 2015
  • 4. Liga: 2001–2002


Torschützenkönige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brasilianer Bruno Ferreira Mombra Rosa, genannt Bruno Mezenga, wurde in der Saison 2008/09 mit 21 Toren Torschützenkönig. Auf diversem Druck der Fans wurde der Brasilianer zur Rückrunde der Saison 2010/11 wieder verpflichtet. Er galt als absoluter "Lieblingsspieler" der Fans. Zur Rückrunde trat er mit der Nummer 86 an.

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Erstligaspiele
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. TurkeiTürkei Salih Aydoğan 257 1975–1986
02. TurkeiTürkei Güven Türközer 231 1975–1986
03. TurkeiTürkei Uğur Şerement 223 1975–1986
04. TurkeiTürkei Arif Güney 205 1975–1986
05. TurkeiTürkei Üstün Türközer 176 1975–1984
06. TurkeiTürkei Şükrü Bekiroğlu 173 1975–1986
07. TurkeiTürkei Turgay Güney 140 1975–1985
08. TurkeiTürkei Mahmut Kılıç 112 1977–1986
09. TurkeiTürkei Selim Şener 111 1977–1986
10. TurkeiTürkei Cihan Umanç 106 1976–1980
Stand: 9. März 2016
Die meisten Erstligatore
Rang Name Tor Einsätze Tor/Spiel
01. TurkeiTürkei Sinan Bayraktar 23 85 0,27
TurkeiTürkei Mahmut Kılıç 23 112 0,21
02. RumänienRumänien Bogdan Stancu 20 61 0,33
TurkeiTürkei Arif Güney 20 205 0,1
03. TurkeiTürkei Kemal Yıldırım 19 58 0,33
04. TurkeiTürkei Turgut Özel 17 83 0,2
05. TurkeiTürkei Güven Türközer 15 231 0,06
06. TurkeiTürkei Cihan Umanç 14 106 0,13
07. TurkeiTürkei Üstün Türközer 10 176 0,06
08. TurkeiTürkei Şenol Çorlu 9 56 0,16
09. TurkeiTürkei Yücel Uyar 8 257 0,03
TurkeiTürkei Salih Aydoğan 8 94 0,09
10. TurkeiTürkei Orhan Kırıkçılar 7 30 0,23
TurkeiTürkei Hasan Kabze 7 34 0,21
Stand: 9. März 2016

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 Spielte während seiner Zeit bei Orduspor für die Türkische Nationalmannschaft bzw. wurde während dieser Zeit zum ersten Mal für diese nominiert.

Ehemalige Trainer (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3 interimsweise

Zuschauer und Fankultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fans von Orduspor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fanklubs des Vereins nennen sich FİDANGÖR, 52 Genç taraftarlar, MorMenekşeler, Mor&Beyaz1967 und Çatlaklar.

Fanfreundschaften und -rivalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine Freundschaft zu Karşıyaka SK in Izmir, wie auch zu den Vereinen in den Nachbarstädten Samsunspor und Çaykur Rizespor.

Spiele zwischen Orduspor und Eskişehirspor, als auch gegen Giresunspor haben hingegen eine besondere Brisanz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.transfermarkt.com.tr/tr/bank-asya-1-liga--play-off%7C-orduspor-ist-aufgestiegen!/topic/ansicht_282_29_sayfa1.html
  2. milliyet.com.tr: "Orduspor kapanıyor!" (abgerufen am 22. August 2014)
  3. trtspor.com.tr: "Canlı yayında istifa!" (abgerufen am 2. September 2014)
  4. trtspor.com.tr: "Orduspor'da maddi kriz aşıldı" (abgerufen am 2. September 2014)