Organisation Internationale de Radiodiffusion et de Télévision

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Ehemalige Mitglieder der OIRT

Die Organisation Internationale de Radiodiffusion et de Télévision (OIRT; deutsch: Internationale Rundfunk- und Fernsehorganisation) war der Dachverband der Hörfunk- und Fernsehsender Mittel- und Osteuropas mit Sitz in Prag. Sie wurde am 28. Juni 1946 unter dem Namen Organisation Internationale de Radiodiffusion (OIR) in Brüssel gegründet.[1]

Nach dem Fall der Mauer haben die Mitglieder 1992 ihre Selbstauflösung beschlossen. Deren Rundfunksender bzw. Rundfunkanstalten wurden in die 1950 gegründete Europäische Rundfunkunion (EBU) eingegliedert. Mitglieder der OIRT waren zuletzt noch Rundfunkveranstalter aus Bulgarien, Finnland, Kuba, Ungarn, Nordkorea, Polen, Rumänien, den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, Syrien und Vietnam; assoziierte Mitglieder ARD, ZDF und der mongolische Rundfunk.

OIRT und Intervision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgabe der OIRT war der gegenseitige Austausch von Informationen über Programmgestaltung und die Förderung der technischen Entwicklung sowie via Intervision der Programmaustausch der Mitglieder untereinander und zur Eurovision. 1966 gab es 24 OIRT-Mitglieder, von denen 13 auch an der Intervision teilnahmen.[2] Die Rundfunkanstalten der neutralen Staaten Österreich (ORF) und Finnland (YLE) waren sowohl Mitglied der westlichen EBU (Eurovision) als auch der östlichen OIRT (YLE) bzw. zumindest an der Intervision beteiligt (ORF).

Alle Mitgliedsländer (mit Ausnahme der DDR) benutzten für UKW-Rundfunksender ein spezielles Frequenzband, das sich unterhalb des in West-Europa benutzten VHF-Bands II (87,5–108,0 MHz) befand. Dieses OIRT-Band (65,9 MHz–73,1 MHz), auch als FM low oder FM-OIRT bezeichnet, wird heute kaum noch benutzt. Die meisten Sender wechselten inzwischen in das als FM-CCIR (high) bezeichnete Band II. Es gibt auch Radiogeräte auf dem Markt, die zwischen beiden Radiobändern umschalten können.

Zur Fernsehübertragung wurde die OIR-/OIRT-Norm genutzt. Anfänglich auch in der DDR, hier fand jedoch noch in den 1950er-Jahren ein Wechsel zur CCIR-Norm statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statuten der OIR. In: Jahrbuch für internationales Recht 8 (1957), S. 195 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. Burton Paulu: Radio and television broadcasting on the European continent. Minneapolis 1967, S. 141