Pozaldez

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Gemeinde Pozaldez
Pozaldez – Kirche San Boal
Pozaldez – Kirche San Boal
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Pozaldez (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Valladolid
Comarca: Tierra del Vino
Koordinaten 41° 22′ N, 4° 51′ WKoordinaten: 41° 22′ N, 4° 51′ W
Höhe: 790 msnm
Fläche: 27,85 km²
Einwohner: 492 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 17,67 Einw./km²
Postleitzahl: 47220
Gemeindenummer (INE): 47124 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Pozaldez

Pozaldez ist ein Ort und eine spanische Gemeinde mit 492 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der Provinz Valladolid der Region Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Pozaldez liegt in der Iberischen Meseta gut 43 km (Fahrtstrecke) südwestlich von Valladolid bzw. knapp 10 km nordöstlich von Medina del Campo in einer Höhe von ca. 795 m ü. d. M.[2] Das Klima im Winter ist kalt, im Sommer dagegen warm bis heiß; der spärliche Regen fällt verteilt übers ganze Jahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1842 1900 1950 2001 2012
Einwohner 1.726 2.249 1.440 504 574

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner lebten jahrhundertelang hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch ein wenig Viehzucht (Schafe, Ziegen, Hühner) und der Weinbau gehörte. Auf den nahegelegenen Märkten von Medina de Campo konnten die erwirtschafteten Überschüsse verkauft werden. Heute arbeiten einige Bewohner in der nahegelegenen Stadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1250 lautete der Ortsname Pozollez, später auch Pozoldez oder Pozal de las dos iglesias; auch der Name Pozal de Hez („Überfluss an Wein“) ist überliefert und verweist auf die ehemals über 100 Bodegas beim Ort.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iglesia de Santa María
  • Von der mittelalterlichen Festungsanlage (castillo) sind nur noch spärliche Ruinen erhalten.[5]
  • Die im Mudéjar-Stil auf den Fundamenten einer Burg errichteten Ostteile der dem hl. Baudilius von Nîmes geweihten Iglesia de San Boal sind die Hauptsehenswürdigkeiten des Ortes; sie entstanden im 13. Jahrhundert. Die Apsis besteht aus Ziegelstein-Blendbögen mit Zwischensegmenten aus verputzten Bruchsteinen. Der mehrstufig aufragende, durch Lisenen gegliederte und mit einer Laterne abschließende Glockenturm erhebt sich über der Vierung und ist vollständig mit Ziegelsteinen verblendet. Die Fertigstellung des Kirchenschiffs und der Fassade dauerte bis ins 14. Jahrhundert. Im frühen 17. Jahrhundert wurde die Kirche durch den Architekten Diego de Praves modernisiert. Das architektonisch eher karge Kirchenschiff wird von Seitenkapellen begleitet, in denen zahlreiche Altarretabel des 16. bis 19. Jahrhunderts stehen.[6]
  • Die im 16. Jahrhundert entstandene und ebenfalls Mudejar-Elemente zeigende Iglesia de Santa María verfügt über ein vierjochiges Kirchenschiff mit seitlichen Kapellen. Der Hauptaltar zeigt Salomonische Säulen im Stil des spätbarocken Churriguerismus; die in den Seitenkapellen befindlichen Nebenaltäre sind deutlich weniger aufwändig gestaltet.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eduardo García de Castro u. a.: Pozaldez. Historia y Vida. Diputación de Valladolid, Valladolid 1991.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pozaldez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Pozaldez – Karte mit Höhenangaben
  3. Medina del Campo/Pozaldez – Klimatabellen
  4. Pozaldez – Geschichte
  5. Pozaldez – Castillo
  6. Pozaldez – Kirche San Boal
  7. Pozaldez – Iglesia de Santa María