Römisch-katholische Kirche in Luxemburg

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Die römisch-katholische Kirche in Luxemburg war bis zum 2. Juni 1840 stets ein Teil der römisch-katholischen Kirche in Deutschland oder Belgien.

Erst danach begann die Eigenständigkeit der Kirche in Luxemburg, denn an diesem Datum wurde das 2.586 km² große Großherzogtum zum Apostolischen Vikariat erhoben. Schon am 27. September 1870 folgte die Erhebung zum Bistum, doch tauchten bald die ersten Probleme zwischen Staat und Kirche auf, die sich an dem aus Aachen stammenden Johann Theodor Laurent entzündeten. Seine Ernennung wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Wilhelm II., König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, geheim gehalten, was in der luxemburgischen Staatskanzlei auf größtes Missfallen stieß. Zumal Laurent als Ultramontan galt. Sein Eintreffen bezeichnete Laurent selbst als „wie man es in Rom gewünscht, wie eine Bombe in diese Festung niedergeplatzt war“. Ohne diplomatische Fähigkeiten, spitzte sich seine Situation so weit zu, dass er seinen Sprengel bereits 1848 verlassen musste. In den folgenden Jahren normalisierte und stabilisierte sich die Situation der kirchlichen Hierarchie in Luxemburg, sodass es am 27. Dezember 1870 zum exemten Bistum erhoben werden konnte.

1988 wird Luxemburg zum Erzbistum erhoben. Bischof Hengen trug bereits seit 1985 den persönlichen Titel eines Erzbischofs. 2011 zählte die Diözese 398.000 Katholiken, was 79 % der Bevölkerung darstellte. Es gab 150 Diözesanpriestern und 56 Ordenspriester in Pfarreien, außerdem 409 Ordensschwestern.

Nuntien in Luxemburg[Bearbeiten]

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