Raron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Raron (Begriffsklärung) aufgeführt.
Raron
Wappen von Raron
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis VS
Bezirk: Westlich Raronw
BFS-Nr.: 6199i1f3f4
Postleitzahl: 3942
UN/LOCODE: CH RRN
Koordinaten: 627837 / 128797Koordinaten: 46° 18′ 36″ N, 7° 48′ 0″ O; CH1903: 627837 / 128797
Höhe: 638 m ü. M.
Fläche: 30,26 km²
Einwohner: 1914 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 63 Einw. pro km²
Website: www.raron.ch
Raron vom Burghügel aus

Raron vom Burghügel aus

Karte
Oeschinensee Daubensee Illsee Stausee Ferden Gibidumsee Kanton Bern Bezirk Brig Bezirk Leuk Bezirk Goms Östlich Raron (Bezirk) Bezirk Siders Bezirk Visp Bezirk Visp Ausserberg Blatten (Lötschen) Bürchen VS Eischoll Ferden Kippel Niedergesteln Raron Steg-Hohtenn Unterbäch Wiler (Lötschen)Karte von Raron
Über dieses Bild
w

Raron (walliserdeutsch älter Arráru [ɐ'rːɑrʊ, ɐ'rːɑːrʊ],[2] jünger Raru ['rɑːrʊ],[3] französisch Rarogne) ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des Bezirks Westlich-Raron im Schweizer Kanton Wallis.

Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Raron befindet sich ein markanter Burghügel mit einer spätmittelalterlichen Kirche, die um das Jahr 1500 von Ulrich Ruffiner erbaut wurde. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich die Grabstätte des Schriftstellers und Lyrikers Rainer Maria Rilke. In den Burghügel hineingesprengt wurde die Höhle der Felsenkirche St. Michael.

Der älteste Briefkasten der Schweiz findet sich an der Tür des Maxenhauses. Er stammt aus der napoleonischen Zeit, als das Wallis zum französischen Kaiserreich gehörte.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Raron liegen die südlichen Tunnelportale des Lötschberg-Basistunnels. Auf dem Flugplatz Raron, der bis 1995 auch Militärflugplatz mit Flugzeugkaverne war, ist eine Basis der Helikopter-Bergrettungsstaffel Air Zermatt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Ruffiner (um 1480–1549/1556), Baumeister
  • Johann Hildebrand Roten (1722–1760), Bischof von Sitten (1752–1760)
  • Christian Gattlen (1777–1866), Militär, Unternehmer und Politiker
  • Moritz Fabian Roten (1783–1843), Bischof von Sitten (1830–1843)
  • Leo Luzian von Roten (1824–1898), Staatsrat (1876–1897)
  • Hans Anton von Roten (1826–1895), Nationalrat (1866–1895)
  • Heinrich von Roten (1856–1916), Ständerat (1906–1916)
  • Hans Anton von Roten (1907–1993), Rektor und Historiker
  • Ernst von Roten (1914–1999), Staatsrat (1958–1973)
  • Peter von Roten (1916–1991), Nationalrat (1948–1951)
  • Henri von Roten (* 1947), Staatskanzler (1988–2010)
  • Erich Burgener (* 1951), Fussballspieler
  • Georges Bregy (* 1958), Fussballspieler und Fussballtrainer

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Gemäss Material des Sprachatlasses der deutschen Schweiz sowie dem am Ort ausgefüllten Wenkersatz.
  3. Gemäss Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 727.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Raron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien