Zum Inhalt springen

Panamerikanische Spiele 2003

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
XIV. Panamerikanischen Spiele
Stadt Dominikanische Republik Santo Domingo, Dominikanische Republik
Stadion Estadio Olímpico Félix Sánchez
Teilnehmende Länder 42
Teilnehmende Athleten 5.223
Wettbewerbe 338 in 35 Sportarten
Eröffnung 1. August 2003
Schlusstag 17. August 2003
Eröffnet durch Hipólito Mejía
Chronik
Winnipeg 1999 Rio de Janeiro 2007

Die XIV. Panamerikanische Spiele wurden vom 1. bis 17. August 2003 in Santo Domingo (Dominikanische Republik) ausgetragen. Die erfolgreiche Bewerbung war Mitte der 1990er Jahre gestartet worden, als das Land eine der höchsten Wachstumsraten in Lateinamerika hatte.[1]

An den Spielen nahmen alle 42 Mitgliedsverbände der PSO teil. Registriert wurden 6.748 Athleten sowie weitere 2.425 Trainer und Funktionäre.[2] Die meisten Athleten entsandten die USA mit 713 Teilnehmern, die wenigsten Saint Lucia mit sechs Aktiven.

Während der Panamerikanischen Spiele von Santo Domingo wurden Wettbewerbe in 37 Sportarten veranstaltet.

Eröffnungszeremonie

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spiele wurden im neuen Olympiastadion vor 18.000 Zuschauern eröffnet. Einige 10.000 Darsteller führten ein Programm vor, von denen einige in Kostümen, die von Skeleton bis zu Männer in Tuxedoes und mit Zylinder reichten, verkleidet waren, die typisch für den Karneval in der Dominikan Republik sind.

Die örtlichen Baseballstars Juan Marichal und Pedro Martínez waren bei der Zeremonie beteiligt. Sie vollendeten die letzte Runde der Fackel. Zusammen mit Luis Pujols, dem Neffen des gleichnamigen Trainers der San Francisco Giants, der in einem Dominikanischen Baseballtrikot gekleidet war, schwangen sie einen Schläger gegen einen Baseball, der an der Spitze der Miniflamme saß, der die Flammenschale entzündete.

Die Zeremonie wurde auch vom Präsidenten der Dominikanischen Republik, Hipólito Mejía, dem Präsidenten des Panamerikanischen Sportverbandes, Mario Vázquez Raña, und dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg besucht.

Budget und Sportstätten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dominikanische Republik gab mindestens 175 Millionen US$ für das siebzehntägige Sportereignis aus. Zwei olympische Dörfer wurden gebaut und Arbeiter waren wegen Bauverzögerungen, Stromausfällen und fragwürdiger Sportstätten gezwungen, bis zur Eröffnungszeremonie daran zu arbeiten. Letzten Endes renovierte die Dominikanische Republik existierende Sportstätten und baute neue.

Obwohl es manche logistische Vorfälle gab (ein Team konnte im olympischen Dorf aus Wassermangel nicht duschen, anderen Teams fehlten Tennisbälle oder Handtücher,[1]) kommentierte der US-Teamchef Roland Betts: „Zeitweise war es ein großer Kampf, aber wir waren sehr aufgeregt und stolz, als wir die Sportstätten sahen. Ich glaube, dass diese Sportstätten genauso gut oder besser als alle anderen waren, die bisher für die panamerikanischen Spiele erstellt worden sind.“ („At times it has been a great struggle, but we are very excited and proud to see the venues. I believe these venues are as good as or better than any that have been created for the Pan American Games.“) Andere Beteiligte stimmten zu, dass die logistischen und Bauprobleme während der Spiele stark zurückgingen.

Kontroverse und örtliche Reaktionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Demonstrationen wurden abgehalten, um auf die Sparmaßnahmen, einschließlich Importsteuern und Ausgabenkürzungen und Vernachlässigung der verarmten Regionen aufmerksam zu machen. Während der Spiele wurden die Proteste außerhalb der Stadt verbannt. Jedoch nahmen die Dominikaner die Spiele mit Stolz und Wärme auf, besonders wenn örtliche Stars sich hervortaten wie Félix Sánchez, der die Goldmedaille über die 400 Meter Hürden gewann und den panamerikanischen Rekord brach.[1]

Während sie die erstklassigen Sportstätten priesen, beklagten Kritiker die hohen Kostenüberschreitungen, die üppige Entlohnung der Organisatoren und die Sorgen über die Fähigkeit der Dominikanischen Republik, die Sportstätten nach den Spielen zu unterhalten.[3]

Medaillenspiegel

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gastgeber ist hervorgehoben.

Medaillenspiegel
# Teilnehmernation Gold Silber Bronze Gesamt
1 Vereinigte Staaten 1178073270
2 Kuba 724139152
3 Kanada 295742128
4 Brasilien 294054123
5 Mexiko 20273279
6 Venezuela 16212764
7 Argentinien 16202763
8 Kolumbien 1182443
9 Dominikanische Republik 10121941
10 Jamaika 52613
11 Puerto Rico 34916
12 Ecuador 3159
13 Chile 2101022
14 Trinidad und Tobago 2417
15 Uruguay 2158
16 Peru 11810
17 Suriname 1001
18 Guatemala 03912
19 El Salvador 0224
20 Bahamas 0202
21 Haiti 0123
22 Grenada 0112
 Guyana 0112
24 Cayman Islands 0101
 Bermuda 0101
26 Bolivien 0022
 Panama 0022
28 Niederländische Antillen 0011
 Barbados 0011
 Costa Rica 0011
 Honduras 0011
 St. Lucia 0011
Commons: Panamerikanische Spiele 2003 – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 3 Games Lift Spirits in Santo Domingo (englisch).
  2. 41 Countries and 6,748 Athletes Pre-Registered in Pan Am 2003 (Memento vom 6. November 2007 im Internet Archive)
  3. The most costly Pan Am Games ever (Memento vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive)