Römisch-katholische Kirche in Spanien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karte der Bistümer von Spanien, in dunkler Farbe die Erzbistümer

Die römisch-katholische Kirche in Spanien ist die größte Glaubensgemeinschaft des Landes. Nach einer jüngsten Erhebung des staatlichen Centro de Investigaciones Sociológicas (CIS) betrachten sich 73,1 % der Spanier als katholisch. Jedoch nehmen, wie auch in Europa überhaupt, immer weniger Menschen aktiv am konfessionellen Leben teil. Von den Gläubigen (Katholische und andere Konfessionen) besuchen 16 % gelegentlich im Jahr, 9,2 % öfters im Monat und 15,6 % mindestens einmal wöchentlich die Messe, 58,5 % hingegen nie oder fast nie - mit Ausnahme der Lebensabschnittsfeiern wie Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen (Daten nach CIS Januar 2013).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Christentum katholischer Prägung wurde spätestens nach Ende der Reconquista 1492 in Spanien zur herrschenden Konfession. Die Reformation konnte sich in Spanien nicht durchsetzen, keine andere Nation blieb gegenüber den Ideen der Reformation uneindringlicher.[1] In der darauf folgenden Zeit hatten spanische Missionare eine führende Rolle bei der katholischen Missionierung Amerikas, Asiens und Afrikas inne. In Spanien und den überseeischen Besitzungen kam der katholischen Kirche in enger Kooperation von Thron und Altar eine bedeutende politische und gesellschaftliche Rolle zu; so galt etwa die spanische Inquisition als wichtiges Machtinstrument des spanischen Königs in der Herrschaftsausübung.

Infolge der französischen Revolution und dem Übergreifen nach Spanien sah sich die katholische Kirche jedoch in ihrer tradierten Machtrolle bedroht. Die heftigen innenpolitischen Kämpfe des 19. Jahrhunderts zwischen antiklerikalen-liberalen und traditionalistisch-kirchennahen Kreise blieben auch für die Kirche nicht folgenfrei, so dass die revolutionären, antimonarchischen Kräfte der spanischen Gesellschaft 'die' katholische Kirche in Spanien institutionell mit dem zu überwindenden Staat gleichsetzten. Auch als Reaktion auf die antikirchlichen Exzesse zu Zeiten der Zweiten Republik (1931–1936) und v.a. während des Bürgerkriegs (fast 7000 ermordete Priester, Mönche und Nonnen) wurde die katholische Kirche in Spanien, insbesondere die nationalkatholische und hierarchische Kirche, zu einer der wichtigsten gesellschaftlichen Stütze der darauf folgenden Franco-Diktatur. In der Spätphase der Diktatur kamen jedoch entscheidende Impulse zur gesellschaftlichen und politischen Öffnung aus linkskatholischen Kirchenkreisen.

Nach dem Tod von Francisco Franco schlossen Spanien und der Heilige Stuhl 1979 vier Verträge, die das Konkordat aus dem Jahre 1953 ablösten.[2]

Kirchenprovinzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungstechnisch teilt das Diözesanschema der katholischen Kirche Spanien in 14 Kirchenprovinzen mit insgesamt 70 Diözese (davon folglich 14 Erzdiözesen) ein. Für jede ist ein Bischof (bzw. Erzbischof) zuständig.

Kirchenprovinz Barcelona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Burgos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Compostela[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kirchliche Einteilung von Galicien

Kirchenprovinz Granada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Madrid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Mérida-Badajoz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Oviedo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Pamplona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Saragossa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Sevilla[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Tarragona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Toledo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Valencia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenprovinz Valladolid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärordinariat Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. R. B. Wernham (Hrsg.): The New Cambridge Modern History, Volume III, S. 244.
  2. Herder Korrespondenz, Jg. 33 (1979), S. 108–109.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karten spanischer katholischer Diözesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien