Priesterseminar Würzburg

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Bischöfliches Klerikalseminar "Pastor bonus"
Haupteingang des Seminars

Haupteingang des Seminars

Seminartyp Klerikalseminar
Anschrift Domerschulstraße 18/19
97070 Würzburg
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Gründungsjahr 1567
Seminaristenzahl (ges.) 10 (Stand: Juli 2017)
Regens Domvikar Stefan Michelberger
Subregens Stefan Fleischmann
Spiritual Domvikar Paul Weismantel
Webadresse Homepage des Seminars

Das Priesterseminar Würzburg ist das diözesane Klerikalseminar des Bistums Würzburg, das Männer begleitend zu ihrem Theologiestudium zu Priestern ausbildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. November 1567 übernahm der Orden der Jesuiten ein Gymnasium in Würzburg. 17 Jesuiten zogen dort ein und wirkten als Lehrer am Gymnasium. An dieses wurde fortan die Ausbildung der Kleriker gekoppelt. Im Jahr 1570 entstand das Alumnat, ein Wohnort für insgesamt 24 Alumnen, als Vorstufe zum Priesterseminar. Im Jahr 1582 ging aus dem Gymnasium schließlich die Universität Würzburg hervor. 1589 erließ Fürstbischof Julius Echter ein Edikt über die Gründung eines Geistlichen Seminars. 1607 bis 1610 wurde die Agneskirche abgerissen und eine neue Kirche im Stil der Nachgotik der Echterzeit erbaut. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde das Seminar zeitweise in das Juliusspital verlegt, bevor es zeitweise in das Marianische Kolleg im sogenannten Pfauenhof an der Ecke Kettengasse/Domerschulstraße verlegt wurde. 1655 wechselte das Priesterseminar zurück in die alten Räumlichkeiten. 1716 wurde von Joseph Greissing das Haus in der jetzigen Form gebaut. 1728 bis 1731 entstand der sogenannte Regentenbau nach Plänen des bekannten Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Von 1765 bis 1798 entstand der Neubau der Michaelskirche unter Johann Philipp Geigel und Johann Michael Fischer. 1789 siedelte das Seminar schließlich in das Gebäude des Jesuitenkollegs um und erhielt den Titel Seminar zum Guten Hirten.[1] 1831 wurde die Seminarkirche St. Michael geweiht. Während des Bombenangriffes auf Würzburg 1945 brannte das Seminar nieder. Es dauerte bis in die 1960er Jahre, bis der Wiederaufbau erfolgte.[2] Um die Jahrtausendwende (1997 bis 2003) wurde das Seminar einer Generalsanierung unterzogen und auf den damalig modernsten Stand gebracht. Hierbei entstanden 64 Studentenappartements, Gemeinschaftsräumen sowie neue Ausbildungsräume für den Seminarbetrieb, den Pastoralkurs und die Fortbildung der Priester bis zur 2. Dienstprüfung.[3]

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute dient das Haus der Ausbildung von Priesterseminaristen der Bistümer Würzburg und Bamberg, die sich im Studium befinden. Die Alumnen, die sich im 2008 neu eingerichteten Propädeutikum befinden (ein dem Studium vorgeschaltetes Jahr), wohnen zusammen mit den anderen Alumnen der Metropolie Bamberg und den Alumnen der Metropolie Berlin im Priesterseminar in Bamberg. Das Würzburger Priesterseminar dient zusätzlich auch als Tagungs- und Gästehaus des Bistums Würzburg. Seit dem Wintersemester 2015/16 wohnen im Borgiasbau Mietstudenten anderer Fakultäten, die am Hausleben des Alumnats teilnehmen dürfen.[4]

Regenten seit 1966[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1966–1969: Dr. Anton Schlembach
  • 1969–1976: Prälat Dr. Rudolf Weigand († 1998)
  • 1976–1983: Heinz Röschert
  • 1983–1996: Prälat Dr. Karl Hillenbrand († 2014)
  • 1996–2008: Gerhard Weber
  • 2008–2016: Monsignore Herbert Baumann
  • 2016-?: Domvikar Stefan Michelberger

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statuten des Bischöflichen Klerikalseminars, 1928 (PDF; 860 kB)
  2. Homepage des Priesterseminars
  3. Priesterseminar Würzburg: Geschichte: Überblick, abgerufen am 26. Februar 2016.
  4. Eintrag auf der Homepage des Seminars.