Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen

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Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen (lat.: Studium Theologicum Academicum Brixinense, ital.: Studio Teologico Accademico Bressanone) ist eine römisch-katholische Hochschule in Brixen, Italien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Hochschule geht auf einen Beschluss des Konzil von Trient zurück. Am 19. November 1607 wurde die Institution als Priesterseminar Brixen gegründet.[1] Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen ist die Ausbildungsstätte der Diözese Bozen-Brixen für Priester und Diakone, für Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten, für Religionslehrerinnen und Religionslehrer und andere pastorale Berufe.

Die Hochschule verleiht den akademischen Grad des Bakkalaureates. Das Höhere Institut für Theologische Bildung, in Verbindung mit der Theologischen Fakultät des Triveneto, führt in einem sechssemestrigen Studiengang zur „Laurea in Scienze Religiose“ bzw. in weiteren vier Semestern zur „Laurea Magistrale in Scienze Religiose“. In der Bozner Außenstelle des Höheren Instituts für Theologische Bildung, dem Istituto Superiore di Scienze Religiose, werden die Vorlesungen in italienischer Sprache angeboten.

Daneben besteht an der Hochschule das interreligiöse und ökumenische Institut für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung (gegründet 1994; neu konstituiert 2010).[2]

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Flir (1805–1859), Theologe, Schriftsteller, Politiker, Professor an der Universität Innsbruck
  • Simon Aichner (1816–1910), Fürstbischof von Brixen
  • Josef Freinademetz (1852–1908), Missionar und Heiliger, studierte an der Hochschule Brixen
  • Johannes Messner (1891–1984), Theologe, Rechtswissenschaftler, Politiker, studierte Theologie an der Hochschule Brixen
  • Josef Zotz (1902–1941), Priester und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, Absolvent der Hochschule (1926)
  • Karl Schmidhofer (1915–2007), Theologe, Kanoniker, Domdekan, Professor an der Hochschule Brixen
  • Joseph Gargitter (1917–1991), von 1950 bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Brixen (1952) Professor an der Hochschule
  • Josef Michaeler (1927–2007), Theologe, em. Professor für Kirchenrecht an der Hochschule Brixen
  • Herbert Paulmichl (* 1935), Komponist und Organist, studierte Theologie an der Hochschule Brixen
  • Josef Gelmi (* 1937), Theologe, em. Professor für Kirchengeschichte an der Hochschule Brixen
  • Karl Gruber (* 1943), Theologe, Kunstgeschichtler, Professor für Christliche Kunst und Denkmalpflege
  • Jörg Ernesti (* 1966), Theologe, Professor für Kirchengeschichte an der Hochschule Brixen
  • Martin M. Lintner (* 1972), Theologe, Professor für Moraltheologie an der Hochschule Brixen; seit 2013 Präsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie
  • Wilhelm Egger (1940–2008), Professor für Neues Testament bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Bozen-Brixen
  • Karl Golser (1943–2016), Professor und Leiter der Einrichtung bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Bozen-Brixen
  • Ivo Muser (* 1962), Regens von 1996 bis 2010 und Domdekan von 2005 bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Bozen-Brixen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Gelmi: „Pietas et scienzia“. 400 Jahre Priesterseminar Brixen. 1607–2007. Weger, Brixen 2007, ISBN 978-88-88910-47-5.
  • Karl Gruber: Das Priesterseminar in Brixen. Mit Heilig-Kreuz-Kirche, Bibliothek und Phil. Theol. Hochschule. Tappeiner, Bozen 1990, ISBN 88-7073-074-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte des Priesterseminars nach der Diözese Bozen-Brixen
  2. Institut für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung: Geschichte des Institutes. Abgerufen am 30. März 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]