Ribafrecha

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Gemeinde Ribafrecha
Ribafrecha – Ortsansicht
Ribafrecha – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Ribafrecha
Ribafrecha (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: La RiojaLa Rioja La Rioja
Comarca: Logroño
Koordinaten 42° 21′ N, 2° 23′ WKoordinaten: 42° 21′ N, 2° 23′ W
Höhe: 490 msnm
Fläche: 34,58 km²
Einwohner: 967 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 27,96 Einw./km²
Postleitzahl: 26130
Gemeindenummer (INE): 26124 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ribafrecha

Ribafrecha ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 967 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) in der Autonomen Gemeinschaft La Rioja im Norden Spaniens.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Ribafrecha liegt am Mittellauf des Río Leza in der Übergangszone zwischen dem Bergland der Tierra de Cameros und dem Ebro-Tal gut 15 km (Fahrtstrecke) südlich der Provinzhauptstadt Logroño in einer Höhe von ca. 490 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 485 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2018
Einwohner 1.463 1.520 1.625 967 961[3]

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Einwohnerzahl des Orts seit der Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich zurückgegangen (Landflucht). Die Gemeinde gehört zum Weinbaugebiet der Rioja Baja.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde war jahrhundertelang zum Zweck der Selbstversorgung landwirtschaftlich orientiert, wobei die Viehwirtschaft (Milch, Käse, Fleisch) im Vordergrund stand; aus der Schafwolle wurden Weberzeugnisse hergestellt, die auch getauscht oder verkauft werden konnten. Aber auch Obst, Gemüse und Getreide wurden angebaut. Im 17. und 18. Jahrhundert waren zahlreiche Webereien hier ansässig. Heute werden vor allem im Sommerhalbjahr Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltiberische, römische, westgotische und selbst islamisch-maurische Siedlungsspuren wurden auf dem Gemeindegebiet nicht entdeckt. Das Gebiet diente jahrhundertelang als Sommerweide für Schafe und Ziegen. Eine militärische Rückeroberung (reconquista) durch die Christen fand wohl nicht statt, doch wurde der Platz im Rahmen der Repoblación allmählich besiedelt. Der Ortsname Frechuela wird erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt. Seit etwa 1040 gehörte die Gegend zur von García Sánchez III. geschaffenen Grundherrschaft (señorio) der Tierra de Cameros. Im Mittelalter war die Region zeitweise zwischen den Königreichen Kastilien und Navarra umstritten; im Jahr 1592 verkaufte die spanische Krone den Ort an Sancho González, dessen Nachfahren lange Zeit Grundherrn (señores) der Gegend blieben. Im 18. Jahrhundert erlebte der Ort wegen seiner Textilproduktion einen deutlichen Aufschwung. Nach der Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1811 gehörte das Gebiet zur Provinz Soria und kam erst im Jahr 1833 zur neugeschaffenen Provinz Logroño, aus der später die Region La Rioja hervorging.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ribafreche – Iglesia de San Pedro
  • Wichtigster Bau des Ortes ist die im frühen 16. Jahrhundert an der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus begonnene, aber erst gegen Ende des Jahrhunderts fertiggestellte Iglesia de San Pedro Apóstol. Während das Äußere der Kirche eher schmucklos gestaltet ist, beeindrucken das dreigeteilte Kirchenschiff (nave) durch seine spätgotischen Rippengewölbe und die Schaufront des großen spätbarocken Hauptaltars (retablo) und seiner seitlichen Begleiter. In den Jahren 1998/9 erhielt die Kirche einen modernen Glockengiebel (espadaña).[5]
  • Die im 17./18. Jahrhundert erbaute Ermita de la Virgen de la Cuesta steht mitten im Ort. Beeindruckend ist das Innere der Kapelle mit mehreren vergoldeten Altären.[6]
Umgebung
  • Am südlichen Ortsrand überspannt eine spätmittelalterliche, später jedoch immer wieder erneuerte zweibogige Steinbrücke (Puente Laidiez) den Río Leza.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ribafrecha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Ribafrecha – Klimatabellen
  3. Ribafrecha – Bevölkerungsentwicklung
  4. Ribafrecha – Geschichte
  5. Ribafrecha – Kirche
  6. Ribafrecha – Ermita
  7. Ribafrecha – Steinbrücke