Pel-Air

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pel-Air Aviation
IAI 1124A der Pel-Air
IATA-Code:
ICAO-Code: PFY
Rufzeichen: PELFLIGHT
Gründung: 1984
Sitz: Sydney, AustralienAustralien Australien
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Sydney

Flottenstärke: 17
Ziele: national und international
Website: www.pelair.com.au

Pel-Air Aviation Pty. Ltd. (kurz Pel-Air) ist eine australische Charterfluggesellschaft mit Sitz in Sydney und Basis auf dem Kingsford Smith International Airport. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Regional Express.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Embraer EMB 120ER der Pel-Air

Pel-Air Aviation wurde 1984 gegründet und begann ein Jahr später den Flugbetrieb mit einer IAI 1124. Ab Januar 1989 begann die Tochtergesellschaft Qwestair mit Linienflügen in Westaustralien. Der Flugbetrieb zwischen Perth und dem Bergbauort Telfer/Western Australia wurde mit einer geleasten Beechcraft Super King Air B200 durchgeführt.

1995 wurde Newcastle Aviation, ein Betreiber von Fairchild Metro II und III sowie Mitsubishi MU-2-Frachtflugzeugen, übernommen. Nach der Übernahme wurden die Metro II und MU-2 zurückgegeben und die Metro-III-Flotte ausgebaut. 1996 schloss Pel-Air einen Servicevertrag mit der Royal Australian Navy und die Flotte wurde durch den Kauf von vier Learjets ausgebaut. 1997 erhielt Pel-Air mehrere Metro II und vermietete sie für Trainingsaufgaben an die RAN; die Maschinen wurden auf der Luftwaffenbasis Wagga Wagga stationiert. 2003 ersetzte man die Metro III durch größere Frachtflugzeuge der Typen Beechcraft 1900C und Embraer EMB 120ER.

Von 2005 bis Mitte 2007 wurde Pel-Air stufenweise von Regional Express Holding übernommen wird. Ebenfalls 2007 wurde mit Aspen Medical ein Joint Venture für Flüge für CareFlight International geschlossen. Das Abkommen beinhaltet Ambulanzflüge vom Darwin International Airport mit einer IAI 1124. Das Abkommen wurde 2008 durch die Stationierung einer weiteren IAI 1024 für CareFlight am Flughafen Perth erweitert. Im Juni 2008 erhielt Pel-Air das erste Saab 340A-Frachtflugzeug; die Maschine war zuvor als Passagiermaschine für Regional Express (REX) im Einsatz. Es besteht die Absicht, die meisten der Saab 340A von REX in den nächsten Jahren zu übernehmen.

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pel-Air bietet Charter- und Ad-hoc-Flüge zu Zielen innerhalb Australiens und auch den pazifischen Inseln an. Des Weiteren werden Fracht- und Ambulanzflüge durchgeführt. Ein wichtiger Auftraggeber ist der australische Staat.

Frachtcharterflüge werden durch die Tochtergesellschaft Pel-Air Express angeboten.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Learjet 35A der Pel-Air

Mit Stand November 2016 besteht die Flotte der Pel-Air aus 17 Flugzeugen:[1]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Beechcraft Super King Air B200C 04 Ambulanzflugzeuge
IAI 1124 05
IAI 1124A 01
Learjet 35A 02
Learjet 36 01
Learjet 36A 01
Saab 340A 03 Frachtflugzeuge
Gesamt 17

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pel-Air verzeichnet in ihrer Geschichte mehrere Zwischenfälle:[2]

  • Am 10. Oktober 1985 stürzte eine IAI 1124 (Luftfahrzeugkennzeichen VH-IWJ) mit zwei Personen an Bord ab. Beide Insassen kamen ums Leben.[3]
  • Am 27. April 1995 verunglückte eine weitere IAI 1124 (Luftfahrzeugkennzeichen VH-AJS) mit zwei Mann Besatzung und einem Passagier an Bord im Anflug auf Alice Springs. Niemand überlebte den Absturz.[4]
  • Am 18. November 2009 musste eine IAI 1124 (Luftfahrzeugkennzeichen VH-NGA) musste nach vier missglückten Landeversuchen am Norfolk Island International Airport aufgrund von fehlendem Treibstoff notwassern. Alle Insassen überlebten.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pel-Air – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CASAPel-Air (englisch), abgerufen am 18. November 2016
  2. Daten über die Fluggesellschaft Pel-Air im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juli 2016.
  3. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 10. Oktober 1985 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juli 2016.
  4. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 27. April 1995 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juli 2016.
  5. Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 18. November 2009 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juli 2016.